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Norwegische Waldkatze

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Die Norwegische Waldkatze ist eine imposante, halblanghaarige Rasse aus dem hohen Norden, die mit ihrem dichten, wetterfesten Fell und ihrem kräftigen Körperbau wie geschaffen wirkt für raue skandinavische Winter. Sie gehört zu den größten Hauskatzenrassen Europas und verbindet ein wildes, naturnahes Aussehen mit einem überraschend sanften, ausgeglichenen Wesen. In ihrer Heimat Norwegen nennt man sie liebevoll Skogkatt, also Waldkatze, und sie taucht sogar in alten nordischen Sagen auf. Wer sich für diese Rasse interessiert, bekommt eine robuste, kluge und anhängliche Katze, die allerdings viel Platz und vor allem gute Klettermöglichkeiten braucht, denn die Norwegische Waldkatze ist eine geborene Kletterin. In diesem Porträt erfährst du alles Wichtige: von der Herkunft und dem typischen Aussehen über den Charakter und die richtige Haltung mit ausreichend Kletterangebot bis hin zu den rassetypischen Erbkrankheiten wie der Glykogenspeicherkrankheit Typ IV und der hypertrophen Kardiomyopathie, der Fellpflege, der Ernährung und den echten Kosten in Österreich und Deutschland. So kannst du gut abwägen, ob diese sanfte Riesin zu deinem Zuhause passt.

Norwegische Waldkatze

Große Naturschönheit aus Norwegen

Die Norwegische Waldkatze ist eine der größten Katzenrassen Europas. Ihr wetterfestes Fell und der kräftige Körper stammen aus der Anpassung an kalte Winter.

Kletterbedarf

Geborene Kletterin

Diese Rasse klettert und springt für ihr Leben gern. Hohe Kratzbäume, Regallandschaften und am besten ein gesicherter Freigang gehören zur artgerechten Haltung.

Gesundheit

Erbkrankheiten kennen

Die Glykogenspeicherkrankheit Typ IV und die Herzerkrankung HCM sind rassetypisch. Ein Gentest der Elterntiere ist deshalb wichtig.

Charakter

Sanft und familienfreundlich

Trotz ihrer Größe ist die Norwegische Waldkatze ausgeglichen, geduldig und gesellig. Sie kommt gut mit Kindern und anderen Tieren zurecht.

Steckbrief Norwegische Waldkatze

Merkmal Norwegische Waldkatze im Überblick
Herkunft Norwegen (natürliche Rasse)
Größe groß, langer und muskulöser Körper
Gewicht Kater 5 bis 9 kg
Gewicht Katze 3,5 bis 5,5 kg
Lebenserwartung zwölf bis 16 Jahre
Felltyp und Farben halblanges, wasserabweisendes Doppelfell; fast alle Farben außer Colourpoint
Charakter ruhig, sanft, aktiv, klug, kletterfreudig
Aktivitätslevel mäßig bis hoch, ausgeprägter Kletterdrang
Besonderheit wird erst mit vier bis fünf Jahren voll ausgewachsen
Preis beim Züchter 800 bis 1.300 Euro

Woher stammt die Norwegische Waldkatze ursprünglich?

Die Norwegische Waldkatze ist eine sogenannte natürliche Rasse, das heißt, sie ist über viele Jahrhunderte ohne gezielte Zuchtplanung in der rauen Natur Skandinaviens entstanden. Ihre Vorfahren lebten auf Bauernhöfen und in den Wäldern Norwegens, wo sie sich an das kalte, feuchte Klima anpassen mussten. Das Ergebnis ist ein dichtes, wasserabweisendes Doppelfell, kräftige Pfoten und ein robuster Körperbau, der ihr das Überleben in Eis und Schnee ermöglichte. In den alten nordischen Sagen wird eine große, langhaarige Katze erwähnt, die den Wagen der Göttin Freya zog, und viele bringen diese mythische Katze mit der Norwegischen Waldkatze in Verbindung.

