Aspirin Katze: Kann ich Aspirin an meinen Katze geben?
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Aspirin, also Acetylsalicylsäure, gehört zu den häufigsten Auslösern von Medikamentenvergiftungen bei Katzen. Schon eine einzelne Tablette aus der Hausapotheke kann für deine Katze gefährlich werden. Gib deiner Katze niemals Aspirin ohne tierärztliche Anweisung.
Ist Aspirin giftig für Katzen?
Ja, Aspirin ist für Katzen giftig und gilt als stark giftig. Katzen bauen Acetylsalicylsäure nur sehr langsam ab, weil ihnen ein wichtiges Leberenzym fehlt. Dadurch reichert sich der Wirkstoff im Körper an und entfaltet schon in geringen Mengen eine schädigende Wirkung.

Warum ist Aspirin gefährlich?
Katzen können Acetylsalicylsäure über die sogenannte Glucuronidierung kaum verstoffwechseln. Der Wirkstoff bleibt deshalb deutlich länger im Blut als beim Menschen oder Hund. Er hemmt schützende Botenstoffe der Magenschleimhaut, reizt den Magen-Darm-Trakt und belastet bei wiederholter Gabe Nieren und Blutgerinnung.
Was sind die Symptome?
Falls deine Katze Aspirin aufgenommen hat, können je nach Menge unterschiedliche Beschwerden auftreten. Beobachte deiner Katze aufmerksam und achte besonders auf folgende Anzeichen:
- Erbrechen, teils mit Blut
- Appetitlosigkeit und Speicheln
- Schwäche und schneller Atem
- blasse oder bläuliche Schleimhäute
- Teerstuhl als Zeichen von Magenblutungen
- im schweren Verlauf Krämpfe
Wie stark die Symptome ausfallen, hängt von der aufgenommenen Menge, dem Zustand und der Größe deiner Katze ab. Manche Anzeichen zeigen sich erst mit zeitlicher Verzögerung, deshalb solltest du deiner Katze auch dann beobachten, wenn es zunächst gut wirkt.
Welche Menge ist kritisch?
Es gibt für Katzen keine sichere Hausdosis. Bereits Bruchteile einer üblichen Tablette können toxisch wirken, da sich der Stoff im Körper anhäuft. Verwahre Schmerzmittel immer außerhalb der Reichweite deiner Katze.

Worauf du sonst noch achten solltest
Viele Vergiftungen passieren, weil Halter menschliche Schmerzmittel gut meinen und ihrer Katze geben. Auch Kombipräparate gegen Erkältung enthalten oft Acetylsalicylsäure. Lass deine Katze niemals an heruntergefallenen Tabletten schnuppern und kläre Schmerzursachen immer tierärztlich ab, statt selbst zu dosieren.
Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?
Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere umgehend deinen Tierarzt oder informiere dich zur Vergiftung und zur Ersten Hilfe. Eine weitere Übersicht giftiger Stoffe findest du unter Giftig-Check. Wende dich im Notfall an die Giftnotrufzentrale:
- Österreich: +43 1 406 43 43
- Deutschland: 030 19240
Was bleibt für die Praxis
Aspirin ist für Katzen ernst zu nehmen und kein Mittel für die Eigenbehandlung. Wenn deine Katze Schmerzen hat, gibt es katzengerechte Präparate, die nur deine Tierärztin oder dein Tierarzt verordnen darf. Bei Verdacht auf Aufnahme zählt jede Stunde.
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