Tierarzt in meiner Nähe finden
Startseite Ratgeber Katze Krankheiten Übergewicht bei Katzen: Ursachen, Risiken und Diättipps
Übergewicht bei Katzen: Ursachen, Risiken und Diättipps

Übergewicht bei Katzen: Ursachen, Risiken und Diättipps

Du hast das Gefühl, deine Katze ist etwas rundlicher als früher? Du bist damit nicht allein – Übergewicht bei Katzen gehört zu den häufigsten Gesundheitsproblemen, mit denen Tierärztinnen und Tierärzte täglich konfrontiert werden. Schätzungen zufolge ist in Österreich und Deutschland jede zweite bis dritte Hauskatze zu schwer. Das klingt harmlos, hat aber ernsthafte Folgen: Von Diabetes über Gelenkserkrankungen bis hin zu Herzproblemen kann Übergewicht die Lebensqualität und -erwartung deiner Katze erheblich beeinflussen.

In diesem Artikel erfährst du, warum Katzen zunehmen, wie du den Body Condition Score (BCS) selbst einschätzen kannst, welche gesundheitlichen Risiken entstehen und – ganz praktisch – wie du deiner Katze dabei hilfst, sicher und gesund abzunehmen. Wir geben dir einen konkreten Diätplan, erklären den Unterschied zwischen Diätfutter und Portionskontrolle und zeigen dir, wann ein Besuch beim Tierarzt unbedingt notwendig ist.

Gewicht

Body Condition Score prüfen

Der BCS ist eine einfache Methode, um das Körpergewicht deiner Katze einzuschätzen – unabhängig von Rasse oder Größe. Skala 1–9, ideal ist 4–5.

Ernährung

Fütterung überprüfen

Zu viel Trockenfutter, unregelmäßige Portionen oder kalorienreiche Leckerlis sind häufige Ursachen für Übergewicht bei Katzen.

Bewegung

Bewegung fördern

Besonders Wohnungskatzen bewegen sich zu wenig. Spielzeug, Kletterwände und regelmäßige Spieleinheiten helfen, den Kalorienverbrauch zu steigern.

Tierarzt

Tierärztliche Begleitung

Starkes Übergewicht sollte immer tierärztlich abgeklärt werden. Erst eine Untersuchung zeigt, ob medizinische Ursachen dahinterstecken.

Was ist der Body Condition Score – und warum ist er so wichtig für deine Katze?

Das tatsächliche Gewicht in Kilogramm sagt bei Katzen oft wenig aus – eine Maine Coon ist von Natur aus schwerer als eine Europäisch Kurzhaar. Deshalb nutzen Tierärztinnen und Tierärzte den sogenannten Body Condition Score (BCS). Dieses System bewertet auf einer Skala von 1 bis 9, wie viel Körperfett deine Katze hat – unabhängig von Rasse und Körpergröße.

So funktioniert die Einschätzung:

  • BCS 1–3: Untergewicht – Rippen, Wirbelsäule und Hüftknochen deutlich sichtbar und tastbar.
  • BCS 4–5: Idealgewicht – Rippen leicht tastbar, Taille von oben erkennbar, keine Fettpolster.
  • BCS 6–7: Übergewicht – Rippen schwer tastbar, Taille kaum erkennbar, leichte Fettpolster am Bauch.
  • BCS 8–9: Starkes Übergewicht / Adipositas – Rippen kaum oder nicht tastbar, deutlicher Hängebauch, kein Taillenschwung.

Du kannst den BCS deiner Katze ganz einfach selbst grob einschätzen: Lege deine Hände seitlich auf den Brustkorb deiner Katze. Kannst du die Rippen ohne nennenswerten Druck fühlen? Perfekt – das deutet auf ein gesundes Gewicht hin. Musst du stark drücken oder spürst du die Rippen gar nicht? Dann ist Handlungsbedarf gegeben.

