Kitten Grundausstattung, alles für die ersten Wochen
Hol dir deinen persönlichen Bereich mit gespeicherten Beiträgen, Empfehlungen und Tierarzt-Terminen.
Mein go4vet kostenlos starten
Kitten Grundausstattung, der praktische Einkaufs- und Vorbereitungsguide für deine erste Katze. Wenn dein Kitten in den nächsten Tagen oder Wochen einzieht, willst du nicht hektisch im Vorraum stehen, weil die Toilette zu hoch ist, die Transportbox fehlt oder das Futter aus dem Tierheim plötzlich zu Ende geht. Dieser Pillar bündelt alles, was du für die ersten Wochen mit einem Kitten brauchst, vom Futter über Toilette, Schlafplatz, Spielzeug, Transportbox bis zum ersten Tierarztbesuch und den Impfungen. Du findest hier konkrete Empfehlungen, Kostenangaben für Österreich und Deutschland sowie viele Querverweise zu unseren Detailartikeln. Der Inhalt ist tierärztlich überprüft.
Wann ist ein Kitten ein Kitten?
Als Kitten gelten Katzen von der Geburt bis etwa zum zwölften Lebensmonat, manche Definitionen erweitern bis zum fünfzehnten Monat. Die wichtigste Phase für die Sozialisierung liegt zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche, also noch beim Züchter oder im Tierheim. Beim Einzug zwischen der zwölften und sechzehnten Woche prägst du Vertrauen, Routinen und Sozialverhalten weiter.
Welches Futter braucht dein Kitten?
Ein Kitten hat einen anderen Nährstoffbedarf als eine erwachsene Katze. Es wächst rasend schnell, baut Muskulatur und Skelett auf und braucht hochwertiges Eiweiß, mehr Energie pro Kilogramm Körpergewicht, ein angepasstes Calcium-Phosphor-Verhältnis und essenzielle Aminosäuren wie Taurin. Spezielles Kittenfutter ist daher kein Marketing-Gag, sondern medizinische Notwendigkeit. Es wird je nach Hersteller bis zum zwölften Lebensmonat empfohlen, bei großen Rassen wie Maine Coon oder Norwegischer Waldkatze sogar bis fünfzehn oder achtzehn Monate.
Beim Einzug bekommt dein Kitten zunächst genau das Futter weiter, das es bisher beim Züchter oder im Tierheim bekommen hat. Eine Futterumstellung mitten in der Eingewöhnung führt zu Durchfall und Stress. Wenn du das Futter wechseln willst, mische das neue über sieben bis zehn Tage schrittweise unter das alte. Idealerweise bietest du Nassfutter und hochwertiges Trockenfutter parallel an. Nassfutter deckt den hohen Wasserbedarf, Trockenfutter unterstützt die Zähne und ist als Knabberei zwischendurch praktisch. Mehr Hintergrund findest du in Futter für die Katze.
Wichtig ist die Aufteilung in vier bis sechs kleinere Mahlzeiten pro Tag, denn ein Kitten verträgt keine großen Portionen und verweigert manchmal lange Pausen. Stelle in jedem Hauptraum einen Wassernapf auf und idealerweise auch einen Trinkbrunnen, denn fließendes Wasser wird oft besser angenommen. Verzichte auf Kuhmilch, denn Kitten vertragen Laktose nur sehr eingeschränkt und reagieren mit Durchfall.
Welche Katzentoilette und welches Streu?
Die Katzentoilette ist die wichtigste Einrichtung im ersten Wohnungsmonat. Wähle ein flaches Modell mit niedrigem Einstieg, in das dein Kitten ohne Sprung einsteigen kann. Geschlossene Hauben sind anfangs ungeeignet, weil der Kitten den Eingang noch nicht zuverlässig erkennt und die Geruchsbelastung in der Haube für eine sehr empfindliche Katzennase unangenehm ist. Stelle pro Katze plus eins Toiletten auf, also bei einem Kitten zwei Klos in unterschiedlichen Räumen, weit entfernt von Futter und Schlafplatz.
Beim Streu greifst du anfangs zu klumpendem Streu auf Bentonit-Basis ohne Duftzusätze. Dein Kitten kennt diese Konsistenz aus dem Sand und nimmt sie gut an. Pflanzliche Alternativen aus Mais, Holz oder Papier sind ökologisch sinnvoll, werden aber nicht von jedem Kitten akzeptiert. Wenn du wechseln willst, mische das neue Streu über zwei Wochen unter das alte. Reinige die Toilette mindestens zweimal täglich, denn Katzen sind sehr empfindlich auf verschmutzte Toiletten und entwickeln schnell Unsauberkeit. Mehr in Bestes Katzenstreu und bei Problemen unter Katze unsauber.
