Hundefutter

Kurz zusammengefasst

  • Die Ernährungsbedürfnisse von Hunden variieren je nach Alter, Größe, Gesundheitszustand und Aktivitätslevel.
  • Hochwertiges Hundefutter sollte aus qualitativ hochwertigen Zutaten bestehen und den Nährstoffbedarf des Hundes abdecken.
  • Es gibt verschiedene Arten von Hundefutter, darunter Trockenfutter, Nassfutter, Barfen, Snacks und medizinisches Futter, die jeweils für unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensphasen von Hunden geeignet sind.

Medizinische Prüfung / Online Redaktion

Dr. Volker Moser
Dr. Volker Moser
Medizinischer Experte
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Nadja Sukalia
Online Redaktion

Hunde sind treue und enge Begleiter vieler Menschen und gehören zur Familie. Damit sie gesund und glücklich bleiben, ist eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung besonders wichtig. Doch wie wählt man das passende Futter aus und was sollte man beachten? In diesem Artikel erfahren Sie über verschiedene Aspekte der Hundefütterung und erhalten Tipps, wie man das beste Futter für den eigenen Hund auswählen kann.

Worauf sollte man bei Hundefutter achten?

Bei der Auswahl von Hundefutter gibt es einige wichtige Faktoren, die man berücksichtigen sollte:

  • Alter und Größe des Hundes: Welpen und Junghunde haben andere Ernährungsbedürfnisse als ausgewachsene Hunde und brauchen meist ein spezielles Welpenfutter oder Hundefutter für Junghunde. Auch die Größe des Hundes spielt eine Rolle, da größere Hunde mehr Energie benötigen und entsprechend mehr Futter brauchen.
  • Gesundheitsbedingungen: Wenn der Hund bestimmte Gesundheitsprobleme hat, wie zum Beispiel Unverträglichkeiten oder Erkrankungen der Nieren oder der Leber, sollte man ein spezielles Futter für diese Bedürfnisse wählen.
  • Aktivitätslevel: Der Aktivitätslevel des Hundes spielt ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl des Futters. Hunde, die viel Sport treiben oder viel draußen sind, brauchen meist ein Futter mit höherem Energiegehalt.
  • Qualität der Zutaten: Es ist wichtig, auf die Qualität der Zutaten in Hundefutter zu achten. Hochwertiges Futter enthält in der Regel hochwertige Proteine, wie zum Beispiel Fleisch, und weniger künstliche Zusätze wie Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel.
  • Bedarf an Nährstoffen: Hunde haben einen bestimmten Nährstoffbedarf, die erfüllt werden müssen, um gesund zu bleiben. Dazu gehören unter anderem Protein, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien. Es ist wichtig, dass das Futter diesen Bedarf abdeckt.
  • Geschmack: Natürlich sollte man auch darauf achten, dass das Futter dem Hund geschmacklich zusagt. Wenn der Hund das Futter nicht frisst, wird er nicht die richtigen Nährstoffe bekommen, auch wenn das Futter an sich hochwertig ist.

Welche Arten von Hundefutter gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Hundefutter, die für verschiedene Bedürfnisse und Lebensphasen von Hunden geeignet sind. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Trockenfutter, Nassfutter, Barfen, Snacks und Leckerlis sowie medizinisches Futter.

Trockenfutter ist das am weitesten verbreitete Hundefutter. Es besteht aus kleinen Kroketten oder Flocken, die aus verschiedenen Zutaten wie Fleisch, Getreide, Obst und Gemüse hergestellt werden. Es ist lange haltbar und einfach zu lagern.

Nassfutter ist in Dosen oder Pouches erhältlich und besteht aus Fleisch und Gemüse, das in Sauce eingekocht wurde. Es ist in der Regel teurer als Trockenfutter, hat aber eine höhere Feuchtigkeitszufuhr und wird von manchen Hunden besser vertragen.

Barfen ist eine spezielle Art von Hundefutter, bei der die Nahrung für den Hund frisch zubereitet wird, indem rohes Fleisch, Knochen, Gemüse und Obst verwendet werden. Es erfordert mehr Zeit und Aufwand, aber viele Menschen glauben, dass es für die Gesundheit ihres Hundes von Vorteil ist.

Snacks und Leckerlis sind kleine, nahrhafte Häppchen, die Hunde als Belohnung oder zwischendurch gefüttert werden können. Sie sind in der Regel aus getrocknetem Fleisch oder anderen Zutaten hergestellt und können als Trainingshilfe verwendet werden.

Medizinisches Futter ist ein spezielles Hundefutter, das für Hunde mit bestimmten Gesundheitsproblemen wie Übergewicht, Diabetes oder Nierenerkrankungen empfohlen wird. Es enthält in der Regel spezielle Zusammensetzungen von Nährstoffen, um die Gesundheit des Hundes zu unterstützen.

Wo kann man Hundefutter kaufen?

