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Gebärmutterentzündung beim Hund

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Gebärmutterentzündung beim Hund (Pyometra) ist einer der häufigsten und gefährlichsten gynäkologischen Notfälle bei intakten, also nicht kastrierten Hündinnen in Deutschland und Österreich (AT). Du solltest sie kennen, weil sie ohne sofortige Therapie zum Tod durch Sepsis führt. Klassische Patientin ist eine mittelalte bis ältere Hündin, etwa zwei bis acht Wochen nach der Läufigkeit, mit einer typischen Symptomkombination aus deutlich vermehrtem Trinken (Polydipsie), vermehrtem Urinabsatz (Polyurie), schleichender Apathie, Appetitverlust, gelegentlichem Erbrechen und einem aufgetriebenen, schmerzhaften Bauch. Bei der offenen Form siehst du eitrigen, manchmal blutig-eitrigen Ausfluss aus der Vulva. Bei der gefährlicheren geschlossenen Form fehlt der Ausfluss, weil der Gebärmutterhals verschlossen ist, und die infizierte Flüssigkeit staut sich im Uterus auf, bis er reißt und eine bakterielle Bauchfellentzündung entsteht. Eine unbehandelte Pyometra hat eine Sterblichkeit von nahezu hundert Prozent, eine rechtzeitig operierte Hündin überlebt in über fünfundneunzig Prozent der Fälle. Die Therapie der Wahl ist die notfallmäßige Ovariohysterektomie, also die operative Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter, kombiniert mit Antibiotika und intensiver Stabilisierung. Dieser Ratgeber führt dich durch Symptome, Diagnostik, Notfallmanagement, OP, Antibiose und Vorsorge. Der Inhalt ist tierärztlich überprüft.

Notfall Pyometra

Auf einen Blick: Pyometra ist ein Notfall

Pyometra (Gebärmuttervereiterung) ist ein lebensbedrohlicher Notfall bei intakten Hündinnen, meist zwei bis acht Wochen nach der Läufigkeit. Wenn deine Hündin viel trinkt, apathisch wirkt, Fieber hat oder eitrigen Vulvaausfluss zeigt, gehört sie sofort in die Klinik. Therapie der Wahl ist die notfallmäßige operative Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter. Eine unbehandelte Pyometra endet fast immer tödlich.

Was ist eine Pyometra beim Hund?

Pyometra ist eine bakterielle Eiteransammlung in der Gebärmutter einer intakten Hündin, die typischerweise als Komplikation einer hormonellen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut entsteht. Während der Läufigkeit und in den darauffolgenden Wochen ist der Hormonspiegel des Gestagens (Progesteron) hoch. Progesteron bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Trächtigkeit vor, indem es die Schleimhaut verdickt, die Drüsenproduktion steigert und den Gebärmutterhals weitgehend verschließt. Diese Bedingungen sind ideal für eine Trächtigkeit, schaffen aber gleichzeitig ein perfektes Milieu für aufsteigende Bakterien aus der Vagina, vor allem Escherichia coli, Streptokokken oder Staphylokokken.

Bei vielen älteren Hündinnen kommt es über die Jahre zu einer pathologischen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, der zystischen endometrialen Hyperplasie. Diese Vorerkrankung ist die Grundlage für die spätere Pyometra. Die zystischen Drüsen produzieren vermehrt Sekret, das sich in der hormonell weichgestellten Phase nach der Läufigkeit ansammelt und von eingewanderten Bakterien zersetzt wird. Es entsteht Eiter, der die Gebärmutter aufdehnt, die Wand verdünnt und systemische Toxine ins Blut abgibt. Im Verlauf entwickelt die Hündin eine systemische Entzündungsreaktion (SIRS), die ohne Therapie zur Sepsis und zum Multiorganversagen führt.