Lange Zeit war die Rasse einfach die typische Hofkatze Norwegens, ohne besonderen Status. Erst in den 1930er Jahren begannen Katzenliebhaber, sich für die Erhaltung dieser besonderen Katze einzusetzen. Nach einer Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg wurde die gezielte Zucht in den 1970er Jahren wieder aufgenommen, und 1977 erfolgte die offizielle internationale Anerkennung als Rasse. König Olav V. von Norwegen ernannte die Skogkatt später sogar zur inoffiziellen Nationalkatze des Landes. Heute ist die Norwegische Waldkatze in ganz Europa beliebt, und alle in Österreich und Deutschland gehaltenen Tiere stammen aus Nachzuchten.

Wie sieht eine Norwegische Waldkatze aus?

Die Norwegische Waldkatze ist eine große, kraftvolle Katze mit einem langen, muskulösen Körper und hohen, stämmigen Beinen, wobei die Hinterbeine etwas länger sind als die Vorderbeine. Auffällig ist ihr Kopf in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit einem geraden Profil ohne den Stopp, den man bei Perserkatzen kennt. Die Ohren sind groß und oft mit Haarbüscheln und Luchspinseln versehen, die Augen sind groß und mandelförmig. Das Markenzeichen ist jedoch das Fell: ein halblanges, wasserabweisendes Deckhaar über einer dichten, wolligen Unterwolle, dazu eine ausgeprägte Halskrause und ein buschiger, langer Schwanz. Im Winter wirkt die Katze durch das volle Fell besonders imposant, im Sommer verliert sie einen Großteil der Unterwolle.

Ein wichtiger Punkt ist das langsame Wachstum. Anders als die meisten Katzen ist die Norwegische Waldkatze erst mit vier bis fünf Jahren vollständig ausgewachsen und körperlich ausgereift. Kater werden dabei deutlich größer und schwerer als Katzen und bringen ausgewachsen nicht selten sieben Kilogramm und mehr auf die Waage. Das Fell gibt es in fast allen Farben und Mustern, von klassisch getigert über einfarbig bis zu Schildpatt und Weiß, lediglich die Colourpoint-Zeichnung wie bei der Siamkatze gehört nicht zum Rassestandard. Wegen ihres ähnlichen Aussehens wird die Norwegische Waldkatze oft mit der Maine Coon verwechselt, ist aber eine eigenständige Rasse mit eigenem Charakter.

Norwegische Waldkatze mit langem wetterfestem Fell

Wie ist der Charakter der Norwegischen Waldkatze?

Trotz ihres wilden, naturnahen Aussehens ist die Norwegische Waldkatze charakterlich ausgesprochen sanft und ausgeglichen. Sie gilt als ruhig, geduldig und gutmütig, ohne dabei träge zu sein. Diese Katze sucht die Nähe ihrer Menschen und bindet sich eng an die Familie, drängt sich aber nicht auf und respektiert auch die eigene Unabhängigkeit. Sie ist intelligent, neugierig und verspielt und behält ihre Verspieltheit oft bis ins hohe Alter. Laut ist sie selten, ihre Stimme ist eher leise und melodisch, sodass sie deutlich zurückhaltender kommuniziert als etwa eine Siamkatze.

Der wohl auffälligste Wesenszug ist ihre Liebe zum Klettern. In der Natur bewegten sich ihre Vorfahren geschickt durch die Bäume, und dieser Instinkt ist bis heute stark ausgeprägt. Eine Norwegische Waldkatze klettert, springt und erklimmt bevorzugt die höchsten Punkte im Raum. Sie ist zudem eine geschickte Jägerin und liebt es, ihre Umgebung zu erkunden. Diese Kombination aus Ruhe im Wesen und Aktivität im Bewegungsdrang macht sie zu einem angenehmen, aber nicht anspruchslosen Mitbewohner. Wer ihr genügend Raum und Beschäftigung bietet, bekommt eine treue und unkomplizierte Begleiterin.

Norwegische Waldkatze erkundet neugierig die Natur

Wie hältst du eine Norwegische Waldkatze artgerecht?

