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Britisch Kurzhaar

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Die Britisch Kurzhaar, im Halterjargon oft kurz BKH genannt, ist mit ihrem runden Kopf, den vollen Wangen und dem plüschigen Fell eine der beliebtesten Rassekatzen in Österreich und Deutschland. Am bekanntesten ist die blaugraue Variante mit den großen, leuchtend kupfer- bis orangefarbenen Augen, doch die Rasse gibt es in vielen weiteren Farben und Zeichnungen. Ihr ruhiges, ausgeglichenes Gemüt macht sie zu einer idealen Wohnungskatze, die auch mit Berufstätigen und Familien gut zurechtkommt. Die BKH gilt als bodenständig, unaufdringlich und robust, sie sucht Nähe, ohne aufdringlich zu sein, und lässt sich selten aus der Ruhe bringen. Wer den typischen „Teddybär-Look“ schätzt, sollte aber wissen, dass hinter dem gemütlichen Äußeren auch ein paar gesundheitliche Themen stecken, allen voran die erbliche Herzerkrankung HCM und die polyzystische Nierenerkrankung. In diesem Porträt bekommst du den vollständigen Überblick von Herkunft und Charakter über die richtige Haltung und Ernährung bis zu den rassetypischen Krankheiten, den nötigen Zuchttests und den echten Kosten. Außerdem klären wir die häufige Verwechslung mit der Kartäuserkatze, denn blau ist nicht gleich Kartäuser. So kannst du fundiert entscheiden, ob die gemütliche Britisch Kurzhaar zu deinem Leben passt.

Britisch Kurzhaar

Der Teddybär unter den Katzen

Runder Kopf, volle Wangen und ein dichtes, plüschiges Fell geben der BKH ihr unverwechselbares, gemütliches Aussehen.

Haltung

Ideale Wohnungskatze

Ruhig, ausgeglichen und wenig kletterwütig: Die Britisch Kurzhaar fühlt sich in der Wohnung wohl und passt gut zu Familien und Berufstätigen.

Gesundheit

HCM und Nieren im Blick behalten

Die hypertrophe Kardiomyopathie und die polyzystische Nierenerkrankung sind die wichtigsten Erbkrankheiten. Zuchttests sind Pflicht.

Gewicht

Neigt zu Übergewicht

Die gemütliche BKH bewegt sich wenig und frisst gern. Kontrolliere Futtermenge und Gewicht, damit sie nicht zu schwer wird.

Steckbrief Britisch Kurzhaar

Merkmal Britisch Kurzhaar im Überblick
Herkunft Großbritannien
Größe mittelgroß bis groß, kompakter, gedrungener Körperbau
Gewicht Kater 5 bis 8 kg
Gewicht Katze 4 bis 6 kg
Lebenserwartung 14 bis 20 Jahre
Felltyp kurz, sehr dicht, plüschig mit viel Unterwolle
Farben über 200 Varianten, klassisch Blau, dazu Lilac, Creme, Schwarz, Schildpatt, Silber-Tabby, Colourpoint und mehr
Charakter ruhig, ausgeglichen, freundlich, unaufdringlich
Aktivitätslevel niedrig bis mittel
Preis beim Züchter 900 bis 1.600 Euro mit Papieren und Gesundheitstests

Woher stammt die Britisch Kurzhaar?

Die Britisch Kurzhaar ist eine der ältesten Rassekatzen Europas und geht auf die robusten Hauskatzen zurück, die schon die Römer auf die britische Insel brachten. Über Jahrhunderte lebten sie dort als kräftige, wetterfeste Mäusefänger auf Höfen und in Häusern. Im späten 19. Jahrhundert begann der Brite Harrison Weir, diese bodenständigen Katzen gezielt zu züchten und auf Ausstellungen zu präsentieren. Die erste große Katzenschau im Londoner Crystal Palace im Jahr 1871 gilt als Geburtsstunde der planmäßigen Zucht, und die stämmige englische Hauskatze stand dabei im Mittelpunkt.

Nach den beiden Weltkriegen war der Bestand stark dezimiert, sodass Züchter zur Blutauffrischung unter anderem Perserkatzen einkreuzten. Daher stammt das besonders dichte, plüschige Fell und der runde Kopf der heutigen BKH. Die Rasse wurde so zu dem kompakten, rundlichen Typ weiterentwickelt, den wir heute kennen. Heute gehört die Britisch Kurzhaar in Österreich und Deutschland zu den meistgehaltenen Rassekatzen. Einen Überblick über weitere pflegeleichte Kurzhaarrassen findest du in unserer Übersicht der Kurzhaarkatzen.