Tierärztinnen und Tierärzte unterscheiden zwei Formen. Bei der offenen Pyometra ist der Gebärmutterhals durchgängig, der Eiter fließt nach außen ab, und du siehst klassischen eitrigen, oft blutig-eitrigen Vulvaausfluss. Bei der geschlossenen Pyometra ist der Gebärmutterhals dicht verschlossen, der Eiter staut sich im Uterus auf, der Bauch dehnt sich auf, und die Hündin verschlechtert sich rasch. Die geschlossene Form ist deutlich gefährlicher, weil das Risiko einer Gebärmutterruptur mit nachfolgender bakterieller Peritonitis hoch ist. Ohne sofortige Notfall-OP überleben Hündinnen mit einer rupturierten Pyometra praktisch nie.

Gebärmutterentzündung beim Hund – go4vet

Welche Symptome zeigt eine Hündin mit Pyometra?

Die Symptome treten typischerweise zwei bis acht Wochen nach der letzten Läufigkeit auf, in seltenen Fällen auch später. Frühestes Zeichen ist häufig eine deutlich gesteigerte Trinkmenge mit entsprechend mehr Urinabsatz, weil bakterielle Toxine die Konzentrationsfähigkeit der Niere beeinträchtigen. Begleitend kommt schleichende Apathie, der gewohnte Spaziergangswunsch fehlt, die Hündin liegt mehr, ist still, frisst weniger oder verweigert komplett. Fieber zwischen 39,5 und 40,5 Grad Celsius ist häufig, fehlt aber in etwa einem Drittel der Fälle, was die Diagnose erschwert.

Bei der offenen Pyometra ist das eindeutigste Zeichen eitriger oder blutig-eitriger Ausfluss aus der Vulva, der oft auf der Liegedecke, am Schwanzansatz oder unter dem Bauch zu sehen ist. Manche Hündinnen reinigen sich intensiv und verbergen den Ausfluss, dann hilft ein genauer Blick auf den Vulvabereich oder ein heller Boden im Schlafplatz. Bei der geschlossenen Pyometra fehlt dieses Zeichen, dafür ist der Bauch sichtbar aufgetrieben, dehnt sich messbar und ist druckschmerzhaft. Die Hündin wirkt deutlich kränker als bei der offenen Form, mit Erbrechen, Schwäche, schwankender Gangart und im fortgeschrittenen Stadium Schock mit blassen Schleimhäuten und kaltem Bauch.

Differentialdiagnostisch wichtig sind Pseudogravidität (Scheinträchtigkeit) mit Milchproduktion und Verhaltensänderung, Dystokie (Geburtsschwierigkeiten) bei tatsächlich tragenden Hündinnen, Vaginitis, Zystitis, akute Pankreatitis, Magendrehung und Niereninsuffizienz. Wegen der Vielzahl möglicher Ursachen darf jede unklare Symptomatik bei einer intakten Hündin in den Wochen nach der Läufigkeit nie ohne gynäkologische Abklärung bleiben. Auch Erbrechen beim Hund in dieser Zeit sollte sofort tierärztlich abgeklärt werden, weil Pyometra eine wichtige Differentialdiagnose ist.

Wie wird die Pyometra diagnostiziert?

Die Diagnostik beginnt mit der gezielten Anamnese: Wann war die letzte Läufigkeit, wann der erste Symptombeginn, gibt es Vulvaausfluss, wie ist der Allgemeinzustand. In der klinischen Untersuchung fallen oft Fieber, Tachykardie, Dehydration und ein deutlich gefüllter, druckschmerzhafter Bauch auf. Im Blutbild zeigen sich klassisch eine deutliche Leukozytose mit Linksverschiebung über zwanzigtausend bis fünfzigtausend Zellen pro Mikroliter, manchmal jedoch auch eine Leukopenie bei sehr septischen Verläufen. Im biochemischen Profil sind Harnstoff, Kreatinin und manchmal Leberenzyme erhöht, oft kombiniert mit einer milden Hypokaliämie und einer metabolischen Azidose.

