Parasiten bei Pferden

Kurz zusammengefasst

  • Pferde können von einer Vielzahl von Parasiten befallen werden, die durch ihren Lebensraum und ihre Aktivitäten begünstigt werden. Während äußere Parasiten in der Regel weniger schädlich sind, können innere Parasiten erheblichen Schaden verursachen. Es ist wichtig, über die verschiedenen Arten von Parasiten informiert zu sein und zu wissen, wie man sie behandelt und vorbeugt.
  • Es gibt zwei Hauptkategorien von Parasiten, die Pferde befallen: Ektoparasiten (äußere Parasiten), die auf der Haut und im Fell leben, wie Läuse, Haarlinge, Zecken, Fliegen, und Milben; und Endoparasiten (innere Parasiten), die im Inneren des Pferdes leben, einschließlich Bandwürmer, Spulwürmer, und Strongyliden. Beide Arten können Gesundheitsprobleme verursachen, von Hautirritationen bis zu schweren Verdauungsstörungen.
  • Haarlinge und Läuse sind winzige Insekten, die das Fell und die Haut von Pferden befallen können. Sie werden meist durch direkten Kontakt oder kontaminierte Ausrüstung übertragen und können Symptome wie Juckreiz, Hautrötungen und Haarausfall verursachen. Die Diagnose und Behandlung erfolgen in der Regel durch körperliche Untersuchung, mikroskopische Analyse und den Einsatz spezieller Behandlungen und Reinigungen.

Prüfung / Online Redaktion

Nadja Sukalia
Online Redaktion

Pferde, wie viele andere Tiere auch, sind nicht vor Parasiten sicher. Aufgrund ihres Lebensraums in Stallungen, der gemeinsamen Nutzung von Weiden und dem Ausreiten sind sie für viele Parasiten der ideale Wirt. Während die meisten äußeren Parasiten bei Pferden in der Regel keine schwerwiegenden Erkrankungen verursachen, können innere Parasiten erheblichen Schaden anrichten. In diesem Beitrag haben wir eine Übersicht über die häufigsten Parasiten bei Pferden zusammengestellt, erklären, wie sich die Tiere infizieren können, und geben Tipps, wie Sie effektiv gegen einen Parasitenbefall vorgehen können. 

Einführung in Parasiten bei Pferden

Pferdebesitzer und Tierärzte sind sich der Bedeutung von Parasiten in der Gesundheit und Pflege von Pferden wohl bewusst. In diesem Artikel gehen wir auf die verschiedenen Aspekte von Parasiten bei Pferden ein, die sowohl für Pferdebesitzer als auch für Tierärzte von Bedeutung sind. Der erste Teil bietet eine grundlegende Einführung in dieses Thema.

 

 

Was sind die Haupttypen von Parasiten, die Pferde befallen können?

Grundsätzlich unterscheidet man bei Parasiten zwischen Ekto- und Endoparasiten. Ektoparasiten leben auf der Oberfläche des Pferdes, etwa auf der Haut und im Fell. Zu ihnen gehören Läuse, Haarlinge, Zecken, Fliegen, und Milben. Parasiten, die sich im Inneren des Pferdes befinden, etwa im Verdauungstrakt oder anderen inneren Organen, bezeichnet man als Endoparasiten. Hierzu zählen verschiedene Arten von Würmern wie Bandwürmer, Spulwürmer, und Strongyliden.

Diese Kategorien bilden den Rahmen für den weiteren Artikel, in dem wir sowohl die Ektoparasiten als auch die Endoparasiten und deren Behandlung detailliert betrachten werden.

Warum ist das Thema „Parasiten bei Pferden“ wichtig?

Parasiten können ernsthafte Gesundheitsprobleme bei Pferden verursachen, von Hautreizungen bis hin zu schweren Verdauungsstörungen. Darüber hinaus kann ein Befall mit Parasiten die Leistung eines Pferdes beeinträchtigen, sei es in sportlichen Disziplinen oder in der Arbeit. Die Behandlung von Parasiten kann teuer sein, und ein ungezügelter Befall kann erhebliche wirtschaftliche Schäden für Pferdehalter und Züchter verursachen. Einige Parasiten können von Pferd zu Pferd übertragen werden, was das Risiko einer Ausbreitung in einer Herde oder einem Stall erhöht.

Ektoparasiten – Schmarotzer im Pferdefell

In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns auf die Ektoparasiten, die Pferde befallen können. Diese Parasiten leben auf der Haut oder im Fell der Tiere und können verschiedene Probleme verursachen. Wir werden uns auf Haarlinge, Läuse, Milben und Zecken konzentrieren.

