Parasiten beim Hund

Kurz zusammengefasst

  • Parasiten sind Organismen, die sich auf Kosten anderer Lebewesen ernähren und beim Hund sowohl intern als auch extern auftreten können.
  • Hunde können von Ekto- und Endoparasiten befallen werden. Endoparasiten leben im Inneren des Hundes, während Ektoparasiten auf seiner Haut oder im Fell leben.
  • Parasiten können ernsthafte Krankheiten beim Hund verursachen, schmerzhaft sein und sein Verhalten negativ beeinflussen.

Medizinische Prüfung / Online Redaktion

Dr. Volker Moser
Dr. Volker Moser
Medizinischer Experte
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Nadja Sukalia
Online Redaktion

Ob es sich um Flöhe, Zecken, Würmer oder andere Organismen handelt, die unterschiedlichen Parasitenarten, die Hunde befallen können, sind mehr als nur eine lästige Unannehmlichkeit. Unbehandelt können Parasiten ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen und in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich sein.

In diesem Ratgeber klären wir Sie im Detail über Parasiten beim Hund auf – von der Erkennung und Diagnose bis zur Behandlung und Prävention. Wir bieten Ihnen umfassende Informationen zu den verschiedenen Arten von Parasiten, ihren Symptomen, möglichen Übertragungswegen auf den Menschen und beantworten spezifische Fragen zu Giardien und Haarlingen. Mit diesem Ratgeber erhalten Sie das nötige Wissen, um Ihren geliebten Vierbeiner effektiv vor Parasiten zu schützen.

 

 

Was sind Parasiten?

Parasiten sind Organismen, die sich auf Kosten anderer Lebewesen ernähren und entwickeln. Sie leben auf oder im Wirt und entziehen diesem Nährstoffe, ohne eine nützliche Funktion zu erfüllen. Bei Hunden können Parasiten sowohl intern (im Körperinneren) als auch extern (auf der Haut) auftreten.

Wie betreffen Parasiten Hunde?

Hunde sind empfänglich für eine Vielzahl von Parasiten, die sowohl innerhalb als auch außerhalb ihres Körpers leben können. Einige dieser Parasiten sind lediglich lästig und verursachen Juckreiz oder Unbehagen, während andere ernsthafte Gesundheitsprobleme auslösen können. Parasiten können den Hund direkt schädigen oder als Überträger für ernste Krankheiten dienen.

Warum sind Parasiten beim Hund ein Problem?

Parasiten stellen für Hunde aus mehreren Gründen ein Problem dar. Ein wesentlicher Aspekt ist das damit verbundene Gesundheitsrisiko. Bestimmte Parasiten, wie einige Arten von Würmern oder Zecken, können schwerwiegende Krankheiten beim Hund auslösen. Diese Krankheiten können nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch das Leben des Hundes erheblich beeinträchtigen.

Darüber hinaus verursachen lästige Parasiten wie Flöhe Unruhe und Stress bei Hunden. Der quälende Juckreiz und das Unwohlsein können das Wohlbefinden des Hundes erheblich stören. Dies wirkt sich nicht nur auf seine körperliche Verfassung aus, sondern kann auch sein Verhalten und seine Stimmung negativ beeinflussen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die potenzielle Übertragung von Hunden auf Menschen. Denn einige der Parasiten, die Hunde befallen, können auch auf den Menschen übertragen werden. Das stellt ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko für Hundebesitzer dar und erfordert besondere Aufmerksamkeit und Präventivmaßnahmen.

Nicht zuletzt kann ein starker Befall mit Parasiten das Immunsystem des Hundes schwächen. Ein geschwächtes Immunsystem macht den Hund anfälliger für andere Krankheiten und kann seine allgemeine Gesundheit beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, den Parasitenbefall frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln, um Ihren geliebten Vierbeiner zu schützen.

Welche Arten von Parasiten befallen Hunde?

Die Parasiten, die Hunde befallen können, lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: Ekto- und Endoparasiten. Während Ektoparasiten auf der Haut des Hundes leben, nisten sich Endoparasiten im Inneren des Hundes, etwa dem Darm, ein.

Endoparasiten und Ektoparasiten beim Hund

Was sind Endoparasiten und Ektoparasiten?