Der entscheidende diagnostische Schritt ist die abdominale Sonographie. Sie zeigt die deutlich vergrößerte, mit Flüssigkeit gefüllte Gebärmutter zwischen Harnblase und absteigendem Kolon, oft als geschlängelte, schlauchartige Struktur mit hypoechogenem Inhalt und gegebenenfalls schwebenden Sedimentpartikeln. Die Sensitivität der Sonographie liegt bei erfahrenen Untersucherinnen bei nahezu hundert Prozent. Röntgen kann eine vergrößerte Gebärmutter ergänzend zeigen, ist aber weniger sensitiv und dient eher zum Ausschluss einer Trächtigkeit oder von freier Bauchflüssigkeit bei Verdacht auf Ruptur.

Eine Vaginalzytologie ergänzt die Diagnose, weil sie typische Entzündungszellen, Bakterien und gelegentlich Östrogeneinflüsse zeigt. Eine bakterielle Kultur aus dem Vulvaausfluss oder intraoperativ aus dem Uterusinhalt ist zur gezielten Antibiotikaauswahl sinnvoll. In komplexen Fällen mit Verdacht auf Sepsis oder Multiorganversagen werden Blutgase, Laktat, Gerinnungsstatus und gegebenenfalls Blutkultur untersucht. Eine wohnortnahe Praxis findest du über unseren Tierarzt-Finder, in der Bundeshauptstadt unterstützt der Tierarzt in Wien. Die Klinikkosten für Diagnostik liegen in Österreich bei achtzig bis dreihundert Euro je nach Umfang.

Wie sieht die OP und Therapie aus?

Die Therapie der Wahl bei Pyometra ist die notfallmäßige Ovariohysterektomie, also die operative Entfernung beider Eierstöcke und der gesamten Gebärmutter. Die OP entfernt die Quelle der Infektion vollständig und verhindert ein Rezidiv. Vor der Operation wird die Hündin stabilisiert: intravenöse Infusionstherapie zur Korrektur der Dehydration, breit wirksame Antibiotika wie Amoxicillin-Clavulansäure oder Cefalexin gegebenenfalls in Kombination mit Metronidazol bei Sepsisverdacht, Schmerzkontrolle mit Opioiden, Antiemetika bei Erbrechen und Magenschutz. Diese Vorbereitungsphase dauert je nach Zustand zwei bis sechs Stunden, in lebensbedrohlichen Fällen wird sofort operiert.

Die OP selbst dauert in geübten Händen vierzig bis neunzig Minuten und wird in Vollnarkose über einen mittellangen Schnitt in der Linea alba durchgeführt. Der vergrößerte, eitergefüllte Uterus wird vorsichtig herausgehoben, ohne ihn zum Reißen zu bringen, dann werden Eierstockgefäße und der Uteruskörper am Ansatz zur Vagina abgebunden und die gesamte Gebärmutter samt Eierstöcken entfernt. Die Bauchhöhle wird gespült, falls bereits Eiter ausgetreten ist, und der Bauchschnitt in mehreren Schichten verschlossen. Postoperativ bleibt die Hündin meist ein bis drei Tage stationär, bekommt weiter Infusion, Antibiotika über mindestens zehn bis vierzehn Tage und Schmerzmittel.

Die Kosten für eine Pyometra-OP liegen in Österreich bei achthundert bis zweitausendfünfhundert Euro je nach Verlauf, Klinik und intensivmedizinischem Aufwand. Schwere septische Verläufe mit mehrtägiger Intensivpflege können dreitausend bis viertausend Euro überschreiten. Eine sorgfältig gewählte Hundeversicherung mit Operations- oder Krankenversicherungstarif übernimmt einen großen Teil dieser Kosten, vorausgesetzt der Vertrag bestand bereits vor Auftreten der Symptome. In Ausnahmefällen, etwa bei wertvollen Zuchthündinnen mit dringender Zuchtnutzung, kann eine konservative Therapie mit Antigestagenen wie Aglepriston (Alizin) und Antibiotika erwogen werden. Diese Option ist nur bei der offenen Form, ohne Sepsiszeichen und mit hoher Rezidivrate von dreißig bis siebzig Prozent in den Folgejahren möglich, weshalb sie kein Standardvorgehen ist.