Stelle die Toilette vor dem Einzug an einen ruhigen Ort, an dem dein Kitten nicht gestört wird. Tägliche Routinen wie Saubermachen erfolgen ohne Aufsehen. Wenn dein Kitten nicht von selbst zur Toilette geht, hebst du es nach jeder Mahlzeit und nach dem Schlafen kurz hinein. Lobe ohne Aufregung, schimpfe niemals bei Pfützen daneben.
Welcher Schlafplatz und welche Möbel?
Kitten brauchen mehrere Rückzugsorte. Plane mindestens drei Schlafplätze in unterschiedlichen Räumen ein, einer in deiner Nähe, einer auf einem erhöhten Platz und einer in einer geschützten Höhle. Ein erhöhter Aussichtsplatz wie ein Kratzbaum mit Plattform ist für eine Katze überlebenswichtig, weil sie aus der Höhe Bedrohungen einschätzt. Eine Höhle aus Karton oder Stoff vermittelt Sicherheit und ist gerade in den ersten Wochen Gold wert.
Ein Kratzbaum ist Pflicht. Wähle ein stabiles Modell mit mindestens einer Sisal-Säule, die dein Kitten ohne Stürze klettern kann, und einer Plattform für den Aussichtsplatz. Achte darauf, dass der Kratzbaum nicht zu hoch und schmal ist, denn Kittens stürzen leicht und können sich verletzen. Mehr Hintergrund in Kratzmöbel für die Katze. Eine zusätzliche Kratzpappe am Boden oder eine Sisalmatte schützt deine Möbel und befriedigt das Kratzbedürfnis.
Spielzeug ist nicht Luxus, sondern Erziehung. Ein Kitten braucht täglich Beschäftigung, sonst entwickelt es Frustration und attackiert deine Hände, Füße und Kabel. Investiere in eine Federangel, einen Spielmaus mit Catnip, ein Bällchen und einen Tunnel. Spiele zweimal täglich zehn bis fünfzehn Minuten aktiv, beendet jede Spielsequenz mit einem Erfolgserlebnis und einer kleinen Mahlzeit. Mehr Hintergrund unter Wohnungskatze beschäftigen.
Welche Transportbox und Reisebedarf?
Die Transportbox gehört zur Grundausstattung und sollte vor dem Einzug bereits zu Hause sein. Wähle ein Modell mit oben aufschwingbarem Deckel, das du beim Tierarztbesuch öffnen kannst, ohne dass du dein Kitten herausziehen musst. Die Box muss stabil sein, mit Sicherheitsgurt-Befestigung im Auto, gut zu reinigen und groß genug, dass dein Kitten ausgewachsen noch bequem hineinpasst. Eine zu kleine Box kannst du nach sechs Monaten ersetzen, eine zu große ist Verschwendung.
Stelle die Transportbox dauerhaft als Möbel in der Wohnung auf, mit offener Tür und einem weichen Tuch innen. Dein Kitten lernt, dass die Box ein Rückzugsort ist und nicht ausschließlich mit dem Tierarztbesuch verbunden wird. Diese Sozialisierung erspart später viel Stress und Kratzwunden. Reisen mit Kitten sollten in den ersten Wochen vermieden werden, mehr unter Reisen mit Katze. Wenn du umziehen musst, plane den Tag genau und gönne deinem Kitten in der neuen Wohnung mindestens drei Tage Eingewöhnung in einem ruhigen Zimmer, bevor es Zugang zur ganzen Wohnung bekommt.
Für den Notfall gehört eine kleine Hausapotheke ins Regal. Wattestäbchen, Mulltücher, Verbandszeug, eine Pinzette für Zecken und die Notrufnummer der nächsten Tierarztpraxis und der Tierklinik mit Nachtdienst. Leg die Adressen sichtbar auf den Kühlschrank, denn im Notfall hast du keine Zeit zu googeln. Eine Liste empfohlener Praxen findest du in unserem Tierarzt-Verzeichnis.
Wann zum Tierarzt und welche Impfungen?
Der erste Tierarztbesuch erfolgt innerhalb der ersten Tage nach Einzug. Der Tierarzt führt eine allgemeine Untersuchung durch, prüft Augen, Ohren, Maul, Herz, Lunge, Bauch, Krallen und Fell und bespricht mit dir das Impfschema, die Entwurmung und gegebenenfalls die Behandlung gegen Flöhe und Milben. Häufige Kitten-Krankheiten wie Katzenschnupfen, Giardien oder Kokzidien werden bei dieser Gelegenheit ausgeschlossen oder behandelt. Mehr unter Kitten Krankheiten.
