Urlaub mit Hund in Deutschland: Nordsee, Ostsee und mehr
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Deutschland ist für dich als österreichischen Hundehalter eines der einfachsten und schönsten Reiseziele: keine Sprachbarriere, gut ausgebaute Strassen und Bahnstrecken, dazu kilometerlange Hundestrände an Nord- und Ostsee, alpine Wanderwege im Süden und ruhige Mittelgebirge für alle, die es gemütlich mögen. Weil Österreich und Deutschland beide in der EU sind, ist die Einreise unkompliziert, ein paar Punkte solltest du aber vor der Abreise abhaken.
In diesem Ratgeber bekommst du alles, was du für den Urlaub mit Hund in Deutschland brauchst: von den Einreiseregeln ab Österreich über die schönsten Regionen bis zu Anreise, Unterkunft und der besten Reisezeit. Wenn du danach noch andere Ziele vergleichen willst, hilft dir unsere Übersicht zu Urlaub mit Hund nach Ländern weiter.
Einreise nach Deutschland mit Hund von Österreich aus
Die gute Nachricht zuerst: Innerhalb der EU reist dein Hund mit wenig Aufwand. Du brauchst keine zusätzliche Genehmigung, sondern die Standard-Dokumente, die du für jede EU-Reise dabeihast. Wichtig sind drei Dinge.
Listenhunde und Rasselisten je Bundesland beachten
Dieser Punkt wird von österreichischen Reisenden oft übersehen: In Deutschland gibt es keine bundesweit einheitliche Regel für sogenannte Listenhunde, sondern jedes der 16 Bundesländer hat eigene Vorschriften. Welche Rassen als gefährlich eingestuft werden und welche Auflagen gelten (Maulkorb, Leinenzwang, Wesenstest, Einfuhrverbot), unterscheidet sich teils deutlich.
Wichtig vor der Buchung: Fällt dein Hund unter eine Rasseliste (zum Beispiel American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull oder Kreuzungen daraus), informiere dich vorab bei der zuständigen Behörde des Bundeslandes, in das du reist. In einigen Ländern ist die Einfuhr bestimmter Rassen sogar untersagt. Eine kurze Anfrage erspart dir vor Ort grossen Ärger.

Top-Regionen für den Urlaub mit Hund in Deutschland
Nordsee und Ostsee: Hundestrände ohne Ende
Die deutschen Küsten sind der Klassiker für den Urlaub mit Hund. An Nord- und Ostsee gibt es zahlreiche ausgewiesene Hundestrände, an denen dein Vierbeiner toben, graben und ins Wasser darf, an vielen sogar ohne Leine. Beliebt sind die ostfriesischen Orte, St. Peter-Ording an der Nordsee sowie Usedom, Rügen und die Lübecker Bucht an der Ostsee. Achte auf die örtliche Beschilderung, denn ausserhalb der Hundeabschnitte gilt an Badestränden oft ein Verbot. Tipps fürs richtige Planschen findest du im Ratgeber Baden mit Hund an See und Meer.
Bayern und die Alpen
Für Hundehalter aus Österreich liegt der bayerische Alpenraum praktisch vor der Haustür. Rund um den Chiemsee, in den Berchtesgadener Alpen oder im Allgäu erwarten dich gut markierte Wanderwege, Almen und klare Bergseen. Achte in den Sommermonaten auf Weidevieh und halte Abstand zu Kühen mit Kälbern.
Schwarzwald
Der Schwarzwald im Südwesten ist ein riesiges, schattiges Wandergebiet, ideal für warme Tage. Dichte Wälder, kühle Täler und hundefreundliche Gasthöfe machen ihn zu einem entspannten Ziel, gerade für Hunde, die Hitze schlecht vertragen.
Bodensee
Der Bodensee verbindet mildes Klima, Wasser und kurze Wege zwischen den Orten. Rund um den See gibt es ausgewiesene Hundestrandbäder und flache Uferzonen zum Abkühlen. Als grenznaher See ist er von Österreich aus schnell erreichbar, das österreichische Ufer bei Bregenz liegt direkt nebenan.
Mittelgebirge: Harz, Eifel und Co.
Wer es ruhiger und günstiger mag, ist in den Mittelgebirgen richtig. Harz, Eifel, Rhön oder Bayerischer Wald bieten weite Wälder, wenig Trubel und viele hundefreundliche Ferienwohnungen. Hier findest du auch in der Hochsaison noch Platz und Ruhe.
