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Urlaub mit Hund auf Malta

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Malta klingt nach Sonne, türkisem Wasser und kleinen Buchten, in die man sich hineinträumt. Mit Hund ist die Inselrepublik im Mittelmeer durchaus eine Option, aber sie stellt dich vor zwei besondere Herausforderungen: eine streng geregelte Einreise und ein Klima, das im Sommer für viele Hunde zu heiss wird. Wer das berücksichtigt und die richtige Reisezeit wählt, erlebt einen entspannten Urlaub mit kurzen Wegen, weil ganz Malta gerade einmal so gross ist wie der Wienerwald.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du ab Österreich am besten nach Malta kommst, welche Einreiseregeln du wirklich ernst nehmen musst, was die Insel mit Hund zu bieten hat und wann du besser nicht hinfährst. Wenn du grundsätzlich noch beim Thema Reiseländer stöberst, findest du in unserer Übersicht zu Urlaubsländern mit Hund weitere Reiseziele im Vergleich.

Anreise nach Malta mit Hund

Malta ist eine Insel ohne Festlandverbindung, also kommst du nur per Flug oder Fähre hin. Eine direkte Autofahrt wie nach Kroatien oder Italien gibt es nicht. Für die Anreise ab Österreich haben sich zwei Wege etabliert.

Per Flug

Ab Wien gibt es direkte Flugverbindungen nach Malta. Das ist die schnellste Variante, aber sie bedeutet für den Hund Stress, vor allem im Frachtraum. Kleine Hunde dürfen bei manchen Airlines in der Kabine mitreisen, grössere müssen in den Frachtraum, sofern die Fluglinie sie überhaupt befördert. Prüfe die genauen Regeln und Boxenmasse immer direkt bei deiner Airline. Wie du deinen Hund auf das Fliegen vorbereitest und welche Box zugelassen ist, liest du in unserem Ratgeber zum Fliegen mit Hund.

Per Fähre über Italien

Die entspanntere, aber deutlich längere Variante führt mit dem Auto durch Italien und von dort per Fähre nach Malta. Üblicher Ausgangspunkt ist Pozzallo oder Catania auf Sizilien, von wo aus Fähren nach Valletta verkehren. Du fährst also ab Österreich über die ÖBB-freundliche Route nicht, sondern mit dem eigenen Auto quer durch Italien bis in den Süden Siziliens und setzt dann über.

Diese Route dauert je nach Tempo und Pausen zwei bis drei Tage, dafür bleibt dein Hund die ganze Zeit bei dir und kann regelmässig raus. Plane genügend Stopps ein und beachte, dass auf Fähren oft Leinen- und Maulkorbpflicht gilt und Hunde teils nur in ausgewiesenen Bereichen oder im Auto bleiben dürfen. Für die lange Autoetappe durch Italien helfen dir unsere Tipps zur Autofahrt mit Hund.

Fähren von Sizilien nach Malta sind teils sehr kurz (etwa 90 Minuten ab Pozzallo). Für nervöse Hunde ist das angenehmer als ein langer Flug, weil du die ganze Zeit dabei bist.

Urlaub mit Hund auf Malta – go4vet

Einreise nach Malta: die Bandwurmbehandlung ist Pflicht

Das ist der wichtigste Punkt dieses Artikels, denn hier scheitern unvorbereitete Reisende. Malta gehört wie Irland, Grossbritannien, Finnland und Norwegen zu den EU-Ländern, die zusätzlich zu den Standardregeln eine verpflichtende Bandwurmbehandlung gegen den Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) verlangen. Ohne diesen Eintrag kommst du mit deinem Hund nicht legal ins Land.

Konkret brauchst du für die Einreise nach Malta diese drei Dinge:

  • EU-Heimtierausweis: das offizielle Dokument, in dem alle Behandlungen eingetragen werden. Wie du ihn bekommst und was drinstehen muss, erklärt unser Ratgeber zum EU-Heimtierausweis.
  • Mikrochip und gültige Tollwutimpfung: Der Hund muss gechipt sein, bevor er geimpft wird, und die Tollwutimpfung muss zum Reisezeitpunkt gültig sein. Bei der Erstimpfung gilt eine Wartefrist von 21 Tagen, bevor die Einreise erlaubt ist.
  • Bandwurmbehandlung: Eine Tierärztin oder ein Tierarzt muss deinen Hund mit einem Mittel gegen Echinococcus behandeln und das mit Datum und Uhrzeit im Heimtierausweis eintragen. Diese Behandlung muss frühestens 120 Stunden (5 Tage) und spätestens 24 Stunden vor der Einreise erfolgen.

