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Fohlen impfen: Der komplette Impfplan

Fohlen impfen: Der komplette Impfplan

Du hast ein Fohlen aufgezogen oder planst es – und fragst dich, welche Impfungen es wirklich braucht und wann der richtige Zeitpunkt ist? Der Impfschutz deines Fohlens ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um es gesund und fit ins Leben zu begleiten. In diesem Artikel erfährst du alles über den kompletten Fohlen-Impfplan: von den ersten Wochen nach der Geburt über die Grundimmunisierung bis hin zu den jährlichen Auffrischungen.

Fohlen beim Tierarzt – Impfung und Gesundheitscheck
Ein gesundes Fohlen beginnt mit dem richtigen Impfplan – am besten in Abstimmung mit deinem Tierarzt.

Warum ist das Impfen von Fohlen so wichtig?

Fohlen kommen ohne eigenen Immunschutz zur Welt. Ihr Immunsystem ist bei der Geburt noch weitgehend unreif und aufgebaut werden muss es in den ersten Lebensmonaten schrittweise. Den ersten Schutz erhalten Fohlen durch die Biestmilch (Kolostrum) der Mutter – vorausgesetzt, die Stute wurde selbst korrekt geimpft und hat ausreichend Antikörper gebildet.

Diese mütterlichen Antikörper – auch maternale Antikörper genannt – schützen das Fohlen in den ersten Lebenswochen. Allerdings nehmen sie kontinuierlich ab. Genau in dieser Phase, wenn der Schutz der Mutter nachlässt, muss der eigene Impfschutz des Fohlens aufgebaut werden. Versäumst du diesen Zeitpunkt, entsteht eine gefährliche Lücke im Immunschutz.

Krankheiten wie Tetanus, Equine Influenza oder Rhinopneumonitis können für Fohlen lebensbedrohlich sein. Mit dem richtigen Impfplan bist du auf der sicheren Seite – und das ist nicht nur für dein Fohlen wichtig, sondern auch für alle anderen Pferde im Betrieb.

Mehr zur allgemeinen Aufzucht erfährst du in unserem Artikel zur Fohlen-Aufzucht.

Was versteht man unter Mutterimmunität – und wie lange hält sie an?

Die Mutterimmunität entsteht durch die Übertragung von Immunglobulinen (Antikörpern) aus dem Kolostrum der Mutter in die Blutbahn des Fohlens. Dies geschieht nur in einem sehr engen Zeitfenster – in den ersten 12 bis 24 Stunden nach der Geburt – da nur in dieser Zeit die Darmwand des Fohlens diese großen Proteinmoleküle unverändert aufnehmen kann.

Die mütterlichen Antikörper bieten Schutz gegen Krankheitserreger, gegen die die Stute selbst Antikörper gebildet hat. Wurden wichtige Impfungen bei der Stute in den letzten 4–6 Wochen vor der Geburt aufgefrischt, ist der übertragene Schutz besonders hoch.

Wie lange hält die Mutterimmunität an?

  • Gegen Equine Influenza: etwa 3–5 Monate
  • Gegen Tetanus: etwa 3–6 Monate
  • Gegen Rhinopneumonitis (EHV): etwa 2–4 Monate
  • Gegen Rotavirus: wenige Wochen bis Monate (abhängig von der Kolostrumqualität)

Das Problem: Solange maternale Antikörper vorhanden sind, können sie die Impfreaktion des Fohlens abschwächen oder sogar blockieren. Das Immunsystem des Fohlens „erkennt“ das Antigen bereits als bekannt. Deshalb muss die aktive Grundimmunisierung zeitlich so geplant werden, dass maternale Antikörper ausreichend abgeklungen sind – in der Regel ab dem 3. bis 6. Lebensmonat, je nach Impfstoff.

Junges Fohlen auf der Weide – gesunde Entwicklung durch Impfschutz
Die maternale Immunität schützt Fohlen in den ersten Lebenswochen – dann muss der eigene Impfschutz übernehmen.

Welche Impfungen braucht ein Fohlen – und ab wann?

Im deutschsprachigen Raum (DACH) gibt es klare Empfehlungen der zuständigen Veterinärverbände, welche Impfungen für Pferde und Fohlen empfohlen oder teilweise sogar vorgeschrieben sind. Der konkrete Zeitplan wird immer individuell mit dem Tierarzt abgestimmt, aber der folgende Überblick zeigt dir die wichtigsten Impfungen und ihre Startzeitpunkte.

