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Gebärmutterentzündung bei Katzen

Gebärmutterentzündung bei Katzen

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Die Gebärmutterentzündung der Katze, fachsprachlich Pyometra oder Endometritis, ist einer der gefürchtetsten internistischen Notfälle bei intakten Kätzinnen. Eitriges Sekret sammelt sich in der Gebärmutter, die bakterielle Toxinflut belastet Kreislauf und Nieren, und ohne rasche chirurgische Therapie endet die Erkrankung in einer Sepsis. Besonders heimtückisch ist die geschlossene Form: Hier fließt kein Ausfluss aus der Vulva, das Tier wirkt nur abgeschlagen, frisst weniger und trinkt auffällig viel. Wenn deine Kätzin nicht kastriert ist, älter als fünf Jahre und nach einer Rolligkeit krank wird, gehört der Tierarztbesuch noch am selben Tag in den Kalender. Dieser Ratgeber erklärt, warum die Pyometra entsteht, wie sie sich von harmloseren Erkrankungen abgrenzt, welche diagnostischen Schritte in deutschen, österreichischen und schweizerischen Praxen Standard sind und was eine Operation in der Tierklinik kostet. Tierärztlich überprüft.

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Notfall: sofort in die Praxis

Eine Pyometra ist immer ein Notfall. Wenn deine intakte Kätzin nach einer Rolligkeit apathisch wird, viel trinkt, erbricht oder eitrig aus der Vulva blutet, bring sie noch am selben Tag in eine tierärztliche Praxis oder Klinik. Eine geschlossene Pyometra kann innerhalb von Stunden in einen septischen Schock übergehen.

Was ist eine Gebärmutterentzündung bei der Katze?

Pyometra bedeutet wörtlich „Eiter in der Gebärmutter“. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion des Endometriums, die fast ausschließlich bei intakten, also nicht kastrierten Kätzinnen auftritt. Auslöser ist nicht primär ein Keim, sondern eine hormonell veränderte Schleimhaut, die für aufsteigende Bakterien aus der Scheide empfänglich wird. Verantwortlich ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das nach jedem Zyklus die Gebärmutter auf eine mögliche Trächtigkeit vorbereitet. Bleibt die Trächtigkeit aus, bleibt das Hormon aktiv. Über mehrere Zyklen verdickt sich die Schleimhaut zystisch, eine sogenannte zystisch-glanduläre Endometriumhyperplasie entsteht, und Keime wie Escherichia coli, Streptokokken oder Staphylokokken finden ideale Bedingungen.

Tierärztinnen unterscheiden zwei Verlaufsformen. Bei der offenen Pyometra ist der Gebärmutterhals geöffnet, das Sekret fließt sichtbar aus der Vulva, oft cremig braun bis blutig eitrig. Diese Form wird häufig früh erkannt. Bei der geschlossenen Pyometra ist der Zervix verschlossen, der Eiter staut sich in der Gebärmutter, das Tier wird systemisch krank, ohne dass äußere Hinweise sichtbar sind. Diese Form ist tückischer und gefährlicher, weil sie spät bemerkt wird und die toxische Belastung schneller in eine Sepsis übergeht. Etwa eine von vier intakten Kätzinnen entwickelt im Lauf ihres Lebens eine Pyometra, die meisten Erkrankten sind älter als sieben Jahre, einzelne Fälle treten aber auch bei Jungtieren auf.

Welche Katzen sind besonders gefährdet?

Die größte Risikogruppe sind intakte Kätzinnen ab dem fünften Lebensjahr, vor allem solche, die nie gedeckt wurden oder häufig in falschen Trächtigkeiten („Scheinträchtigkeit“) waren. Jeder Zyklus erhöht das statistische Risiko, weil die Gebärmutterschleimhaut bei jedem Progesteron-Peak strukturelle Veränderungen erfährt. Auch hormonelle Behandlungen zur Rolligkeitsunterdrückung, zum Beispiel mit Megestrolacetat, gelten als bedeutender Risikofaktor und werden in der modernen Kleintiermedizin nur in Ausnahmen eingesetzt.