Selbsttest: Ist deine Katze zu schwer?

Führe diesen einfachen Drei-Punkte-Check durch: 1. Lege deine Hände flach auf den Brustkorb – kannst du die Rippen fühlen? 2. Schau von oben auf die Katze – ist eine Taille erkennbar? 3. Betrachte sie von der Seite – hängt der Bauch durch? Wenn du bei Punkt 1 Nein und bei Punkt 3 Ja antwortest, liegt wahrscheinlich Übergewicht vor. Ein Besuch beim Tierarzt schafft Klarheit.

Warum nehmen Katzen überhaupt zu – was steckt dahinter?

Übergewichtige Katze liegt entspannt

Übergewicht bei Katzen entsteht selten durch einen einzelnen Faktor – meistens ist es eine Kombination aus Genetik, Haltungsbedingungen und Fütterungsfehlern. Die häufigsten Ursachen im Überblick:

Kastration verändert den Stoffwechsel

Einer der größten Risikofaktoren ist die Kastration. Nach dem Eingriff sinkt der Energiebedarf einer Katze um bis zu 20–30 Prozent – der Appetit bleibt aber gleich oder steigt sogar an. Das liegt daran, dass Geschlechtshormone einen direkten Einfluss auf den Hunger-Sättigungs-Regelkreis haben. Wer die Futtermenge nach der Kastration nicht anpasst, riskiert eine deutliche Gewichtszunahme innerhalb weniger Monate.

Bewegungsmangel bei Wohnungskatzen

Wohnungskatzen verbringen einen Großteil des Tages schlafend oder ruhend. Ohne Außenreize, Jagdmöglichkeiten und ausreichend Spielangebote verbrennen sie kaum Kalorien. Im Vergleich zu Freigängern bewegen sich Wohnungskatzen oft deutlich weniger – der Kalorienverbrauch ist entsprechend geringer. Wie du die Aktivität deiner Wohnungskatze gezielt steigern kannst, erfährst du in unserem Artikel über Wohnungskatzen beschäftigen.

Trockenfutter: kalorienreich und sättigungsarm

Viele Katzenbesitzerinnen und -besitzer setzen auf reines Trockenfutter – es ist praktisch, günstig und haltbar. Doch Trockenfutter enthält oft einen hohen Kohlenhydratanteil und ist sehr kalorienreich. Außerdem trinken Katzen von Natur aus wenig, weshalb die fehlende Feuchtigkeit im Trockenfutter nicht ausreichend kompensiert wird. Das kann dazu führen, dass die Katze mehr frisst, als sie eigentlich braucht, weil das Sättigungsgefühl ausbleibt.

Fressen ohne Ende: Selbstbedienung und Leckerlis

Wer den Napf seiner Katze dauerhaft befüllt hält oder regelmäßig kalorienreiche Leckerlis verteilt, unterschätzt oft die tatsächliche Futtermenge. Katzen regulieren ihre Nahrungsaufnahme im Gegensatz zu Hunden nur begrenzt selbst – besonders dann, wenn das Futter immer verfügbar ist.

Alter und genetische Veranlagung

Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz bei Katzen. Ältere Katzen ab etwa 7–8 Jahren brauchen weniger Energie und nehmen bei gleicher Futtermenge schneller zu. Hinzu kommen rassespezifische Unterschiede: Manche Rassen wie Britisch Kurzhaar oder Perser gelten als besonders anfällig für Übergewicht.

Welche gesundheitlichen Risiken bringt Übergewicht bei Katzen mit sich?

Übergewicht ist keine Kleinigkeit – es ist eine ernste Erkrankung mit weitreichenden Folgen. Hier sind die wichtigsten gesundheitlichen Risiken:

Diabetes mellitus

Übergewichtige Katzen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Überschüssiges Körperfett führt zu einer sogenannten Insulinresistenz – die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend auf Insulin, der Blutzucker steigt dauerhaft an. Diabetes bei Katzen ist zwar behandelbar, erfordert aber tägliche Insulininjektionen und regelmäßige Blutkontrollen beim Tierarzt.

