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Cornish Rex

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Die Cornish Rex ist eine der ungewöhnlichsten Katzenrassen überhaupt, denn ihr kurzes Fell fühlt sich an wie gewellter Samt oder Astrachan und liegt in feinen, regelmäßigen Wellen an. Zusammen mit dem schlanken, hochbeinigen Körper, dem eiförmigen Kopf und den auffallend großen Ohren wirkt sie fast wie ein kleines Windhund unter den Katzen. Diese Rasse ist nicht nur optisch besonders, sondern auch charakterlich: Die Cornish Rex ist verspielt, temperamentvoll und bleibt bis ins hohe Alter neugierig und aktiv. Weil ihr die schützenden Deckhaare fehlen und sie nur weiche Unterwolle trägt, friert sie leicht und sucht ständig warme Plätze, gern direkt bei ihren Menschen. Häufig wird sie mit der Devon Rex verwechselt, dabei handelt es sich um zwei getrennte Rassen mit unterschiedlichen Erbanlagen. In diesem Porträt bekommst du den vollständigen Überblick von der Herkunft in Cornwall über den Charakter, die richtige Haltung und Pflege des empfindlichen Fells bis zu den rassetypischen Krankheiten, den nötigen Vorsorgeuntersuchungen und den echten Kosten in Österreich und Deutschland. Außerdem klären wir, was die Cornish Rex von der Devon Rex unterscheidet und warum die Bezeichnung hypoallergen mit Vorsicht zu genießen ist. So kannst du fundiert entscheiden, ob diese lebhafte, anhängliche Katze zu deinem Leben passt.

Cornish Rex

Gewelltes Fell aus reiner Unterwolle

Der Cornish Rex fehlen die Deckhaare fast völlig. Übrig bleibt eine weiche, in regelmäßigen Wellen liegende Unterwolle, die sich wie Plüsch anfühlt.

Bewegung

Sportlich bis ins Alter

Schlanker Körper, lange Beine und ein aufgezogener Rücken machen die Cornish Rex zur akrobatischen Sprinterin, die auch als Seniorin gern spielt und klettert.

Haltung

Wärmebedürftige Wohnungskatze

Weil das dünne Fell kaum wärmt, braucht die Cornish Rex ein warmes Zuhause, kuschelige Rückzugsplätze und viel Nähe zu ihren Menschen.

Gesundheit

Robust, aber narkoseempfindlich

Die Cornish Rex gilt als gesunde, langlebige Rasse. Wegen des geringen Körperfetts und der fehlenden Fellisolierung reagiert sie jedoch empfindlich auf Narkose und Auskühlung.

Steckbrief Cornish Rex

Merkmal Cornish Rex im Überblick
Herkunft Cornwall, Großbritannien (1950)
Größe klein bis mittelgroß, schlanker, hochbeiniger Körperbau
Gewicht Kater 3,5 bis 4,5 kg
Gewicht Katze 2,5 bis 3,5 kg
Lebenserwartung 13 bis 18 Jahre, oft älter
Felltyp sehr kurz, gewellt, nur Unterwolle ohne Deckhaar
Farben alle Farben und Zeichnungen, von Weiß über Schwarz, Blau, Rot bis Schildpatt und Tabby
Charakter lebhaft, verspielt, anhänglich, intelligent, menschenbezogen
Aktivitätslevel hoch
Preis beim Züchter 800 bis 1.400 Euro mit Papieren und Gesundheitstests

Woher stammt die Cornish Rex?

Die Cornish Rex verdankt ihren Namen der englischen Grafschaft Cornwall, wo sie im Jahr 1950 auf einem Bauernhof entstand. In einem Wurf gewöhnlicher Hauskatzen kam damals ein Kater namens Kallibunker zur Welt, dessen Fell durch eine spontane Genmutation eng gewellt war. Der Züchterin Nina Ennismore fiel das ungewöhnliche Kätzchen sofort auf, und auf tierärztlichen Rat verpaarte sie den Kater später zurück mit seiner Mutter, um die Locken zu erhalten. Aus diesen ersten Verpaarungen entwickelte sich die Rasse, die ihren Namen an das gewellte Fell des Rex-Kaninchens anlehnt.