Haarlinge und Läuse

Was sind Haarlinge und Tierläuse?

Haarlinge und Läuse sind winzige Insekten, die das Fell und die Haut von Pferden befallen können. Während Haarlinge meistens das Fell befallen und sich von Hautschuppen ernähren, saugen Läuse Blut und können ernsthafte Reizungen verursachen.

Wie infizieren sich Pferde mit Läusen und Haarlingen?

Die Infektion mit Läusen und Haarlingen tritt häufig in überfüllten und unsauberen Ställen auf. Direkter Kontakt mit einem infizierten Pferd oder die Verwendung von kontaminierten Bürsten und Sätteln kann die Parasiten übertragen.

Welche Symptome treten bei Pferden mit Läuse- und Haarlingsbefall auf?

Symptome können Juckreiz, Hautrötungen, Haarausfall, Unruhe und bei starkem Befall sogar Gewichtsverlust umfassen.

Wie erfolgt die Diagnose und Behandlung von Haarlingen und Läusen?

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und ggf. eine mikroskopische Analyse. Die Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Shampoos oder Insektiziden sowie eine gründliche Reinigung der Umgebung.

Milben

Welche Bedeutung haben Milben und Herbstgrasmilben für Pferde?

Milben sind weitere Ektoparasiten, die Hautprobleme bei Pferden verursachen können. Herbstgrasmilben befallen insbesondere in den wärmeren Monaten die Pferde.

Was sind die Anzeichen einer Milbeninfektion bei Pferden?

Anzeichen einer Milbeninfektion sind Juckreiz, Entzündungen, Schuppenbildung und manchmal sogar Geschwüre.

Wie werden Milben diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose erfolgt ähnlich wie bei Läusen durch eine körperliche Untersuchung und mikroskopische Analyse. Die Behandlung kann topische Medikamente und spezielle Bäder umfassen.

Zecken

Welche Gefahren gehen von Zecken für Pferde aus?

Zecken sind Parasiten, die Blut saugen und dabei Krankheiten wie Lyme-Borreliose übertragen können.

 

 

Was sind die Folgen eines Zeckenbisses bei Pferden?

Ein Zeckenbiss kann zu Entzündungen, Infektionen und in einigen Fällen zu ernsthaften Krankheiten führen.

Wie erkennt man einen Zeckenbefall bei Pferden?

Zecken sind mit bloßem Auge sichtbar und haften oft an Stellen, wo das Fell dünner ist. Sie können durch eine gründliche Untersuchung des Pferdes gefunden werden.

Wie wird ein Zeckenbefall bei Pferden diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose erfolgt durch direkte Identifikation der Zecke. Die Behandlung umfasst das vorsichtige Entfernen der Zecke mit einer Pinzette und die Beobachtung des Pferdes auf Anzeichen von Infektionen oder Krankheiten.

Endoparasiten – Würmer im Körper des Pferdes

Die Schädigung durch innere Parasiten ist ein ernstes Problem, das das Wohlbefinden eines Pferdes erheblich beeinträchtigen kann. Dieser Abschnitt befasst sich mit einigen der wichtigsten Endoparasiten, die Pferde infizieren können, einschließlich Bandwürmer, Spulwürmer, Strongyliden und Dasselfliegen.

Bandwurm

Welche Wurmart ist der Bandwurm?

Der Bandwurm gehört zu einer Klasse von Parasiten, die sich im Darm von Pferden ansiedeln können. Sie bestehen aus einer Kette von Segmenten, die sich mit der Zeit abtrennen können.

Wie infizieren sich Pferde mit Bandwürmern?

Pferde infizieren sich mit Bandwürmern durch die Aufnahme von Mücken, die die infektiösen Larven der Bandwürmer tragen.

Welche Symptome treten bei Pferden mit Bandwurmbefall auf?

Symptome können Koliken, Gewichtsverlust, Durchfall und allgemeine Schwäche umfassen.

Wie wird der Bandwurmbefall bei Pferden diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose kann durch Stuhltests erfolgen. Die Behandlung umfasst in der Regel die Gabe von spezifischen Entwurmungsmitteln, die vom Tierarzt verschrieben werden.

Spulwürmer

Was sind die Merkmale der Spulwürmer?

Spulwürmer sind lange, runde Würmer, die sich im Darm von Pferden aufhalten können. Sie sind besonders häufig bei jüngeren Pferden.