Endoparasiten sind Parasiten, die im Inneren des Hundes leben, wie im Verdauungstrakt, im Herzen oder in der Lunge. Dazu gehören verschiedene Wurmarten wie Herzwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer. Sie können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen und sind oft schwerer zu erkennen.

Ektoparasiten leben auf der Haut oder im Fell des Hundes.  Zu ihnen gehören Flöhe, Zecken, Milben und Haarlinge.Sie sind in der Regel leichter zu erkennen und zu behandeln, können aber immer noch gesundheitliche Probleme verursachen, insbesondere, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.

Welche Einzeller-Parasiten können den Hund befallen?

Einzeller-Parasiten, auch Protozoen genannt, sind mikroskopisch kleine Organismen, die Hunde infizieren können. Zu Ihnen gehören unter anderem Giardien und Coccidien. Giardien infizieren den Dünndarm des Hundes und können Durchfall und Erbrechen verursachen. Coccidien können ebenfalls den Darm befallen und ähnliche Symptome wie Giardien verursachen.

Diese Einzeller sind oft schwierig zu diagnostizieren und erfordern spezielle Tests und Behandlungen.

Welche sind die bedeutendsten Endoparasiten für Hunde?

Zu den wichtigsten Endoparasiten, die Hunde befallen können, gehören:

  • Herzwürmer leben im Herz und in den großen Blutgefäßen und können tödlich sein, wenn sie nicht behandelt werden.
  • Spulwürmer können vor allem bei Welpen ernsthafte Probleme verursachen.
  • Bandwürmer infizieren den Darm und können zu Gewichtsverlust und anderen Problemen führen.
  • Hakenwürmer leben im Darm und saugen Blut, was zu Anämie führen kann.

Welche Ektoparasiten kommen häufig auf der Hundehaut vor?

Die häufigsten Ektoparasiten, die die Haut des Hundes befallen, sind Flöhe, Zecken und Milben. Flöhe verursachen Juckreiz und Hautentzündungen, und sie können auch Bandwürmer übertragen. Zecken hingegen können verschiedene Krankheiten übertragen, wobei die bekannteste die Lyme-Borreliose ist. Unter den verschiedenen Arten von Milben, die Hautprobleme verursachen können, zählt auch die Räude zu den bekannten Erregern.

Welche Ektoparasiten sind besonders relevant für Hunde?

Die oben genannten Ektoparasiten (Flöhe, Zecken, Milben) sind besonders relevant, da sie nicht nur Hautprobleme verursachen, sondern auch als Überträger für verschiedene Krankheiten fungieren können. Sie sollten daher frühzeitig erkannt und behandelt werden, um das Risiko ernsthafter gesundheitlicher Probleme zu minimieren.

Erkennung von Parasiten beim Hund

Wie erkenne ich, ob mein Hund Parasiten hat?

Das Erkennen eines Parasitenbefalls bei Ihrem Hund kann eine Herausforderung sein, da viele Symptome unspezifisch sein können. Folgende Anzeichen können auf einen Parasitenbefall hindeuten:

  • Ein plötzlicher Appetitverlust oder ein ungewöhnlicher Anstieg des Appetits.
  • Gewichtsverlust, trotz normaler oder sogar erhöhter Fütterung.
  • Verändertes Verhalten, etwa vermehrtes Kratzen oder Lecken.
  • Veränderungen im Stuhl wie Durchfall, Verstopfung oder das Vorhandensein von Würmern oder anderen Parasiten im Kot.

Welche Symptome zeigen sich bei Parasiten?

Die Symptome eines Parasitenbefalls können je nach Art des Parasiten variieren. Ein Befall mit Flöhen kann sich beispielsweise durch intensives Kratzen, rote Beulen auf der Haut oder Haarausfall bemerkbar machen. Zecken können auf der Haut des Hundes sichtbar sein, aber auch Schwellungen und Entzündungen können zu den Symptomen gehören. Würmer (Endoparasiten) können sichtbar im Kot sein, aber auch einen aufgeblähten Bauch, Durchfall oder Verstopfung verursachen. Bei Giardien tritt meist ein weicher, wässriger Stuhl, schlechter Geruch des Kots und Gewichtsverlust auf.

Wie sieht der Kot bei Giardien beim Hund aus?

