American Shorthair
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Die American Shorthair ist eine kräftige, robuste und ausgeglichene Kurzhaarkatze, die als amerikanische Arbeitskatze eine lange Geschichte hinter sich hat und heute zu den beliebtesten Rassen der Vereinigten Staaten zählt. Ihre Vorfahren kamen einst mit den europäischen Siedlern über den Atlantik und verdienten sich als geschickte Mäusejäger an Bord und auf den Farmen ihren Platz. Aus diesen zähen, gesunden Gebrauchskatzen entwickelte sich über Jahrhunderte eine muskulöse, langlebige Rasse mit ausgeglichenem Wesen. In Österreich und Deutschland ist die American Shorthair noch vergleichsweise selten und wird gelegentlich mit der Britisch Kurzhaar oder der Europäisch Kurzhaar verwechselt, von denen sie sich aber in einigen Punkten unterscheidet. Bekannt ist sie vor allem in der klassischen Silber-Tabby-Zeichnung, dem markanten Muster mit schwarzen Wirbeln auf silbernem Grund, das oft als Inbegriff der Rasse gilt. Sie kommt aber in über 80 Farb- und Musterkombinationen vor. In diesem Porträt erfährst du alles Wichtige über die American Shorthair: von ihrer Herkunft und der Abgrenzung zu ihren europäischen Verwandten über Aussehen, Charakter und artgerechte Haltung bis hin zu den rassetypischen Krankheiten, der Pflege, der Ernährung und den echten Kosten in Österreich und Deutschland.
Robuste amerikanische Arbeitskatze
Die American Shorthair ist eine muskulöse, gesunde Kurzhaarrasse mit über 80 Farben und der ikonischen Silber-Tabby-Zeichnung.
Ausgeglichen und unkompliziert
Sie ist ruhig, anpassungsfähig und freundlich, dabei aber eigenständiger als viele reine Schosskatzen. Ein pflegeleichter Familienbegleiter.
Geschickte Jägerin
Ihr Erbe als Mäusejägerin macht sie mäßig aktiv und verspielt. Sie liebt Kletter- und Jagdspiele und behält gern den Überblick.
Langlebig und gesund
Die American Shorthair gilt als besonders robust und kann 15 bis 20 Jahre alt werden. Auf die Herzerkrankung HCM sollte getestet werden.
Steckbrief American Shorthair
| Merkmal | American Shorthair im Überblick |
|---|---|
| Herkunft | Vereinigte Staaten, aus europäischen Arbeitskatzen |
| Größe | mittelgroß bis groß, muskulös |
| Gewicht Kater | fünf bis acht Kilogramm |
| Gewicht Katze | 3,5 bis sechs Kilogramm |
| Lebenserwartung | 15 bis 20 Jahre |
| Felltyp und Farben | kurzes, dichtes, hartes Fell; über 80 Farben und Muster, klassisch Silber-Tabby |
| Charakter | ausgeglichen, freundlich, eigenständig, verspielt |
| Aktivitätslevel | mäßig, mit ausgeprägtem Jagd- und Spieltrieb |
| Besonderheit | langlebige Naturrasse, ehemalige Arbeits- und Mäusekatze |
| Preis beim Züchter | 800 bis 1.400 Euro |
Woher stammt die American Shorthair ursprünglich?
Die Geschichte der American Shorthair beginnt nicht in Amerika, sondern in Europa. Als die ersten Siedlerinnen und Siedler über den Atlantik segelten, nahmen sie Katzen mit an Bord, um Vorräte vor Mäusen und Ratten zu schützen. Diese europäischen Gebrauchskatzen bewährten sich in der neuen Welt hervorragend und verbreiteten sich auf Farmen und in Städten. Über viele Generationen entstand durch natürliche Auslese eine besonders zähe, gesunde und wetterfeste Katze mit dichtem Fell und kräftigem Körperbau.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann man in den Vereinigten Staaten, diese Katzen gezielt zu züchten, um ihren typischen Charakter und ihr Aussehen zu bewahren. Ursprünglich lief die Rasse unter dem Namen Domestic Shorthair, bis sie 1966 in American Shorthair umbenannt wurde, um sie klar von einfachen Hauskatzen abzugrenzen. Heute ist sie eine anerkannte Rassekatze mit festgelegtem Standard und in den Vereinigten Staaten sehr beliebt. In Österreich und Deutschland ist sie dagegen noch selten, sodass du für ein Tier aus seriöser Zucht meist etwas Geduld und gezielte Suche brauchst.
