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Zecken beim Hund: Richtig entfernen & schützen

Zecken beim Hund: Richtig entfernen & schützen

Zecken sind für Hunde eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr – nicht wegen des Bisses selbst, sondern wegen der Krankheiten, die sie übertragen. Borreliose, Anaplasmose, FSME: Diese Erkrankungen können schwere Langzeitfolgen haben. In diesem Artikel erfährst du, wann Zecken aktiv sind, wo sie beim Hund sitzen, wie du sie richtig entfernst und wie du effektiv vorbeugst.

Zeckenarten

Holzbock häufigste Art – ab 7 Grad aktiv

Prädilektionsstellen

Ohren, Achseln, Leisten, Hals, Zehenzwischenräume

Entfernung

Zeckenzange gerade herausziehen – kein Öl, kein Drehen

Prophylaxe

Spot-On, Tabletten oder Halsbäenter – Vergleich aller Methoden

Wann und wo sind Zecken aktiv?

Der Gemeine Holzbock ist die häufigste Zeckenart. Er wird bei Temperaturen ab 7 Grad aktiv. Hauptaktivität: Frühling und Herbst. Zecken sitzen in Gras, Unterholz und an Waldrädern – sie warten auf Grashalmen und schmarotzern beim Vorbeigehen an.

Wo sitzen Zecken beim Hund?

  • Ohren und Ohrmuscheln
  • Zehenzwischenräume
  • Achseln
  • Leistengegend und Innenschenkel
  • Hals und Halsunterseite
  • After und Genitalbereich

Hund nach dem Spaziergang - gründlich auf Zecken kontrollieren

Krankheiten durch Zecken

Borreliose

Häufigste zeckenübertragende Erkrankung in Europa. Erreger: Borrelia burgdorferi. Symptome: wandernde Lahmheiten, Gelenkschwellungen, Fieber. Behandlung: Antibiotika. Die Übertragung braucht 24-48 Stunden – schnelle Entfernung schützt.

Anaplasmose

Erreger: Anaplasma phagocytophilum. Symptome: Fieber, Schwächeche, Blutungen. Behandlung: Doxycyclin.

FSME

Viruserkrankung die das Gehirn befällt. Beim Hund selten, aber in FSME-Risikogebieten möglich. Es gibt eine Impfung. Symptome: Fieber, Krämpfe, neurologische Ausfälle.

Zecke richtig entfernen

  1. Zeckenzange oder -haken bereitstellen
  2. So nah wie möglich an der Haut ansetzen
  3. Gerade herausziehen – leicht hin- und herbewegen
  4. Kein Öl oder Alkohol – erhöhtes Infektionsrisiko
  5. Wunde desinfizieren
  6. Datum und Stelle notieren

Tierarzt behandelt Hund - Zeckenkrankheiten ernst nehmen

Bei gerissenem Zeckenkopf

Den verbliebenen Kopf im Hund können verbleiben – der Körper kapselt ihn ab. Beobachte die Stelle auf Entzündungszeichen. Bei Verdacht auf Entzündung zum Tierarzt.

Zeckenschutz – Methoden im Vergleich

Spot-On: Monatliche Anwendung im Nacken, verbreitet sich über Talgrüsen. Tabletten: NexGard, Bravecto, Simparica – toeten Zecken beim Biss. Rezeptpflichtig. Halsbänder: Seresto – 7-8 Monate Schutz. Gut als Dauerprävention.

Häufige Fragen

Wann sollte ich meinen Hund das erste Mal schützen?
Ab März, wenn die Temperaturen 7 Grad überschreiten. In milden Wintern können Zecken ganzjährig aktiv sein – also frühzeitig beginnen.
Muss ich jede Zecke dem Tierarzt melden?
Nein. Bei Symptomen wie Fieber oder Lahmheit in den Wochen nach einem Biss immer die Zeckenexposition erwähnen.
Kann das Spot-On auch gegen FSME schützen?
Nein. Spot-Ons schützen vor Zeckenbissen, aber nicht vor FSME-Übertragung. Die einzige Schutzmassnahme gegen FSME ist die Impfung.
Können Katzen Zecken auf Hunde übertragen?
Indirekt: Freiläufer-Katzen können Zecken ins Haus bringen. Schütze auch Katzen im Mehrtierhausalt – aber nur mit katzengeigneten Mitteln.

Quellen & weiterführende Informationen

VETTY — Dein Tier-Assistent

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