Jagdhund Zecken & Parasiten: Schutz für Hunde im Revier
Jagdhunde haben durch ihren Reviereinsatz eine besonders hohe Belastung mit Zecken, Flöhen und anderen Parasiten. Was für Haushunde gelegentlich vorkommt, ist beim Jagdhund Alltag. Konsequente Prophylaxe und regelmässige Kontrollen sind für Gebrauchshunde unverzichtbar. Dieser Artikel erklärt alles was Jäger wissen müssen.
Zeckenlast
Jagdhunde können täglich Dutzende Zecken aufnehmen
Prophylaxe
Spot-On, Tabletten oder Halsbänder – alle 4 Wochen erneuern
Erkrankungen
Borreliose, Anaplasmose, FSME – Frühdiagnose rettet
Täglich
Nach jedem Einsatz systematisch absuchen
Warum Jagdhunde besonders gefährdet sind
Ein Jagdhund durchquert im Einsatz Waldrander, hohes Gras, Unterholz – genau dort wo Zecken lauern. Ein durchschnittlicher Jagdtag kann zu 10-50 Zeckenkontakten führen. Ohne Schutz werden viele davon sich festbeissen. Selbst mit Prophylaxe ist täglliche Kontrolle unerlasslich.

Optimale Zeckenprophylaxe für Jagdhunde
Für Jagdhunde empfehlen sich Produkte mit besonders langer Wirkdauer:
- Tabletten: Bravecto (12 Wochen), NexGard (4 Wochen), Simparica – toeten Zecken beim Biss sehr zuverlässig. Keine Probleme mit Wasser oder Schwimmen.
- Seresto-Halsband: 7-8 Monate Wirkdauer – ideal für Dauereinaatz. Wichtig: Sitz und Zustand regelmäßig prüfen.
- Spot-On: Weniger geeignet bei schwimmenden Hunden – wird ausgewaschen.
Häufige zeckenübertragende Erkrankungen
- Borreliose: Wandernde Lahmheiten, Fieber – Antibiotika-Behandlung nötig
- Anaplasmose: Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit – Blutbild klärt auf
- FSME: Hirnentzündung – Impfung in Risikogebieten empfohlen

Weitere Parasiten beim Jagdhund
Flöehe: Auch Jagdhunde. Besonders bei Kontakt mit Wildtieren. Darmparasiten: Durch Fressen von Wildinnereien Risiko für Fuchsbandwurm und Trichinellen. Vierteljährliche Entwürmung oder Kotuntersuchung. Sarcoptes-Raude: Durch Kontakt mit Füchsen – sehr häutiger Übertragungsweg im Revier.