Wie unterscheidet sich die American Shorthair von Britisch Kurzhaar und Europäisch Kurzhaar?
Weil alle drei robuste, kurzhaarige Rassen mit rundlichem Kopf sind, werden sie leicht verwechselt. Es lohnt sich daher, die Unterschiede genau anzuschauen. Die Britisch Kurzhaar ist am kräftigsten und gedrungensten gebaut, hat einen sehr runden Kopf mit vollen Wangen und ein besonders dichtes, plüschiges Fell, das an einen Teddybär erinnert. Sie ist bekannt für ihr ruhiges, gelassenes Wesen und ihre ikonische blaugraue Farbe. Die American Shorthair wirkt dagegen athletischer und weniger massig, ihr Körper ist muskulös und für die Arbeit gebaut, und ihr Fell ist kürzer und härter als das plüschige Fell der Britisch Kurzhaar. Auch im Wesen ist sie meist etwas aktiver und behält ihren ausgeprägten Jagdtrieb.
Die Europäisch Kurzhaar ist das europäische Gegenstück zur American Shorthair und teilt mit ihr die Herkunft aus alten Arbeitskatzen. Beide gehen letztlich auf denselben Typ der robusten Hauskatze zurück, wurden aber auf ihren jeweiligen Kontinenten getrennt weitergezüchtet. Die Europäisch Kurzhaar steht dem natürlichen Erscheinungsbild der ursprünglichen Hauskatze noch etwas näher, während die American Shorthair in den Vereinigten Staaten über Jahrzehnte auf einen klar definierten Typ mit kräftigerem Körper und breiterem Kopf selektiert wurde. Alle drei Rassen eint, dass sie zu den gesündesten und langlebigsten Katzen gehören, weil bei ihnen keine extremen Zuchtmerkmale im Vordergrund stehen.

Wie sieht eine American Shorthair aus?
Die American Shorthair ist eine mittelgroße bis große, kräftig gebaute Katze mit muskulösem Körper, breiter Brust und starken Beinen, die ihre Herkunft als Arbeitskatze deutlich zeigt. Der Kopf ist groß und rundlich mit vollen Wangen, wirkt aber weniger extrem rund als bei der Britisch Kurzhaar. Die mittelgroßen Ohren und die großen, leicht schräg stehenden Augen verleihen ihr einen wachen, freundlichen Ausdruck. Kater werden deutlich massiger als Katzen und erreichen ein stattliches Gewicht.
Das Fell ist kurz, dicht und angenehm hart in der Textur, ein Erbe der wetterfesten Arbeitskatze, die vor Nässe und Kälte geschützt sein musste. Besonders berühmt ist die American Shorthair für die klassische Silber-Tabby-Zeichnung mit tiefschwarzen Wirbeln und Ringen auf silbrigem Grund. Insgesamt sind über 80 Farb- und Musterkombinationen anerkannt, von einfarbig über getigert bis mehrfarbig. Damit bietet die Rasse eine enorme optische Vielfalt bei stets gleichbleibend robustem Körperbau.
Wie ist der Charakter der American Shorthair?
Die American Shorthair gilt als besonders ausgeglichene und unkomplizierte Katze. Sie ist freundlich, anhänglich und sozial, dabei aber eigenständiger und weniger fordernd als viele reine Schosskatzen. Sie genießt die Nähe ihrer Menschen und sucht gern Gesellschaft, besteht aber nicht darauf, ständig auf dem Arm getragen zu werden. Diese entspannte, selbstbewusste Art macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner, der sich gut in den Alltag einfügt und auch mit Trubel gut zurechtkommt.