Gebärmutterentzündung beim Hund – go4vet

Wie kann eine Pyometra verhindert werden?

Die wirksamste Vorsorge gegen Pyometra ist die elektive Kastration der Hündin durch Entfernung beider Eierstöcke (Ovariektomie) oder durch Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter (Ovariohysterektomie). Eine kastrierte Hündin kann praktisch keine Pyometra mehr entwickeln, weil die hormonelle Grundlage und in der Regel auch das Zielorgan fehlen. Der optimale Zeitpunkt der Kastration wird individuell entschieden und richtet sich nach Rasse, Größe, Risikofaktoren und Halterwunsch. Bei vielen mittelgroßen und großen Rassen empfehlen aktuelle Studien eine Kastration nach Abschluss der körperlichen Entwicklung mit etwa zwölf bis achtzehn Monaten, weil eine sehr frühe Kastration vor der ersten Läufigkeit das Risiko für orthopädische Erkrankungen, Inkontinenz und einige Tumorarten erhöhen kann.

Bei intakten Hündinnen, die nicht kastriert werden sollen, ist eine engmaschige Beobachtung in den Wochen nach jeder Läufigkeit Pflicht. Achte auf Trinkmenge, Allgemeinbefinden, Vulvaausfluss, Bauchumfang, Fieber und Appetit. Eine sonographische Vorsorgeuntersuchung der Gebärmutter alle ein bis zwei Jahre bei älteren intakten Hündinnen kann eine zystische endometriale Hyperplasie früh erkennen und ein erhöhtes Pyometra-Risiko anzeigen. Hormonpräparate zur Läufigkeitsunterdrückung wie Medroxyprogesteron sollten extrem zurückhaltend eingesetzt werden, weil sie das Pyometra-Risiko deutlich erhöhen.

Auch das Auftreten einer Pseudogravidität (Scheinträchtigkeit) mit Milchproduktion und Verhaltensänderung in den Wochen nach der Läufigkeit ist ein Warnzeichen und sollte ärztlich begleitet werden. Manche Hündinnen entwickeln in jeder Läufigkeitsperiode wiederkehrende Probleme, dann ist die elektive Kastration meist die sinnvollste Lösung. Eine Übersicht zur Welpenerziehung und zum sinnvollen Aufwachsen bietet der Beitrag zu Welpenerziehung, eine Anleitung zur Stubenreinheit junger Hündinnen findest du unter Welpe stubenrein.

Tierärztlicher Blick: Wie unterstützt du deine Hündin nach der OP?

Die Pyometra-OP ist ein massiver Eingriff, der eine sorgfältige postoperative Betreuung verdient. Nach der Entlassung aus der Klinik braucht deine Hündin einen ruhigen Liegeplatz, eine Halskrause oder einen Body, um die Naht zu schützen, kurze Spaziergänge an der Leine über zehn bis vierzehn Tage und eine konsequente Antibiose über mindestens zehn bis vierzehn Tage nach Verschreibung. Die Wunde wird täglich kontrolliert auf Rötung, Schwellung, Sekretaustritt oder Wundrandklaffung. Bei Auffälligkeiten sofort die Tierarztpraxis kontaktieren.

Die meisten Hündinnen erholen sich überraschend schnell und sind binnen einer Woche wieder aktiv. Die volle Belastbarkeit ist nach drei bis vier Wochen erreicht. Eine engmaschige Nachkontrolle mit Wundkontrolle und Blutbild nach sieben bis zehn Tagen, Fadenzug nach zehn bis vierzehn Tagen und einem abschließenden Check nach drei bis vier Wochen gehört zum Standard. Eine wohnortnahe Praxis findest du über unseren Tierarzt-Finder.