Kraeftige graue Britisch Kurzhaar mit grossen Pfoten

Ist die Britisch Kurzhaar dasselbe wie die Kartäuser?

Diese Frage sorgt seit Jahrzehnten für Verwirrung, deshalb lohnt eine klare Antwort. Nein, die Britisch Kurzhaar und die Kartäuserkatze sind zwei eigenständige Rassen, auch wenn beide in der blaugrauen Variante auf den ersten Blick ähnlich wirken. Die Kartäuser, im Französischen Chartreux genannt, ist eine alte französische Rasse. Sie kommt ausschließlich in einem einheitlichen Blaugrau vor und hat kupferfarbene bis orangefarbene Augen. Ihr Körperbau ist etwas schlanker und hochbeiniger, der Kopf wirkt schmaler mit einem charakteristischen, leicht lächelnden Ausdruck durch die schmale Schnauze.

Die Britisch Kurzhaar dagegen ist gedrungener und runder, hat volle Wangen, einen breiteren Kopf und gibt es in weit über zweihundert Farbvarianten, von denen Blau nur eine ist. Zur Verwirrung trägt bei, dass in Deutschland und Österreich die blaue Britisch Kurzhaar umgangssprachlich oft fälschlich als „Kartäuser“ bezeichnet und verkauft wird. Wer wirklich eine reinrassige Chartreux möchte, sollte deshalb genau auf den Stammbaum und den zuständigen Zuchtverband achten. In der internationalen Katzenwelt werden beide Rassen getrennt geführt, mit eigenen Standards und eigener Zuchtgeschichte. Für dich als Halter ist wichtig: Eine blaue BKH ist keine Kartäuser, sondern eben eine Britisch Kurzhaar in der Farbe Blau.

Wie ist der Charakter der Britisch Kurzhaar?

Die Britisch Kurzhaar ist berühmt für ihr besonders ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Sie ist eine freundliche, gelassene Katze, die ihre Menschen liebt, dabei aber nicht aufdringlich wird. Typisch ist, dass sie die Nähe der Familie sucht und gern im selben Raum liegt, das ausgiebige Getragenwerden oder stundenlange Schmusen aber vielen Vertretern der Rasse zu viel ist. Die BKH bestimmt lieber selbst, wann sie Zärtlichkeit möchte. Sie gilt als bodenständig, selbstsicher und wenig nervös, was sie zu einer verlässlichen Begleiterin im Alltag macht.

Auch ihr Bewegungsdrang hält sich in Grenzen. Anders als eine Bengal oder eine Maine Coon ist die BKH kein akrobatischer Kletterkünstler, sondern bevorzugt gemütliche Plätze am Boden oder auf dem Sofa. Verspielt ist sie als Jungtier durchaus, mit zunehmendem Alter wird sie aber ruhiger und behäbiger. Ihre unkomplizierte, geduldige Art macht sie zu einer guten Wahl für Familien mit Kindern und für Menschen, die eine anhängliche, aber nicht fordernde Katze suchen. Wer einen aktiveren, intensiver auf den Menschen bezogenen Charakter bevorzugt, findet ihn eher bei einer Maine Coon oder anderen lebhaften Rassen.

Wie halte ich eine Britisch Kurzhaar artgerecht?

Die Britisch Kurzhaar ist eine ausgesprochen gute Wohnungskatze, weil sie ruhig ist, wenig zerstörungswütig und keinen zwingenden Drang ins Freie zeigt. Trotzdem braucht auch sie Beschäftigung, Kratzmöglichkeiten und soziale Zuwendung, um ausgeglichen zu bleiben. Biete ihr stabile Kratzmöbel, ein paar erhöhte Liegeplätze und regelmäßige Spieleinheiten an. Da sie sich von sich aus wenig bewegt, ist das aktive Spiel mit dir umso wichtiger, um Übergewicht vorzubeugen. Welche Rassen sich besonders gut für die reine Wohnungshaltung eignen und worauf es dabei ankommt, zeigt unsere Übersicht zu Katzenrassen für die Wohnung.