Giardien sind ein spezieller Typ von Einzeller-Parasiten, die den Darm befallen, und der Stuhl eines infizierten Hundes kann einige charakteristische Merkmale aufweisen:

  • Der Kot kann weicher, wässriger oder sogar schaumig sein.
  • Manchmal kann der Stuhl eine ungewöhnliche grünliche Farbe annehmen.
  • Der Stuhl kann einen übleren Geruch haben als gewöhnlich.
  • In einigen Fällen kann der Stuhl Blut oder Schleim enthalten.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Hunde mit Giardien diese Symptome zeigen werden, und eine Laboruntersuchung des Stuhls ist oft erforderlich, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Übertragung von Parasiten von Hund auf Mensch

Sind Parasiten von Hund auf Mensch übertragbar?

Ja, einige Parasiten, die Hunde befallen, können auch auf Menschen übertragen werden, und dieser Prozess wird als Zoonose bezeichnet. Die Übertragung kann auf direktem oder indirektem Weg stattfinden, und es ist wichtig, sich der Risiken und geeigneten Vorbeugemaßnahmen bewusst zu sein.

Zecken können von einem Hund auf einen Menschen übertragen werden, beispielsweise wenn sie sich im Fell des Hundes befinden, und dabei Krankheiten wie Lyme-Borreliose übertragen. Während Flöhe normalerweise nicht auf Menschen spezialisiert sind, können sie dennoch Menschen beißen und Unannehmlichkeiten verursachen.

 

 

Eine weitere potenzielle Gefahr besteht darin, dass Menschen sich mit den Eiern von Rundwürmern (Toxocara canis) infizieren können, wenn sie mit kontaminiertem Hundekot in Berührung kommen, was in seltenen Fällen zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann.

Sarcoptes-Milben, die bei Hunden Räude verursachen, können auch Menschen infizieren und Juckreiz und Hautausschläge auslösen. Ebenso können Giardien Menschen infizieren, insbesondere wenn sie in Kontakt mit kontaminiertem Hundekot oder verschmutztem Wasser geraten. Daher ist es wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um diese Risiken zu minimieren.

Vorbeugung der Übertragung

Die Risiken können durch einige einfache Maßnahmen erheblich verringert werden. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind entscheidend, um die Parasitenbehandlung Ihres Hundes auf dem neuesten Stand zu halten und dadurch das Risiko einer Übertragung zu minimieren. Zusätzlich ist gute Hygiene von großer Bedeutung – waschen Sie sich immer die Hände nach dem Kontakt mit Hunden, insbesondere vor dem Essen.

Bei der Entsorgung von Hundekot ist Vorsicht geboten. Verwenden Sie Handschuhe oder Beutel und stellen Sie sicher, dass der Kot sicher entsorgt wird. Dies trägt dazu bei, die Verbreitung von Parasiten zu verhindern.

Es ist auch ratsam, den Kontakt mit unbekannten Tieren zu vermeiden, da nicht alle Hundebesitzer die Parasitenbehandlung ihrer Haustiere auf dem neuesten Stand halten. Durch diese einfachen Maßnahmen können Sie und Ihr Hund gesund bleiben und das Risiko von Parasitenübertragungen auf ein Minimum reduzieren.

Diagnose und Behandlung von Parasiten beim Hund

Wie werden Parasiten beim Hund diagnostiziert?

Die Diagnose von Parasiten bei einem Hund erfolgt in der Regel durch eine Kombination von klinischen Untersuchungen und spezialisierten Tests. Der Vorgang kann folgendermaßen ablaufen: Ihr Tierarzt wird Sie nach Symptomen wie Juckreiz, Durchfall, Gewichtsverlust oder anderen Anzeichen befragen, die auf einen Parasitenbefall hindeuten könnten. Die Untersuchung einer Stuhlprobe unter dem Mikroskop kann auf innere Parasiten wie Würmer oder Giardien hinweisen. Manchmal können Bluttests erforderlich sein, um spezifische Parasiteninfektionen wie Herzwürmer zu identifizieren. Bei Verdacht auf Ektoparasiten wie Milben kann ein Hautschaben durchgeführt werden, bei dem eine kleine Probe der Haut zur mikroskopischen Untersuchung entnommen wird. Ihr Tierarzt kann auch das Fell Ihres Hundes nach Flöhen, Läusen oder anderen Ektoparasiten absuchen.