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanus gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten beim Pferd. Der Erreger Clostridium tetani kommt überall im Boden vor und dringt über Wunden in den Körper ein. Die produzierte Toxine greifen das Nervensystem an – mit oft tödlichem Ausgang.

  • Erste Impfung: ab dem 3. bis 4. Lebensmonat (wenn maternale Antikörper ausreichend abgeklungen sind)
  • Grundimmunisierung: 2. Impfung 4 Wochen nach der 1., 3. Impfung 6 Monate nach der 2.
  • Auffrischung: alle 2 Jahre (oder nach Verletzungen)

Wichtig: Wurde die Stute in den letzten 4 Wochen vor der Geburt gegen Tetanus geimpft, hat das Fohlen möglicherweise einen erhöhten mütterlichen Antikörperspiegel, der den Impfbeginn nach hinten verlagern kann. Dein Tierarzt kann dies durch eine Blutuntersuchung feststellen.

Equine Influenza (Pferdeinfluenza)

Das Grippevirus beim Pferd ist hochansteckend und verbreitet sich extrem schnell – besonders auf Turnieren, in Pensionsbetrieben und überall dort, wo viele Pferde zusammenkommen.

  • Erste Impfung: ab dem 6. Lebensmonat
  • Grundimmunisierung: 2. Impfung 21–92 Tage nach der 1., 3. Impfung 150–215 Tage nach der 2.
  • Auffrischung: alle 6 Monate (für Turnierpferde nach FEI-Reglement sogar alle 6 Monate Pflicht)

Auch wenn dein Fohlen nicht direkt an Turnieren teilnimmt, ist die Influenzaimpfung empfohlen – allein wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch andere Pferde im Betrieb.

Equine Herpesvirus (Rhinopneumonitis / EHV-1 und EHV-4)

Das Equine Herpesvirus verursacht Atemwegserkrankungen, Aborte bei Stuten und in seltenen Fällen neurologische Erkrankungen. EHV-1 und EHV-4 sind die klinisch bedeutsamsten Stämme.

  • Erste Impfung: ab dem 5. bis 6. Lebensmonat
  • Grundimmunisierung: 2. Impfung 4–6 Wochen nach der 1.
  • Auffrischung: alle 6 Monate

Da Herpesviren latent im Körper verbleiben können und unter Stress reaktiviert werden, ist eine konsequente Impfung besonders wichtig – auch für das Schutz der Stuten im Bestand.

Tierarzt impft Pferd – Impfschutz für Fohlen
Regelmäßige Impfungen beim Fohlen sichern langfristigen Schutz vor gefährlichen Erkrankungen.

Tollwut

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Tollwut bei Pferden zwar extrem selten, dennoch empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) die Tollwutimpfung als Grundschutz.

  • Erste Impfung: ab dem 3. bis 4. Lebensmonat
  • Grundimmunisierung: 2. Impfung 3–4 Wochen nach der 1.
  • Auffrischung: alle 2–3 Jahre (je nach Hersteller)

Für Pferde, die in Tollwutendemiegebiete reisen oder in Gebieten mit wilden Fuchspopulationen leben, ist die Impfung besonders relevant.

Rotavirus – Impfung der trächtigen Stute schützt das Fohlen

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für Durchfallerkrankungen bei neugeborenen Fohlen. Besonders in den ersten 1–4 Lebenswochen kann Rotavirus-Durchfall lebensbedrohlich sein, da er zu schwerem Flüssigkeitsverlust führt.

Da das Fohlen selbst in den ersten Lebenswochen noch nicht aktiv geimpft werden kann, erfolgt der Schutz über die Impfung der trächtigen Stute:

  • Impfung der Stute: 8. Trächtigkeitsmonat, 9. Trächtigkeitsmonat und kurz vor der Geburt (10. Monat)
  • Die geimpfte Stute gibt hohe Antikörpertiter über das Kolostrum an das Fohlen weiter
  • Das Fohlen ist in den kritischen ersten Lebenswochen geschützt

Die direkte Impfung des Fohlens gegen Rotavirus ist in Europa derzeit nicht zugelassen – der passive Schutz über die Stute ist die einzige verfügbare Schutzmaßnahme.