Rassebedingt sind Siam, Maine Coon, Bengal, Norwegische Waldkatze und Perserkatzen etwas häufiger betroffen, der Effekt ist aber kleiner als beim Hund. Wichtiger sind das Alter, die Anzahl der durchlaufenen Zyklen und die Frage, ob jemals eine Hormonbehandlung stattgefunden hat. Eine konsequente Frühkastration zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat senkt das lebenslange Pyometrarisiko nahezu auf Null. Wenn deine Kätzin als Wohnungskatze gehalten wird und keine Zucht geplant ist, ist die Kastration medizinisch deutlich vorteilhaft.

Auch trächtig gewesene Tiere sind nicht geschützt. Eine sogenannte „Stumpfpyometra“ kann sogar nach einer Kastration auftreten, wenn ein Rest Gebärmutterstumpf in Kombination mit Restovarien zurückbleibt und neuerlich hormonell stimuliert wird. Diese Form ist sehr selten, aber differenzialdiagnostisch wichtig, wenn eine bereits kastrierte Kätzin Symptome zeigt.

Welche Symptome sollten dich alarmieren?

Die Symptomatik hängt davon ab, ob der Gebärmutterhals offen oder geschlossen ist. Bei der offenen Pyometra siehst du in den meisten Fällen ein bräunlich rotes, cremiges oder eitriges Sekret an Vulva, Schwanz oder Liegeplatz. Manche Kätzinnen putzen sich so intensiv, dass dir nur ein häufiges Lecken am Hinterteil auffällt. Begleitend kommen Mattigkeit, vermindertes Fressverhalten, manchmal leichtes Fieber und vermehrtes Trinken vor.

Die geschlossene Pyometra ist die gefährlichere Variante. Hier zeigt deine Kätzin allgemeine Krankheitszeichen ohne sichtbaren Ausfluss. Typisch sind starkes Trinken (Polydipsie) und vermehrtes Urinieren (Polyurie), weil die bakteriellen Toxine die Niere belasten. Hinzu kommen Erbrechen, Apathie, ein aufgetriebener Bauch, Fieber zwischen 39,5 und 40,5 Grad und manchmal eine deutlich tastbare Schwellung im hinteren Bauchraum. Im fortgeschrittenen Stadium fällt die Körpertemperatur wieder ab, das Zahnfleisch wird grau bis ziegelrot, der Puls schwach: Zeichen eines septischen Schocks.

Diese Symptome lassen sich leicht mit anderen ernsten Erkrankungen verwechseln, etwa mit einer beginnenden Niereninsuffizienz, einer akuten Magen-Darm-Erkrankung oder einer Diabetes-Entgleisung. Genau deshalb ist eine zügige tierärztliche Abklärung wichtig: Erst ein Ultraschall macht sichtbar, ob eine vergrößerte, mit Sekret gefüllte Gebärmutter dahintersteckt.

Wie diagnostiziert die Tierärztin eine Pyometra?

Die Diagnose stützt sich auf vier Säulen. Erstens die Anamnese: Wann war die letzte Rolligkeit, ist die Kätzin kastriert, gab es Hormonbehandlungen, frisst und trinkt sie verändert? Zweitens die klinische Untersuchung mit Temperaturmessung, Schleimhautkontrolle, Puls, Beurteilung des Hydratationsstatus und vorsichtiger Palpation des Hinterleibs. Eine deutlich vergrößerte Gebärmutter lässt sich oft als wurstförmige Struktur tasten, du selbst solltest aber nicht herumdrücken, weil eine geschlossene Pyometra reißen und eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung auslösen kann.

Drittens kommt der Ultraschall. Er ist das wichtigste bildgebende Verfahren und zeigt die mit Flüssigkeit gefüllten Gebärmutterhörner als zwei längliche, geschlängelte Strukturen mit echoarmem Inhalt. Auch die Wandstruktur, eventuelle Zysten und freie Flüssigkeit im Bauchraum lassen sich beurteilen. Ein Röntgenbild ist möglich, aber weniger spezifisch, weil eine vergrößerte Gebärmutter nicht zuverlässig von einer frühen Trächtigkeit oder anderen abdominalen Massen zu unterscheiden ist.