Wie fast alle Katzen ist auch die gesellige BKH nicht gern viele Stunden allein. Gerade wenn du berufstätig bist, solltest du über die Haltung von zwei Tieren nachdenken, die sich gegenseitig Gesellschaft leisten. Zwei ruhige BKH harmonieren meist hervorragend, weil sie im Temperament gut zusammenpassen. Wie du zwei Katzen behutsam zusammenführst und Streit vermeidest, erklärt unser Ratgeber dazu, wie du zwei Katzen in der Wohnung halten kannst. Ein gesicherter Balkon ist eine schöne Ergänzung, damit die Katze frische Luft schnuppern und die Umgebung beobachten kann, ohne den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt zu sein.

Britisch Kurzhaar Katze entspannt in der Wohnung

Welche rassetypischen Krankheiten hat die Britisch Kurzhaar?

Grundsätzlich ist die Britisch Kurzhaar eine robuste, langlebige Rasse, die bei guter Haltung häufig 14 bis 20 Jahre alt wird. Trotzdem gibt es einige erbliche Erkrankungen, auf die verantwortungsvolle Züchter testen und die du kennen solltest. Katzen verbergen Beschwerden lange, deshalb sind regelmäßige Vorsorge und ein wacher Blick für Veränderungen entscheidend. Wenn dir Auffälligkeiten an Atmung, Bewegung, Trinkverhalten oder Appetit auffallen, kannst du sie mit unserem Symptom-Checker einordnen und im Zweifel rasch tierärztlich abklären lassen.

Die wichtigste Erbkrankheit ist die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM. Dabei verdickt sich die Muskulatur der linken Herzkammer, was langfristig zu Herzschwäche, gefährlichen Blutgerinnseln und plötzlichem Herztod führen kann. Die Britisch Kurzhaar zählt zu den Rassen, bei denen HCM gehäuft auftritt. Anders als bei der Maine Coon gibt es für die BKH keinen zuverlässigen rassespezifischen Gentest, deshalb ist die regelmäßige Herzultraschalluntersuchung der Zuchttiere durch einen kardiologisch erfahrenen Tierarzt der wichtigste Baustein der Vorsorge. Achte beim Kauf darauf, dass die Elterntiere per Echokardiografie auf HCM untersucht wurden. Symptome wie schnelle oder angestrengte Atmung, Antriebslosigkeit oder eine plötzliche Lähmung der Hinterbeine sind immer ein Notfall.

Die zweite bedeutende Erkrankung ist die polyzystische Nierenerkrankung, kurz PKD. Dabei bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Zysten in den Nieren, die das Gewebe verdrängen und im Lauf der Jahre zu chronischem Nierenversagen führen können. Diese Krankheit kennt man vor allem von der Perserkatze, sie wurde über die früher eingekreuzten Perser aber auch in die Britisch Kurzhaar getragen. Für die verantwortliche Genvariante gibt es einen zuverlässigen DNA-Test, sodass seriöse Zucht die Krankheit durch die Auswahl freier Elterntiere vermeiden kann. Anzeichen für Nierenprobleme sind vermehrtes Trinken und Urinieren, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit, meist erst im mittleren bis höheren Alter.

Ein weiteres, selteneres Thema ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung, die Hämophilie B, die auf einem Mangel des Gerinnungsfaktors IX beruht und bei der Rasse vorkommen kann. Auch hier existiert ein Gentest. Praktisch am wichtigsten für den Alltag ist jedoch das Thema Übergewicht, denn die gemütliche, wenig bewegungsfreudige BKH neigt stark zum Verfetten. Übergewicht wiederum fördert Diabetes, Gelenkbeschwerden und belastet ein ohnehin gefährdetes Herz zusätzlich. Wie du eine zu schwere Katze gesund und langsam wieder in Form bringst, liest du in unserem Ratgeber zur übergewichtigen Katze. Für Diagnose und Behandlung all dieser Erkrankungen gilt: Sie gehören in fachkundige Hände. Du kannst jederzeit unkompliziert einen Tierarzt in deiner Nähe finden und einen Vorsorgetermin vereinbaren.

Passt die Britisch Kurzhaar zu dir?