Das Standard-Impfschema in Österreich und Deutschland sieht eine Grundimmunisierung im Alter von acht und zwölf Wochen vor, gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und je nach Lebensumständen Tollwut sowie Leukose. Eine Auffrischung erfolgt mit fünfzehn bis sechzehn Wochen und danach im jährlichen Rhythmus. Bei reiner Wohnungshaltung kann das Schema individualisiert werden, sprich das offen mit der Tierarztpraxis ab. Wenn dein Kitten Freigänger werden soll, lies Freigänger-Katze impfen.
Eine Kastration erfolgt in der Regel zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat, sowohl bei Kater als auch bei Kätzin. In Österreich ist die Kastration für Freigänger gesetzlich verpflichtend, in Deutschland regional unterschiedlich. Die Kosten liegen je nach Region bei 80 bis 150 Euro für einen Kater und 130 bis 250 Euro für eine Kätzin. Mehr Hintergrund findest du beim Sozialisierungs-Thema in Kitten sozialisieren und beim Beißverhalten in Kitten beißt.
Was kostet die Kitten Erstausstattung in Österreich und Deutschland?
Die Erstausstattung kostet in Österreich und Deutschland zwischen 250 und 600 Euro, je nach Qualität und Anzahl der Anschaffungen. Eine günstige Grundausstattung mit zwei Katzentoiletten, Streu, Kratzbaum, Transportbox, Näpfen, Spielzeug, Schlafplatz und einer Wochenration Futter liegt bei rund 250 bis 350 Euro. Eine hochwertigere Variante mit Designer-Möbel, Trinkbrunnen, automatischer Toilette und Premium-Futter kommt schnell auf 600 bis 900 Euro.
Konkrete Richtwerte für 2025 und 2026: Katzentoilette 15 bis 50 Euro, hochwertiges Streu pro Sack 10 bis 25 Euro, Kratzbaum 80 bis 250 Euro, Transportbox 35 bis 80 Euro, Näpfe und Trinkbrunnen 30 bis 70 Euro, Spielzeug-Grundset 25 bis 60 Euro, weiches Schlafkörbchen 20 bis 50 Euro. Hinzu kommen die Tierarztkosten für die Erstuntersuchung mit Bluttest, Wurmkur und Impfungen, etwa 100 bis 200 Euro im ersten Halbjahr.
Eine Katzenkrankenversicherung ist für ein Kitten besonders günstig und sinnvoll abzuschließen, weil Vorerkrankungen noch nicht bestehen. Eine OP-Versicherung kostet je nach Anbieter 8 bis 25 Euro pro Monat, eine Vollversicherung 25 bis 60 Euro. Berücksichtige bei der Budgetplanung auch die laufenden Kosten ab dem zweiten Monat, also Futter, Streu, Vorsorge und ergänzende Spielmaterialien. Sie liegen für eine erwachsene Wohnungskatze bei 50 bis 120 Euro pro Monat.
Wie machst du die Wohnung kitten-sicher?
Bevor dein Kitten einzieht, gehst du jeden Raum auf den Knien durch und überprüfst Gefahrenquellen. Lose Kabel sicherst du mit Kabelschutz oder versteckst sie hinter Möbeln, denn Kittens beißen gerne in alles, was sich bewegt. Giftige Zimmerpflanzen wie Lilien, Efeu, Aloe Vera, Dieffenbachie oder Oleander gehören aus der Wohnung. Lilien sind für Katzen besonders gefährlich, schon der Pollen oder das Wasser aus der Vase kann schweres Nierenversagen auslösen, lies dazu Lilien giftig für Katzen.
Fenster und Balkone sind die häufigste Unfallursache. Kippfenster sind tödlich, denn Kittens versuchen den Spalt zu durchqueren und werden eingeklemmt. Sichere Kippfenster mit speziellen Schutzgittern oder lass sie geschlossen, wenn dein Kitten unbeaufsichtigt ist. Balkone bekommen ein engmaschiges Netz, das auch ausgewachsene Katzen nicht überklettern oder durchspringen können. Mehr in Balkon katzensicher und Wohnung katzensicher.
Kleine Gegenstände, an denen sich dein Kitten verschlucken kann, wie Hairtie, Knöpfe, Schmuck oder Münzen, gehören aus dem Bodenbereich. Auch Putzmittel, Medikamente, ätherische Öle und Wasch-Pods sind Gift, sie gehören in verschlossene Schränke. Eine kleine Checkliste vor dem Einzug ist Gold wert.
