Seniorenfutter für Hunde

Kurz zusammengefasst

  • Seniorenfutter für Hunde: Speziell entwickeltes Futter für ältere Hunde, das weniger Fett und mehr Proteine enthält, um Muskelabbau zu verhindern und die Gelenkgesundheit zu fördern.
  • Bedeutung ausgewogener Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung im Alter reduziert Gesundheitsrisiken wie Gelenkprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, stärkt das Immunsystem und verbessert die Lebensqualität.
  • Futterauswahl: Trockenfutter, Nassfutter oder selbst gekochtes Futter können für alte Hunde geeignet sein, je nach individuellen Bedürfnissen, Kauvermögen und Vorlieben. Tierarztberatung ist empfohlen.

Medizinische Prüfung / Online Redaktion

Dr. Volker Moser
Dr. Volker Moser
Medizinischer Experte
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Nadja Sukalia
Online Redaktion

Im Alter verändert sich der Stoffwechsel von Hunden und auch ihre Bedürfnisse hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung ihres Futters. Seniorenfutter für Hunde ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt und kann dazu beitragen, dass sie auch im Alter vital und gesund bleiben. In diesem Text erfahren Sie, warum es so wichtig ist, auf das Alter abgestimmtes Futter zu verwenden und welche Nährstoffe besonders wichtig für ältere Hunde sind.

Was ist Seniorenfutter und wann sollte man damit beginnen?

Seniorenfutter für Hunde ist speziell für ältere Hunde entwickelt und enthält meist weniger Fett und mehr Proteine, um altersbedingten Muskelabbau zu vermeiden. Es kann auch einen höheren Anteil an Nährstoffen wie Glucosamin und Chondroitin enthalten, um die Gelenkgesundheit zu unterstützen. In der Regel wird empfohlen, dass man mit Seniorenfutter für Hunde beginnt, wenn der Hund etwa sieben Jahre alt ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine harte Regel und das ideale Alter kann je nach Größe, Rasse und Gesundheitszustand des Hundes variieren. Bevor Sie das Hundefutter Ihres Vierbeiners wechseln, sollten Sie zunächst mit einem Tierarzt sprechen. Dadurch können Sie sicherstellen, dass das neue Futter den Bedürfnissen Ihres Hundes entspricht und keine Gesundheitsprobleme verursacht.

Wann gilt ein Hund als Senior?

Es gibt keine einheitliche Regel dafür, wann ein Hund als Senior gilt. Im Durchschnitt gilt ein Hund als Senior,ab einem Alter von sieben Jahren. Dieser Richtwert kann sich allerdings je nach Größe, Rasse und Gesundheitszustand des Hundes unterscheiden. Kleinere Hunde können beispielsweise bereits früher ins Seniorenalter gelangen als größere Hunde.

Warum ist eine ausgewogene Ernährung für alte Hunde wichtig?

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Stoffwechsel und der Energiebedarf von Hunden. Meist haben ältere Hunde einen geringeren Energiebedarf als jüngere Hunde und benötigen daher weniger Futter. Dennoch haben ältere Hunde einen gewissen Bedarf an Nährstoffen, der erfüllt werden muss. 

Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, das Risiko von gesundheitlichen Problemen zu verringern, die im Alter häufiger auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Gelenkprobleme, Herz- und Nierenerkrankungen und Diabetes. Zusätzlich kann durch ausgewogene Ernährung das Immunsystem des Hundes gestärkt und dadurch seine Lebensqualität auch im Alter verbessert werden. 

Bei Hunden im Seniorenalter sollte man das Hundefutter entsprechend dem Alter anpassen, da dieses auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt ist. Durch den geringeren Anteil an Fett und Kalorien kann Seniorenfutter für Hunde Übergewicht im Alter vermeiden. Des Weiteren enthält es mehr Nährstoffe, wodurch die Gesundheit Ihres Hundes auch im höheren Alter unterstützt wird. Bei eventuellen Unsicherheiten können Sie sich von einem Tierarzt beraten lassen und Sie können gemeinsam das perfekte Seniorenfutter für Ihren Hund finden. 

Wann eignet sich Trockenfutter für alte Hunde?

Trockenfutter kann für alte Hunde geeignet sein, solange es auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Senior-Trockenfutter ist meist fett- und kalorienärmer, aber dafür nährstoffreicher als “normales” Trockenfutter.