Um die kleine Population gesund zu halten, kreuzten die Züchter in den folgenden Jahren andere Rassen wie Siam, Burma und orientalische Kurzhaarkatzen ein. Daher stammt der elegante, schlanke Körperbau der heutigen Cornish Rex, der an ein orientalisches Ideal erinnert. In den Vereinigten Staaten wurde die Rasse ab den späten 1950er Jahren weiterentwickelt und schließlich international anerkannt. Heute ist die Cornish Rex in Österreich und Deutschland eine eher seltene, aber bei Liebhabern sehr geschätzte Rasse. Weitere kurzhaarige Rassen und ihre Eigenheiten findest du in unserer Übersicht der Kurzhaarkatzen.

Was unterscheidet die Cornish Rex von der Devon Rex?

Cornish Rex und Devon Rex werden ständig verwechselt, weil beide ein gewelltes Fell und große Ohren haben. Tatsächlich sind es aber zwei eigenständige Rassen, die auf zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen Genmutationen beruhen. Das lässt sich sogar biologisch beweisen: Verpaart man eine reinrassige Cornish Rex mit einer reinrassigen Devon Rex, entstehen Kätzchen mit glattem Fell, weil sich die beiden Locken-Gene nicht ergänzen. Genau daran erkennt man, dass es sich nicht um eine Variante derselben Rasse handelt.

Das Fell verrät den Unterschied am deutlichsten. Der Cornish Rex fehlen die Deckhaare fast vollständig, ihr bleibt nur die feine Unterwolle, die in gleichmäßigen, engen Wellen liegt und sich sehr weich anfühlt. Die Devon Rex dagegen besitzt alle Haartypen, ihr Fell ist aber lockerer gelockt, oft etwas struppiger und an manchen Stellen dünner. Auch der Kopf unterscheidet sich: Die Cornish Rex hat einen schmalen, eiförmigen Kopf mit hoch angesetzten Ohren, während die Devon Rex ein rundes Kobold- oder Pixie-Gesicht mit tiefer sitzenden, noch größeren Ohren zeigt. Beide Rassen sind verspielt und menschenbezogen, aber wer genau hinsieht, erkennt die zwei Typen gut. Wenn du dich für die verwandte Rasse interessierst, lohnt ein Blick in unser Porträt der Devon Rex.

Devon Rex Katze mit lockigem Fell zum Vergleich mit der Cornish Rex

Wie ist der Charakter der Cornish Rex?

Die Cornish Rex gehört zu den lebhaftesten und verspieltesten Katzenrassen und behält ihr kätzchenhaftes Temperament oft ein Leben lang. Sie ist ausgesprochen aktiv, springt hoch, klettert gern und flitzt mit ihrem windhundartigen Galopp durch die Wohnung. Viele Halter beschreiben sie als kleine Clownin, die ständig für Unterhaltung sorgt und mit großer Ausdauer spielt. Ihre Intelligenz macht sie außerdem gelehrig: Nicht wenige Cornish Rex lernen, kleine Bälle zu apportieren, Türen zu öffnen oder auf ihren Namen zu reagieren.

Neben ihrem Bewegungsdrang ist die Cornish Rex vor allem eines: extrem menschenbezogen. Sie sucht die Nähe ihrer Familie, folgt ihren Menschen von Raum zu Raum und liegt am liebsten warm an oder auf ihnen. Alleinsein verträgt sie schlecht, weshalb sich die Haltung von mindestens zwei Katzen anbietet, damit sich die geselligen Tiere gegenseitig beschäftigen. Ihre freundliche, aufgeschlossene Art macht sie zu einer guten Familienkatze, die auch Kindern und verträglichen Hunden meist neugierig statt ängstlich begegnet. Wer eine ruhige, unabhängige Schmusekatze sucht, ist bei ihr allerdings falsch. Eine ähnlich gesprächige und aktive Alternative wäre etwa die Siamkatze.