Die wichtigste Regel bei dieser Rasse lautet: Sie braucht Höhe. Wegen ihres starken Kletterdrangs solltest du deiner Norwegischen Waldkatze möglichst viel vertikalen Raum bieten. Hohe, stabile Kratzbäume, die auch das Gewicht eines ausgewachsenen Katers tragen, Kletterwände, Regalbretter und erhöhte Liegeplätze sind kein Luxus, sondern gehören zur artgerechten Haltung. Eine Katze, die nur ebenerdig lebt, ist bei dieser Rasse unterfordert. Ideal ist ein gesicherter Freigang, etwa ein katzensicherer Garten oder ein umzäunter Bereich, in dem sie klettern und ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben kann. Wenn du einen Balkon anbieten möchtest, achte unbedingt auf Sicherheit, wie unser Ratgeber zeigt, den Balkon katzensicher zu machen.

Auch bei reiner Wohnungshaltung kann eine Norwegische Waldkatze glücklich werden, sofern die Wohnung groß genug ist und ausreichend Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Wichtig ist dann eine sehr reich strukturierte Umgebung mit vielen Ebenen und regelmäßigem Spiel. Ideen für die sinnvolle Auslastung einer reinen Wohnungskatze findest du in unserem Beitrag darüber, wie du eine Wohnungskatze beschäftigst. Weil die Norwegische Waldkatze ein geselliges Wesen hat, fühlt sie sich in Gesellschaft eines Artgenossen meist wohler, besonders wenn sie viele Stunden allein wäre. Weitere halblanghaarige Rassen mit ähnlichen Bedürfnissen stellen wir in unserer Übersicht der Halblanghaarkatzen vor.

Passt die Norwegische Waldkatze zu dir?

Diese Rasse passt zu dir, wenn du genügend Platz und vor allem viel Höhe für Kletter- und Springmöglichkeiten bieten kannst und idealerweise einen gesicherten Freigang ermöglichst. Du solltest eine große, aktive Katze mögen, die trotzdem ruhig und familienfreundlich ist, und bereit sein, das dichte Fell besonders im Fellwechsel regelmäßig zu pflegen. Weniger geeignet ist die Norwegische Waldkatze für eine sehr kleine Wohnung ohne Klettermöglichkeiten oder für Menschen, die eine reine Schmusekatze ohne Bewegungsdrang suchen.

Welche rassetypischen Krankheiten hat die Norwegische Waldkatze?

Die Norwegische Waldkatze gilt insgesamt als robuste und gesunde Rasse, was ihrer natürlichen Entstehung zu verdanken ist. Dennoch gibt es einige erblich bedingte Erkrankungen, die in der Zucht eine Rolle spielen und die du kennen solltest. Ein seriöser Züchter lässt seine Elterntiere auf die relevanten Erbkrankheiten testen und legt dir die Ergebnisse offen. Solltest du bei deiner Katze Auffälligkeiten bemerken, zögere nicht mit dem Tierarztbesuch. Über unsere Plattform kannst du jederzeit eine Tierärztin oder einen Tierarzt in deiner Nähe finden. Zur ersten Orientierung bei unklaren Symptomen hilft dir außerdem unser Symptom-Checker, der die tierärztliche Untersuchung jedoch nie ersetzt.

Die für diese Rasse charakteristischste Erbkrankheit ist die Glykogenspeicherkrankheit Typ IV, abgekürzt GSD IV. Bei dieser schweren Stoffwechselstörung fehlt ein Enzym, das für den Aufbau und Abbau des Speicherzuckers Glykogen nötig ist, sodass sich fehlerhaftes Glykogen in Muskeln, Leber und Nervensystem ablagert. Die meisten betroffenen Kätzchen sterben bereits kurz nach der Geburt. Ein kleiner Teil kommt scheinbar gesund zur Welt, entwickelt dann aber im Alter von einigen Monaten fortschreitende Muskelschwäche, Zittern und Lähmungen und stirbt in der Regel vor dem zweiten Lebensjahr. Die Erkrankung wird rezessiv vererbt, und es gibt einen zuverlässigen Gentest. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Zuchttiere konsequent, sodass keine betroffenen Kätzchen mehr entstehen. Kaufe deshalb niemals ein Tier von ungetesteten Eltern.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, die häufigste Herzerkrankung der Katze. Dabei verdickt sich die Muskelwand des Herzens krankhaft, was zu Herzversagen, Blutgerinnseln und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Tod führen kann. HCM kommt auch bei der Norwegischen Waldkatze vor und wird über regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen beim Fachtierarzt überwacht. Daneben tritt gelegentlich der Pyruvatkinasemangel auf, eine erbliche Blutarmut, für die ebenfalls ein Gentest existiert. Seltener sind Hüftgelenksdysplasie und Netzhauterkrankungen. Für alle diese Krankheiten gilt: Die beste Vorsorge ist der Kauf bei einem seriösen Züchter mit lückenloser Gesundheitsdokumentation, kombiniert mit der jährlichen tierärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

