Welpenfutter-Phasenplaner — die richtige Ernährung von Woche 8 bis 18 Monate
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Ein Welpe wächst in den ersten 12 Monaten so schnell wie nie wieder in seinem Leben, und genau in dieser Phase entscheidet das Futter darüber, ob er später kerngesund auf vier Pfoten steht oder mit Gelenkproblemen, Allergien und über- oder Untergewicht kämpft. Die größte Falle dabei: viele Halter füttern den Welpen wie einen kleinen Erwachsenen Hund, kaufen ein einziges Futter für die ganze Welpenzeit oder verlassen sich auf das, was der Züchter mitgegeben hat, auch wenn der Welpe längst in einer anderen Wachstumsphase ist.
Der Welpenfutter-Phasenplaner führt dich durch die fünf Entscheidenden Lebensabschnitte vom Absetzalter bis zum ausgewachsenen Junghund. du gibst Rasse, Größenklasse, Gewicht und Besonderheiten ein und Erhältst eine konkrete Fütterungsstrategie mit Produktvorschlägen, Tagesmenge in Gramm und dem richtigen Umstellungszeitpunkt. Dieser Artikel erklärt dir die Logik hinter dem Plan und beantwortet die Fragen, die Ein Tierarzt in der Welpensprechstunde am häufigsten hört.
Phasenplaner Starten
Fülle die Felder aus und du bekommst sofort einen Plan für die nächsten Wochen. Der Planer berücksichtigt Rasse, Gewicht, Alter, Größenklasse und besondere Bedürfnisse und schlägt konkrete Produkte aus dem Sortiment der großen Hersteller vor.

Warum ein Phasenplan und kein Einheitsfutter
Ein Chihuahua-Welpe ist mit zehn Monaten ausgewachsen, eine Deutsche Dogge wächst bis zu zwei Jahre. Ein Junger Labrador legt zwischen Woche acht und sechs Monaten den größten Teil seiner Muskelmasse zu, ein Malteser ist in der gleichen Zeit längst durch die schnellste Wachstumsphase. Wenn du beide Hunde mit dem gleichen Futter ernährst, bekommt der Eine zu viele Kalorien und der andere zu wenig Calcium für seinen Knochenaufbau. Genau deshalb funktioniert ein Einheitsfutter für alle Welpen nicht.
Der Wissenschaftliche Kern liegt im Calcium-Phosphor-Verhältnis und in der Energiedichte. Studien der WSAVA und der FEDIAF zeigen, dass großwüchsige Welpen, die zu viel Calcium oder zu viel Energie aufnehmen, ein Deutlich höheres Risiko für Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie und Osteochondrose haben. Die Knorpel verknöchern dann zu langsam, während das Körpergewicht zu schnell zunimmt. Bei kleinen Rassen ist das Risiko anders: zu wenig Energie pro Mahlzeit führt zu Unterzuckerung, weil der Magen einfach zu klein ist, um den Tagesbedarf in zwei Mahlzeiten unterzubringen.
Ein Phasenplan löst das, weil er drei Dinge gleichzeitig anpasst: erstens die Nährstoffdichte (mehr Energie pro Gramm bei kleinen Rassen, weniger Bei Riesenrassen), zweitens den Proteingehalt (höher in der Wachstumsphase, niedriger im Übergang zum Adulthund), drittens das Calcium-Phosphor-Verhältnis (strenger kontrolliert bei Maxi und Giant). Genau diese drei Stellschrauben verändert der Planer für dich.
Die fünf Phasen der Welpenernährung
Phase eins: Absetzalter, Woche acht Bis zwölf (Mother & Babydog)
In dieser Phase verlässt der Welpe gerade die Mutter und sein Verdauungssystem ist noch im umbau. Er produziert kaum laktase, also kann er Kuhmilch nicht verdauen. Das Futter muss extrem fein gemahlen, hochverdaulich und energiedicht sein, weil der Magen klein ist. Produkte wie Royal Canin Mini starter Mother & Babydog oder Hill’s Puppy Small breed sind speziell für diese Phase formuliert. Typische Tagesmenge: drei Bis vier kleine Mahlzeiten, oft eingeweicht. Wer den Welpen in dieser Phase auf Trockenfutter ohne einweichen umstellt, riskiert Magen-Darm-Probleme und schlechtes Körpergewicht.