Gelenkserkrankungen und Arthrose

Jedes überflüssige Kilogramm belastet die Gelenke enorm. Übergewichtige Katzen entwickeln häufig frühzeitig Arthrose – eine schmerzhafte Erkrankung, bei der das Knorpelgewebe in den Gelenken abbaut. Die Folge: Die Katze bewegt sich noch weniger, nimmt weiter zu – ein Teufelskreis.

Herzerkrankungen und Bluthochdruck

Übergewicht belastet das Herz-Kreislauf-System. Das Herz muss mehr arbeiten, um den vergrößerten Körper mit Blut zu versorgen. Bluthochdruck und Herzerkrankungen können die Folge sein.

Hepatische Lipidose (Fettleber)

Wenn stark übergewichtige Katzen plötzlich aufhören zu fressen – etwa durch Stress oder Krankheit – können sie innerhalb weniger Tage an einer Fettleber (hepatische Lipidose) erkranken. Die Leber wird von mobilisiertem Fett überschwemmt und kann ihrer Funktion nicht mehr nachkommen. Diese Erkrankung ist lebensbedrohlich und ein medizinischer Notfall.

Atemprobleme und Hitzeempfindlichkeit

Fetteinlagerungen rund um die Lunge und das Zwerchfell erschweren die Atmung. Übergewichtige Katzen schnaufen schneller, erhitzen sich rascher und sind in ihrer allgemeinen Belastbarkeit eingeschränkt.

Katze frisst aus Napf – Fütterung bei Diät

Wie erkennst du, ob deine Katze wirklich abnehmen muss?

Der erste Schritt ist immer eine tierärztliche Untersuchung. Nur der Tierarzt oder die Tierärztin kann sicher feststellen, ob Übergewicht vorliegt, ob es medizinische Ursachen gibt (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) und wie hoch das Zielgewicht sein sollte. Wenn du in Wien nach einer guten Tierarztpraxis suchst, hilft dir unser Tierarzt Wien-Verzeichnis weiter.

Folgende Anzeichen können auf Übergewicht hindeuten:

  • Rippen sind kaum oder gar nicht tastbar
  • Keine erkennbare Taille von oben
  • Deutlicher Hängebauch
  • Die Katze putzt sich schwerer, kommt kaum noch an Rücken und Hinterläufe
  • Kurzatmigkeit bei leichter Aktivität
  • Trägheit und Desinteresse am Spielen

Wichtig: Langsame Gewichtsreduktion ist entscheidend

Katzen dürfen niemals schnell abnehmen. Eine Gewichtsreduktion von mehr als 1–2 % des Körpergewichts pro Woche erhöht das Risiko einer hepatischen Lipidose erheblich. Das bedeutet: Eine 6 kg schwere Katze sollte maximal 60–120 g pro Woche verlieren. Crashdiäten sind bei Katzen lebensgefährlich!

Wie erstellst du einen sicheren Diätplan für deine Katze?

Tierärztin untersucht Katze – Gewichtskontrolle

Ein guter Diätplan für Katzen folgt immer denselben Grundprinzipien: langsam, kontrolliert und in Absprache mit dem Tierarzt. Hier ist ein praktischer Schritt-für-Schritt-Leitfaden:

Schritt 1: Aktuelles Gewicht und Zielgewicht festlegen

Wiege deine Katze regelmäßig – am besten wöchentlich, immer zur gleichen Tageszeit und auf derselben Waage. Das Zielgewicht orientiert sich am BCS: Ziel ist BCS 4–5. Der Tierarzt kann dir helfen, das individuelle Zielgewicht zu berechnen.