Anreise: mit Auto oder Bahn ab Österreich
Die meisten österreichischen Hundehalter reisen mit dem Auto an, weil das am flexibelsten ist und dein Hund seinen gewohnten Platz hat. Sichere ihn immer ordnungsgemäß, etwa mit einer Box oder einem Sicherheitsgurt, und plane regelmäßige Pausen ein. Alles zur stressfreien Fahrt steht im Ratgeber Mit Hund reisen und Transport.
Auch die Bahn ist eine gute Option. Bei der ÖBB fährst du bis zur Grenze und meist direkt weiter ins deutsche Netz. In der Deutschen Bahn (DB) gilt: Kleine Hunde bis etwa Katzengrösse reisen in einer geschlossenen Transporttasche kostenlos, größere Hunde brauchen ein eigenes Ticket (in der Regel der halbe Fahrpreis) und müssen im Zug an der Leine geführt werden sowie einen Maulkorb dabeihaben beziehungsweise tragen. Prüfe die aktuellen Konditionen kurz vor der Reise direkt bei ÖBB und DB, da sich Tarife ändern können.
Hundefreundliche Unterkünfte finden
Ob Ferienwohnung, Bauernhof oder Hotel: In Deutschland ist die Auswahl an hundefreundlichen Unterkünften gross. Achte bei der Buchung trotzdem auf die Details, damit es vor Ort keine Überraschungen gibt.
Darauf solltest du achten:
- Ist der Hund wirklich willkommen oder nur geduldet? Frag nach Größen- oder Rassebeschränkungen.
- Fällt eine Hundegebühr pro Nacht an, und ist die Endreinigung extra?
- Darf der Hund allein im Zimmer oder in der Wohnung bleiben?
- Gibt es einen eingezäunten Garten oder direkten Auslauf in der Nähe?
Eine Ferienwohnung gibt deinem Hund oft mehr Ruhe als ein belebtes Hotel, gerade wenn er empfindlich auf fremde Geräusche reagiert.

Leinenpflicht, regionale Regeln und Hundesteuer
Wie bei den Rasselisten gilt auch bei der Leinenpflicht: Es gibt keine bundesweit einheitliche Regel. Städte und Gemeinden legen das selbst fest. In vielen Innenstädten, Parks und auf Wanderwegen besteht Leinenpflicht, im Wald gilt während der Brut- und Setzzeit (meist ab etwa April bis Juli) vielerorts ein striktes Anleingebot zum Schutz von Wildtieren. Halte dich an die örtliche Beschilderung und nimm im Zweifel die Leine, das erspart dir Bussgelder.
Hundesteuer für Reisende? Die deutsche Hundesteuer betrifft dich als Urlauberin oder Urlauber aus Österreich nicht. Sie wird nur von Personen erhoben, die ihren Hund dauerhaft in einer deutschen Gemeinde halten. Für einen Kurzurlaub oder Aufenthalt musst du also nichts zahlen.
Beste Reisezeit für Deutschland mit Hund
Die schönste Zeit hängt stark von der Region ab. Für die Küsten an Nord- und Ostsee sind Mai, Juni und September ideal: angenehme Temperaturen, weniger Trubel und das Wasser ist schon oder noch mild genug. Im Hochsommer (Juli und August) ist es an den Stränden voll, und manche Hundestrand-Regelungen sind dann strenger.
Für Wandern in den Alpen, im Schwarzwald oder in den Mittelgebirgen eignen sich Frühsommer und Frühherbst besonders gut, weil dein Hund bei moderaten 15 bis 22 Grad weniger schwitzt als bei Hitze. Vermeide lange Touren an Tagen mit über 25 Grad und plane Wasserstellen ein. Beobachte deinen Hund: Hechelt er stark oder will nicht mehr weiter, leg eine Pause im Schatten ein. Wenn du unsicher bist, ob dein Hund fit genug für die geplante Reise ist, sprich vorab mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Du planst statt Deutschland lieber ein wärmeres Ziel oder willst Optionen vergleichen? Dann schau in unsere grosse Übersicht zum Reisen mit Hund.
Häufige Fragen zu Urlaub mit Hund in Deutschland
Quellen
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