Phase zwei: zwölf Wochen bis vier Monate (Puppy)
Jetzt explodiert das Wachstum. Ein Labrador legt in dieser Zeit pro Woche bis zu einem Kilogramm zu, ein Chihuahua dagegen vielleicht 50 Gramm. Das Futter muss klar zwischen Rasseklassen unterscheiden. Kleine Rassen brauchen jetzt ein Mini-Puppy-Futter mit hoher energiedichte und kleinen Kibbles, große Rassen ein Maxi-Puppy mit kontrolliertem Calcium und mäßiger Energie. Vier Mahlzeiten pro Tag sind die Regel, ab Woche 16 kann auf drei Mahlzeiten reduziert werden. Die Tagesmenge berechnen ist hier besonders wichtig, weil unter- oder Überfütterung in dieser Phase langfristige Folgen hat.
Phase drei: vier Bis sechs Monate (Junior klein, Puppy groß)
Kleine Rassen sind jetzt in der Zielgeraden des Wachstums, ihre Knochen verfestigen sich. Großwüchsige Rassen sind dagegen noch mittendrin und besonders empfindlich. Der Zahnwechsel beginnt, was viele Welpen kurzzeitig fressunlustig macht. Wenn dein Hund in dieser Phase plötzlich weniger Frisst, prüfe das Maul, bevor du das Futter wechselst, meistens ist es einfach ein Lockerer Milchzahn. Ab jetzt drei Mahlzeiten pro Tag, große Rassen weiter mit Puppy Maxi, kleine bereits mit Junior Mini oder Light Puppy.
Phase vier: sechs Bis zwölf Monate (Junior bis fast Adult)
Kleine Rassen erreichen ihr Endgewicht und können auf Adult-Futter umgestellt werden, oft schon ab Monat zehn. Mittelgroße Rassen wie Border Collie oder Cocker Spaniel sollten erst mit zwölf Monaten wechseln. Großwüchsige Rassen bleiben weiter auf Puppy Maxi oder wechseln auf Junior Maxi. Die häufigste Gefahr in dieser Phase: zu früher Wechsel auf Adult-Futter, weil der Hund schon „groß aussieht“. Das Skelett ist aber noch nicht fertig. Bei zwei Mahlzeiten pro Tag bleibt es jetzt.
Phase fünf: zwölf Bis 18 Monate (Übergang zum Adulthund)
Nur große und sehr große Rassen sind jetzt noch im Übergang. Ein Bernhardiner oder eine Dogge braucht teilweise bis zum 24. Monat ein Angepasstes Futter. Der Wechsel auf Adult sollte immer schrittweise über zehn Bis 14 Tage Erfolgen, sonst gibt es Durchfall. Ein guter Indikator: wenn dein Welpe seit sechs Wochen keinen Zentimeter mehr in der Schulterhöhe zugelegt hat und sein Gewicht stabil bleibt, ist er körperlich erwachsen.
Mini, Medium, Maxi, Giant: warum die Größenklasse alles entscheidet
Jede Futtermarke kategorisiert nach erwartetem Endgewicht des Hundes. Das ist Die wichtigste angabe im Planer.
Mini (bis zehn Kilo Endgewicht)
Chihuahua, Malteser, Yorkshire terrier, Zwergpinscher. Diese Welpen brauchen energiedichtes Futter mit kleinen Kibbles, weil ihr Kiefer klein ist und ihr Stoffwechsel hoch. Typische Marken: Royal Canin x-Small Puppy oder Mini Puppy, Hill’s Puppy Small breed, Eukanuba Puppy Small breed. Tagesmenge schwankt zwischen 60 und 180 Gramm je nach Alter. Drei Bis vier Mahlzeiten lange beibehalten, weil der kleine Magen Unterzuckerung begünstigt.