Ihr Erbe als Jägerin ist bis heute spürbar. Die American Shorthair ist mäßig aktiv, klug und ausgesprochen verspielt und liebt Jagd- und Kletterspiele, bei denen sie ihren Beutetrieb ausleben kann. Sie kommt in der Regel gut mit Kindern, anderen Katzen und verträglichen Hunden zurecht und gilt als geduldig und tolerant. Damit ein junges Kätzchen von Anfang an souverän und sozial aufwächst, ist eine gute Prägung wichtig, wie unser Ratgeber zeigt, wie du ein Kitten richtig sozialisierst.

Wie hältst du eine American Shorthair artgerecht?
Die American Shorthair ist anpassungsfähig und kann sowohl als Wohnungskatze als auch mit gesichertem Freigang gehalten werden. Weil ihr Jagdtrieb ausgeprägt ist, braucht sie in jedem Fall ausreichend Beschäftigung, Kratzmöglichkeiten und Gelegenheiten zum Klettern und Spielen. Ein gesicherter Garten oder Balkon ist ideal, damit sie ihre Umgebung beobachten und erkunden kann. Wie du einen Balkon katzensicher gestaltest, erklärt unser Ratgeber zum katzensicheren Balkon. Bei reiner Wohnungshaltung solltest du für abwechslungsreiche Auslastung sorgen. Viele Ideen findest du in unserem Beitrag darüber, wie du eine Wohnungskatze beschäftigst.
Obwohl die American Shorthair eigenständiger ist als manche anderen Rassen, ist sie ein geselliges Tier, das nicht dauerhaft allein bleiben sollte. Wenn du viel außer Haus bist, ist eine zweite Katze als Gesellschaft eine gute Lösung, denn ihr verträgliches Wesen macht die Haltung im Paar meist unkompliziert. Wie das Zusammenleben von zwei Katzen gelingt, zeigt unser Ratgeber dazu, zwei Katzen in der Wohnung zu halten. Weitere robuste, kurzhaarige Rassen im Vergleich findest du in unserer Übersicht der Kurzhaarkatzen.
Passt die American Shorthair zu dir?
Die American Shorthair passt zu dir, wenn du eine robuste, gesunde und pflegeleichte Katze mit ausgeglichenem Wesen suchst, die anhänglich ist, ohne aufdringlich zu sein. Du solltest ihrem Jagd- und Spieltrieb mit genügend Beschäftigung und Klettermöglichkeiten gerecht werden und ihr am besten Gesellschaft bieten, wenn du viel unterwegs bist. Wegen ihrer Langlebigkeit gehst du mit dieser Rasse eine besonders lange Beziehung ein. Weniger geeignet ist sie, wenn du eine reine, ständig anschmiegsame Schosskatze erwartest, denn die American Shorthair schätzt auch ihre Selbstständigkeit.
Welche rassetypischen Krankheiten hat die American Shorthair?
Die American Shorthair gilt als eine der gesündesten und langlebigsten Katzenrassen überhaupt, was ihrer Herkunft als natürlich gewachsene Arbeitskatze ohne extreme Zuchtmerkmale zu verdanken ist. Nicht selten erreichen die Tiere ein Alter von 15 bis 20 Jahren. Dennoch gibt es einzelne erblich bedingte Erkrankungen, die du kennen solltest. Ein seriöser Züchter lässt seine Elterntiere auf die relevanten Erbkrankheiten testen und legt dir die Ergebnisse offen vor. Solltest du bei deiner Katze Auffälligkeiten wie verminderte Leistungsfähigkeit oder Atemnot bemerken, warte nicht ab. Über unsere Plattform kannst du unkompliziert eine Tierärztin oder einen Tierarzt in deiner Nähe finden. Zur ersten Orientierung bei unklaren Beschwerden hilft dir außerdem unser Symptom-Checker, der die tierärztliche Untersuchung aber niemals ersetzt.
Die wichtigste rassetypische Erkrankung ist die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, die häufigste Herzerkrankung der Katze. Dabei verdickt sich die Muskelwand des Herzens krankhaft, was zu Herzversagen, Blutgerinnseln und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Tod führen kann. HCM kommt auch bei der American Shorthair vor und wird über regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen beim Fachtierarzt überwacht. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere entsprechend kontrollieren, um die Erkrankung möglichst aus der Zucht herauszuhalten.