Achtung beim Zeitfenster der Bandwurmbehandlung

Das 24-bis-120-Stunden-Fenster ist eng und wird kontrolliert. Wenn du fliegst, lässt du die Behandlung also kurz vor Abflug daheim machen. Reist du mit der Fähre über Italien an, kann das Fenster bereits abgelaufen sein, bis du in Malta ankommst. Dann brauchst du eine zweite Behandlung unterwegs, etwa bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt in Italien. Plane das vorab ein und kläre den genauen Ablauf mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Achte ausserdem darauf, dass Malta bei der Hunderasse keine generellen Einreiseverbote für Listenhunde hat, einzelne Airlines und Fähren aber eigene Beschränkungen setzen. Eine gute allgemeine Checkliste für alle Reisedokumente findest du in unserem Ratgeber zur Reisevorbereitung mit Hund.

Highlights: Was Malta mit Hund zu bieten hat

Malta ist klein, und genau das ist sein Vorteil. Die Wege sind kurz, du bist nie weit von der Küste entfernt, und du kannst in einem Urlaub viel sehen, ohne stundenlang im Auto zu sitzen. Die Inselgruppe besteht aus Malta selbst, der ruhigeren Schwesterinsel Gozo und der winzigen Insel Comino.

  • Küste und Buchten: Felsige Steilküsten, kleine versteckte Buchten und das typisch klare Mittelmeerwasser prägen die Insel. Spaziergänge entlang der Klippen sind im milden Halbjahr ein Highlight.
  • Gozo: Die grünere, langsamere Nachbarinsel ist mit der Fähre schnell erreicht und bietet ruhige Wanderwege fernab des Trubels.
  • Mildes Winterklima: Während es in Österreich friert, liegen die Temperaturen auf Malta im Winter oft noch bei angenehmen 15 bis 18 Grad. Das macht die Insel zu einem der wenigen europäischen Ziele, an denen du auch im Jänner gut mit dem Hund draussen unterwegs bist.

Hundestrände sind die Ausnahme

Hier musst du deine Erwartungen anpassen. Malta hat nur wenige offizielle Hundestrände, und an den beliebten Sandstränden sind Hunde in der Hauptsaison meist verboten. Bekannt als hundefreundlich sind etwa kleinere Strände wie der Hundebereich bei Sliema oder einzelne felsige Badestellen. Informiere dich vor Ort genau, wo Hunde erlaubt sind, denn die Regeln werden ernst genommen. Ausserhalb der Saison sind viele Strände toleranter.

Die grosse Warnung: Hitze und Mittelmeerkrankheiten

So schön Malta ist, im Sommer wird es für viele Hunde zur Belastung. Von Juni bis September klettern die Temperaturen regelmässig über 30 Grad, der Schatten ist auf der weitgehend baumlosen Insel knapp, und die Felsen heizen sich stark auf. Für Hunde, besonders für kurznasige Rassen, ältere oder übergewichtige Tiere, ist das gefährlich. Ein Hitzschlag entwickelt sich schnell und kann lebensbedrohlich werden.

Gassirunden gehören im Sommer in die frühen Morgenstunden und den späten Abend. Mittags bleibt der Hund im Schatten oder im klimatisierten Raum, niemals im geparkten Auto. Achte auf heisse Gehwege, die Pfoten verbrennen können.

Dazu kommt ein Risiko, das viele unterschätzen: die Mittelmeerkrankheiten. Auf Malta und im gesamten Mittelmeerraum übertragen Sandmücken, Zecken und Stechmücken Erreger, die in Österreich kaum vorkommen. Dazu gehören Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Herzwurmerkrankung. Diese Infektionen können chronisch werden und sind teils schwer behandelbar. Bevor du nach Malta reist, solltest du dich unbedingt mit dem Thema beschäftigen und einen passenden Schutz mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt besprechen. Alles Wichtige dazu findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zu Mittelmeerkrankheiten beim Hund.