Viertens das Blutbild und die Blutchemie. Typisch sind eine deutliche Leukozytose mit Linksverschiebung, also viele junge weiße Blutkörperchen, ein erhöhter CRP- oder SAA-Wert (Akute-Phase-Proteine), oft eine milde Anämie, erhöhte Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin, SDMA) und manchmal erhöhte Leberwerte. Bei stabilen Patientinnen ergänzt eine Urinanalyse die Bewertung der Nierenfunktion. Vor der Operation gehört zu einer sauberen Vorbereitung außerdem eine kurze kardiologische Beurteilung, vor allem bei älteren Tieren, um das Narkoserisiko realistisch einzuschätzen.

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Faustregel für den Notfall

Intakte Kätzin, älter als fünf Jahre, vor zwei bis acht Wochen rollig, jetzt schlapp, viel Durst, vielleicht Erbrechen: bis zum Beweis des Gegenteils Pyometra. Diese Faustregel rettet jährlich Tausenden Tieren das Leben, weil sie zur sofortigen Ultraschall-Abklärung führt.

Wie wird eine Pyometra behandelt?

Der Goldstandard ist die chirurgische Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken (Ovariohysterektomie). Sie behebt die Ursache vollständig und verhindert ein Wiederauftreten. Die Operation findet in Vollnarkose statt, dauert zwischen 30 und 60 Minuten und ist technisch anspruchsvoller als eine reguläre Frühkastration, weil die mit Eiter gefüllte Gebärmutter sehr fragil ist und beim kleinsten Riss eine Bauchhöhlenkontamination droht. Vor und während der Operation erhält die Kätzin Infusionen, ein breites Antibiotikum nach Antibiogramm-Empfehlung (initial häufig Amoxicillin-Clavulansäure), Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide und ein nichtsteroidales Antiphlogistikum, sobald die Nierenwerte stabil sind.

Eine medikamentöse Therapie mit Prostaglandinen (z. B. Aglepriston) wird nur in seltenen Ausnahmefällen erwogen, etwa bei jungen, sehr wertvollen Zuchttieren mit offener Pyometra, ohne Sepsiszeichen und mit dem Wunsch, die Fruchtbarkeit zu erhalten. Sie ist langwierig (sieben bis zehn Tage), nicht zuverlässig, hat eine Rückfallquote von rund 70 Prozent innerhalb von zwei Jahren und ist bei der geschlossenen Form kontraindiziert, weil das Hormon Wehen auslöst und die Gebärmutter platzen kann. Im Hausgebrauch ist deshalb die Operation immer die sicherere und langfristig günstigere Wahl.

Postoperativ bleibt die Kätzin in den meisten Praxen ein bis drei Tage stationär, an Infusion und Antibiotikum. Die Naht wird nach zehn bis zwölf Tagen kontrolliert, ein Halskragen oder Body verhindert Belecken. Innerhalb von zwei bis drei Wochen sind die meisten Tiere wieder vollständig auf den Beinen. Bei rechtzeitiger Operation liegen die Überlebensraten in modernen Kliniken bei über 95 Prozent. Bei bereits eingetretener Sepsis sinkt sie auf 70 bis 80 Prozent, weshalb Schnelligkeit der wichtigste Faktor ist.

Was kostet eine Pyometra-OP in DACH?

Die Kosten variieren stark nach Region, Klinikgröße, Notfallzeitpunkt (Wochenende, Nacht) und Zustand der Patientin. In Deutschland liegt eine geplante Pyometra-OP an Werktagen meist zwischen 600 und 1.200 Euro, im Notdienst 900 bis 2.000 Euro. In Österreich liegt die Spanne ähnlich, mit etwas höheren Aufschlägen für Wiener Notfallkliniken. In der Schweiz musst du mit 1.500 bis 3.500 Schweizer Franken rechnen.

