Fellwechsel beim Hund

Kurz zusammengefasst

  • Der Fellwechsel beim Hund ist ein natürlicher Prozess, bei dem altes Fell durch neues ersetzt wird, jedoch kann er für Besitzer stressig sein wegen vermehrtem Haarverlust auf Möbeln und Kleidung.
  • Der Fellwechsel wird durch hormonelle Veränderungen im Hundekörper ausgelöst, variiert in Dauer und Intensität je nach Rasse und Alter, und erfordert vermehrtes Bürsten, um lose Haare zu entfernen.
  • Während des Fellwechsels ist die Pflege entscheidend: eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung, spezielle Pflegeprodukte und Tierarztbesuche helfen, den Prozess angenehmer zu gestalten und die Gesundheit des Fells zu fördern.

Medizinische Prüfung / Online Redaktion

Dr. Volker Moser
Dr. Volker Moser
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Nadja Sukalia
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in Fellwechsel beim Hund ist ein natürlicher Prozess, bei dem das alte Fell durch neues Fell ersetzt wird. Für viele Hundebesitzer kann dies jedoch eine stressige Zeit sein, da sie plötzlich eine Menge Fell auf ihren Möbeln und Kleidungsstücken finden. 

Was versteht man unter Fellwechsel beim Hund?

Der Fellwechsel beim Hund bezieht sich auf die Zeit, in der ein Hund sein Fell verliert und neues Fell nachwächst. Dieser Prozess ist ein natürlicher Teil des Lebenszyklus eines Hundes und kann je nach Rasse und Alter unterschiedlich sein.

Beim Fellwechsel fallen die alten Haare aus, und es kommen neue Haare nach. Dieser Prozess kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern und kann manchmal etwas unordentlich aussehen. Während des Fellwechsels kann der Hund vermehrt haaren und es kann notwendig sein, ihn häufiger zu bürsten, um die lose Haare zu entfernen.

Einige Rassen haben einen stärkeren Fellwechsel als andere, und es gibt auch Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Hunden. Bei manchen Rassen gibt es zwei Fellwechsel im Jahr, während andere nur einen haben. Manche Rassen haben auch einen stärkeren Fellwechsel in bestimmten Jahreszeiten.

Es gibt auch einige medizinische Probleme, die zu einem ungewöhnlich starken oder langen Fellwechsel führen können. Deshalb ist es wichtig, dass man sich an einen Tierarzt wendet, wenn man einen ungewöhnlichen Fellwechsel bei seinem Hund bemerkt.

 

 

Was löst den Fellwechsel aus?

Der Fellwechsel beim Hund wird hauptsächlich durch hormonelle Veränderungen im Körper des Hundes ausgelöst. Diese Veränderungen beeinflussen die Aktivität der Haarzellen in der Haut, die die Produktion von Haaren steuern. Bei manchen Rassen von Hunden tritt der Fellwechsel häufiger auf als bei anderen. Zum Beispiel haben Hunde mit dichtem Fell, wie z.B. der Malamute oder der Samojede, tendenziell häufigere Fellwechsel als Hunde mit weniger Fell, wie z.B. der Boxer oder der Greyhound. Auch die Jahreszeit kann eine Rolle spielen, wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden, da die Hunde ihr Fell wechseln, um sich besser an die kalte Jahreszeit anzupassen.

Ist der Fellwechsel für Hunde anstrengend?

Für manche Hunde kann der Fellwechsel tatsächlich anstrengend sein, insbesondere wenn sie unter Hautproblemen oder Allergien leiden. Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, bei dem altes Fell durch neues Fell ersetzt wird. Je nach Rasse und individueller Veranlagung kann der Fellwechsel unterschiedlich lang dauern und kann von Monat zu Monat variieren.

Während des Fellwechsels kann der Hund mehr Fell verlieren als gewöhnlich, was zu einer erhöhten Ansammlung von Haaren in der Umgebung führen kann. Einige Hunde können auch unter Juckreiz und Hautirritationen leiden, insbesondere wenn sie unter Allergien oder Hauterkrankungen leiden.