West-Nil-Virus (WNV)

West-Nil-Virus-Infektionen beim Pferd nehmen in Deutschland und Österreich seit einigen Jahren zu. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen und kann schwere neurologische Erkrankungen verursachen.

  • Impfung möglich ab: 6. Lebensmonat
  • Grundimmunisierung: 2 Impfungen im Abstand von 3–5 Wochen
  • Auffrischung: jährlich vor der Mückensaison (April/Mai)

In Regionen mit bekannter WNV-Verbreitung (z. B. Brandenburg, Sachsen, Ostösterreich) ist diese Impfung inzwischen dringend empfohlen.

Wie sieht der komplette Fohlen-Impfplan im Überblick aus?

Hier findest du den strukturierten Impfplan für ein Fohlen im DACH-Raum. Die genauen Abstände können je nach verwendetem Impfstoff variieren – lass dich von deinem Tierarzt individuell beraten.

AlterImpfungBemerkung
3.–4. MonatTetanus (1. Impfung)Nur wenn maternale AK ausreichend abgeklungen
3.–4. MonatTollwut (1. Impfung)Je nach regionaler Risikolage
4. MonatTetanus (2. Impfung)4 Wochen nach der 1. Impfung
4. MonatTollwut (2. Impfung)3–4 Wochen nach der 1. Impfung
5.–6. MonatInfluenza (1. Impfung)Beginn der Grundimmunisierung
5.–6. MonatEHV (1. Impfung)Oft kombiniert mit Influenza
6.–7. MonatInfluenza (2. Impfung)21–92 Tage nach der 1.
6.–7. MonatEHV (2. Impfung)4–6 Wochen nach der 1.
6.–7. MonatWNV (1. Impfung)In Endemiegebieten empfohlen
7.–8. MonatWNV (2. Impfung)3–5 Wochen nach der 1.
10. MonatTetanus (3. Impfung)6 Monate nach der 2. Impfung
11.–12. MonatInfluenza (3. Impfung)150–215 Tage nach der 2. Impfung
Ab 1. JahrAlle Impfungen auffrischenGemäß Herstellerangaben und Tierarzt

Wie werden Impfungen dokumentiert – was ist der Pferdeimpfausweis?

Jedes Pferd in Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigt einen EU-Pferdepass (Equidenpass). Alle Impfungen werden darin dokumentiert und müssen vom Tierarzt mit Datum, Impfstoffname und Chargennummer eingetragen und unterschrieben werden.

Für Turnierpferde ist der Impfausweis Pflicht – ohne korrekte und lückenlose Influenzaimpfdokumentation nach FEI-Vorgaben ist keine Starterlaubnis möglich. Doch auch für Freizeitpferde und Fohlen gilt: Der Impfausweis ist wichtig bei Tierarztwechsel, Stallwechsel, Verkauf und im Krankheitsfall.

Was gehört in den Impfausweis?

  • Impfstoffname und Hersteller
  • Chargennummer
  • Datum der Impfung
  • Unterschrift und Stempel des Tierarztes
  • Datum der nächsten fälligen Impfung
Fohlen auf der Weide – gesunder Nachwuchs durch Impfschutz
Der Equidenpass dokumentiert alle Impfungen lückenlos – unverzichtbar für jedes Fohlen.

Welche DACH-spezifischen Besonderheiten gibt es beim Fohlen impfen?

Im deutschsprachigen Raum orientiert sich die Impfempfehlung an den Richtlinien der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) in Deutschland sowie den entsprechenden Gremien in Österreich und der Schweiz. Einige Besonderheiten, die du kennen solltest:

  • Pflichtimpfungen bei Turnierpferden: Equine Influenza ist nach den Regeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und der FEI für Turnierpferde vorgeschrieben.
  • WNV in Deutschland und Österreich: Seit dem Ausbruch 2019 in Sachsen und Brandenburg wird WNV-Impfung in betroffenen Bundesländern dringend empfohlen. In Österreich betrifft es besonders den Osten des Landes.
  • Druse (Streptococcus equi): Eine Impfung gegen Druse ist in Deutschland verfügbar (intranasale Lebendvakzine), wird aber aufgrund möglicher Reaktionen und eingeschränkter Schutzwirkung nicht universell empfohlen. Die Entscheidung erfolgt nach Betriebssituation und Tierarztrat.
  • Equine Virusarteritis (EVA): In Österreich ist die EVA-Impfung für Hengste Pflicht. In Deutschland ist sie empfohlen, besonders für Zuchtbetriebe.
  • Biologische Kombinations-Impfstoffe: Viele Tierärzte setzen Kombinations-Impfstoffe ein, die Influenza und EHV (oder weitere Antigene) in einer Injektion vereinen – das reduziert die Anzahl der Tierarztbesuche und den Stress für das Fohlen.

