Bandscheibenvorfall beim Hund

Kurz zusammengefasst

  • Bandscheibenvorfall beim Hund: Ein Bandscheibenvorfall bei Hunden führt zu Schmerzen, Lähmungen und Beeinträchtigungen durch Verletzungen der Bandscheiben zwischen den Wirbeln.
  • Gefährliche Auswirkungen: Ein Bandscheibenvorfall kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, darunter Schmerzen, Lähmungen und in schweren Fällen sogar Tetraplegie.
  • Häufigkeit, Symptome und Behandlung: Bandscheibenvorfälle sind bei Hunden häufig, vor allem bei bestimmten Rassen. Symptome umfassen Schmerzen, Lahmheit und Koordinationsverlust. Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchungen, Röntgen, MRT oder CT. Die Behandlung kann konservativ oder operativ sein, und die Prognose hängt von der rechtzeitigen Diagnose und Behandlung ab. Vorbeugung beinhaltet Bewegung, Gewichtskontrolle und eine gesunde Ernährung.

Prüfung / Online Redaktion

Nadja Sukalia
Online Redaktion

Ein Bandscheibenvorfall beim Hund ist eine Verletzung der zwischen den Wirbeln liegenden Bandscheiben, die zu Schmerzen, Lähmungen und Beeinträchtigungen führen kann. Es ist eine häufige Ursache für Rückenschmerzen und neurologische Probleme beim Hund.

Wie gefährlich ist ein Bandscheibenvorfall für einen Hund?

Ein Bandscheibenvorfall beim Hund kann ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit und Mobilität des Tieres haben. Wenn eine Bandscheibe gequetscht wird, kann es zu Schmerzen und Lähmungen kommen, je nachdem, welche Teile des Rückens betroffen sind. In schweren Fällen kann ein Bandscheibenvorfall zu einer chronischen Beeinträchtigung oder sogar zur Tetraplegie (Lähmung von Armen und Beinen) führen. Es ist daher wichtig, dass Hundebesitzer einen Bandscheibenvorfall bei ihrem Tier frühzeitig erkennen und behandeln lassen.

Wie häufig kommt ein Bandscheibenvorfall bei Hunden vor?

Bandscheibenvorfälle sind bei Hunden recht häufig. Es wird geschätzt, dass etwa 25% der Hunde im Laufe ihres Lebens einen Bandscheibenvorfall erleiden werden. Einige Rassen, wie Dackel, Chihuahuas, Pudel und französische Bulldoggen, haben ein erhöhtes Risiko für diese Bedingung.

Ältere Hunde und jene mit Übergewicht haben auch ein höheres Risiko für einen Bandscheibenvorfall. Es ist wichtig, dass Hunde regelmäßig von einem Tierarzt überprüft werden, um gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wie verläuft ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund?

Ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund kann plötzlich oder allmählich auftreten und verläuft in den meisten Fällen folgendermaßen:

  • Ein Teil einer Bandscheibe, die den Abstand zwischen den Wirbeln aufrechterhält, rutscht aus der normalen Position und drückt auf das Rückenmark oder die nahegelegenen Nerven.
  • Dies kann zu Schmerzen, Unbehagen, Lahmheit, Verlust der Koordination oder sogar zur Inkontinenz führen.
  • Wenn der Vorfall nicht behandelt wird, kann es zu dauerhaften Schäden führen.

Welche Ursachen gibt es für einen Bandscheibenvorfall beim Hund?

Ursachen für einen Bandscheibenvorfall bei Hunden können sein:

  • Alter und Abnutzung
  • Übergewicht
  • Überlastung und Verletzungen durch Sport oder hohe körperliche Aktivität
  • Rassenbedingte Anfälligkeit (z.B. Dackel, Schäferhunde, Pudel)
  • Veranlagung (genetische Faktoren)
  • Entzündliche Erkrankungen des Rückgrats.

Welche Symptome gibt es bei einem Bandscheibenvorfall beim Hund?

Ein Bandscheibenvorfall beim Hund kann folgende Symptome verursachen:

  • Schmerzen
  • Lahmheit oder Inkontinenz
  • Empfindlichkeit oder Unruhe im betroffenen Bereich
  • Taumeln oder Stolpern
  • Verlust der normalen Reflexe oder der Muskelkraft

Es ist wichtig, dass ein Hund mit diesen Symptomen von einem Tierarzt untersucht wird, um eine sichere Diagnose zu stellen und eine angemessene Behandlung zu empfehlen.

Wie erkennt man einen Bandscheibenvorfall beim Hund?

Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls bei einem Hund können sein:

  • Schmerzen oder Unbehagen beim Bewegen
  • Lahmheit oder Schwerfälligkeit auf einer oder mehreren Gliedmaßen
  • Verlust der Koordination oder der Fähigkeit zu springen
  • Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle
  • Veränderungen im Verhalten, wie Apathie oder Reizbarkeit

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei Ihrem Hund bemerken, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen, um eine gründliche Diagnostik und Behandlung zu gewährleisten.

Wie wird ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund diagnostiziert?

Ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund kann durch folgende Diagnostikverfahren diagnostiziert werden:

  • körperliche Untersuchung
  • Röntgenaufnahmen
  • MRT oder CT
  • Myelographie

 

Wie wird ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund behandelt?