Wie halte ich eine Cornish Rex artgerecht?

Die Cornish Rex ist eine typische Wohnungskatze, die sich in einem warmen, anregenden Zuhause am wohlsten fühlt. Wegen ihres dünnen Fells verträgt sie Kälte und Zugluft schlecht, deshalb braucht sie beheizte Räume, kuschelige Höhlen, weiche Decken und im Winter am besten ein warmes Plätzchen nahe der Heizung. Freigang bei nasskaltem Wetter ist für diese Rasse ungeeignet. Ein gesicherter Balkon oder ein katzensicheres Fenster sind eine schöne Ergänzung, damit sie die Umgebung beobachten kann, ohne auszukühlen oder sich zu gefährden. Wie du deinen Balkon katzensicher machst, erklärt unser Ratgeber dazu Schritt für Schritt.

Weil die Cornish Rex so aktiv und klug ist, braucht sie deutlich mehr Beschäftigung als eine gemütliche Rasse. Biete ihr stabile Kletterbäume, erhöhte Aussichtsplätze, Intelligenzspielzeug und mehrere ausgiebige Spieleinheiten am Tag. Ohne genügend Auslastung kann sie unruhig werden oder auf dumme Ideen kommen. Viele Anregungen dazu findest du in unserem Ratgeber, wie du deine Wohnungskatze sinnvoll beschäftigen kannst. Da diese Rasse ungern allein ist, solltest du gerade als berufstätige Person über die Haltung von zwei Tieren nachdenken. Welche Rassen sich sonst noch gut für die reine Wohnungshaltung eignen, zeigt unsere Übersicht zu Katzenrassen für die Wohnung.

Katze mit duennem Fell sucht Waerme unter einer weichen Decke

Welche rassetypischen Krankheiten hat die Cornish Rex?

Die Cornish Rex gilt insgesamt als robuste, langlebige Rasse, die bei guter Haltung häufig 13 bis 18 Jahre und oft noch älter wird. Trotzdem gibt es einige rassetypische Besonderheiten und Erkrankungen, die du kennen solltest, denn Katzen verbergen Beschwerden lange und zeigen sie erst, wenn sie schon deutlich leiden. Regelmäßige Vorsorge und ein wacher Blick für Veränderungen bei Atmung, Bewegung, Appetit oder Verhalten sind deshalb entscheidend. Wenn dir etwas auffällt, kannst du die Anzeichen mit unserem Symptom-Checker einordnen und im Zweifel rasch tierärztlich abklären lassen.

Die wichtigste Erbkrankheit ist auch bei der Cornish Rex die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM. Dabei verdickt sich die Muskulatur der linken Herzkammer, was langfristig zu Herzschwäche, gefährlichen Blutgerinnseln und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod führen kann. Einen rassespezifischen Gentest gibt es für die Cornish Rex nicht, deshalb ist die regelmäßige Herzultraschalluntersuchung der Zuchttiere durch einen kardiologisch erfahrenen Tierarzt der wichtigste Baustein der Vorsorge. Achte beim Kauf darauf, dass die Elterntiere per Echokardiografie auf HCM untersucht wurden. Symptome wie schnelle oder angestrengte Atmung, Antriebslosigkeit oder eine plötzliche Lähmung der Hinterbeine sind immer ein Notfall.