Es gibt einige Dinge, die man tun kann, um den Fellwechsel für den Hund angenehmer zu machen:

  • Regelmäßiges Bürsten und Kämmen des Fells, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu fördern
  • Eine gesunde Ernährung, die reich an Nährstoffen ist, kann helfen, das Fell gesund zu halten
  • Ein ausreichendes Maß an Bewegung und Auslauf, um die Durchblutung der Haut zu fördern
  • Falls nötig, spezielle Fellpflegeprodukte oder Medikamente, die von einem Tierarzt verschrieben werden

Hunde sollten ausreichend Wasser und Nährstoffe bekommen, um einen gesunden Fellwechsel zu unterstützen. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund unter starken Juckreiz oder Hautirritationen leidet, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und eine adäquate Behandlung zu erhalten.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Die Dauer des Fellwechsels beim Hund kann je nach Rasse, Alter und Gesundheitszustand des Hundes variieren. Im Allgemeinen dauert der Fellwechsel bei einem gesunden Hund von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten.

Bei manchen Rassen, wie z. B. dem Labrador Retriever, dauert der Fellwechsel nur wenige Wochen. Andere Rassen, wie der Pudel, haben einen längeren Fellwechsel, der mehrere Monate dauern kann. Es gibt auch Hunderassen, die zweimal pro Jahr einen Fellwechsel durchleben. 

Die Dauer des Fellwechsels kann durch einige Faktoren, wie z.B. Alter, Gesundheit, Hormonstatus und Ernährung beeinflusst werden. Ein Hund, der unter Stress steht, krank ist oder unter einem Hormonmangel leidet, kann einen längeren Fellwechsel haben. Eine ausgewogene Ernährung und eine gute Pflege des Fells können jedoch dazu beitragen, den Fellwechsel zu beschleunigen.

Wann kommt es zum Fellwechsel bei Hunden?

Der Fellwechsel bei Hunden kann zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr stattfinden, abhängig von der Rasse und dem individuellen Hund. Einige Hunde haben einen regelmäßigen Fellwechsel, der ein- bis zweimal im Jahr stattfindet, während andere Hunde nur selten einen Fellwechsel haben. Die meisten Hunde wechseln ihr Fell jedoch in der Regel im Frühjahr und im Herbst, wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden.

Manche Rassen haben einen stärkeren Fellwechsel als andere, wie z.B. der Alaskan Malamute, der Samojede, der Bernhardiner und der Neufundländer. Ihr Fellwechsel kann länger dauern und ausgeprägter sein und es kann zu verstärktem Haarausfall kommen. Andere Rassen wie z.B. der Boxer, der Greyhound, der Dobermann haben einen geringeren Fellwechsel und verlieren weniger Fell.

Jedoch ist jeder Hund individuell, weshalb es auch zu Abweichungen kommen kann. Wenn Sie sich unsicher sind oder wenn Sie einen abnormen Fellwechsel bei Ihrem Hund bemerken, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

Worauf sollte man beim Fellwechsel bei Hunden achten?

Beim Fellwechsel können Sie auf einiges tun, damit der Prozess für Ihren Hund so angenehm und unkompliziert wie möglich verläuft.

Regelmäßiges Bürsten und Kämmen

Dies hilft dabei, lose Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu fördern, was den Fellwechsel unterstützt und das Wachstum des neuen Fells fördert.

Augenmerk auf Hautprobleme und Allergien

Wenn Ihr Hund unter Hautproblemen oder Allergien leidet, kann der Fellwechsel besonders anstrengend sein. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass die Hautprobleme behandelt werden, bevor der Fellwechsel beginnt.

Gute Ernährung

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund eine ausgewogene und gesunde Ernährung bekommt. Denn eine gesunde Ernährung, die reich an Nährstoffen ist, hilft dabei, das Fell gesund zu halten und unterstützt den Fellwechsel.