Schritt 2: Täglichen Kalorienbedarf berechnen

Der Ruheumsatz (RER) einer Katze berechnet sich nach der Formel: RER = 70 × (Körpergewicht in kg)^0,75. Für eine übergewichtige Katze wird die Futterration meist auf 80 % des RER des angestrebten Zielgewichts reduziert. Lass diese Berechnung vom Tierarzt oder einer Ernährungsberaterin für Tiere durchführen.

Schritt 3: Auf mehrere kleine Mahlzeiten aufteilen

Statt einer oder zwei großen Mahlzeiten empfehlen Experten 3–5 kleine Portionen täglich. Das stabilisiert den Blutzucker, fördert das Sättigungsgefühl und reduziert Bettelverhalten. Automatische Futterspender können hier sehr hilfreich sein.

Schritt 4: Trockenfutter reduzieren, Nassfutter bevorzugen

Nassfutter hat einen Wassergehalt von 70–80 % und ist bei gleicher Kalorienmenge voluminöser als Trockenfutter. Das führt zu einem besseren Sättigungsgefühl. Wenn du auf Nassf utter umsteigst, informiere dich in unserem Artikel über die richtige Katzenfütterung, welche Inhaltsstoffe du beachten solltest.

Schritt 5: Wöchentliche Gewichtskontrolle

Trage das Gewicht deiner Katze wöchentlich in eine Tabelle ein. Wenn sie nicht abnimmt, könnte die Ration noch zu hoch sein. Wenn sie schneller als 2 % pro Woche abnimmt, muss die Ration erhöht werden – Rücksprache mit dem Tierarzt!

Diätfutter oder Portionskontrolle – was ist besser für deine Katze?

💰 Was kostet Diätfutter für Katzen?

Hochwertiges Diätfutter für Katzen (z. B. Royal Canin Satiety, Hills Metabolic, Purina Pro Plan Overweight) kostet im Schnitt 8–15 € pro kg Trockenfutter bzw. 2–4 € pro 400 g Dose Nassfutter. Für eine 5 kg schwere Diätkatze rechne mit ca. 40–70 € pro Monat für Diätfutter. Im Vergleich: Standard-Markenfutter kostet 3–6 € pro kg. Der Mehrpreis ist oft gut investiert, da Diätfutter kalorienärmer und sättigender formuliert ist – du brauchst also weniger davon.

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – beide Ansätze haben Vor- und Nachteile:

Diätfutter: Vorteile und Grenzen

Spezielle Diätfutter (z. B. Light- oder Satiety-Produkte) sind so formuliert, dass sie bei geringerem Kaloriengehalt trotzdem alle notwendigen Nährstoffe liefern. Sie enthalten oft mehr Ballaststoffe und Protein, was das Sättigungsgefühl erhöht. Der Nachteil: Sie sind teurer und nicht jede Katze frisst sie gern.

Portionskontrolle mit normalem Futter

Alternativ kann auch normales hochwertiges Katzenfutter in reduzierter Menge eingesetzt werden. Wichtig dabei ist die genaue Gewichtsmessung der Tagesration mit einer Küchenwaage – nie nach Augenmaß. Diese Methode ist günstiger, erfordert aber mehr Disziplin.

Was sagen Experten?

Viele Tierärztinnen und Tierärzte empfehlen für die erste Phase der Gewichtsreduktion spezielles Diätfutter, da es einfacher zu dosieren ist und die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung reduziert. In der Erhaltungsphase kann auf hochwertiges Standard-Nassfutter mit guter Portionskontrolle umgestiegen werden.

Wie kannst du Bewegung bei deiner Katze fördern?