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bei einem Hund hängt von der Schwere der Verletzung und den Symptomen ab. Mögliche Behandlungsoptionen können sein:

  • Konservative Behandlung: Schmerzmedikation, physiotherapeutische Übungen, Veränderungen im Alltag des Hundes (z.B. Einschränkung der Aktivitäten)
  • Operation: In schweren Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um den Druck auf die betroffene Stelle zu verringern und die Heilung zu beschleunigen.
  • Reha: Nach einer Operation oder einer konservativen Behandlung kann eine Rehabilitation erforderlich sein, um die Muskelkraft und die Beweglichkeit des Hundes wiederherzustellen.

Wie sieht die Prognose bei einem Bandscheibenvorfall beim Hund aus?

Die Prognose bei einem Bandscheibenvorfall bei einem Hund hängt von vielen Faktoren ab, wie der Schwere der Verletzung, dem Alter des Hundes und der rechtzeitigen Diagnostik und Behandlung. Im Allgemeinen haben Hunde mit einem früh erkannten und behandelten Bandscheibenvorfall eine gute Prognose. Je früher die Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen.

In schweren Fällen kann ein Bandscheibenvorfall jedoch zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen, die das Leben des Hundes beeinträchtigen können. Es ist daher wichtig, dass Sie einen Tierarzt aufsuchen, wenn Sie Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls bei Ihrem Hund bemerken.

Muss ein Hund bei einem Bandscheibenvorfall eingeschläfert werden?

Nicht immer muss ein Hund bei einem Bandscheibenvorfall eingeschläfert werden. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Schwere des Vorfalls, der klinischen Symptome, dem Alter des Hundes und der allgemeinen Gesundheit.

In einigen Fällen kann eine konservative Behandlung, wie Schmerzmedikamente, physiotherapeutische Übungen und Ruhe, erfolgreich sein. In schwereren Fällen kann eine Operation notwendig sein, um den Zustand des Hundes zu verbessern.

Worauf ist nach der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bei einem Hund zu achten?

Nach einer Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bei einem Hund sollten Sie folgendes beachten:

  • Schonen des Hundes: Lassen Sie Ihren Hund in den ersten Wochen nach der Behandlung viel Ruhe und Bewegung in Maßen.
  • Fütterung und Trinken: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausreichend trinkt und isst.
  • Physiotherapie: Arbeiten Sie gegebenenfalls mit Ihrem Tierarzt oder einem Tierphysiotherapeuten an einem Rehabilitationsplan für Ihren Hund.
  • Überwachung: Überwachen Sie Ihren Hund auf Anzeichen von Schmerzen oder Verschlechterung.
  • Folgeuntersuchungen: Besuchen Sie regelmäßig Ihren Tierarzt für Nachuntersuchungen und Kontrollen.

Wie kann man den Heilungsprozess bei einem Bandscheibenvorfall beim Hund unterstützen?

Um den Heilungsprozess bei einem Bandscheibenvorfall beim Hund zu unterstützen, kann Folgendes getan werden:

  • Strikte Ruhe und beschränkte Bewegung während der Heilungsphase
  • Physiotherapie und Übungen unter Aufsicht eines Tierarztes oder Tierphysiotherapeuten
  • Schmerzmanagement durch den Tierarzt
  • Geeignete Ernährung und Überwachung des Gewichts
  • Vermeidung von Aktivitäten, die den Vorfall verschlimmern können
  • Regelmäßige Überwachung durch den Tierarzt, um sicherzustellen, dass die Heilung auf dem richtigen Weg verläuft.

Wie kann man einem Bandscheibenvorfall beim Hund vorbeugen?

Ein Bandscheibenvorfall bei einem Hund kann nicht vollständig verhindert werden, aber Sie können einige Vorbeugemaßnahmen ergreifen, um das Risiko zu reduzieren:

  • Geeignete Übungen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund regelmäßig körperliche Übungen und Bewegung erhält, um die Muskeln und die Wirbelsäule zu stärken.
  • Gewicht kontrollieren: Überwachen Sie das Gewicht Ihres Hundes und stellen Sie sicher, dass er nicht übergewichtig ist, um den Druck auf die Wirbelsäule zu verringern.
  • Förderung einer gesunden Ernährung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ausgewogen und gesund ernährt wird, um seine körperliche Gesundheit zu unterstützen.

Welche Komplikationen können bei der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls beim Hund passieren?

Komplikationen bei der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bei einem Hund können sein:

  • Nervenschäden
  • Inkontinenz
  • Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen
  • Verlust der Beweglichkeit oder Koordination
  • Veränderungen im Gangbild
  • Schmerzen, die nicht auf die Behandlung ansprechen.

 

Fazit:

Zusammenfassend ist ein Bandscheibenvorfall beim Hund eine ernsthafte Erkrankung, die erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Beweglichkeit des Tieres haben kann. Sie kann zu Schmerzen, Lähmungen und neurologischen Problemen führen. Frühes Erkennen und Behandeln ist entscheidend. Während konservative Behandlungen wie Schmerzmedikation und Physiotherapie für einige Fälle ausreichen können, ist in schwereren Fällen möglicherweise eine Operation erforderlich. Rehabilitation spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Wiederherstellung der Muskelkraft und Mobilität des Hundes nach der Behandlung. Hundebesitzer sollten umgehend tierärztliche Hilfe suchen, wenn sie Symptome eines Bandscheibenvorfalls bei ihren Hunden bemerken, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Qualitätsprüfung

Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: Mai 7, 2024

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