Eine weitere Besonderheit betrifft die Empfindlichkeit gegenüber Narkosen und Kälte. Weil die Cornish Rex wenig Körperfett und kaum isolierendes Fell besitzt, kühlt sie unter einer Operation schneller aus als andere Katzen und braucht besondere Aufmerksamkeit bei der Wärmezufuhr. Erfahrene Tierärzte kennen dieses Thema und passen Narkose und Wärmemanagement entsprechend an. Sprich vor geplanten Eingriffen offen darüber. Daneben kommen bei der Rasse gelegentlich eine Kniescheibenverrenkung, die sogenannte Patellaluxation, sowie erblich bedingte Fellprobleme bis hin zu kahlen Stellen vor. Selten wird eine erbliche Störung des Vitamin-K-Stoffwechsels beschrieben, die die Blutgerinnung beeinträchtigen kann. Weil das dünne Fell wenig UV-Schutz bietet, sind hellhäutige Tiere zudem anfälliger für Sonnenbrand an Ohren und Nase. Für Diagnose und Behandlung all dieser Themen gilt: Sie gehören in fachkundige Hände. Du kannst jederzeit unkompliziert einen Tierarzt in deiner Nähe finden und einen Vorsorgetermin vereinbaren.

Passt die Cornish Rex zu dir?

Die Cornish Rex passt zu dir, wenn du eine lebhafte, verspielte und sehr anhängliche Katze suchst, die viel Zuwendung und Beschäftigung bekommt und in einem warmen Zuhause lebt. Du solltest bereit sein, täglich mit ihr zu spielen, ihr genügend Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten und sie nicht lange allein zu lassen, im Idealfall lebt sie mit einem Katzenpartner zusammen. Beim Kauf solltest du auf einen Züchter mit HCM-Herzultraschall der Elterntiere bestehen. Wenn du dagegen eine ruhige, unabhängige Katze erwartest, die stundenlang allein zurechtkommt und dich in Ruhe lässt, entspricht die temperamentvolle und menschenbezogene Cornish Rex nicht diesem Bild.

Ist die Cornish Rex wirklich hypoallergen?

Die Cornish Rex wird oft als hypoallergene Katze angepriesen, weil sie durch ihr kurzes Fell ohne Deckhaar scheinbar weniger haart. Diese Aussage muss man aber deutlich relativieren, denn keine Katze ist wirklich allergenfrei. Der wichtigste Auslöser für eine Katzenhaarallergie ist nicht das Haar selbst, sondern das Eiweiß Fel d 1, das die Katze über Speichel und Hautdrüsen absondert und beim Putzen im ganzen Fell verteilt. Auch eine Cornish Rex produziert dieses Allergen. Sie verliert zwar weniger sichtbare Haare, was die Verteilung im Haushalt verringern kann, ein Freibrief für Allergiker ist das aber nicht.

Wenn du oder ein Familienmitglied auf Katzen reagiert, solltest du dich vor der Anschaffung niemals auf das Etikett hypoallergen verlassen, sondern vorab ausgiebig Kontakt zu Tieren der Rasse suchen und die eigene Reaktion beobachten. Manche Menschen mit leichter Allergie kommen mit einer Cornish Rex besser zurecht, andere reagieren trotzdem. Eine ärztliche Abklärung der Allergie und ein ehrliches Gespräch mit dem Züchter helfen mehr als jedes Werbeversprechen.

Wie pflege ich die Cornish Rex?

Das kurze, feine Fell der Cornish Rex ist erstaunlich pflegeleicht, was das Bürsten angeht, denn es verfilzt kaum und haart wenig. Zu kräftiges Bürsten kann die zarte Unterwolle sogar schädigen, deshalb genügt es, das Fell ab und zu sanft mit der Hand oder einem weichen Tuch zu pflegen. Der Pflegeschwerpunkt liegt bei dieser Rasse woanders. Weil die Haut kaum von Fell bedeckt ist, sammelt sich mehr Hautfett an der Oberfläche, besonders an den Ohren und den Pfoten. Die großen Ohren der Cornish Rex neigen dazu, schneller schmutzig und fettig zu werden, deshalb solltest du sie regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf vorsichtig mit einem geeigneten Ohrreiniger säubern.