Medium (elf Bis 25 Kilo Endgewicht)
Border Collie, beagle, Cocker Spaniel, Australian Shepherd. Medium-Puppy-Futter ist meist die Solideste Wahl. Royal Canin Medium Puppy, Hill’s Puppy Medium, Eukanuba Puppy Medium. Tagesmenge ab vier Monaten typisch zwischen 200 und 400 Gramm. Ab Monat zwölf Wechsel auf Adult.
Maxi (26 bis 44 Kilo Endgewicht)
Labrador, Golden Retriever, deutscher Schäferhund, Rhodesian Ridgeback. Großwüchsige Welpen haben das höchste Risiko für Gelenkprobleme. Das Futter muss kontrolliertes Calcium (1,1 bis 1,3 Prozent), moderate Energie und l-Carnitin enthalten. Royal Canin Maxi Puppy, Hill’s Puppy Large breed, Eukanuba Puppy Large breed. Wechsel auf Adult frühestens mit 15 Monaten.
Giant (über 44 Kilo Endgewicht)
Dogge, Bernhardiner, neufundländer, Leonberger, irish Wolfhound. Extrem strenge Kontrolle des Calcium-Phosphor-verhältnisses, sehr moderate energiedichte. Royal Canin Giant Puppy oder Royal Canin Giant Junior, Hill’s Puppy Large breed eignet sich auch. Wechsel auf Adult erst mit 18 bis 24 Monaten. Nie freie Fütterung, immer abgewogene Portionen.
Trockenfutter, Nassfutter, Mischfütterung: was passt für Welpen
Jede Der drei Fütterungsformen hat eine Berechtigung, und keine ist Generell besser. Wer das Versteht, wählt entspannter und macht weniger Fehler.
Trockenfutter. Energiedicht, lange haltbar, günstig pro Kalorie, vorteilhaft für die Zahnreinigung durch den Abrieb beim kauen. Nachteil: niedriger Feuchtigkeitsgehalt (meist unter zehn Prozent), deshalb muss der Welpe zusätzlich genug trinken. Trockenfutter ist die Meistverkaufte Form, weil sie alltagstauglich ist. Wichtig: lagere das Futter trocken und luftdicht, sonst oxidieren die Fettsäuren und die Energiedichte sinkt.
Nassfutter. 70 Bis 80 Prozent Feuchtigkeit, oft besser akzeptiert von wählerischen Welpen, höhere Fleischanteile in vielen Rezepturen. Nachteil: höhere kosten pro Kalorie, nach Öffnung schnell verderblich, nicht zahnputzend. Besonders sinnvoll bei Welpen, die Wenig trinken, im Sommer, oder als belohnungselement zur Abwechslung.
Mischfütterung. Zum Beispiel zwei Mahlzeiten trocken, eine Nass. Kombiniert die Vorteile, vermeidet Einseitigkeit. Wichtig: nicht beide Rationen voll geben, sondern aufteilen. Die Packungen mancher Hersteller (Royal Canin, Hill’s, Eukanuba) haben Tabellen für Mischfütterung.
BARF und selbstgekochte Rationen. Möglich, aber nur mit professioneller Rationsberechnung durch eine Ernährungsfachkraft. Die Selbstständige Zusammenstellung ist bei Welpen besonders riskant, weil das Wachstum spezifische Anforderungen an Calcium, Phosphor, Jod und Vitamin d stellt.
Häufige Fehler in der Welpenernährung
Überfütterung mit guter Absicht. Ein Welpe, der Bettelt, wirkt hungrig. Trotzdem ist das fast immer erlerntes Verhalten und nicht echter Hunger. Wenn du den Welpen leicht übergewichtig fütterst, beschleunigt das Seine Wachstumskurve, und das ist Gerade bei großen Rassen schädlich. Orientiere dich an der Herstellerangabe und am Body Condition Score, nicht am hundeblick.
Zu früher Wechsel auf Adult-Futter. Der häufigste Fehler bei Medium- und Maxi-Rassen. Ein Labrador sieht mit zehn Monaten oft schon erwachsen aus, sein Skelett ist es nicht. Wer jetzt auf Adult wechselt, entzieht dem Hund Nährstoffe, die er noch braucht.
