Alter Hund: Besonderheiten, Pflege & häufige Erkrankungen
Mit dem Alter verändert sich ein Hund – körperlich und im Verhalten. Viele Besitzer bemerken diese Veränderungen erst spät. Mit dem richtigen Wissen kannst du deinem älteren Hund aber viele gute Jahre schenken und häufige Erkrankungen frühzeitig erkennen. Dieser Artikel erklärt, was sich mit dem Alter ändert und wie du deinen Senioren optimal versorgst.
Senior ab wann
Kleine Rassen ab 10 J., grosse Rassen ab 7 J. gelten als Senior
Vorsorge
Halbjährliche Kontrolluntersuchungen empfohlen ab dem 8. Lebensjahr
Ernährung
Angepasster Energiebedarf, höhere Verdaulichkeit nötig
Bewegung
Regelmäßig aber schonend – Gelenke schonen, Muskeln erhalten
Ab wann gilt ein Hund als Senior?
- Kleine Rassen unter 10 kg: ab ca. 10-12 Jahren
- Mittelgrosse Rassen: ab ca. 8-10 Jahren
- Grosse Rassen ab 30 kg: ab ca. 7 Jahren
- Riesenrassen: ab ca. 5-6 Jahren

Häufige Erkrankungen im Alter
Arthrose
Die häufigste Erkrankung älterer Hunde. Gelenkknorpel baut sich ab, Bewegung wird schmerzhaft. Anzeichen: steifes Aufstehen, Zurückhaltung bei Treppen, Lahmheiten. Behandlung: Schmerzmittel, Gelenknühr-Supplemente, Physiotherapie. Mehr dazu: Arthrose beim Hund.
Nierenerkrankungen
Chronische Niereninsuffizienz ist bei Hunden ab 7 Jahren häufig. Symptome: vermehrter Durst und Urinieren, Gewichtsverlust, Erbrechen, Apathie. Frühdiagnose durch regelmäßige Blutuntersuchungen. Nierenspezielle Diätfutter verlangsamen den Verlauf.
Herzerkrankungen
Mitralklappen-Insuffizienz ist bei kleinen Rassen ab 8 Jahren sehr häufig. Symptome: Husten, schnelle Ermüdung, erhöhte Atemfrequenz. Regelmäßige Herzuntersuchung mit Abhoeren und Ultraschall empfohlen.
Sehvermögens- und Hoerverlust
Linsentrueubung und grauer Star sind häufig. Hunde können sich gut anpassen – aber Veränderungen der Umgebung vermeiden. Auch Taubheit nimmt zu – Handzeichen als Ergänzung zum Training einführen.

Ernährung im Alter
- Geringerer Energiebedarf – Portionen anpassen um Übergewicht zu vermeiden
- Höhere Proteinqualität für Muskelerhalt
- Leichter verdauliche Zutaten
- Omega-3-Fettsäuren für Gelenke und Gehirnfunktion
- Regelmäßige Zahnpflege – Schmerzen beim Fressen erkennen
Bewegung für Senior-Hunde
Regelmäßige, massvolle Bewegung ist wichtig – aber nicht überfordern. Kurze, häufige Spaziergänge sind besser als seltene lange. Schwimmen ist gelenkschonend. Auf Veränderungen im Gang achten. Keine abrupten Sprintbelastungen oder langen Bergwanderungen mehr.
Vorsorgeuntersuchungen für Senior-Hunde
Ab dem 8. Lebensjahr: halbjährliche Kontrolle empfohlen. Beinhaltet: Blutbild, Urinanalyse, Herzabhoeren, Gewichtkontrolle, Zahnkontrolle, ggf. Röntgen. Frühdiagnose spart Leid und oft auch Kosten.