Katzenfutter für Hunde – schädlich?

Kurz zusammengefasst

  • Der Text behandelt die Frage, ob Katzenfutter für Hunde verwendet werden kann und betont, dass Hunde- und Katzenfutter aufgrund unterschiedlicher Nährstoffbedürfnisse nicht austauschbar sind.
  • Wesentliche Unterschiede zwischen Hunde- und Katzenfutter werden aufgezeigt, wie z.B. Proteinquelle, Fettgehalt und spezifische Nährstoffe.
  • Es wird klargestellt, dass Katzenfutter für Hunde nicht ideal ist, da es zu Nährstoffmangel und möglichen Gesundheitsproblemen führen kann, darunter Proteinüberschuss, Taurinüberschuss und allergische Reaktionen.

Medizinische Prüfung / Online Redaktion

Dr. Volker Moser
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Nadja Sukalia
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Katzenfutter und Hundefutter unterscheiden sich in ihren Nährstoffgehalten und sind daher nicht austauschbar. Einige Hundebesitzer sind jedoch der Meinung, dass Katzenfutter für Hunde geeignet ist, da es in der Regel teurer ist als Hundefutter. Doch ist es tatsächlich sicher, Katzenfutter für Hunde zu verwenden? In diesem Artikel erfahren Sie, ob Katzenfutter für Hunde schädlich sein kann und was man beachten sollte, wenn man sich dazu entscheidet, seinen Hund mit Katzenfutter zu füttern.

Was ist der Unterschied zwischen Hundefutter und Katzenfutter?

Der Unterschied zwischen Hundefutter und Katzenfutter besteht in erster Linie darin, dass sie speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Hunden bzw. Katzen abgestimmt sind. Hunde und Katzen haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf und -anforderungen, die berücksichtigt werden müssen, wenn man für sie Futter auswählt.

Einige wichtige Unterschiede zwischen Hundefutter und Katzenfutter sind:

  • Proteinquelle: Katzen benötigen in der Regel mehr Protein als Hunde, daher enthält Katzenfutter häufig mehr Protein als Hundefutter.
  • Fettgehalt: Hundefutter enthält mehr Fett als Katzenfutter, da Hunde eine höhere Energiezufuhr benötigen. Katzenfutter enthält weniger Fett, um Übergewicht zu vermeiden.
  • Nährstoffe: Hundefutter und Katzenfutter enthalten unterschiedliche Nährstoffe in unterschiedlichen Mengen. Zum Beispiel enthält Katzenfutter häufig mehr Taurin als Hundefutter, da Katzen Taurin für die Gesundheit ihrer Augen und ihres Herzmuskels benötigen. Hundefutter enthält möglicherweise mehr Kalzium und Phosphor, um die Knochengesundheit zu unterstützen.

Es ist wichtig, dass Hunde und Katzen das Futter bekommen, das ihren spezifischen Bedürfnissen entspricht, um sie gesund und ausgewogen zu ernähren. Deshalb sollten Sie das Etikett sorgfältig durchlesen und das Futter sorgfältig auswählen, das am besten für das Haustier geeignet ist.

Können Hunde Katzenfutter essen?

Es ist grundsätzlich möglich, dass Hunde Katzenfutter essen, aber Katzenfutter ist nicht für Hunde ausgelegt und enthält möglicherweise nicht alle Nährstoffe, die Hunde brauchen.

Katzen haben einen anderen Nährstoffbedarf als Hunde und ihr Futter ist daher entsprechend angepasst. Zum Beispiel enthalten Katzenfutter höhere Mengen an Protein und Taurin als Hundefutter. Taurin ist eine wichtige Aminosäure, die für die Gesundheit der Augen und des Herzmuskels von Katzen wichtig ist. Hunde können Taurin aus anderen Aminosäuren produzieren und brauchen daher nicht so viel davon in ihrem Futter.

Wenn Hunde über längere Zeit Katzenfutter essen, kann dies zu einem Nährstoffmangel führen, der zu Gesundheitsproblemen führen kann. Es ist daher wichtig, dass Hunde Hundefutter essen, das für ihren spezifischen Bedarf an Nährstoffen ausgelegt ist. Wenn Sie Fragen zur Ernährung Ihres Hundes haben, sollten Sie sich von einem Tierarzt beraten lassen.

Welche Risiken und möglichen gesundheitlichen Folgen kann Katzenfutter für Hunde haben?