Ausreichende Bewegung

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund regelmäßig Bewegung und Auslauf bekommt. Ein ausreichendes Maß an Bewegung und Auslauf kann dazu beitragen, die Durchblutung der Haut zu fördern und den Fellwechsel zu unterstützen.

Pflegemittel

Es gibt spezielle Fellpflegeprodukte, die das Fell glänzend und gesund halten sowie den Fellwechsel angenehmer machen.

Tierarztbesuch

Sollten Sie bemerken, dass Ihr Hund unter starken Juckreiz oder Hautirritationen leidet, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er kann die Ursache ermitteln und eine adäquate Behandlung durchführen. 

Was versteht man unter Dauerfellwechsel beim Hund?

Der Dauerfellwechsel, auch als kontinuierlicher Fellwechsel bezeichnet, bezieht sich auf den ständigen Prozess des Haarausfalls und -nachwuchses bei einigen Hunderassen. Dieser Prozess ist anders als der reguläre Fellwechsel, bei dem das Fell in regelmäßigen Abständen komplett gewechselt wird.

Beim Dauerfellwechsel fallen die Haare das ganze Jahr über aus, anstatt in regelmäßigen Abständen. Das kann zur Folge haben, dass der Hund mehr haart als normalerweise. Es kann daher notwendig sein, ihn häufiger zu bürsten, um die lose Haare zu entfernen.

Einige Rassen, wie der Pudel und der Shih Tzu, haben einen Dauerfellwechsel und benötigen daher regelmäßige Fellpflege, damit sie sauber und ordentlich aussehen. Diese Rassen sollten oft gebürstet und gekämmt werden, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen zu vermeiden.

Was gibt es zum Fellwechsel bei Welpen zu sagen?

Der Fellwechsel bei Welpen unterscheidet sich von dem bei erwachsenen Hunden. Denn Welpen haben ein sogenanntes „Babyfell“ oder „Milchfell“, das während der ersten Monate ihres Lebens verloren geht. Dieses Fell ist weich und flauschig und wird durch das erwachsene Fell ersetzt, das dicker und härter ist.

Der Fellwechsel bei Welpen beginnt meist zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensmonat und kann bis zum 12, Lebensmonat dauern. Während dieser Zeit werden Welpen häufig unruhig und kratzen sich häufiger als gewöhnlich, da das alte Fell ausfällt und das neue Fell durchbricht. Es kann auch zu einer Veränderung der Farbe und Textur des Felles kommen.

Während des Fellwechsels sollten die Welpen regelmäßig gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen und die Haut gesund zu halten. Auch das regelmäßige Baden und das Verwenden von speziellen Shampoos für Welpen kann helfen, den Fellwechsel zu erleichtern und die Haut gesund zu halten.

Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Welpe individuell ist und dass es von Welpe zu Welpe Abweichungen geben kann. Es ist immer ratsam, Ihren Welpen durch einen Tierarzt untersuchen zu lassen, wenn Sie unsicher sind oder sich Sorgen um den Fellwechsel Ihres Welpen machen. Somit können Sie sicherstellen, dass es keine unterliegenden gesundheitlichen Probleme gibt.

Hat die Ernährung des Hundes Einfluss auf das Fell?

Ja, die Ernährung des Hundes hat einen großen Einfluss auf das Fell. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Nährstoffen ist, kann dazu beitragen, das Fell gesund zu halten und zu einem glänzenden Fell zu verhelfen. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, insbesondere an Proteinen, Vitaminen und Mineralien, kann zu Problemen wie Haarausfall, Trockenheit und mattem Fell führen.

Nährstoffe, die besonders wichtig für das Fell sind, sind:

  • Protein: Ein ausreichender Proteingehalt in der Ernährung ist wichtig für die Bildung von neuem Fell.
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren: Diese ungesättigten Fettsäuren sind wichtig für die Gesundheit der Haut und des Fells und können Juckreiz und Hautirritationen mildern.
  • Vitamin A: Vitamin A ist wichtig für die Gesundheit der Haut und des Fells und kann Entzündungen lindern.
  • Vitamin E: Vitamin E hat eine starke antioxidative Wirkung und kann helfen, das Fell gesund zu halten.
  • Zink: Dieses Mineral ist wichtig für die Gesundheit der Haut und des Fells und kann helfen, Entzündungen zu lindern.