Hundefutter ist an zahlreichen Orten erhältlich. Einige davon sind:

  • Zoofachgeschäfte: In Zoofachgeschäften gibt es in der Regel eine große Auswahl an Hundefutter, sowohl Trockenfutter als auch Nassfutter. Die Mitarbeiter in Zoofachgeschäften können oft auch beratend zur Seite stehen und bei der Auswahl des passenden Futters helfen.
  • Supermärkte und Discounter: Auch in Supermärkten und Discountern gibt es in der Regel ein Sortiment an Hundefutter, allerdings ist die Auswahl oft eher begrenzt und das Futter ist in der Regel nicht so hochwertig wie das, das man in Zoofachgeschäften bekommt.
  • Onlineshops: Es gibt viele Onlineshops, die Hundefutter anbieten. Dort kann man bequem von zu Hause aus einkaufen und das Futter wird meist innerhalb weniger Tage geliefert. Allerdings sollte man beim Kauf von Hundefutter im Internet immer darauf achten, dass der Shop seriös ist und das Futter von guter Qualität ist.
  • Tierarzt: Auch beim Tierarzt gibt es manchmal Hundefutter zu kaufen. Das Futter ist in der Regel von guter Qualität und der Tierarzt kann Sie bei der Auswahl des Tierfutters beraten. 
  • Direkt beim Hersteller: Manche Hundefutterhersteller bieten die Möglichkeit, das Futter direkt bei ihnen zu kaufen, entweder online oder in einem Ladengeschäft. 

Wie kann man Hundefutter richtig aufbewahren?

Es ist wichtig, Hundefutter richtig zu lagern, um sicherzustellen, dass es frisch bleibt und nicht von Schädlingen oder Bakterien befallen wird. Hier sind einige Tipps, wie Sie Hundefutter richtig aufbewahren können:

  • Lagern Sie das Hundefutter in einer luftdichten, lichtgeschützten Dose oder Verpackung. Dies hilft dabei, das Futter frisch und frei von Schädlingen zu halten.
  • Stellen Sie sicher, dass das Futter in einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt wird. Vermeiden Sie es, das Futter in der Nähe von Hitzequellen wie Heizkörpern oder in der Sonne aufzubewahren, da dies das Futter schnell verderben lassen kann.
  • Wenn Sie Trockenfutter verwenden, achten Sie darauf, dass es vor Feuchtigkeit geschützt ist. Es ist am besten, das Futter in der Originalverpackung zu lassen, bis Sie bereit sind, es zu verwenden. Wenn Sie das Futter in eine Dose umfüllen, stellen Sie sicher, dass die Dose luftdicht verschlossen ist.
  • Für Nassfutter empfiehlt es sich, das Futter im Kühlschrank aufzubewahren, vor allem wenn es geöffnet wurde. Verwenden Sie das Futter innerhalb weniger Tage nach dem Öffnen, um sicherzustellen, dass es frisch bleibt.
  • Vermeiden Sie es, das Hundefutter zu lange zu lagern. Es ist am besten, nur so viel Futter zu kaufen, wie Ihr Hund in einigen Wochen verbrauchen wird. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass das Futter immer frisch bleibt.

Welches Hundefutter gibt es bei Krankheit, Unverträglichkeit oder Allergie?

Es gibt spezielles Hundefutter für den Fall, dass Ihr Hund unter einer Krankheit, Unverträglichkeit oder Allergie leidet. Dieses Futter ist meistens hypoallergen und enthält keine Zutaten, auf die Ihr Hund allergisch reagiert. Es gibt verschiedene Marken, die hypoallergene Hundenahrung anbieten. Wenn Sie unsicher sind, welches Futter am besten geeignet ist, ist es empfehlenswert, sich von einem Tierarzt beraten zu lassen. Der Tierarzt kann Ihnen auch sagen, ob es notwendig ist, dass Ihr Hund spezielles Futter bekommt und falls ja, welches Futter am besten geeignet ist.

Fazit:

Es gibt eine Vielzahl von Hundefutter auf dem Markt und es ist wichtig, das richtige Futter für Ihren Hund auszuwählen. Ein Faktor, den Sie berücksichtigen sollten, ist das Alter Ihres Hundes. Welpen haben einen anderen Nährstoffbedarf als ältere Hunde und es ist wichtig, entsprechendes Futter zu wählen. Ein weiterer Faktor ist die Größe und der Aktivitätslevel Ihres Hundes. Größere Hunde und Hunde, die viel Bewegung brauchen, haben normalerweise einen höheren Energiebedarf und benötigen dementsprechend mehr Kalorien. Es ist auch wichtig, darauf zu achten, dass das Futter aus hochwertigen Zutaten besteht und alle notwendigen Nährstoffe enthält.

Medizinische Qualitätsprüfung

Medizinischer Experte

Dr. med. vet. Volker Moser, studierte an der Veterinär-Universität Wien und schrieb seine Dissertation auf dem Gebiet Molekularmedizin (Tumorgenetik). Seit 1997 arbeitet Dr. Moser als selbstständiger Tierarzt im Bereich der Kleintiermedizin, Wiederkäuer- und Pferdemedizin. Zahlreiche Fort- und Zusatzausbildungen und seine ständige Mitarbeit in diversen Kleintierkliniken und -praxen runden seine jahrelange Berufspraxis ab. Dr. Moser engagiert sich seit 1998 in der ÖTK und VÖK und ist seit 2021 Generalsekretär bei UEVP (Union of European Veterinary Practitioners). Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher und klinischer Publikationen in Fachzeitschriften.
Zuletzt geändert: November 19, 2023

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