Im Preis inkludiert sind in der Regel die Voruntersuchung, Ultraschall, Blutbild, Narkose, OP, ein bis drei Tage stationäre Versorgung, Antibiose, Schmerzmedikation und Nachkontrollen. Komplikationen wie eine Bauchhöhlenspülung bei geplatzter Gebärmutter, intensivmedizinische Versorgung oder mehrtägige Hospitalisierung treiben die Kosten schnell auf das Doppelte. Eine gute Katzenversicherung deckt die Pyometra-Operation in der Regel vollständig ab, sofern sie vor Eintritt der Symptome abgeschlossen wurde und keine Wartezeit gilt. Achte beim Vergleich auf einen OP-Schutz mit hoher Jahresdeckungssumme und Erstattung bis zum vierfachen Satz der Gebührenordnung.

Im Vergleich dazu kostet eine planmäßige Frühkastration in DACH zwischen 80 und 200 Euro. Wer also eine Wohnungskatze hält und keine Zucht plant, fährt medizinisch und finanziell mit der frühen Kastration deutlich günstiger und sicherer.

Wie kannst du einer Pyometra vorbeugen?

Die wirksamste Prophylaxe ist die rechtzeitige Kastration. In den meisten Tierarztpraxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird sie zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat empfohlen, also vor der ersten Rolligkeit. Eine frühe Kastration senkt nicht nur das Pyometrarisiko, sondern auch das Risiko für Mammatumoren, das mit jeder durchlaufenen Rolligkeit ansteigt. Wer Zuchtkätzinnen hält, sollte nach Abschluss der Zuchtkarriere konsequent kastrieren lassen, in der Regel zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr.

Hormonelle Mittel zur Rolligkeitsunterdrückung sollten heute nur noch im absoluten Ausnahmefall und maximal kurzzeitig eingesetzt werden, weil sie das Pyometrarisiko deutlich erhöhen. Wenn du einen Wurf abwartest und die Kätzin temporär nicht decken willst, sind organisatorische Maßnahmen (getrennte Haltung, Zugang verhindern) der bessere Weg.

Beobachte deine intakte Kätzin nach jeder Rolligkeit aufmerksam für mindestens acht Wochen. Achte auf Trinkmenge, Appetit, Pflegeverhalten, Aktivität und eventuellen Vulvaausfluss. Wer früh erkennt, behandelt schneller, und schnell behandelte Pyometra-Patientinnen erholen sich in den allermeisten Fällen vollständig. Mehr zur allgemeinen Reproduktionsmedizin liest du im Ratgeber zu Verhalten und Pflege deiner Katze sowie zur artgerechten Ernährung, die das Immunsystem stärkt.

Tierärztlicher Blick: Wann an Differenzialdiagnosen denken?

In der Praxis ist die wichtigste Differenzialdiagnose der trächtige Uterus. Eine erfahrene Sonografeurin unterscheidet beide auf den ersten Blick: Trächtigkeit zeigt diskrete Fruchtanlagen mit Herzschlag ab dem 18. bis 21. Tag, eine Pyometra wirkt diffus echoarm gefüllt, ohne strukturierte Frucht. Bei Unklarheit hilft das Hormon Relaxin, das nur in der Trächtigkeit gebildet wird und in einem Schnelltest bestimmt werden kann. Auch eine Mukometra (steriles Schleimhautsekret) und eine Hydrometra (wässriges Sekret) sehen ähnlich aus, machen das Tier aber selten so krank.

Andere Differenzialdiagnosen bei einer akut kranken intakten Kätzin sind eine akute Pankreatitis, ein septischer Abszess, eine FIP-Erkrankung mit feuchter Bauchform, ein Pyelonephritis-Schub oder eine schwere Toxoplasmose. Genau deshalb gehört eine Bauchultraschall-Untersuchung zur Standardabklärung jeder akut kranken intakten Kätzin in jeder gut ausgestatteten Praxis. Adressen findest du in unserem Tierarzt-Finder oder im Verzeichnis Tierarzt Wien. Im Wiener Raum bieten die Veterinärmedizinische Universität, die Tierklinik Hietzing und mehrere Privatkliniken ein 24-Stunden-Notdienst-Setup, das eine sofortige OP ermöglicht.