Welche Tests stehen für die Diagnose von Giardien zur Verfügung?

Giardien sind winzige Einzeller, die sich im Darm niederlassen können, und um sie zu identifizieren, gibt es verschiedene Tests zur Auswahl. Eine Möglichkeit ist die mikroskopische Untersuchung. Dabei wird eine Stuhlprobe genommen und unter dem Mikroskop nach den Zysten von Giardien gesucht. Es gibt auch Schnelltests, die im Handel erhältlich sind und Antigene (Proteine) von Giardien im Stuhl nachweisen können. Diese Tests sind oft sehr empfindlich und können schnelle Ergebnisse liefern. Eine weitere Option ist der PCR-Test, der in spezialisierten Laboren durchgeführt wird. Dieser Test kann das genetische Material von Giardien nachweisen und bietet eine besonders genaue Diagnosemöglichkeit. Die Wahl des Tests hängt von den individuellen Umständen ab, und Ihr Tierarzt wird Ihnen dabei helfen, die beste Methode zur Diagnose von Giardien bei Ihrem Hund zu bestimmen.

Wie erfolgt die Behandlung von Parasiten beim Hund?

Die Behandlung von Parasiten beim Hund richtet sich nach der Art des Parasiten und der Schwere des Befalls.  Es gibt verschiedene Medikamente, die gegen innere und äußere Parasiten wirken. Diese können auf unterschiedliche Weisen verabreicht werden, sei es oral, topisch oder durch Injektion. Für Ektoparasiten wie Flöhe und Milben können spezielle Shampoos und Sprays verwendet werden. In manchen Fällen ist es notwendig, die Umgebung des Hundes zu behandeln, um eine erneute Infektion zu verhindern. Wenn ein Parasitenbefall zu Krankheiten oder ernährungsbedingten Problemen führt, kann unterstützende Pflege erforderlich sein, wie etwa eine spezielle Diät oder Flüssigkeitstherapie.

Um sicherzustellen, dass der Befall vollständig beseitigt wurde, sind regelmäßige Nachuntersuchungen oft notwendig. Diese helfen dabei, sicherzustellen, dass Ihr Hund gesund und frei von Parasiten ist. Ihr Tierarzt wird Ihnen bei der Auswahl der besten Behandlungsoptionen für Ihren Hund helfen.

Vorbeugung gegen Parasiten beim Hund

Es gibt viele Strategien, die Sie ergreifen können, um Ihren Hund vor Parasiten zu schützen und das Risiko eines Befalls zu minimieren. 

Wie schütze ich meinen Hund vor Parasiten?

Um Ihren Hund vor Parasiten zu schützen, gibt es einige wichtige Schritte, die Sie unternehmen können. Regelmäßige Tierarztbesuche sind ein Muss, um Ihren Hund vor einem Parasitenbefall zu schützen. Ihr Tierarzt kann einen individuellen Schutzplan erstellen, der auf Faktoren wie dem Alter Ihres Hundes, seiner Rasse, seinem Lebensstil und der Region, in der Sie leben, basiert. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Floh- und Zeckenkontrolle. Sie können spezielle Präventivmittel wie Halsbänder, Spot-On-Tropfen oder orale Medikamente verwenden, um Flöhe und Zecken fernzuhalten. Diese Mittel sind äußerst effektiv und schützen Ihren Hund vor erheblichem Unwohlsein.

Darüber hinaus sollten Sie regelmäßige Herzwurmprophylaxe in Betracht ziehen, da Herzwürmer für Hunde lebensbedrohlich sein können. Ihr Tierarzt kann Ihnen dabei helfen, die richtigen Präventivbehandlungen durchzuführen. Die Hygiene Ihres Hundes spielt ebenfalls eine Rolle. Halten Sie ihn sauber und verwenden Sie ein Shampoo, das Parasiten abwehrt. Achten Sie zudem darauf, Ihren Garten und Ihr Zuhause sauber zu halten, um Parasiten fernzuhalten. Entfernen Sie auch stehendes Wasser, da dies ein Brutplatz für Moskitos sein kann. Des Weiteren stärkt eine ausgewogene Ernährung das Immunsystem Ihres Hundes und hilft ihm, Parasiten abzuwehren. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die besten Futteroptionen für Ihren Hund.