Wie bereitest du dein Fohlen auf die Impfung vor – und was ist danach zu beachten?

Eine Impfung ist eine gezielte Belastung des Immunsystems. Damit sie gut vertragen wird und die bestmögliche Schutzwirkung erzielt, gibt es einige Punkte zu beachten:

Vor der Impfung:

  • Das Fohlen sollte gesund sein – keine Impfung bei Fieber, Erkrankung oder starkem Parasitendruck
  • Entwurmung mindestens 2 Wochen vor der Impfung durchführen (nicht gleichzeitig!)
  • Impftermin mit dem Tierarzt rechtzeitig planen

Nach der Impfung:

  • 48 bis 72 Stunden Ruhe – keine intensiven Ausritte oder Trainingsbelastungen
  • Impfreaktionen wie leichte Schwellung an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder verringerte Aktivität sind normal und klingen in der Regel nach 1–2 Tagen ab
  • Bei starken Reaktionen (hohes Fieber über 40°C, starke Schwellung, allergische Reaktion) sofort den Tierarzt kontaktieren
  • Nächsten Impftermin sofort im Impfausweis eintragen und in den Kalender übernehmen

Was kostet das Impfen eines Fohlens?

Die Kosten für die Impfung eines Fohlens variieren je nach Tierarzt, Region und verwendetem Impfstoff. Als grobe Orientierung für den DACH-Raum:

  • Tierarztbesuch/Anfahrt: 20–60 € je nach Entfernung und Praxis
  • Impfstoff Tetanus: ca. 15–25 € pro Impfung
  • Impfstoff Influenza/EHV (Kombi): ca. 25–50 € pro Impfung
  • Impfstoff WNV: ca. 30–50 € pro Impfung
  • Impfstoff Tollwut: ca. 20–35 € pro Impfung

Für die vollständige Grundimmunisierung eines Fohlens im ersten Lebensjahr (inkl. Tierarztbesuche) kannst du mit Gesamtkosten von rund 300–600 € rechnen, abhängig von deiner Region und dem Betrieb.

Eine Tierversicherung kann helfen, unvorhergesehene Kosten aufzufangen – auch wenn sie für Pferde andere Konditionen hat als für Hunde oder Katzen.

Gibt es Risiken beim Impfen von Fohlen?

Impfungen sind generell sehr sicher, wenn sie korrekt angewendet werden. Dennoch gibt es Risiken, über die du informiert sein solltest:

  • Lokale Reaktionen: Schwellung, Schmerz, Wärme an der Einstichstelle – häufig und harmlos
  • Allgemeinreaktionen: Leichtes Fieber, Mattigkeit, verminderter Appetit – normalerweise nach 1–2 Tagen vorüber
  • Anaphylaktische Reaktionen: Sehr selten, aber möglich. Deshalb sollte nach jeder Impfung eine Beobachtungszeit von mindestens 20–30 Minuten eingehalten werden (der Tierarzt bleibt in der Regel vor Ort oder ist erreichbar)
  • Interaktionen mit Medikamenten: Immunsuppressiva, Kortisonpräparate und bestimmte Antiparasitika können die Impfwirkung beeinträchtigen

Die Risiken einer Nichtimpfung überwiegen in aller Regel deutlich die sehr geringen Risiken durch die Impfung. Spreche im Zweifel immer mit deinem Tierarzt.

Wie unterscheidet sich der Impfplan für Fohlen von dem für Hunde?

Ein häufiger Vergleich: Wenn du sowohl ein Fohlen als auch einen Hund hast, wirst du Parallelen im Impfkonzept erkennen. Bei Hunden beginnt die Grundimmunisierung ebenfalls früh (ab 8 Wochen), auch hier spielt die maternale Immunität eine Rolle.