Wichtig im Alltag: Vertraue deinem Bauchgefühl. Wenn deine Kätzin nicht nur „etwas anders“ ist, sondern weniger frisst, mehr trinkt, sich häufiger ableckt oder einfach nicht mehr sie selbst, lass das ärztlich abklären. Eine 30-minütige Untersuchung mit Ultraschall und Blutbild kostet selten mehr als 100 bis 150 Euro und kann eine lebensbedrohliche Erkrankung in der frühen Phase aufdecken, in der die OP-Erfolgsquote bei über 95 Prozent liegt.

Häufige Fragen zur Gebärmutterentzündung bei Katzen

Kann eine Pyometra von alleine heilen?
Nein. Eine Pyometra heilt ohne Behandlung praktisch nie spontan. Selbst wenn der Vulvaausfluss vorübergehend nachlässt, bleibt die Infektion in der Gebärmutter und führt unbehandelt fast immer zur Sepsis. Die einzige verlässliche Therapie ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken.
Kann auch eine kastrierte Katze eine Pyometra bekommen?
In sehr seltenen Fällen ja. Wenn bei der Kastration ein Gebärmutterstumpf zurückgeblieben ist und gleichzeitig ein Eierstockrest hormonell aktiv bleibt, kann sich eine sogenannte Stumpfpyometra entwickeln. Sie zeigt dieselben Symptome wie eine klassische Pyometra und wird ebenfalls operativ behandelt.
Wie lange dauert die Erholung nach der OP?
Die meisten Kätzinnen sind nach 24 bis 48 Stunden wieder fressfreudig und beginnen, sich aktiv zu bewegen. Die Hautnaht wird nach zehn bis zwölf Tagen kontrolliert, vollständige körperliche Belastung ist nach drei Wochen wieder möglich. Solange ein Halskragen oder Body getragen wird, ist Belecken der Naht zuverlässig verhindert.
Was kostet eine Pyometra-OP in Wien?
In Wien liegen die Kosten für eine planmäßige Pyometra-Operation an Werktagen meist zwischen 700 und 1.300 Euro inklusive Vorsorge, Ultraschall, Narkose, OP, Stationsaufenthalt und Medikamenten. Im Notdienst am Wochenende oder nachts können 1.500 bis 2.500 Euro anfallen. Eine vor Symptombeginn abgeschlossene Versicherung übernimmt diese Kosten in der Regel vollständig.
Welche Symptome sind besonders verdächtig?
Eitriger oder bräunlicher Ausfluss aus der Vulva, starker Durst und vermehrtes Urinieren, Apathie, Erbrechen, ein aufgetriebener Bauch und Fieber innerhalb von zwei bis acht Wochen nach einer Rolligkeit. Die Kombination aus auffälligem Trinkverhalten und Mattigkeit bei einer intakten Kätzin sollte immer abgeklärt werden.
Ist die OP für ältere Katzen riskant?
Das Risiko ist erhöht, aber meist beherrschbar. Mit moderner Narkose, sorgfältiger Vorbereitung (Blutbild, Herzcheck, Infusion) und einem erfahrenen Team liegt die Überlebensrate auch bei Tieren über zwölf Jahren deutlich über 90 Prozent, sofern noch keine Sepsis vorliegt. Wer die Operation hinauszögert, riskiert dagegen die Entwicklung eines septischen Schocks mit deutlich schlechterer Prognose.
Kann meine Kätzin nach der OP noch Junge bekommen?
Nein, nach der Standardoperation nicht, weil Gebärmutter und Eierstöcke entfernt werden. Wer aus zucht­medizinischen Gründen die Fruchtbarkeit erhalten möchte, sollte mit der Reproduktionsmedizinerin frühzeitig prüfen, ob eine konservative Therapie überhaupt vertretbar ist. Diese Option besteht nur in eng definierten Ausnahmefällen.
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