In manchen Fällen kommt es vor, dass ältere Hunde Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken von Trockenfutter haben. Insbesondere bei Zahnproblemen kann das vermehrt vorkommen. In solchen Fällen ist es meist besser, das Trockenfutter mit etwas Wasser aufzulösen oder ganz auf Nassfutter um zu steigen.

Sie sollten jedoch bedenken, dass jeder Hund unterschiedlich ist. Daher gibt es auch keine allgemeingültige Lösung, was das Futter für ältere Hunde betrifft. 

Wann eignet sich Nassfutter für alte Hunde?

Nassfutter kann für alte Hunde eine gute Wahl sein, da es in der Regel leicht verdaulich und reich an Nährstoffen ist. Es kann auch dazu beitragen, dass ältere Hunde, die Probleme mit dem Kauen haben, ausreichend Flüssigkeit aufnehmen und somit ihren Flüssigkeitshaushalt ausbalancieren. Allerdings ist Nassfutter in der Regel teurer als Trockenfutter und kann auch schneller verderben. Wenn Sie sich für Nassfutter entscheiden, stellen Sie sicher, dass es frisch ist und achten Sie darauf, dass es auf den Nährstoffbedarf Ihres Hundes abgestimmt ist. Wenn Ihr Hund Trockenfutter bevorzugt oder Schwierigkeiten hat, Nassfutter zu kauen, kann es auch sinnvoll sein, spezielles Trockenfutter für Senioren zu verwenden. Es ist wichtig, dass das Futter den Bedürfnissen und Vorlieben Ihres Hundes entspricht. 

Was lässt sich zu selbst gekochtem Futter für alte Hunde sagen?

Selbst gekochtes Futter kann eine gute Möglichkeit sein, um älteren Hunde eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu bieten. Allerdings sollte man bei der Zubereitung des Hundefutters für alte Hunde auf einige Dinge Acht geben:

  • Stellen Sie sicher, dass das Futter ausgewogen und nährstoffreich ist. Alte Hunde haben einen besonderen Bedarf an Nährstoffen. Beispielsweise sollte ihre Nahrung proteinreicher sein, um den Muskelabbau zu vermeiden.
  • Achten Sie darauf, dass das Futter keine Zutaten enthält, die für Hunde giftig sind, wie zum Beispiel Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch oder Avocado.
  • Vergewissern Sie sich, dass das Futter den Geschmackspräferenzen des Hundes entspricht und dass er es gerne isst.
  • Berücksichtigen Sie mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten des Hundes.

Es ist wichtig, dass Sie den Rat eines Tierarztes einholen, bevor Sie das Futter Ihres älteren Hundes selber zubereiten. Dadurch können Sie sicherzustellen, dass es seinen Bedürfnissen entspricht und es zu keinen gesundheitlichen Problemen kommt. 

Was ist bei der Auswahl von Seniorenfutter für alte Hunde zu beachten?

Bei der Auswahl von Seniorenfutter für Hunde gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, wie etwa:

  • Alter und Größe des Hundes: Seniorenfutter ist in der Regel auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt, die älter als sieben Jahre sind. Es gibt jedoch auch spezielles Seniorenfutter für Hunde, die noch jünger sind, aber eine kleinere oder größere Größe haben.
  • Gesundheitliche Bedenken: Wenn Ihr Hund gesundheitliche Probleme hat, wie zum Beispiel Gelenkprobleme, Herz- oder Nierenerkrankungen oder Diabetes, sollten Sie ein Seniorenfutter wählen, das auf seine speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
  • Fett- und Kaloriengehalt: Alte Hunde haben in der Regel einen geringeren Energiebedarf als jüngere Hunde

Inwiefern verändert sich die Verdauung von Hunden im Alter?

Die Verdauung von Hunden kann sich im Alter verändern. Ältere Hunde haben meist eine geringere Nahrungsaufnahme und einen langsameren Stoffwechsel als Junghunde. Sie produzieren weniger Enzyme und Säuren, die für die Verdauung von Nahrung benötigt werden, und haben daher eventuell Schwierigkeiten, bestimmte Nahrungsmittel zu verdauen. Sie können auch an Darmträgheit oder Verstopfung leiden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Futter für ältere Hunde leicht verdaulich und reich an Nährstoffen ist, um sicherzustellen, dass der Hund alle benötigten Nährstoffe aufnimmt. Wenn Ihr Hund Probleme mit der Verdauung hat, sollten Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

Worauf sollte man besser bei der Fütterung alter Hunde verzichten?

