Weihnachtsstern giftig: Poinsettie für Haustiere?
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Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist für Katzen giftig. Sein milchiger Pflanzensaft reizt Haut und Schleimhäute, schwere Vergiftungen sind aber selten.
Ist der Weihnachtsstern giftig für Katzen?
Ja, die Einstufung lautet giftig. In den meisten Fällen verläuft eine Aufnahme mild, dennoch solltest du die Pflanze außer Reichweite deiner Katze halten.

Warum reagieren Katzen darauf?
Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und enthält einen milchigen Saft mit reizenden Diterpenen. Dieser Saft reizt Maul, Schleimhäute und bei Kontakt auch die Haut. Verschluckt reizt er den Magen-Darm-Trakt.
Was sind die Symptome?
Typische Beschwerden sind:
- vermehrtes Speicheln
- Reizung und Rötung im Maul
- Erbrechen
- Durchfall
- Hautreizungen bei Saftkontakt
Schwere Verläufe sind selten, die Beschwerden klingen meist von selbst ab.

Welche Menge ist kritisch?
Schon das Anknabbern eines Blattes kann zu Reizungen führen. Eine genaue Dosis lässt sich nicht angeben, daher stelle die Pflanze unzugänglich auf.
Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?
Bleib ruhig und kontaktiere sofort deinen Tierarzt. Notiere, was dein Tier wann und in welcher Menge aufgenommen hat, und bewahre, wenn möglich, einen Rest oder die Verpackung auf. Diese Angaben helfen dem Behandlungsteam, die richtige Behandlung der Vergiftung einzuleiten. Versuche nicht eigenmächtig, Erbrechen auszulösen, und gib keine Hausmittel wie Milch oder Salzwasser, denn das kann den Zustand verschlechtern. Beobachte Atmung, Verhalten und Kreislauf deines Tieres auf dem Weg in die Praxis. Rund um die Uhr erreichst du auch die Giftnotrufzentrale:
- Österreich: +43 1 406 43 43
- Deutschland: 030 19240
Einen Überblick über weitere giftige Lebensmittel und Pflanzen findest du in unserer Sammlung, damit du im Alltag sicher einschätzen kannst, was für deine Katze unbedenklich ist und was nicht.
Was bleibt für die Praxis
Der Weihnachtsstern hat einen schlechteren Ruf als verdient: Schwere Vergiftungen sind selten, leichte Reizungen aber durchaus möglich. Stelle die Pflanze in der Adventszeit so auf, dass deine Katze nicht daran knabbern kann. Bei Speicheln oder Erbrechen nach Kontakt beobachtest du deine Katze und kontaktierst im Zweifel die tierärztliche Praxis. Gerade in einem Haushalt mit neugierigen Katzen lohnt es sich, blühende Topfpflanzen erhöht oder in einem für die Katze unzugänglichen Raum aufzustellen.
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