Die Britisch Kurzhaar passt zu dir, wenn du eine ruhige, unkomplizierte und anhängliche Katze suchst, die gut in der Wohnung lebt und auch mit einem Berufsalltag zurechtkommt, sofern sie einen Katzenpartner hat. Du solltest bereit sein, regelmäßig mit ihr zu spielen, damit sie nicht zu schwer wird, und beim Kauf auf einen Züchter mit HCM-Herzultraschall und PKD-Gentest bestehen. Wenn du dagegen eine sehr verschmuste Schoßkatze erwartest, die stundenlang getragen werden will, oder einen sportlichen Kletterkünstler suchst, entspricht die eher eigenständige und gemütliche BKH nicht ganz diesem Bild.

Wie pflege ich das Fell der Britisch Kurzhaar?

Das kurze, aber sehr dichte Fell mit seiner reichlichen Unterwolle ist im Alltag pflegeleicht, verlangt während des Fellwechsels aber etwas mehr Aufmerksamkeit. Im Normalfall genügt es, deine BKH einmal pro Woche zu bürsten, um lose Haare zu entfernen und die Bildung von Haarballen zu verringern. Im Frühjahr und Herbst, wenn die Katze ihr Winter- beziehungsweise Sommerfell wechselt, solltest du täglich bürsten, weil das plüschige Fell dann besonders viel Unterwolle verliert. Eine weiche Bürste oder ein Kurzhaarstriegel eignen sich dafür gut.

Ansonsten ist die Britisch Kurzhaar unkompliziert. Baden ist bei einer gesunden Katze nicht nötig. Kontrolliere regelmäßig die Ohren und die Krallen und gewöhne deine Katze schon früh an die Zahnpflege, denn Zahnstein und Zahnfleischentzündungen sind bei vielen Rassekatzen ein Thema. Wirf beim Bürsten immer auch einen prüfenden Blick auf Haut, Gewicht und Allgemeinbefinden, so fallen dir Veränderungen frühzeitig auf. Insgesamt bleibt der Pflegeaufwand gering, was die BKH gerade für Einsteiger attraktiv macht.

Was muss ich bei der Ernährung der Britisch Kurzhaar beachten?

Bei der Ernährung der Britisch Kurzhaar steht ein Thema klar im Vordergrund: die Vermeidung von Übergewicht. Als ruhige, wenig bewegungsfreudige Katze mit gutem Appetit setzt die BKH schnell Fett an, wenn das Futter unkontrolliert zur Verfügung steht. Biete deshalb hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil in abgemessenen Portionen an, statt den Napf dauerhaft zu füllen. Kontrolliere regelmäßig das Gewicht und taste die Rippen ab: Sind sie unter einer dünnen Fettschicht gut zu fühlen, stimmt die Menge ungefähr.

Frisches Wasser sollte immer bereitstehen, gerade weil die Rasse für Nierenprobleme anfällig ist und eine gute Flüssigkeitsversorgung die Nieren entlastet. Feuchtfutter mit hohem Wasseranteil unterstützt das zusätzlich, und ein Trinkbrunnen kann trinkfaule Katzen zum Trinken animieren. Leckerlis solltest du sparsam einsetzen und in die Tagesration einrechnen. Wenn deine BKH bereits zu viel wiegt, stelle die Ernährung niemals radikal um, sondern reduziere das Gewicht langsam und am besten in Absprache mit deinem Tierarzt, denn eine zu schnelle Abnahme kann bei Katzen die Leber schädigen.

Graues Britisch Kurzhaar Kitten vor neutralem Hintergrund

Was kostet eine Britisch Kurzhaar in Österreich und Deutschland?

Ein Kitten aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Impfungen, Mikrochip und nachgewiesenen Gesundheitstests der Elterntiere kostet in Österreich und Deutschland üblicherweise zwischen 900 und 1.600 Euro, in der beliebten blauen Farbe oder bei besonderen Zeichnungen teils etwas mehr. Sehr günstige Angebote unter 600 Euro sind ein Warnsignal für unseriöse Vermehrung ohne HCM-Herzultraschall und PKD-Test. Wer hier spart, riskiert teure Krankheitsverläufe und unterstützt tierschutzwidrige Zucht.

💰 Kosten: Was kostet eine Britisch Kurzhaar in Österreich und Deutschland?