Wenn Hunde über längere Zeit Katzenfutter essen, kann das zu einem Mangel an Nährstoffen führen, der zu Gesundheitsproblemen führen kann. Einige der möglichen Risiken und gesundheitlichen Folgen von Katzenfutter für Hunde sind:

  • Nährstoffmangel: Katzenfutter enthält nicht alle Nährstoffe, die Hunde brauchen, insbesondere in den richtigen Mengen. Dies kann zu Nährstoffmangel und damit verbundenen Gesundheitsproblemen führen.
  • Übermäßige Aufnahme von Protein: Katzenfutter enthält in der Regel höhere Mengen an Protein als Hundefutter. Wenn Hunde zu viel Protein aufnehmen, kann dies zu Nierenproblemen führen.
  • Übermäßige Aufnahme von Taurin: Wie bereits erwähnt, enthält Katzenfutter höhere Mengen an Taurin als Hundefutter. Wenn Hunde zu viel Taurin aufnehmen, kann dies zu Stoffwechselproblemen führen.
  • Allergische Reaktionen: Einige Hunde können allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe in Katzenfutter reagieren, was zu Hautausschlägen, Juckreiz und anderen Symptomen führen kann.

Wenn Sie überlegen, ob Sie Ihrem Hund Katzenfutter geben möchten, sollten Sie sich von einem Tierarzt beraten lassen und sicherstellen, dass das Futter alle Nährstoffe enthält, die Ihr Hund braucht.

 

Wie schafft man es, dass ein Hund nicht Katzenfutter frisst?

Es gibt einige Schritte, die Sie unternehmen können, damit Ihr Hund kein Katzenfutter frisst:

  • Stellen Sie sicher, dass das Katzenfutter außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahrt wird. Sie können es in einer Höhe aufbewahren, die für den Hund unzugänglich ist, oder in einem geschlossenen Schrank oder Küchenschrank.
  • Füttern Sie den Hund und die Katze zu unterschiedlichen Zeiten. Wenn möglich, sollten Sie den Hund zuerst füttern und das Katzenfutter später auslegen, wenn der Hund nicht mehr im Raum ist.
  • Verteilen Sie das Katzenfutter in kleineren Portionen über den Tag verteilt anstatt alles auf einmal auszulegen. Dadurch bleibt das Katzenfutter frisch und weniger verlockend für den Hund.
  • Benutzen Sie separates Futtergeschirr für den Hund und die Katze. Dadurch wird verhindert, dass der Hund das Katzenfutter aus dem Futtergeschirr der Katze frisst.
  • Machen Sie dem Hund klar, dass Katzenfutter tabu ist. Sie können dies tun, indem Sie ihm „nein“ sagen, wenn er das Katzenfutter berührt oder frisst, und ihn dafür belohnen, wenn er sich von dem Katzenfutter fernhält.

Es kann manchmal schwierig sein, einen Hund davon abzuhalten, Katzenfutter zu essen, besonders wenn es verlockend riecht oder lecker aussieht. Indem Sie die oben genannten Schritte befolgen, können Sie jedoch dazu beitragen, dass Ihr Hund nicht in Versuchung gerät, Katzenfutter zu essen.

Warum ist der Hund ein Allesfresser?

Der Hund ist kein Allesfresser im eigentlichen Sinne, aber er kann eine Vielzahl von Lebensmitteln vertragen und ist in der Lage, sich an verschiedene Nahrungsquellen anzupassen. Diese Fähigkeit hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, da Hunde ursprünglich als Jäger und Sammler in der freien Natur lebten und sich von dem ernährten, was sie finden konnten. Im Laufe der Zeit wurden Hunde domestiziert und werden heute in der Regel mit kommerziell hergestelltem Hundefutter gefüttert, das auf ihren speziellen Nährstoffbedarf abgestimmt ist. Allerdings sind viele Hunde auch immer noch in der Lage, eine Vielzahl von Lebensmitteln zu verdauen, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind, wenn sie ihnen in begrenzten Mengen angeboten werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Lebensmittel für Hunde geeignet sind und dass es einige gibt, die sogar gefährlich für sie sein können.

Fazit: Katzenfutter für Hunde – schädlich? 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Katzenfutter für Hunde in der Regel schädlich ist. Hunde und Katzen haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf und Katzenfutter ist nicht auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt. Es kann zu Mangelerscheinungen führen, wenn Hunde längere Zeit Katzenfutter essen, und in manchen Fällen sogar schwerwiegende Gesundheitsprobleme verursachen. Es ist daher wichtig, dass Hunde das Futter bekommen, das speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt wurde, um sie gesund und ausgewogen zu ernähren. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Futter für Ihren Hund am besten geeignet ist, sollten Sie sich von einem Tierarzt oder einem Tierfachmann beraten lassen.

 

Medizinische Qualitätsprüfung

Medizinischer Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 7, 2023

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