Wie pflegst du das Fell einer Norwegischen Waldkatze?

Auch wenn das Fell der Norwegischen Waldkatze üppig und lang wirkt, ist die Pflege erfreulich unkompliziert, jedenfalls im Vergleich zur Perserkatze. Das Deckhaar ist so beschaffen, dass es weniger zum Verfilzen neigt. In der normalen Zeit reicht es, die Katze ein bis zwei Mal pro Woche zu bürsten, um lose Haare zu entfernen und das Fell gepflegt zu halten. Besonders wichtig wird die Pflege jedoch während des Fellwechsels im Frühjahr, wenn die Katze große Mengen ihrer dichten Unterwolle verliert. In dieser Zeit solltest du täglich bürsten, damit die losen Haare nicht verkletten und die Katze beim Putzen nicht zu viele Haare verschluckt.

Achte besonders auf die typischen Problemstellen wie die Halskrause, die Achseln und die Region an den Hinterbeinen, wo sich am ehesten Knoten bilden können. Kontrolliere daneben regelmäßig Ohren, Krallen und Zähne und gewöhne deine Katze früh an die Pflege, damit sie diese als angenehmes Ritual erlebt. Insgesamt ist der Pflegeaufwand bei dieser Rasse gut zu bewältigen und deutlich geringer, als das imposante Fell zunächst vermuten lässt.

Norwegische Waldkatze sitzt in natuerlicher Umgebung

Was solltest du bei der Ernährung beachten?

Die Norwegische Waldkatze ist eine große, aktive Katze mit einem entsprechend soliden Nährstoffbedarf. Sie braucht eine hochwertige, fleischbasierte Ernährung mit hohem Proteingehalt, die den Aufbau ihrer Muskulatur und das langsame Wachstum über mehrere Jahre unterstützt. Gerade im Wachstum, das sich bei dieser Rasse bis ins Alter von vier bis fünf Jahren zieht, ist eine ausgewogene Versorgung wichtig. Achte auf ein gutes Nass- oder ein hochwertiges Trockenfutter und stelle immer frisches Wasser bereit.

Weil die Norwegische Waldkatze recht groß und schwer ist, fällt Übergewicht nicht immer sofort auf. Taste regelmäßig die Rippen ab und achte auf die Taille, um das Gewicht im Blick zu behalten. Kastrierte Tiere und reine Wohnungskatzen neigen eher zum Ansetzen. Sollte deine Katze zu viel wiegen, findest du Hilfe in unserem Ratgeber, wie du eine übergewichtige Katze gesund abnehmen lässt. Ausreichend Bewegung durch Klettern und Spielen ist bei dieser aktiven Rasse ohnehin der beste Schutz vor Übergewicht.

💰 Was kostet eine Norwegische Waldkatze in Österreich und Deutschland?