Gelegentlich brauchen stark talgende Tiere ein mildes Bad, um überschüssiges Hautfett zu entfernen, das gilt aber nicht für jede Katze und sollte in Ruhe eingeübt werden. Wichtig ist außerdem der Schutz vor Kälte und Sonne: Im Winter braucht die Cornish Rex warme Plätze, im Sommer sollte sie nicht ungeschützt in der prallen Sonne liegen, weil die dünn behaarte Haut leicht einen Sonnenbrand bekommt. Kontrolliere beim Kuscheln regelmäßig Haut, Ohren, Krallen und Gewicht, so fallen dir Veränderungen frühzeitig auf. Insgesamt ist der Pflegeaufwand überschaubar, verlagert sich aber vom Fell auf Haut und Ohren.

Was muss ich bei der Ernährung der Cornish Rex beachten?

Bei der Ernährung der Cornish Rex spielt ihr lebhaftes Temperament die Hauptrolle. Als sehr aktive Katze mit hohem Bewegungsdrang und einem oft flotten Stoffwechsel hat sie einen vergleichsweise guten Appetit und verbrennt viel Energie. Biete ihr hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil an, das ihren Energiebedarf deckt, ohne sie mit leeren Kalorien zu belasten. Anders als die schwerfälligen Rassen neigt die schlanke Cornish Rex seltener zu Übergewicht, trotzdem solltest du die Futtermenge im Blick behalten und das Gewicht regelmäßig kontrollieren.

Frisches Wasser sollte immer bereitstehen, und Feuchtfutter mit hohem Wasseranteil unterstützt die Flüssigkeitsversorgung zusätzlich. Weil manche Tiere der Rasse einen empfindlichen Magen haben, lohnt es sich, das Futter nicht ständig zu wechseln, sondern bei einer gut verträglichen Sorte zu bleiben. Leckerlis kannst du gut ins Spiel und in kleine Trainingseinheiten einbauen, denn die kluge Cornish Rex lernt gern und lässt sich damit hervorragend beschäftigen. Rechne solche Extras aber in die Tagesration ein, damit die Kalorienbilanz stimmt.

Verspielte Katze jagt konzentriert ein Spielzeug

Was kostet eine Cornish Rex in Österreich und Deutschland?

Ein Kitten aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Impfungen, Mikrochip und nachgewiesenen Gesundheitstests der Elterntiere kostet in Österreich und Deutschland üblicherweise zwischen 800 und 1.400 Euro. Weil die Cornish Rex hierzulande selten ist, gibt es nur wenige Züchter, und die Wartezeit auf ein Kätzchen kann mehrere Monate betragen. Sehr günstige Angebote deutlich unter 600 Euro sind ein Warnsignal für unseriöse Vermehrung ohne Herzultraschall und ohne gesundheitliche Vorsorge. Wer hier spart, riskiert teure Krankheitsverläufe und unterstützt tierschutzwidrige Zucht.

💰 Kosten: Was kostet eine Cornish Rex in Österreich und Deutschland?

Der Kaufpreis beim seriösen Züchter liegt in beiden Ländern meist zwischen 800 und 1.400 Euro. Für die Erstausstattung mit Kratzbaum, Transportbox, warmen Schlafhöhlen, Näpfen und Zubehör solltest du einmalig etwa 200 bis 400 Euro einplanen. Die laufenden Kosten für hochwertiges Futter und Katzenstreu liegen bei rund 40 bis 60 Euro im Monat, in Österreich und Deutschland auf ähnlichem Niveau. Dazu kommt eine Rücklage für den Tierarzt: Eine jährliche Vorsorge mit Impfung kostet grob 60 bis 120 Euro, während die Behandlung einer Herzerkrankung oder ein größerer Eingriff schnell mehrere hundert bis über tausend Euro erreichen kann. Viele Halter schließen deshalb eine Katzenkrankenversicherung oder Operationsversicherung ab und legen zusätzlich monatlich Geld zurück. Über die gesamte Lebenszeit von 13 bis 18 Jahren summieren sich die Kosten zu einem deutlich vierstelligen bis fünfstelligen Betrag, den du vor der Anschaffung realistisch einplanen solltest.