Wie kann man Parasitenbefall beim Hund vorbeugen?

Schauen Sie regelmäßig nach Anzeichen von Parasitenbefall, indem Sie das Fell und die Haut Ihres Hundes überprüfen. Je früher Sie Probleme bemerken, desto besser. Achten Sie darauf, den Schlafplatz Ihres Hundes sauber zu halten und waschen Sie seine Bettwäsche in regelmäßigen Abständen. 

 

 

Das verhindert die Ansiedlung von Parasiten. Versuchen Sie, riskante Orte zu meiden, wie stehendes Wasser oder Gebiete mit vielen Wildtieren. Diese Plätze können ein Paradies für Parasiten sein. Halten Sie die Impfungen Ihres Hundes auf dem neuesten Stand. Dies hilft, Krankheiten vorzubeugen, die von Parasiten übertragen werden können, und stärkt die Abwehrkräfte Ihres Hundes.

Wie kann man Hunde vor Giardien schützen?

Giardien sind ziemlich hartnäckige Einzeller, aber es gibt einfache Dinge, die Sie tun können, um Ihren Hund davor zu schützen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund immer frisches, sauberes Trinkwasser zur Verfügung hat und verhindern Sie, dass er aus Pfützen oder schmutzigen Wasserquellen trinkt. Halten Sie seine Futterutensilien sauber und den Futterbereich hygienisch. Nachdem Sie Zeit mit Ihrem Hund verbracht oder seine Ausscheidungen beseitigt haben, ist es ratsam, sich die Hände gründlich zu waschen, um eine mögliche Übertragung von Giardien zu verhindern. Wenn Sie in Gebieten unterwegs sind, in denen Giardien bekannt sind, seien Sie vorsichtig, wenn es um Orte geht, an denen viele Hunde zusammenkommen, wie zum Beispiel Hundeparks. Dadurch können Sie das Risiko einer Infektion minimieren und sicherstellen, dass Ihr Hund gesund bleibt.

Giardien und Haarlinge beim Hund

In diesem Teil konzentrieren wir uns auf zwei spezifische Parasiten, die Hunde befallen können: Giardien und Haarlinge. Wir werden untersuchen, was sie sind, wie sie Hunde infizieren, welche Symptome sie verursachen, wie sie diagnostiziert und behandelt werden, und welche Risiken sie für Menschen darstellen.

Was sind Giardien und wie infiziert sich ein Hund damit?

Giardien sind mikroskopisch kleine Einzeller-Parasiten, die den Dünndarm von Hunden infizieren können. Die Infektion erfolgt in der Regel durch den Verzehr von kontaminiertem Wasser oder Nahrung oder den Kontakt mit infizierten Fäkalien.

Welche Symptome zeigen Hunde bei Giardienbefall?

Ein Giardienbefall kann zu verschiedenen Symptomen führen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Aufgeblähter Bauch
  • Allgemeine Schwäche

Wie wird Giardienbefall diagnostiziert?

Die Diagnose von Giardien erfolgt in der Regel durch eine Stuhluntersuchung. Der Tierarzt kann eine Stuhlprobe unter dem Mikroskop untersuchen oder spezielle Tests durchführen, um die Giardien zu identifizieren.

Wie werden Giardien beim Hund behandelt?

Die Behandlung von Giardien beinhaltet in der Regel:

  • Verschreibung von spezifischen Antiparasitika
  • Unterstützung der Flüssigkeitszufuhr
  • Fütterung einer leicht verdaulichen Diät
  • Gute Hygiene, um Reinfektion zu verhindern

Was sind Haarlinge und wie erkennt man sie beim Hund?

Haarlinge sind winzige, flügellose Insekten, die sich von Hautschuppen und Haaren ernähren. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar und können durch Kratzen, Haarausfall und Entzündungen erkannt werden.

Wie sehen Haarlinge beim Hund aus?

Haarlinge sind kleine, flache Insekten mit sechs Beinen. Sie sind hellbraun bis gelblich und haben oft einen fettigen Glanz.

Wie infizieren sich Hunde mit Haarlingen?

Haarlinge werden meist durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier übertragen. Gemeinsame Schlafplätze, Bürsten oder Halsbänder können auch zur Übertragung beitragen.