Den vollständigen Welpen-Impfplan haben wir für dich separat aufbereitet. Auch interessant: Informationen zum Chip beim Hund und zur richtigen Hundeernährung.

Generell gilt: Egal ob Fohlen, Welpe oder Kitten – frühzeitige Impfung, lückenlose Dokumentation und regelmäßige Auffrischungen sind die Grundlage für ein gesundes Leben deines Tieres.

Häufige Fehler beim Fohlen-Impfplan – und wie du sie vermeidest

  • Zu früh impfen: Maternale Antikörper blockieren die Impfreaktion → Impfbeginn zu früh ist ineffektiv
  • Abstände nicht einhalten: Zu kurze oder zu lange Abstände zwischen den Grundimmunisierungsimpfungen reduzieren die Schutzwirkung
  • Auffrischungen vergessen: Viele Pferdehalter vergessen die 3. Grundimmunisierung oder die jährlichen Auffrischungen
  • Kein Impfausweis vorhanden: Ohne lückenlose Dokumentation keine Turnierteilnahme und Probleme beim Veterinärnachweisversicherung
  • Impfen bei Erkrankung: Ein krankes Fohlen bildet keinen ausreichenden Impfschutz und das Risiko von Komplikationen steigt

Häufige Fragen zum Fohlen impfen

Ab welchem Alter kann man ein Fohlen impfen?

Die erste Impfung (z. B. Tetanus) kann ab dem 3. bis 4. Lebensmonat gegeben werden, sobald die maternalen Antikörper der Mutterstute ausreichend abgeklungen sind. Influenza und EHV beginnen in der Regel ab dem 5. bis 6. Lebensmonat.

Muss ein Fohlen gegen Tetanus geimpft werden?

Ja, Tetanus ist eine der wichtigsten Impfungen für Pferde und Fohlen. Die Erkrankung verläuft fast immer tödlich und kann durch eine einfache Injektion vermieden werden. Die Impfung ist im DACH-Raum dringend empfohlen.

Was ist, wenn ich die Stute nicht gegen Rotavirus geimpft habe?

Wurde die Stute nicht gegen Rotavirus geimpft, hat das Fohlen keinen passiven Schutz über das Kolostrum. In diesem Fall ist besonders auf Hygienemaßnahmen in den ersten Lebenswochen zu achten. Eine direkte Impfung des Fohlens ist derzeit in Europa nicht verfügbar.

Wie oft muss ein Fohlen gegen Influenza geimpft werden?

Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen: Die 2. Impfung erfolgt 21–92 Tage nach der 1., die 3. Impfung 150–215 Tage nach der 2. Danach sind Auffrischungen alle 6 Monate (bei Turnierpferden) oder mindestens jährlich empfohlen.

Kann ich mehrere Impfungen gleichzeitig geben lassen?

Ja, viele Tierärzte setzen Kombinations-Impfstoffe ein, die z. B. Influenza und EHV in einer Injektion vereinen. Tetanus kann ebenfalls kombiniert werden. Das reduziert die Anzahl der Tierarztbesuche und den Stress für das Fohlen.

Fazit: Der Impfplan für dein Fohlen – so startest du richtig

Das Impfen deines Fohlens ist eine der wichtigsten Investitionen in seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Mit einem strukturierten Impfplan schützt du nicht nur dein Tier vor lebensbedrohlichen Krankheiten, sondern auch alle anderen Pferde im Betrieb.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  • Mutterimmunität schützt in den ersten Wochen – aktive Impfung ab dem 3.–6. Monat
  • Tetanus ab 3.–4. Monat, Influenza und EHV ab 5.–6. Monat
  • Rotavirus-Schutz über Impfung der trächtigen Stute (8., 9. und 10. Monat)
  • WNV-Impfung in Endemiegebieten ab 6. Monat empfohlen
  • Alle Impfungen lückenlos im Equidenpass dokumentieren
  • Immer in Abstimmung mit dem Tierarzt planen

Mehr rund um die Gesundheit deines Fohlens findest du in unserem Artikel zur Fohlen-Aufzucht. Und wenn du auch Hunde hast: Den Erste-Hilfe-Ratgeber für Hunde solltest du ebenfalls kennen.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Impfentscheidungen sollten immer gemeinsam mit einem zugelassenen Tierarzt getroffen werden.

VETTY — Dein Tier-Assistent

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