Calcium-zugabe „weil große Hunde viel Knochen brauchen“. Falsch. Zusätzliches Calcium aus knochenmehl, eierschalen oder kaltgepressten Ergänzungen kann das Fertig formulierte Verhältnis kippen und zu Osteochondrose führen. Ein Hochwertiges Welpenfutter braucht keinen Calcium-Zusatz.
häufiger Futterwechsel ohne Grund. Jeder Marken- und Sortenwechsel belastet den Verdauungstrakt. Wenn das Futter passt und der Welpe gut zunimmt, bleib dabei. Ausnahmen sind nur die Phasenwechsel oder echte Unverträglichkeiten.
BARF für Welpen ohne Ration Plan. Rohfütterung ist möglich, aber nur mit erstellter Rationsberechnung durch eine Spezialistin oder einen Spezialisten für Tierernährung. Eine selbst Zusammengestellte BARF-Ration deckt selten alle Nährstoffe ab und führt bei Welpen schnell zu Mangelerscheinungen.
Kuhmilch als Belohnung. Die meisten Welpen können die Laktose nicht Verwerten. Das endet in Durchfall. Wenn du flüssige Belohnung willst, nutze ungesüßten Welpen-aufzuchtmilchersatz wie Royal Canin Babydog milk.
Futterumstellung: wann und wie wechseln
Jeder Phasenwechsel und jeder Markenwechsel erfordert eine Gleitende Umstellung über sieben Bis 14 Tage. Das Mikrobiom im Darm braucht Zeit, um sich auf neue Protein- und kohlenhydratquellen Einzustellen. Wer abrupt wechselt, riskiert Durchfall, Blähungen und Appetitlosigkeit.
So läuft die Umstellung sauber ab. Tag eins Bis drei: 75 Prozent altes Futter, 25 Prozent neues Futter. Tag vier Bis sechs: 50/50. Tag sieben Bis neun: 25 Prozent alt, 75 Prozent neu. Ab Tag zehn: 100 Prozent neues Futter. Bei Welpen mit empfindlichem Magen verlängere die Phasen jeweils auf vier Bis fünf Tage.
Zeichen einer guten Umstellung: Kotqualität bleibt fest, der Welpe frisst die neuen Mahlzeiten ohne zögern, kein Sichtbares Unwohlsein. Zeichen einer Problematischen Umstellung: weicher Kot ab Tag drei, Blähungen, gelegentliches Erbrechen. Dann zurück eine Stufe und langsamer fortsetzen, oder den Wechsel ganz pausieren und in zwei Wochen neu beginnen.
Welpe und Wasser: oft unterschätzt
Ein Welpe trinkt rund 50 bis 100 Milliliter Wasser pro Kilo Körpergewicht und Tag, abhängig von temperatur, Aktivität und Futterart (bei Trockenfutter mehr, bei Nassfutter weniger). Wenn dein Welpe deutlich weniger Trinkt als die Ration plus normale Verdunstung, kann das auf Einen Verschluckten fremdkörper, eine Entzündung im Maul oder eine Harnwegsinfektion Hinweisen.
Tipps zur Trinkmenge: zwei Näpfe an unterschiedlichen orten anbieten, Wasser täglich frisch wechseln, im Sommer mehrmals täglich auffüllen, bei reinem Trockenfutter zusätzlich nasses element (Nassfutter oder eingeweichte Kibbles) anbieten. Unterwegs immer Wasser dabei haben, gerade in der Prägephase, weil die Welpen draußen schnell überhitzen.
Fünf Anwendungsfälle aus der Praxis
Der Mini-mix-Welpe. du hast einen Mischlingswelpen aus dem Tierschutz, voraussichtliches Endgewicht acht Kilo. Der Planer schickt dich auf den Mini-Pfad mit Royal Canin Mini Puppy oder Hill’s Puppy Small breed. Tagesmenge etwa 100 Gramm bei 16 Wochen, drei Mahlzeiten.
Der Großwüchsige Hund. Labrador-Welpe mit 14 Wochen, Prognose 32 Kilo. Maxi-Pfad, Royal Canin Maxi Puppy, kontrolliertes Calcium, vier Mahlzeiten bis Monat sechs, dann drei. Wechsel auf Adult erst mit 15 Monaten.