Sind Haarlinge beim Hund gefährlich?

Obwohl Haarlinge meist mehr lästig als gefährlich sind, können sie Hautprobleme und sekundäre Infektionen verursachen. Bei starkem Befall können sie auch Anämie bei Welpen auslösen.

Behandlungsmöglichkeiten für Haarlinge beim Hund

  • Spezielle Shampoos und Sprays
  • Orale Medikamente
  • Regelmäßiges Bürsten, um tote Haarlinge zu entfernen
  • Reinigung der Umgebung

Sind auch Welpen durch Haarlinge gefährdet?

Ja, Welpen können besonders anfällig für Haarlinge sein, und ein starker Befall kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen.

Können Haarlinge auch Menschen schaden?

Haarlinge, die Hunde befallen, sind in der Regel für Menschen harmlos. Sie sind wirtsspezifisch und leben nicht gerne auf menschlicher Haut.

Gefahren und Krankheiten durch Parasiten beim Hund

In diesem Abschnitt erfahren Sie über die Gefahren und Krankheiten, die Parasiten bei Hunden verursachen können. Sie erhalten auch einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Parasiten, wie etwa Zecken, Milben, Flöhe, Läuse, Haarlinge, Giardien und Würmer.

Wie gefährlich sind Parasiten beim Hund?

Parasiten können für Hunde unterschiedlich gefährlich sein, abhängig von der Art des Parasiten, dem Schweregrad des Befalls, dem Gesundheitszustand des Hundes und der Geschwindigkeit der Diagnose und Behandlung. Während einige Parasiten lediglich lästig sind, können andere schwerwiegende Krankheiten verursachen oder sogar lebensbedrohlich sein.

Welche Krankheiten können durch Parasiten auf Hunde übertragen werden?

Parasiten können eine Vielzahl von Krankheiten auf Hunde übertragen, darunter:

  • Zecken: Lyme-Borreliose, Anaplasmose, Babesiose
  • Flöhe: Bandwurminfektion, Flohallergie
  • Milben: Räude
  • Würmer: Herzwurmkrankheit, Hakenwurm-, Spulwurm- und Bandwurminfektionen
  • Giardien: Giardiasis, eine Darminfektion

Zecken, Milben, Flöhe, Läuse und Haarlinge – Ein Überblick

  • Zecken saugen Blut und können verschiedene Krankheiten übertragen.
  • Milben verursachen Hautirritationen und können Räude auslösen.
  • Flöhe beißen und saugen Blut, verursachen Juckreiz und können Wurmeier übertragen.
  • Läuse sind ähnlich wie Flöhe, aber weniger häufig bei Hunden.
  • Haarlinge leben von Hautschuppen und Haaren, verursachen Hautprobleme.

Giardien und Würmer – Die Bedeutung für den Hund

  • Giardien sind winzig kleine Parasiten, die den Dünndarm befallen und Durchfall verursachen.
  • Es gibt verschiedene Arten von Würmern, wie etwa Herzwürmer, Hakenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer. Sie können den Magen-Darm-Trakt, das Herz und die Lungen befallen.

Fazit:

Die Kontrolle von Parasiten ist ein wesentlicher Bestandteil der Hundegesundheit. Die Informationen in diesem Ratgeber sollen Ihnen helfen, die Anzeichen eines Parasitenbefalls zu erkennen, die richtigen Diagnose- und Behandlungsmethoden zu verstehen, und wie Sie Ihren Hund vor Parasiten schützen können.

Obwohl Parasiten eine ernste Gefahr darstellen können, ermöglicht das Verständnis der verschiedenen Arten, Symptome, Übertragungswege und Behandlungsmethoden es Hundebesitzern, effektiv mit ihnen umzugehen und ihre Ausbreitung zu verhindern. Die Gesundheit Ihres Hundes hängt oft davon ab, wie gut Sie als Besitzer informiert und vorbereitet sind. Durch den richtigen Schutz, regelmäßige Kontrollen und die enge Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt können Sie dazu beitragen, dass Ihr Hund ein langes, gesundes und glückliches Leben führt, frei von den Unannehmlichkeiten und Gefahren, die Parasiten verursachen können.

 

Medizinische Qualitätsprüfung

Medizinischer Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 7, 2023

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