Langfristig ist nach einer Pyometra-OP keine besondere Diät erforderlich, allerdings entwickeln kastrierte Hündinnen häufig einen reduzierten Energiebedarf von etwa fünfzehn bis dreißig Prozent unter dem vorherigen Niveau. Eine entsprechende Anpassung der Futtermenge verhindert Übergewicht. Eine Anleitung zur Berechnung des Bedarfs findest du im Beitrag zu Futtermenge für Hund berechnen. Bei älteren Hündinnen lohnt zusätzlich der Blick auf Seniorenfutter für Hunde. Bei gleichzeitig bestehenden chronischen Erkrankungen wie Arthrose beim Hund ist eine sorgfältige Schmerzeinstellung wichtig, weil die Hündin nach einer großen Bauchoperation erst einmal Ruhe und schonende Bewegung braucht.

Notfall

Notfall erkennen

Eine intakte Hündin in den Wochen nach der Läufigkeit mit Apathie, vermehrtem Trinken, Erbrechen, Fieber, eitrigem Vulvaausfluss oder aufgetriebenem Bauch ist ein absoluter Notfall. Sofort die nächste Klinik anfahren, telefonisch ankündigen, kein Futter und kein Wasser auf eigene Faust geben, keine Schmerzmittel aus der Hausapotheke. Eine geschlossene Pyometra mit drohender Gebärmutterruptur kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Frühe Operation entscheidet über die Prognose.

Häufige Fragen zur Gebärmutterentzündung beim Hund

Wann tritt eine Pyometra typischerweise auf?
Klassisch zwei bis acht Wochen nach der letzten Läufigkeit, in seltenen Fällen auch später. Betroffen sind fast ausschließlich intakte, also nicht kastrierte Hündinnen, meist im mittleren bis höheren Lebensalter. Mit jeder Läufigkeit steigt das kumulative Risiko, etwa ein Viertel aller intakten Hündinnen entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Pyometra.
Welche Symptome muss ich erkennen?
Vermehrtes Trinken und Pinkeln, Apathie, Appetitverlust, Erbrechen, Fieber, eitriger oder blutig-eitriger Vulvaausfluss bei der offenen Form, aufgetriebener Bauch bei der geschlossenen Form. Schon eine dieser Veränderungen bei einer intakten Hündin nach der Läufigkeit ist ein Grund für eine sofortige tierärztliche Vorstellung.
Ist eine Pyometra immer ein Notfall?
Ja. Eine unbehandelte Pyometra hat eine Sterblichkeit von praktisch hundert Prozent. Die geschlossene Form mit drohender Gebärmutterruptur ist besonders gefährlich. Frühe Diagnose und notfallmäßige Operation senken die Sterblichkeit auf unter fünf Prozent.
Was kostet eine Pyometra-OP in Österreich?
Eine Pyometra-OP kostet in Österreich etwa achthundert bis zweitausendfünfhundert Euro. Schwere septische Verläufe mit mehrtägiger Intensivpflege können dreitausend bis viertausend Euro überschreiten. Eine Hundeversicherung mit Operations- oder Krankenversicherungstarif übernimmt einen Großteil dieser Kosten, sofern der Vertrag bereits vor Symptombeginn bestand.
Kann eine Pyometra konservativ behandelt werden?
Eine konservative Therapie mit Antigestagenen wie Aglepriston (Alizin) und Antibiotika ist in Ausnahmefällen möglich, bei der offenen Form, ohne Sepsiszeichen und bei dringender Zuchtnutzung. Sie hat eine hohe Rezidivrate von dreißig bis siebzig Prozent in den Folgejahren und ist kein Standardvorgehen. Die Operation bleibt der Goldstandard.
Wie verhindere ich eine Pyometra bei meiner Hündin?
Die wirksamste Vorsorge ist eine elektive Kastration nach Abschluss der körperlichen Entwicklung, meist mit zwölf bis achtzehn Monaten. Bei intakten Hündinnen ist eine engmaschige Beobachtung nach jeder Läufigkeit und gegebenenfalls eine sonographische Vorsorgeuntersuchung der Gebärmutter alle ein bis zwei Jahre sinnvoll. Hormonpräparate zur Läufigkeitsunterdrückung erhöhen das Risiko deutlich.
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