Wie infizieren sich Pferde mit Spulwürmern?

Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme von Eiern aus kontaminiertem Futter, Wasser oder Boden.

Welche Anzeichen zeigen Pferde mit Spulwurmbefall?

Symptome können Husten, Atemprobleme, Koliken und Wachstumsverzögerungen bei Fohlen sein.

Wie erfolgt die Diagnose und Behandlung von Spulwürmern bei Pferden?

Die Diagnose erfolgt durch eine Stuhlprobe. Die Behandlung umfasst die Gabe von Entwurmungsmitteln.

Strongyliden

Was sind Strongyliden?

Strongyliden sind kleine, hakenförmige Würmer, die den Dickdarm von Pferden befallen können.

Wie erfolgt die Infektion von Pferden mit Strongyliden?

Pferde infizieren sich durch die Aufnahme von Strongyliden-Larven aus der Umwelt, insbesondere aus Weidegras.

Welche Symptome treten bei Strongylidenbefall auf?

Symptome können Durchfall, Anämie, Koliken und allgemeine Schwäche sein.

Wie werden Strongyliden diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose und Behandlung ähneln denen von Band- und Spulwürmern, wobei Stuhlproben und spezifische Entwurmungsmittel verwendet werden.

Dasselfliegen

Was sind Dasselfliegen und wie infizieren sie Pferde?

Dasselfliegen sind Insekten, die ihre Eier auf dem Fell von Pferden ablegen. Die Larven dringen in den Mund des Pferdes ein und wandern in den Magen.

Welche Symptome zeigen Pferde mit Magendasseln?

Symptome können Koliken, Geschwüre und allgemeine Unruhe sein.

Wie wird der Befall von Dasselfliegen bei Pferden diagnostiziert und behandelt?

Die Diagnose kann komplex sein, da sie oft endoskopische Untersuchungen erfordert. Die Behandlung kann spezielle Entwurmungsmittel umfassen.

Haut- und Fellparasiten bei Pferden

Haut- und Fellparasiten können für Pferde ebenso störend und gesundheitsschädlich sein wie innere Parasiten. Diese Ektoparasiten leben auf der Oberfläche des Pferdes und können verschiedene Probleme verursachen. Lassen Sie uns die zwei Hauptfragen in diesem Zusammenhang näher betrachten.

Welche Arten von Parasiten befallen die Haut und das Fell von Pferden?

Die Haut und das Fell eines Pferdes können von einer Vielzahl von Parasiten befallen werden. In den gemütlichen Unterkünften des Pferdefells können Tierläuse und Haarlinge einziehen und sich von Hautschuppen und Haaren ernähren. Dann gibt es Milben, die auf der Haut verschiedene Probleme verursachen können, einschließlich der gefürchteten Räude, die eine ziemlich heftige Hautentzündung auslösen kann. Und natürlich dürfen wir die Zecken nicht vergessen, die sich gern an Blut laben und dabei verschiedene Krankheiten übertragen können. Zu guter Letzt haben wir noch Fliegen und Mücken, die nicht nur lästig sind, sondern auch Allergien oder Infektionen auslösen können. 

Welche Parasiten sind für Pferde gefährlich?

Obwohl Tierläuse und Haarlinge selten ernsthafte Probleme verursachen, können sie Juckreiz und Hautentzündungen hervorrufen. Einige Milben, insbesondere die Herbstgrasmilbe, können schweren Juckreiz und Entzündungen verursachen, die zu einer ernsthaften Hauterkrankung führen können. Zecken können Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Anaplasmose übertragen, die ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen können. Einige Fliegen und Mücken können Krankheiten wie das West-Nil-Virus übertragen oder schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Vorbeugung und Behandlung von Parasiten bei Pferden

Parasitenbefall bei Pferden ist ein häufiges Problem, das ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen kann. In diesem Teil werden wir untersuchen, wie man Pferde vor Parasiten schützen kann, welche Maßnahmen bei einem Befall zu ergreifen sind und welche Wurmkuren verfügbar sind.

Vorbeugung

Wie kann man Pferde vor Parasitenbefall schützen?

Die Vorbeugung von Parasitenbefall ist ein wichtiger Aspekt der Pferdepflege. Folgende Tipps können helfen:

  • Regelmäßige Kontrollen von Pferd und Stall auf Anzeichen von Parasiten.
  • Regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Ställe.
  • Weidehygiene und Rotation, um Parasitenlast zu reduzieren.
  • Fütterungshygiene (Vermeidung von kontaminiertem Futter).
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen, um Anzeichen eines Befalls frühzeitig zu erkennen.