Wenn dir diese Rasse gefällt, lohnt auch ein Blick auf Selkirk Rex, Sphynx, LaPerm und Peterbald.

Häufige Fragen zur Cornish Rex

Was ist der Unterschied zwischen Cornish Rex und Devon Rex?
Cornish Rex und Devon Rex sind zwei getrennte Rassen mit zwei unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Locken-Genen. Verpaart man beide, entstehen glatthaarige Kätzchen, was beweist, dass es keine Variante derselben Rasse ist. Der Cornish Rex fehlen die Deckhaare fast völlig, ihr Fell besteht nur aus fein gewellter Unterwolle. Die Devon Rex besitzt alle Haartypen, ihr Fell ist lockerer gelockt und oft etwas struppiger. Auch der Kopf unterscheidet sich, die Devon Rex hat ein rundes Kobold-Gesicht mit tiefer sitzenden Ohren.
Ist die Cornish Rex hypoallergen?
Nein, nicht wirklich. Keine Katze ist allergenfrei. Auch die Cornish Rex produziert das Allergen Fel d 1 über Speichel und Haut. Weil sie weniger Haare verliert, verteilt sich das Allergen möglicherweise etwas geringer im Haushalt, ein Freibrief für Allergiker ist das aber nicht. Wenn du zu Katzenallergie neigst, solltest du vor der Anschaffung ausgiebig Kontakt zu Tieren der Rasse suchen und deine Reaktion beobachten, statt dich auf das Werbewort hypoallergen zu verlassen.
Friert eine Cornish Rex leicht?
Ja. Weil der Cornish Rex die isolierenden Deckhaare fehlen und sie nur wenig Körperfett hat, friert sie schneller als andere Katzen. Sie sucht deshalb ständig warme Plätze, gern direkt bei ihren Menschen oder an der Heizung. Sorge für ein gut beheiztes Zuhause, kuschelige Schlafhöhlen und weiche Decken. Freigang bei nasskaltem Wetter ist für diese Rasse ungeeignet, und auch bei Operationen muss auf ausreichende Wärmezufuhr geachtet werden.
Wie alt wird eine Cornish Rex?
Bei guter Haltung erreicht eine Cornish Rex meist ein Alter von 13 bis 18 Jahren, viele Tiere werden sogar noch älter. Wichtig für ein langes, gesundes Leben sind ein normales Körpergewicht, hochwertiges Futter, ein warmes Zuhause und eine gute tierärztliche Vorsorge, die vor allem das Herz im Blick behält. Achte schon beim Kauf auf einen seriösen Züchter mit HCM-Herzultraschall der Elterntiere.
Welche Krankheiten sind bei der Cornish Rex typisch?
Die wichtigste Erbkrankheit ist die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Herzmuskelerkrankung, auf die verantwortungsvolle Züchter per Herzultraschall testen lassen. Daneben kommen gelegentlich eine Kniescheibenverrenkung (Patellaluxation) und erblich bedingte Fellprobleme vor. Wichtig ist außerdem die Empfindlichkeit gegenüber Narkose und Kälte, weil die Rasse wenig Fett und kaum isolierendes Fell hat. Die dünn behaarte Haut ist zudem anfälliger für Sonnenbrand.
Ist die Cornish Rex eine gute Familienkatze?
Ja. Die Cornish Rex ist freundlich, verspielt und sehr menschenbezogen und kommt mit Kindern und verträglichen Hunden meist gut zurecht. Sie liebt Gesellschaft und Spiel und langweilt sich schnell, wenn sie allein ist. Ideal ist die Haltung mit einem Katzenpartner und ein Zuhause, in dem sich jemand viel mit ihr beschäftigt. Für Menschen, die eine ruhige, unabhängige Katze suchen, ist sie dagegen weniger geeignet.
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