Tierärztlicher Blick
Aus tierärztlicher Sicht sind drei Punkte in der Kitten-Phase besonders wichtig. Erstens, das frühzeitige Üben von Berührungen am Maul, an den Ohren, an den Pfoten und am Bauch. Ein Kitten, das diese Berührungen ruhig kennt, lässt sich auch im Erwachsenenalter ohne Sedierung untersuchen, was Stress, Kosten und Risiken erheblich senkt. Zweitens, die regelmäßige Gewichtskontrolle. Wiege dein Kitten alle zwei Wochen auf einer Babywaage oder in der Tierarztpraxis und protokolliere die Werte. Ein stagnierendes oder fallendes Gewicht ist immer ein Warnzeichen. Drittens, das Maulkorb- und Transportbox-Training. Beide gehören in die Welpen- und Kittenausstattung jeder Katze, damit Notfallfahrten in die Klinik ohne zusätzliche Aufregung möglich sind. Eine Liste empfohlener Praxen findest du in unserem Tierarzt-Verzeichnis. Aus medizinischer Sicht ist außerdem eine frühzeitige Mikrochip-Identifikation wichtig, denn auch eine reine Wohnungskatze kann durch ein offenes Fenster oder eine offene Tür entwischen. Eine Mikrochipnummer mit Eintrag in die Heimtierdatenbank kostet je nach Praxis 30 bis 60 Euro und ist die einzige zuverlässige Methode zur späteren Wiedervereinigung. In Wien ist die Chip-Pflicht für Hunde gesetzlich verankert, bei Katzen zumindest dringend empfohlen.
FAQ zur Kitten Grundausstattung
Was brauche ich am ersten Tag mit Kitten?
Mindestens zwei Katzentoiletten, klumpendes Streu ohne Duftzusätze, eine Transportbox, Näpfe für Wasser und Futter, das gewohnte Futter aus dem Tierheim oder vom Züchter, ein Schlafplatz, ein einfacher Kratzbaum und ein Spielzeug. Der erste Tierarzttermin sollte schon vereinbart sein.
Wie viele Katzentoiletten brauche ich?
Pro Katze plus eins, also bei einem Kitten zwei Toiletten in verschiedenen Räumen. Bei zwei Katzen drei Toiletten. Diese Regel gilt lebenslang und beugt Unsauberkeit vor.
Welches Futter ist für Kitten am besten?
Hochwertiges spezielles Kittenfutter mit hohem Eiweißanteil, ergänzendes Calcium-Phosphor-Verhältnis und essenziellen Aminosäuren wie Taurin. Idealerweise Nassfutter als Hauptkomponente plus Trockenfutter als Ergänzung. Vermeide Kuhmilch und Tischreste.
Wann ist der erste Tierarzttermin?
Innerhalb der ersten Tage nach Einzug. Der Tierarzt prüft den Allgemeinzustand, schließt häufige Kitten-Krankheiten wie Giardien aus, bespricht den Impfplan, die Entwurmung und gegebenenfalls die Floh- und Milbenbehandlung.
Was kostet die Erstausstattung in Österreich und Deutschland?
Eine solide Grundausstattung kostet 250 bis 600 Euro, je nach Qualität. Hinzu kommen rund 100 bis 200 Euro im ersten Halbjahr für Tierarzt, Impfungen und Wurmkur. Laufende Kosten ab dem zweiten Monat liegen bei 50 bis 120 Euro pro Monat für Futter, Streu und Vorsorge.
Soll ich ein zweites Kitten dazu nehmen?
Bei reiner Wohnungshaltung ist eine Doppel-Adoption von Anfang an meist die bessere Variante, denn Kittens lernen voneinander Sozialverhalten und Spielregeln. Mehr Hintergrund in unserem Artikel zu zwei Kitten halten sowie zur sanften Kitten Zusammenführung bei späterer Erweiterung.
Was tue ich, wenn mein Kitten nachts schreit?
Schreien in den ersten Tagen ist meist Trennungsstress vom Wurfgeschwister oder vom vertrauten Heim. Biete eine Wärmequelle wie eine warme Wärmflasche unter dem Tuch, ein leise tickender Wecker als Herzschlag-Ersatz und einen ruhigen Schlafplatz in deiner Nähe. Mehr in unserem Artikel zu Kitten schreit nachts.
Quellen
Hol dir deinen persönlichen Bereich mit gespeicherten Beiträgen, Empfehlungen und Tierarzt-Terminen.
Mein go4vet kostenlos starten