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Prophylaxe rechtzeitig planen

Ein wirksamer Schutz gegen Sandmücken (etwa ein passendes Halsband oder Spot-on) braucht Vorlauf, um zum Reisezeitpunkt voll zu wirken. Sprich also schon einige Wochen vor der Abreise mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt über die richtige Prophylaxe. Bei Symptomen nach der Rückkehr, etwa Hautveränderungen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust, lass deinen Hund untersuchen und weise auf die Mittelmeerreise hin.

Hundefreundliche Angebote: eher begrenzt

Malta ist touristisch stark auf Badeurlaub und Städtetrips ausgerichtet, das hundefreundliche Angebot ist überschaubarer als etwa in Italien oder Österreich. Es gibt zwar Hotels und Ferienwohnungen, die Hunde aufnehmen, aber die Auswahl ist begrenzt und nicht jede Unterkunft ist wirklich auf Vierbeiner eingestellt. Frage bei der Buchung konkret nach, ob Hunde willkommen sind, ob Gebühren anfallen und ob der Hund auch allein in der Unterkunft bleiben darf.

Auch in Restaurants und Cafés ist die Mitnahme von Hunden nicht überall selbstverständlich, im Aussenbereich klappt es meist besser. Der öffentliche Verkehr (vor allem Busse) nimmt Hunde nur eingeschränkt mit, weshalb ein eigenes oder gemietetes Auto den Urlaub deutlich entspannter macht. Plane deine Unterkunft und Aktivitäten also frühzeitig und reise nicht spontan ohne Reservierung an.

Beste Reisezeit für Malta mit Hund

Die Antwort ist eindeutig: nicht im Hochsommer. Für einen Urlaub mit Hund eignen sich die milderen Monate deutlich besser.

Zeitraum Eignung mit Hund
Frühling (März bis Mai) Ideal. Angenehme Temperaturen, grüne Landschaft, noch wenig Trubel.
Sommer (Juni bis September) Ungeeignet. Grosse Hitze, wenig Schatten, hohes Risiko für Hitzschlag und Mückenstiche.
Herbst (Oktober, November) Sehr gut. Das Meer ist noch warm, die Temperaturen sind angenehmer.
Winter (Dezember bis Februar) Gut für Aktive. Mild und ruhig, ideal für Wanderungen und Spaziergänge.

Frühling und Herbst sind der beste Kompromiss aus angenehmem Klima und Badewetter. Wer es ruhig mag und gern wandert, findet im milden maltesischen Winter eine schöne Flucht vor dem österreichischen Frost. Den Hochsommer lässt du deinem Hund zuliebe besser aus.

Häufige Fragen zu Urlaub mit Hund auf Malta

Welche Einreiseregeln gelten für Hunde auf Malta?
Dein Hund braucht einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung, einen EU-Heimtierausweis und zusätzlich eine verpflichtende Bandwurmbehandlung gegen Echinococcus. Diese muss eine Tierärztin oder ein Tierarzt zwischen 24 und 120 Stunden vor der Einreise durchführen und im Heimtierausweis eintragen.
Warum braucht Malta eine Bandwurmbehandlung?
Malta ist wie Irland, Grossbritannien, Finnland und Norwegen frei vom Fuchsbandwurm und will das bleiben. Deshalb verlangen diese Länder eine dokumentierte Behandlung gegen Echinococcus, bevor ein Hund einreisen darf.
Wie reise ich am besten mit Hund nach Malta?
Es gibt nur Flug oder Fähre. Ab Wien kannst du direkt fliegen, was schnell, aber für den Hund stressig ist. Die entspanntere Variante ist die Autofahrt durch Italien bis Sizilien und von dort die kurze Fähre nach Valletta.
Ist Malta im Sommer für Hunde geeignet?
Eher nicht. Im Sommer steigen die Temperaturen oft über 30 Grad, Schatten ist knapp, und das Risiko für Hitzschlag und Mückenstiche ist hoch. Frühling, Herbst und der milde Winter sind deutlich besser geeignet.
Gibt es auf Malta Hundestrände?
Nur wenige. An vielen beliebten Stränden sind Hunde in der Hauptsaison verboten. Es gibt einzelne ausgewiesene Hundebereiche, etwa bei Sliema. Informiere dich vor Ort genau, wo dein Hund baden darf.
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