Bei der Fütterung alter Hunde gibt es einige Dinge, auf die man besser verzichten sollte:

  • Fettreiche Lebensmittel: In manchen Fällen haben ältere Hunde Schwierigkeiten damit, überschüssiges Fett zu verarbeiten. Ein hoher Fettgehalt in ihrer Nahrung kann dann zu Übergewicht und anderen Gesundheitsproblemen führen.
  • Knochen: Knochen können splittern und den Magen-Darm-Trakt des Hundes beschädigen. Es ist besser, Knochen als Belohnung zu vermeiden.
  • Schokolade und andere giftige Lebensmittel: Schokolade und andere giftige Lebensmittel sollten auf keinen Fall an Hunde verfüttert werden, da sie schwerwiegende Gesundheitsprobleme verursachen können.
  • Übermäßige Mengen an Trockenfutter: Trockenfutter kann bei alternden Hunden zu Zahnproblemen führen, daher ist es wichtig, dass der Hund ausreichend Nassfutter bekommt.

 

Wie oft sollte man einen alten Hund füttern?

Wie oft ältere Hunde gefüttert werden sollten, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, wie etwa dem Alter, Größe, Gewicht und Aktivitätslevel des Hundes. Allgemein empfiehlt es sich, alte Hunde zwei oder drei Mal am Tag zu füttern.

Ältere Hunde haben in der Regel einen geringeren Energiebedarf als Junghunde, weshalb sie auch weniger Futter benötigen. Es ist wichtig, dass alte Hunde nicht übergewichtig werden, da dadurch das Risiko von gesundheitlichen Problemen wie Gelenkproblemen, Herz- und Nierenerkrankungen und Diabetes erhöht werden kann.

Wenn Sie sich unsicher sind, wie oft Sie Ihren alten Hund füttern sollten, bitten Sie einen Tierarzt um Rat. 

Wie sollte Hundefutter für alte Hunde am besten zusammengestellt sein?

Hundefutter für alte Hunde sollte auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt sein. Folgende Faktoren sind bei der Zusammensetzung von Seniorenfutter für Hunde besonders wichtig:

  • Leicht verdauliche Proteine: Ältere Hunde benötigen meist weniger Eiweiß und können Schwierigkeiten haben, Proteine aus schwer verdaulichen Quellen aufzunehmen. Deshalb sollte das Futter leicht verdauliche Proteinquellen wie Huhn, Rind oder Lamm enthalten.
  • Ballaststoffreich: Ballaststoffe tragen dazu bei, Verstopfung zu vermeiden und die Darmbeweglichkeit zu unterstützen.
  • Geringer Fettgehalt: Ältere Hunde haben häufig einen geringeren Energiebedarf und sollten daher weniger Fett zu sich nehmen. 
  • Reich an Antioxidantien: Antioxidantien können dazu beitragen, die Zellen des Körpers vor Schäden durch freie Radikale zu schützen und das Altern zu verlangsamen.
  • Ausreichende Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen: Ältere Hunde haben oft einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen, wie zum Beispiel Vitamin D und Kalzium, um Knochen und Zähne gesund zu halten.

Fazit Seniorenfutter für Hunde

Seniorenfutter für Hunde ist speziell für ältere Hunde entwickelt und kann dazu beitragen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden im Alter zu unterstützen. Es enthält in der Regel weniger Fett und mehr Proteine, um Muskelabbau zu vermeiden, und kann auch einen höheren Anteil an Nährstoffen wie Glucosamin und Chondroitin enthalten, um die Gelenkgesundheit zu unterstützen. Es ist wichtig, dass man damit beginnt, Seniorenfutter für Hunde zu füttern, wenn der Hund etwa sieben Jahre alt ist, obwohl dies je nach Größe, Rasse und Gesundheitszustand variieren kann. Es ist ratsam, den Rat eines Tierarztes einzuholen, bevor man das Futter ändert, um sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen des Hundes entspricht und keine Gesundheitsprobleme verursacht.

 

Medizinische Qualitätsprüfung

Medizinischer Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 7, 2023

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