Katze frisst aus gesundem Napf

Ernährung allein reicht nicht aus – Bewegung ist ein ebenso wichtiger Faktor bei der Gewichtsreduktion. Hier sind bewährte Methoden, um den inneren Jäger deiner Katze zu wecken:

  • Interaktives Spielzeug: Angelruten, Laserpunkte oder ferngesteuerte Mäuse animieren zur Bewegung. Mindestens zweimal täglich 10–15 Minuten aktives Spielen ist ideal.
  • Futtersuche statt Napf: Verstecke kleine Futterpäckchen in der Wohnung oder nutze Schnüffelteppiche und Intelligenzspielzeug. Das fordert den Jagdinstinkt und verlangsamt die Futteraufnahme.
  • Klettermöglichkeiten: Kratzbaum, Wandregale und Fensterplätze erhöhen die Bewegungsbereitschaft und geben der Katze Beschäftigung.
  • Spielpartner: Eine zweite Katze kann die Aktivität beider Tiere steigern – allerdings nur, wenn beide gut miteinander auskommen.
  • Fütterung durch Bewegung: Sogenannte Futterbälle oder Puzzle-Feeder zwingen die Katze, sich für ihr Futter zu „erarbeiten“.

Weitere Ideen, wie du deine Wohnungskatze aktiv hältst, findest du in unserem Artikel über Beschäftigung für Wohnungskatzen.

Welche Rolle spielen Leckerlis und Snacks bei der Diät?

Leckerlis sind oft ein unterschätzter Kalorienfaktor. Selbst wenn du die Hauptfutterration perfekt dosierst, können häufige Leckerlis die gesamte Tagesbilanz deutlich erhöhen. Einige Tipps zum Umgang mit Snacks während der Diät:

  • Leckerlis in die tägliche Gesamtkalorienmenge einrechnen – nicht zusätzlich geben.
  • Kalorienreiche Leckerlis (getrocknete Fleischstücke, Käse, Wurst) komplett weglassen.
  • Als Belohnung eignen sich kleine Stücke des regulären Diätfutters oder speziell kalorienarme Katzensnacks.
  • Familienangehörige und Mitbewohner unbedingt in die Diätregeln einbeziehen – heimliche Fütterung sabotiert den Diätplan.

Wann solltest du unbedingt zum Tierarzt – und was erwartet dich dort?

Nicht jede übergewichtige Katze kann einfach auf Diät gesetzt werden. Ein Tierarztbesuch ist in folgenden Situationen dringend empfohlen:

  • Die Katze hat BCS 7 oder höher (starkes Übergewicht)
  • Du vermutest eine medizinische Ursache (z. B. Schilddrüsenprobleme, Insulinom)
  • Die Katze trinkt auffällig viel (mögliches Zeichen für Diabetes)
  • Die Katze frisst trotz Gewichtsreduktionsplan nicht ausreichend
  • Deine Katze verliert zu schnell oder gar nicht an Gewicht
  • Du hast einen Kitten, der bereits zu schwer ist – mehr dazu im Artikel über Kitten füttern

Beim Tierarztbesuch wird zunächst das Gewicht gemessen und der BCS eingeschätzt. Je nach Befund folgen Blutuntersuchungen (Blutzucker, Schilddrüsenhormone, Leberwerte) und eine Ernährungsberatung. Manche Praxen bieten spezielle Gewichtsprogramme für Katzen an, bei denen du in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle kommst.

Falls deine Katze übrigens auch Verhaltensauffälligkeiten zeigt – etwa Unsauberkeit, die oft mit Übergewicht zusammenhängt, weil die Katze den Einstieg in die Katzentoilette meidet – empfehlen wir unseren Artikel über unsaubere Katzen.

Auch das Impfprogramm deiner Katze solltest du trotz Diät nicht vergessen – ein geschwächtes Immunsystem durch Übergewicht kann die Wirksamkeit von Impfungen beeinflussen. Mehr dazu in unserem Artikel über Katzen impfen.