Welche Maßnahmen sind bei einem Parasitenbefall zu ergreifen?

Wenn ein Parasitenbefall festgestellt wird, sind folgende Schritte unerlässlich. Zunächst sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann die Art des Parasitenbefalls erkennen. Der Tierarzt wird Ihrem Pferd gegebenenfalls Medikamente verschreiben und die entsprechende Behandlung einleiten. Eventuell ist auch eine Quarantäne nötig, wobei das befallene Pferd von den anderen Tieren isoliert wird. Lassen Sie Ihr Pferd nach dem Befall regelmäßig von einem Tierarzt kontrollieren. Dadurch können Sie sicherstellen, dass der Parasitenbefall auch wirklich beseitigt ist. 

Wurmkuren

Welche Wurmkuren sind verfügbar und wie werden sie eingesetzt?

Wurmkuren sind spezifische Behandlungen, um innere Parasiten bei Pferden zu bekämpfen. Es gibt verschiedene Arten von Wurmkuren. Zum einen gibt es Pasten, die einfach zu verabreichen und in verschiedenen Wirkstoffklassen erhältlich sind. Einige Wurmmittel sind auch in Tablettenform verfügbar. Der Tierarzt kann ein Wurmmittel auch mittels Injektion verabreichen.

Die Auswahl und Dosierung der Wurmkur sollte in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen, um den spezifischen Bedürfnissen und dem Gesundheitszustand des Pferdes gerecht zu werden.

Wie kann die Wurmkur sinnvoll angewendet werden?

Die richtige Wurmkur sollte entsprechend dem spezifischen Parasiten und dem Gesundheitszustands des Pferdes ausgewählt werden. Die Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wie vom Tierarzt empfohlen. Überprüfen Sie regelmäßig den Behandlungserfolg und führen Sie bei Bedarf Anpassungen durch. 

Welche zusätzlichen Aspekte sollten beachtet werden?

Zusätzlich zu beachten ist die Rotation von Wirkstoffen, um die Entwicklung von Resistenzen zu vermeiden. Wie bei jedem Medikament können auch bei Wurmkuren Nebenwirkungen auftreten. Überwachen Sie Ihr Pferd auf mögliche Nebenwirkungen und kommunizieren Sie diese mit Ihrem Tierarzt. 

Darüber hinaus gibt es gesetzliche Bestimmungen bezüglich des Gebrauchs von Wurmmitteln, die Sie bedenken sollten.

Schutz vor spezifischen Parasiten bei Pferden

Parasiten wie Bremsen, Kriebelmücken, Zecken, Haarlinge und Herbstgrasmilben sind nicht nur lästig für Pferde, sondern können auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. In diesem Abschnitt werden wir die Gefahren untersuchen, die diese Parasiten darstellen, und wie man Pferde vor ihnen schützen kann.

Warum sind Bremsen, Kriebelmücken, Zecken, Haarlinge und Herbstgrasmilben gefährlich für Pferde?

Jeder dieser Parasiten stellt seine eigenen Risiken und Gefahren dar. Bremsen können schmerzhafte Stiche verursachen, die das Pferd irritieren und sogar Infektionen verursachen können. Kriebelmücken können allergische Reaktionen hervorrufen, bekannt als „Sommerdermatitis“, die Hautentzündungen und Juckreiz verursachen. Zeckenbisse können Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Anaplasmose übertragen, die ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen können. Haarlinge verursachen starken Juckreiz und können Hautentzündungen und Haarausfall führen.Die Larven von Herbstgrasmilben können Juckreiz und Entzündungen der Haut verursachen.

Diese Parasiten können das Verhalten und das Wohl des Pferdes beeinträchtigen und in einigen Fällen sogar zu schweren Erkrankungen führen.

Wie schützt man Pferde vor diesen Parasiten?

Erstens können physische Barrieren wie Fliegendecken, Fliegenmasken und Beinwickel eingesetzt werden, um den Kontakt mit diesen unliebsamen Gästen zu minimieren. Diese schützenden Ausrüstungsgegenstände können das Leben für Pferde während der Parasitensaison angenehmer gestalten.

Zweitens gibt es verschiedene Abwehrmittel wie Sprays, Lotionen und Gels, die speziell für Pferde entwickelt wurden. Diese Produkte können helfen, Parasiten fernzuhalten und die Haut und das Fell der Pferde zu schützen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Pflege der Umgebung, in der die Pferde leben. Dazu gehört die regelmäßige Reinigung von Weiden und Ställen, einschließlich der Beseitigung von stehendem Wasser und Unkraut, die als Brutstätten für Parasiten dienen können.