Der Empfindliche Magen. Ein Border Collie-Welpe mit häufigem weichen Kot wird vom Planer auf Sensitive-Pfade geleitet, etwa Royal Canin Medium Puppy mit Prebiotika oder Hill’s Puppy Sensitive stomach. Begleitend Prüfung durch Tierarzt empfohlen.
Der Allergie-Verdacht. Ein Westie mit Juckreiz und Ohrenentzündungen bekommt eine Ausschlussdiät vorgeschlagen, etwa Royal Canin Puppy Hypoallergenic oder Hill’s z/d Puppy. Parallel Diagnostik durch Tierarzt.
Der Dünne Welpe. Ein Welpe mit Body Condition Score drei (zu dünn) bekommt eine Erhöhte Tagesmenge plus energiedichteres Futter und viermalige Fütterung, kombiniert mit Kontrolle auf Parasiten und Untersuchung beim Tierarzt.
Was kostet Welpenfutter pro Monat
Die monatlichen Futterkosten hängen primär von der Größenklasse und der Futtermarke ab. Realistische Werte für österreichische und deutsche märkte (Stand 2026):
- ✓ Mini-Puppy: 25 bis 45 Euro pro Monat. Royal Canin x-Small Puppy oder Hill’s Puppy Small breed liegen am oberen Ende, Eukanuba Puppy Small oder Josera Mini Junior etwas darunter.
- ✓ Medium-Puppy: 45 bis 80 Euro pro Monat. Royal Canin Medium Puppy oder Hill’s Puppy Medium kosten etwa 65 bis 80 Euro, mittelpreissegment 45 bis 65.
- ✓ Maxi-Puppy: 80 bis 140 Euro pro Monat. Labrador, golden, Schäferhund verbrauchen pro Tag 350 bis 500 Gramm, das macht 11 bis 15 Kilo pro Monat.
- ✓ Giant-Puppy: 130 bis 220 Euro pro Monat. Dogge, Bernhardiner, Kangal kommen pro Tag auf 600 bis 900 Gramm, das macht bis zu 27 Kilo pro Monat.
Tierärztliche Diätfutter (Hypoallergenic, gastrointestinal) kosten in der Regel 20 bis 40 Prozent mehr als das Vergleichbare Standardfutter derselben Marke. Wenn dein Welpe eine Allergie hat, plane das Ins Monatsbudget ein.

Häufige Fragen (FAQ)
Welpenfütterung in den ersten 48 Stunden im neuen zuhause
Der Einzug in das neue Zuhause ist für jeden Welpen ein Massiver Stressfaktor. Trennung von Mutter und wurfgeschwistern, neue Gerüche, fremde Menschen, andere Geräusche. Dieser Stress wirkt direkt auf den Darm, und ein erfahrener Züchter wird dir deshalb vom Züchter-Futter eine 14-Tage-tüte mitgeben.
So vermeidest du die häufigsten Fehler in den ersten zwei Tagen. Erstens: füttere die ersten drei Bis vier Tage exakt das Futter weiter, das Der Züchter gegeben hat, auch wenn du eigentlich auf eine andere Marke wechseln willst. Zweitens: gib kleine Portionen, vier Mal pro Tag, in einem Ruhigen Raum ohne Kinder oder andere Haustiere. Drittens: lasse den Welpen zehn Bis 15 Minuten in Ruhe fressen, wenn er nichts oder nur wenig frisst, nimm den Napf weg und biete in zwei Stunden erneut an.
Nach drei Bis fünf Tagen, wenn der Welpe sich eingelebt hat, kannst du langsam mit der Umstellung auf dein Wunschfutter beginnen. Die Umstellung verläuft dann sauber und ohne die typischen zwei-Tage-Durchfälle, die viele Halter aus der ersten Woche kennen.