Eine Norwegische Waldkatze aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Gentests und guter Aufzucht kostet in Österreich und Deutschland meist zwischen 800 und 1.300 Euro. Von deutlich günstigeren Angeboten ohne Papiere und ohne Gesundheitsnachweise solltest du absehen. Wegen des ausgeprägten Kletterdrangs ist die Erstausstattung bei dieser Rasse etwas teurer als üblich, denn ein hoher, stabiler Kratzbaum und Kletterelemente kosten Geld. Rechne für Kratzmöbel, Transportbox, Näpfe, Katzentoiletten und Spielzeug mit rund 250 bis 450 Euro. Die laufenden monatlichen Kosten für hochwertiges Futter, Katzenstreu und Kleinbedarf liegen bei etwa 45 bis 75 Euro, bei einer so großen Katze eher am oberen Rand. Dazu kommt eine Rücklage für die Tiergesundheit. Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung mit Impfung kostet in Österreich meist zwischen 60 und 100 Euro, in Deutschland zwischen 50 und 90 Euro. Für unerwartete Behandlungen, etwa am Herzen, ist eine Katzenkrankenversicherung oder eine feste monatliche Rücklage sinnvoll.

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Häufige Fragen zur Norwegischen Waldkatze

Wie groß wird eine Norwegische Waldkatze?
Die Norwegische Waldkatze gehört zu den größten Katzenrassen Europas. Kater erreichen ausgewachsen ein Gewicht von fünf bis neun Kilogramm, Katzen sind mit etwa 3,5 bis 5,5 Kilogramm deutlich leichter. Besonders ist das langsame Wachstum: Erst mit vier bis fünf Jahren ist die Katze vollständig ausgereift. Trotz ihrer Größe wirkt sie durch die langen Beine und das dichte Fell eher elegant als schwer.
Was ist der Unterschied zwischen Norwegischer Waldkatze und Maine Coon?
Beide sind große, halblanghaarige Naturrassen und werden oft verwechselt. Die Maine Coon stammt aus Nordamerika und hat einen längeren, rechteckigeren Körper sowie einen etwas kantigeren Kopf. Die Norwegische Waldkatze kommt aus Skandinavien, hat einen dreieckigen Kopf mit geradem Profil und die für sie typischen langen Hinterbeine. Auch im Charakter gibt es feine Unterschiede, beide gelten aber als sanft und familienfreundlich.
Welche Krankheiten sind bei Norwegischen Waldkatzen typisch?
Am wichtigsten ist die Glykogenspeicherkrankheit Typ IV, kurz GSD IV, eine schwere, meist tödliche Stoffwechselstörung bei Kätzchen, die über einen Gentest vermeidbar ist. Dazu kommen die Herzerkrankung HCM und der Pyruvatkinasemangel, für die es ebenfalls Tests gibt. Seltener treten Hüftgelenksdysplasie und Netzhauterkrankungen auf. Der Kauf bei einem Züchter, der seine Tiere konsequent testet, ist der wichtigste Schutz vor diesen Erkrankungen.
Braucht eine Norwegische Waldkatze Freigang?
Zwingend nötig ist Freigang nicht, aber die Rasse profitiert sehr von einem gesicherten Außenbereich, weil sie so ihren starken Kletter- und Bewegungsdrang ausleben kann. Bei reiner Wohnungshaltung muss die Wohnung groß genug sein und sehr viele Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Ein katzensicherer Garten oder Balkon ist ideal. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Katze in die Höhe klettern und springen kann.
Ist die Norwegische Waldkatze ein Familienkater oder eher eine Einzelgängerin?
Die Norwegische Waldkatze ist ausgesprochen familienfreundlich. Sie ist geduldig, gutmütig und kommt in der Regel gut mit Kindern und anderen Haustieren zurecht. Gleichzeitig schätzt sie eine gewisse Unabhängigkeit und drängt sich nicht auf. Weil sie gesellig ist, fühlt sie sich meist wohler, wenn sie einen Artgenossen an ihrer Seite hat, vor allem wenn sie sonst viele Stunden allein wäre.
Wie viel Fellpflege braucht die Norwegische Waldkatze?
Weniger, als das üppige Fell vermuten lässt. Normalerweise reicht ein bis zwei Mal Bürsten pro Woche, weil das Deckhaar wenig zum Verfilzen neigt. Anders sieht es im Fellwechsel im Frühjahr aus, wenn die dichte Unterwolle in großen Mengen ausfällt. Dann solltest du täglich bürsten. Besonders an Halskrause, Achseln und Hinterbeinen können sich sonst Knoten bilden. Insgesamt ist der Pflegeaufwand gut zu bewältigen.
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