Häufige Fehler beim Abnehmen der Katze – was du vermeiden solltest

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Diese Fehler passieren beim Diätieren von Katzen besonders häufig:

  • Zu schnelle Gewichtsreduktion: Wie bereits erklärt, ist dies lebensbedrohlich. Nie mehr als 1–2 % des Körpergewichts pro Woche.
  • Futter einfach weglassen: Wenn Katzen plötzlich gar kein Futter mehr bekommen, entsteht Stress und das Risiko einer Fettleber steigt massiv.
  • Mehrere Katzen zusammen füttern: Wenn eine Katze diäthält, die andere aber nicht, ist eine getrennte Fütterung unerlässlich.
  • Auf „light“-Futter ohne Portionskontrolle setzen: Nur weil etwas „light“ draufsteht, bedeutet das nicht, dass man unbegrenzte Mengen geben kann.
  • Kein Tierarzt einbezogen: Besonders bei starkem Übergewicht braucht es professionelle Begleitung.

Häufige Fragen

Wie schnell darf meine Katze abnehmen?
Eine sichere Gewichtsabnahme liegt bei maximal 1–2 % des Körpergewichts pro Woche. Bei einer 6 kg schweren Katze sind das 60–120 g pro Woche. Schnelleres Abnehmen erhöht das Risiko einer hepatischen Lipidose (Fettleber), die lebensbedrohlich sein kann. Lass die Abnahmegeschwindigkeit regelmäßig vom Tierarzt kontrollieren.
Welches Futter eignet sich am besten für eine Diät-Katze?
Spezielles Diätfutter (Satiety- oder Light-Produkte) von etablierten Marken wie Royal Canin, Hills oder Purina ist oft die beste Wahl, da es kalorienreduziert ist, aber trotzdem alle Nährstoffe liefert. Hochwertiges Nassfutter in kontrollierten Portionen ist ebenfalls eine gute Option, da es durch den hohen Wassergehalt sättigender ist als Trockenfutter.
Meine kastrierte Katze nimmt ständig zu – was tun?
Nach der Kastration sinkt der Energiebedarf um bis zu 30 %. Du solltest die Futtermenge direkt nach der Kastration reduzieren und auf spezielles Katzenfutter für kastrierte Tiere umsteigen. Diese Sorten sind kalorienärmer und helfen, das Gewicht langfristig zu halten. Ein Tierarztbesuch zur Gewichtskontrolle alle 3–6 Monate ist empfehlenswert.
Kann ich meiner Katze Gemüse als kalorienarmen Snack geben?
Einige Gemüsesorten sind für Katzen unbedenklich und kalorienarm, z. B. kleine Mengen Gurke oder Zucchini. Katzen sind jedoch obligate Carnivore – ihr Verdauungssystem ist nicht auf pflanzliche Kost ausgerichtet. Gemüse sollte daher nur sehr sparsam und als gelegentlicher Snack angeboten werden. Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Rosinen sind für Katzen giftig und absolut verboten.
Wie kann ich verhindern, dass meine Diät-Katze das Futter der anderen Katze frisst?
Getrennte Fütterung ist essenziell. Möglichkeiten: Futternäpfe in verschiedenen Räumen aufstellen, zeitlich versetzt füttern oder spezielle Futterstationen nutzen, die per Mikrochip nur der jeweiligen Katze öffnen (z. B. SureFeed Microchip Pet Feeder). Das verhindert, dass die Diät-Katze zu viel frisst und die andere zu wenig.
Ab wann spricht man bei einer Katze von Adipositas?
Von Adipositas spricht man, wenn das Körpergewicht der Katze mehr als 20–25 % über dem Idealgewicht liegt oder der Body Condition Score 8–9 erreicht. In diesem Fall sind die Rippen kaum oder nicht mehr tastbar, ein deutlicher Hängebauch ist vorhanden und die Katze hat Schwierigkeiten bei normalen Bewegungsabläufen. Adipositas erfordert immer tierärztliche Begleitung.

VETTY — Dein Tier-Assistent

Hallo! Ich bin VETTY, dein KI-Assistent rund ums Tier. Wie kann ich dir helfen?