Welpe und Körpergewicht: das Verhältnis zur Erwartung
Das Voraussichtliche Endgewicht ist bei reinrassigen Welpen meist gut prognostizierbar (vater- und Muttergewicht durchschnitt). Bei Mischlingswelpen ist die Schätzung schwieriger, aber zwei Faustregeln helfen:
Verdopplungsregel. Ein Welpe mit zehn Kilo Gewicht im Alter von vier Monaten wird etwa 22 bis 28 Kilo als Adulthund. Bei sechs Monaten gilt: aktuelles Gewicht mal zwei Minus rund zwei Kilo ergibt das Endgewicht.
Pfotengröße. Große Pfoten relativ zum aktuellen Körper deuten auf weiteres Wachstum, kompakte Pfoten signalisieren, dass der Welpe nahe am Endgewicht ist. Die Methode ist nicht exakt, hilft aber als grobe Einordnung beim Mischlingswelpen.
Die Genaue Prognose liefert der Phasenplaner, wenn du Rasse Beziehungsweise mischtyp und aktuelles Gewicht eingibst.
Versicherung gegen Welpen-Risiken
Welpen sind unfallhäufig. Eine Verschluckte socke, ein Sprung von der Treppe, eine Magendrehung bei großwüchsigen Rassen, eine einzige Operation kostet schnell zwischen 1.500 und 4.500 Euro. Eine Tierkrankenversicherung für Welpen ist günstiger als für ältere Hunde, weil noch keine Vorerkrankungen dokumentiert sind. Nutze den Tierversicherungs-Finder, um den Passenden Tarif zu finden, oder den Tierversicherungs-Vergleich, wenn du selbst zwei oder drei Tarife Gegenüberstellen willst.
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Welpenfütterung und das Risiko der falschen Empfehlungen aus dem Netz
Fütterungsempfehlungen kursieren in foren, social media und Produktbeschreibungen oft auf einem Niveau, das für Erwachsene Hunde halbwegs unkritisch ist, für Welpen aber gefährlich werden kann. Die häufigsten Netz-Mythen, die du nicht übernehmen solltest:
„Getreidefrei ist gesünder.“ getreidefreies Futter ist ein Marketingversprechen, kein Wissenschaftlich gesicherter Vorteil. Studien haben sogar gezeigt, dass manche Getreidefreie Futter mit hohem hülsenfrucht-Anteil mit der Entwicklung einer Dilatativen Kardiomyopathie in Verbindung gebracht werden (FDA-Untersuchung in den USA seit 2018). Für Welpen gilt: ein Hochwertiges Futter mit Reis, gerste oder hafer ist meist die Solidere Wahl als ein Getreidefreies Premium-Produkt.
„Rohfütterung ist artgerechter.“ der Wolf wird oft als Argument bemüht. Der Wolf erreicht in freier wildbahn ein Durchschnittsalter von vier Bis fünf Jahren, der Haushund dagegen 12 bis 14. „Artgerecht“ wie der Wolf zu fressen ist also nicht zwingend gesünder. Rohfütterung kann funktionieren, aber nur mit professioneller Rationsberechnung, vor allem Bei Welpen, deren Wachstum keine Experimente verträgt.
„Höherer Fleischanteil ist immer besser.“ nein. Zu hohe Proteinmengen ohne abgestimmtes mineralprofil führen zu Nierenbelastung und im wachstumsstadium zu Calcium-imbalance. Ein Medium-Puppy-Futter mit 27 bis 30 Prozent rohprotein ist optimal, höhere Werte sind nicht automatisch besser.
Quellen
- FEDIAF Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, Ausgabe 2024, europeanpetfood.org (Zugriff 7.5.2026)
- WSAVA Global Nutrition Committee, recommendations on selecting Pet Foods, WSAVA.Org (Zugriff 7.5.2026)
- AAFCO Nutrient Profiles for Dogs, Edition 2024, AAFCO.Org (Zugriff 7.5.2026)
- Österreichische Tierärztekammer, Ernährung von Welpen, tieraerztekammer.at (Zugriff 7.5.2026)
- Hawthorne AJ et al., growth rates in Puppies, Journal of Nutrition 2004, peer-reviewed Studie zur Wachstumskurve
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- → Wieviel Futter braucht mein Welpe? Tagesmenge berechnen
- → Großwüchsige Welpen: warum Maxi/Giant-Rassen anders gefüttert werden
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