 

Wie pflegt man am besten das Fell bei Hunden?

Die Fellpflege bei Hunden variiert je nach Rasse und Felltyp. Grundsätzlich sollten aber folgende Schritte beachtet werden:

  1. Bürsten oder kämmen Sie regelmäßig das Fell Ihres Hundes, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen zu vermeiden. Verwenden Sie dazu eine Bürste oder einen Kamm, der für den Felltyp Ihres Hundes geeignet ist.
  2. Geben Sie Ihrem Hund ein regelmäßiges Bad, damit das Fell sauber und hygienisch bleibt. Verwenden Sie dazu ein mildes Hundeshampoo und waschen Sie den Hund gründlich, um alle Rückstände zu entfernen.
  3. Achten Sie auf gute Hygiene vermeiden Sie Verletzungen, indem Sie überflüssiges Fell um die Pfoten, Ohren und den Anus herum trimmen.
  4. Überprüfen Sie regelmäßig die Ohren Ihres Hundes auf Anzeichen von Ohrenentzündungen und reinigen Sie sie gegebenenfalls.
  5. Füttern Sie Ihrem Hund eine ausgewogene und gesunde Ernährung, damit er alle Nährstoffe enthält, die er für ein gesundes Fell benötigt.
  6. Bringen Sie Ihren Hund zur regelmäßigen Fellpflege zum Tierarzt oder zum Hundefriseur, wenn er nicht selbstständig gepflegt werden kann.

Welche unterschiedlichen Felltypen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Felltypen, darunter:

  • Langhaarig: Lange, weiche Haare, wie z. B. bei dem Schäferhund oder dem Collie.
  • Kurzhaarig: Kurze, glatte Haare, wie z. B. bei dem Boxer oder dem Rottweiler.
  • Strähnig: Ungepflegtes, ungeordnetes Fell, wie z. B. bei dem Afghanischen Windhund oder dem Shih Tzu.
  • Wollig: Dickes, weiches Fell, das oft gekräuselt oder lockig ist, wie beispielsweise beim Pomeranian oder dem Bichon Frise.
  • Glatt: Glatte, glänzende Haare, wie z. B. bei dem Greyhound oder dem Whippet.
  • Feines Fell: Dünne, seidige Haare, wie z. B. bei dem Chihuahua oder dem Pekingese.

Welche Hunde haaren besonders viel?

Hunde mit langem Fell, wie z.B. Pudel, Shih Tzus, Bichon Frisés und Malteser, haaren häufig mehr als Hunde mit kurzem Fell. Auch Hunde mit doppeltem Fell, wie z.B. Samojeden, Alaskan Malamutes und Bernhardiner, haaren besonders viel, da diese Rassen eine Unterwolle haben, die sich periodisch verändert.

Andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund, Labrador Retriever, Golden Retriever und Australian Cattle Dog sind auch bekannt für ihre hohe Fallabgabe.

Fazit:

Der Fellwechsel beim Hund ist ein natürlicher Prozess, der sich in regelmäßigen Abständen wiederholt. Je nach Rasse und Felltyp variiert die Häufigkeit und Intensität des Fellwechsels. Während des Fellwechsels kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen, was jedoch normal ist. Es ist wichtig, den Hund während dieser Zeit regelmäßig zu bürsten, um den Verlust von toten Haaren zu minimieren und die Durchblutung zu fördern. Es gibt auch spezielle Shampoos und Pflegeprodukte, die den Fellwechsel unterstützen können. Ein gesunder Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, dass der Fellwechsel reibungslos verläuft. 

Medizinische Qualitätsprüfung

Medizinischer Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 17, 2023

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