Eine tägliche Inspektion der Pferde auf Anzeichen von Parasitenbefall ist ebenfalls ratsam. So können Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor sie sich verschlimmern.

Schließlich ist der Rat eines Tierarztes von unschätzbarem Wert. Ein Tierarzt kann bei der Auswahl von geeigneten Behandlungen und Präventionsstrategien helfen, die auf die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten Ihres Pferdes zugeschnitten sind. Zusammen mit diesen Maßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihre Pferde gesund und frei von lästigen Parasiten bleiben.

Erkennung von Parasitenbefall bei Pferden

Parasitenbefall bei Pferden kann nicht nur unangenehm, sondern auch schädlich für die Gesundheit des Tieres sein. Die frühzeitige Erkennung ist daher entscheidend für eine effektive Behandlung. In diesem Abschnitt werden wir uns darauf konzentrieren, wie man einen allgemeinen Parasitenbefall sowie spezifische Parasiten wie Haarlinge und Kriebelmücken bei Pferden erkennt.

Wie erkennt man einen Parasitenbefall bei Pferden?

Parasitenbefall kann unterschiedliche Anzeichen und Symptome aufweisen, abhängig von der Art der Parasiten und dem Schweregrad des Befalls. Ein häufiges Anzeichen sind Juckreiz und Hautirritationen. Betroffene Pferde zeigen oft unruhiges Verhalten, indem sie sich vermehrt scheuern, kratzen oder bestimmte Körperbereiche lecken. Dieses Verhalten dient dazu, den unangenehmen Reiz der Parasiten zu lindern.

 

 

Veränderungen im Fell können ebenfalls auf einen Parasitenbefall hinweisen. Das Fell kann matter wirken, es kann vermehrter Haarausfall auftreten, Schuppenbildung oder sogar sichtbare Wunden durch das intensive Kratzen.

Verhaltensänderungen sind ein weiteres Alarmzeichen. Ein betroffenes Pferd kann seinen Appetit verlieren, lethargisch werden, Gewicht verlieren oder Veränderungen im Stuhlgang aufweisen.

Manchmal sind die Parasiten selbst sichtbar. Flöhe und Läuse können mit bloßem Auge oder unter einer Lupe erkannt werden.

Je nach Art des Parasiten können auch spezifische Symptome auftreten. Zum Beispiel kann ein Pferd mit Lungenwurm einen anhaltenden Husten entwickeln, während bestimmte Wurmarten Koliksymptome auslösen können.

Wie erkennt man Haarlinge und Kriebelmücken bei Pferden?

Haarlinge und Kriebelmücken sind zwei spezifische Parasiten, die Pferde befallen können, und sie haben jeweils unterschiedliche Anzeichen:

Haarlinge

Haarlinge können oft direkt auf der Haut oder im Fell des Pferdes gesehen werden. Ein Befall mit Haarlingen zeichnet sich durch intensiven Juckreiz, der zu Scheuern und Kratzen führt, aus. Aber auch entzündete Haut, Schuppenbildung und Haarausfall, besonders um den Mähnen- und Schweifbereich, sind Anzeichen für einen Befall.

Kriebelmücken

Ähnlich wie Haarlinge verursachen Kriebelmücken starken Juckreiz. Bisse von Kriebelmücken können zu kleinen, erhöhten Beulen führen, die sich entzünden können. Zudem kann es zu einer sogenannten Sommerdermatitis kommen, einer allergischen Reaktion auf Kriebelmückenstiche, die zu schweren Hautproblemen führen kann.

Fazit:

Parasiten können bei Pferden zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Deshalb ist die Vorbeugung von Parasitenbefall durch regelmäßige Kontrollen, hygienische Stall- und Weidebedingungen sowie tierärztliche Untersuchungen enorm wichtig. Zu den häufigsten Anzeichen zählen Juckreiz, Verhaltensänderungen und Fellprobleme. Durch eine frühzeitige Erkennung dieser Symptome können Folgeschäden vermieden werden.

Spezifische Parasiten wie Haarlinge und Kriebelmücken sollten gesondert beachtet werden, da sie besondere Risiken und Symptome aufweisen. Die Zusammenarbeit mit einem Tierarzt ist unerlässlich, um Pferde vor Parasiten zu schützen und ihre Gesundheit zu gewährleisten.



Qualitätsprüfung

Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 1, 2023

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