Weil die American Shorthair kräftig gebaut ist und wenig zu Bewegungsmangel neigt, wenn sie beschäftigt wird, bleiben Gelenkprobleme meist selten, dennoch sollte auf ein gesundes Gewicht geachtet werden, um Hüften und Gelenke zu schonen. Wie bei allen Katzen sind im Alter zudem Zahnprobleme möglich. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die beste Vorsorge der Kauf bei einem seriösen Züchter mit HCM-Kontrolle der Elterntiere ist, kombiniert mit der jährlichen tierärztlichen Vorsorgeuntersuchung, bei der auch das Herz abgehört wird.
Wie pflegst du eine American Shorthair?
Die Pflege der American Shorthair ist denkbar einfach, was sie zu einer idealen Rasse für Menschen macht, die wenig Zeit für aufwendige Fellpflege haben. Das kurze, dichte Fell muss in der Regel nur einmal pro Woche gebürstet werden, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu fördern. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst darf es etwas häufiger sein, damit die losen Haare nicht in der Wohnung verteilt oder von der Katze verschluckt werden. Ein spezielles Katzenbad ist normalerweise nicht nötig.
Wie bei jeder Katze gehören die Kontrolle von Ohren, Krallen und Zähnen zur regelmäßigen Pflege. Gewöhne deine Katze von klein auf an das Bürsten und die Kontrollen, damit sie diese als angenehmes Ritual erlebt. Bei der geduldigen, ausgeglichenen American Shorthair gelingt das meist besonders leicht. Achte außerdem auf saubere, frische Katzentoiletten und einen ruhigen Rückzugsort, damit sich deine Katze rundum wohlfühlt.
Was solltest du bei der Ernährung beachten?
Die American Shorthair ist eine kräftige, muskulöse Katze mit solidem Nährstoffbedarf. Sie braucht eine hochwertige, fleischbasierte Ernährung mit hohem Proteinanteil, die ihren Körperbau und ihre Aktivität unterstützt. Achte auf altersgerechtes Futter, das dem Bedarf vom Kätzchen über die erwachsene Katze bis zum Senior gerecht wird. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen, um die Nieren zu unterstützen und die Katze zum Trinken zu animieren.
Weil die American Shorthair einen guten Appetit hat und in der Wohnung leicht zu wenig Bewegung bekommt, neigt sie bei zu großzügiger Fütterung zu Übergewicht. Taste regelmäßig die Rippen ab und achte auf die Figur deiner Katze, besonders nach der Kastration. Sollte deine Katze zu viel wiegen, findest du Unterstützung in unserem Ratgeber, wie du eine übergewichtige Katze gesund abnehmen lässt. Regelmäßige Jagd- und Spielrunden helfen, die verspielte American Shorthair fit und schlank zu halten.

💰 Was kostet eine American Shorthair in Österreich und Deutschland?
Eine American Shorthair aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Gentests und guter Aufzucht kostet in Österreich und Deutschland meist zwischen 800 und 1.400 Euro. Weil die Rasse hier noch selten ist, kann es Wartezeiten geben, und die Anreise zum passenden Züchter ist manchmal weiter. Von auffällig günstigen Angeboten ohne Papiere und ohne Gesundheitsnachweise solltest du absehen, da HCM-Kontrollen der Elterntiere wichtig sind. Die Erstausstattung mit einem stabilen Kratzbaum, Transportbox, Näpfen, Katzentoiletten und Spielzeug ist mit rund 200 bis 400 Euro zu veranschlagen. Die laufenden monatlichen Kosten für hochwertiges Futter, Katzenstreu und Kleinbedarf liegen bei etwa 40 bis 70 Euro. Dazu kommt eine Rücklage für die Tiergesundheit. Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung mit Impfung kostet in Österreich meist zwischen 60 und 100 Euro, in Deutschland zwischen 50 und 90 Euro. Für unerwartete Behandlungen, etwa am Herzen, ist eine Katzenkrankenversicherung oder eine feste monatliche Rücklage sinnvoll.
Ähnliche oder verwandte Rassen sind American Curl und Japanese Bobtail.
Häufige Fragen zur American Shorthair
Quellen
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