Der Kaufpreis beim seriösen Züchter liegt in beiden Ländern meist zwischen 900 und 1.600 Euro. Für die Erstausstattung mit Kratzbaum, Transportbox, Näpfen und Zubehör solltest du einmalig etwa 200 bis 400 Euro einplanen. Die laufenden Kosten für hochwertiges Futter und Katzenstreu liegen bei rund 40 bis 60 Euro im Monat, in Österreich und Deutschland auf ähnlichem Niveau. Dazu kommt eine Rücklage für den Tierarzt: Eine jährliche Vorsorge mit Impfung kostet grob 60 bis 120 Euro, während die Behandlung einer Herz- oder Nierenerkrankung schnell mehrere hundert bis über tausend Euro erreichen kann. Viele Halter schließen deshalb eine Katzenkrankenversicherung oder Operationsversicherung ab und legen zusätzlich monatlich Geld zurück. Über die gesamte Lebenszeit von 14 bis 20 Jahren summieren sich die Kosten zu einem deutlich vierstelligen bis fünfstelligen Betrag, den du vor der Anschaffung realistisch einplanen solltest.

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Häufige Fragen zur Britisch Kurzhaar

Ist die Britisch Kurzhaar dasselbe wie die Kartäuser?
Nein. Die Britisch Kurzhaar und die Kartäuser (Chartreux) sind zwei eigenständige Rassen. Die Kartäuser stammt aus Frankreich, kommt ausschließlich in Blaugrau vor und ist etwas schlanker und hochbeiniger. Die Britisch Kurzhaar stammt aus Großbritannien, ist gedrungener und runder und gibt es in über zweihundert Farben, von denen Blau nur eine ist. In Deutschland und Österreich wird die blaue BKH umgangssprachlich oft fälschlich als Kartäuser bezeichnet, das ist aber nicht korrekt.
Ist die Britisch Kurzhaar eine gute Wohnungskatze?
Ja. Die Britisch Kurzhaar zählt zu den besten Wohnungskatzen, weil sie ruhig, ausgeglichen und wenig kletterwütig ist und keinen zwingenden Drang ins Freie hat. Sie braucht dennoch Kratzmöbel, Beschäftigung und regelmäßiges Spiel, um nicht zu verfetten. Ideal ist die Haltung zu zweit, damit sich die geselligen Tiere Gesellschaft leisten, gerade wenn du tagsüber außer Haus bist. Ein gesicherter Balkon ist eine schöne Ergänzung.
Wie alt wird eine Britisch Kurzhaar?
Bei guter Haltung erreicht eine Britisch Kurzhaar meist ein Alter von 14 bis 20 Jahren. Wichtig für ein langes, gesundes Leben sind ein normales Körpergewicht, hochwertiges Futter, ausreichend Bewegung durch Spiel und eine gute tierärztliche Vorsorge, die besonders Herz und Nieren im Blick behält. Achte schon beim Kauf auf einen seriösen Züchter mit HCM-Herzultraschall und PKD-Gentest der Elterntiere.
Haart die Britisch Kurzhaar stark?
Ja, wegen ihrer dichten Unterwolle haart die Britisch Kurzhaar spürbar, besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Im Alltag genügt einmal wöchentliches Bürsten, in der Zeit des Fellwechsels solltest du täglich bürsten, um lose Haare zu entfernen und Haarballen im Magen vorzubeugen. Das kurze Fell verfilzt zwar kaum, die Menge an Unterwolle sollte man beim Putzaufwand in der Wohnung aber nicht unterschätzen.
Welche Krankheiten sind bei der Britisch Kurzhaar typisch?
Die wichtigsten Erbkrankheiten sind die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) als Herzerkrankung und die polyzystische Nierenerkrankung (PKD). Für PKD gibt es einen Gentest, HCM wird bei der Rasse per regelmäßigem Herzultraschall der Zuchttiere überwacht, da kein zuverlässiger BKH-Gentest existiert. Seltener kommt die Blutgerinnungsstörung Hämophilie B vor. Praktisch am bedeutsamsten im Alltag ist Übergewicht, das Herz, Gelenke und Stoffwechsel zusätzlich belastet.
Was kostet eine Britisch Kurzhaar vom Züchter?
Ein Kitten aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Impfungen, Mikrochip und Gesundheitstests der Elterntiere kostet in Österreich und Deutschland meist zwischen 900 und 1.600 Euro, in der beliebten Farbe Blau teils etwas mehr. Angebote deutlich unter 600 Euro deuten auf unseriöse Vermehrung ohne Gesundheitsvorsorge hin. Rechne zusätzlich Erstausstattung, laufende Kosten und eine Tierarzt-Rücklage ein.
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