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Pixiebob

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Die Pixiebob ist eine seltene amerikanische Katzenrasse, die aussieht wie eine kleine Wildkatze, sich aber wie ein anhänglicher, fast hundeähnlicher Familienhund verhält. Mit ihrem kräftigen Körper, dem getickten braunen Tabby-Fell, den oft gepinselten Ohrspitzen, dem buschigen Stummelschwanz und dem wilden, luchsartigen Gesichtsausdruck erinnert sie stark an den nordamerikanischen Rotluchs, den Bobcat. Genau diese Ähnlichkeit war das Zuchtziel, und ihr verdankt die Rasse auch ihren Namen. Anders als oft behauptet stammt die Pixiebob aber nicht wirklich vom Bobcat ab, sondern ist genetisch eine reine Hauskatze. In diesem Porträt bekommst du den kompletten Überblick über Herkunft, Aussehen und Charakter der Pixiebob. Zwei Besonderheiten der Rasse behandeln wir dabei ausführlich und differenziert: die Polydaktylie, also zusätzliche Zehen, die bei der Pixiebob als einziger Rasse im Zuchtstandard erlaubt sind, und den kurzen Stummelschwanz, der genetisch nichts mit dem problematischen Manx-Syndrom zu tun hat. Außerdem erfährst du, wie gesund die Rasse ist, worauf du bei Pflege und Ernährung achten solltest und mit welchen Kosten du in Österreich und Deutschland rechnen musst.

Pixiebob

Wildkatzen-Look ohne Wildblut

Die Pixiebob sieht aus wie ein kleiner Rotluchs, ist genetisch aber eine reine Hauskatze. Die Abstammung vom Bobcat ist nur eine Legende.

Polydaktylie

Zusätzliche Zehen erlaubt

Die Pixiebob ist die einzige Rasse, bei der Polydaktylie, also zusätzliche Zehen, im Zuchtstandard ausdrücklich zugelassen ist.

Wesen

Hundeähnlich anhänglich

Die Pixiebob ist loyal, intelligent und lernt Tricks. Sie apportiert, läuft an der Leine und bindet sich eng an ihre Familie.

Gesundheit

Robust, aber selten

Die Pixiebob gilt als vergleichsweise gesunde Rasse. Ihr kurzer Schwanz ist genetisch nicht mit dem Manx-Syndrom verwandt.

Steckbrief Pixiebob

Merkmal Pixiebob im Steckbrief
Herkunft USA, Pazifischer Nordwesten, erste Zucht 1985
Größe mittelgroß bis groß, kräftig und muskulös
Gewicht Kater 5 bis 8 kg
Gewicht Katze 3,5 bis 5,5 kg
Lebenserwartung 13 bis 16 Jahre
Felltyp und Farben kurzes oder halblanges, geticktes braunes Tabby-Fell
Charakter anhänglich, intelligent, ruhig, hundeähnlich, sozial
Aktivitätslevel mittel bis hoch
Besonderheit Stummelschwanz und erlaubte Polydaktylie
Preis 800 bis 1.500 Euro beim seriösen Züchter

Woher stammt die Pixiebob?

Die Pixiebob entstand ab 1985 im pazifischen Nordwesten der USA. Die Züchterin Carol Ann Brewer erwarb damals Katzen mit wildem Aussehen und kurzem Schwanz, aus denen sie eine Rasse entwickelte, die dem heimischen Rotluchs möglichst ähnlich sehen sollte. Eine dieser Katzen nannte sie Pixie, was zusammen mit dem englischen Wort Bobcat für Rotluchs den Rassenamen ergab. Lange kursierte die Geschichte, die Pixiebob sei aus natürlichen Paarungen zwischen einem Rotluchs und Hauskatzen hervorgegangen. Diese Herkunft ist jedoch eine Legende.

Moderne Gentests haben eindeutig gezeigt, dass die Pixiebob keinerlei Wildkatzen-Erbgut trägt, sondern genetisch eine ganz normale Hauskatze ist, die dem Bobcat lediglich zufällig ähnelt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu echten Hybridrassen wie der Bengal oder der Savannah, die tatsächlich von Wildkatzen abstammen. Für dich als Halter bedeutet das eine gute Nachricht: Die Pixiebob bringt das wilde Aussehen mit, aber nicht die schwierigen Haltungsanforderungen oder die rechtlichen Auflagen einer echten Hybridkatze. Wer den Wildlook mag, findet ihn auch bei anderen Rassen, etwa der getupften Ocicat, die ebenfalls wild aussieht, aber kein Wildblut trägt.

Getigerte Katze mit auffälligem Muster, ähnlich dem getickten Fell der Pixiebob

Wie sieht eine Pixiebob aus?

Die Pixiebob ist eine mittelgroße bis große, kräftig und muskulös gebaute Katze mit einem schweren Knochenbau, breiter Brust und einem birnenförmigen Kopf mit ausgeprägten Brauen, die ihr den typisch wilden Ausdruck verleihen. Die Ohren sind mittelgroß und tragen oft Luchspinsel, also kleine Haarbüschel an den Spitzen. Das Fell ist immer ein geticktes braunes Tabby-Muster, das an das Fell des Rotluchses erinnert, und es gibt die Rasse sowohl mit kurzem als auch mit halblangem, wolligem Fell. Die Kater sind deutlich größer und schwerer als die Katzen.

Zwei besondere Merkmale prägen die Pixiebob zusätzlich: der kurze Stummelschwanz und die häufige Polydaktylie. Der Schwanz ist meist zwischen zwei und zehn Zentimeter lang, kann gerade, geknickt oder geknotet sein und ist bei jedem Tier etwas anders ausgeprägt. Die Polydaktylie, also zusätzliche Zehen, ist bei der Pixiebob als einziger Rasse im Zuchtstandard erlaubt. Beide Merkmale schauen wir uns wegen ihrer gesundheitlichen Bedeutung im Folgenden genauer und differenziert an.

Was bedeutet die Polydaktylie bei der Pixiebob?

Polydaktylie bezeichnet zusätzliche Zehen an den Pfoten. Während eine normale Katze vorne fünf und hinten vier Zehen hat, kann eine polydaktyle Katze mehr davon besitzen. Bei der Pixiebob sind bis zu sieben Zehen pro Pfote im Standard zugelassen, was diese Rasse zu einer echten Ausnahme macht, denn bei fast allen anderen Rassen gilt Polydaktylie als Fehler. Historisch waren vielzehige Katzen als besonders geschickte Mäusefänger auf Schiffen und Farmen beliebt, und dieses Erbe lebt in der Pixiebob weiter.

Wichtig ist die gesundheitliche Einordnung. Die einfache, häufigste Form der Polydaktylie ist eine gutartige Veränderung, die der Katze in der Regel keine Beschwerden bereitet, denn die zusätzlichen Zehen sind meist voll funktionsfähig ausgebildet. Sie ist damit nicht mit Qualzuchtmerkmalen wie verkürzten Beinen oder Skelettschäden zu vergleichen. Es gibt allerdings seltene, schwerere Formen von Fehlbildungen an den Pfoten, die Probleme verursachen können. Ein verantwortungsvoller Züchter achtet deshalb darauf, nur die gutartige Form weiterzugeben und die Pfoten seiner Tiere sorgfältig zu kontrollieren. Bei zusätzlichen Zehen ist außerdem auf die Krallen zu achten, weil auch die überzähligen Krallen regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden müssen, damit sie nicht einwachsen.

Katzenpfoten in Nahaufnahme; bei der Pixiebob sind zusätzliche Zehen im Standard erlaubt

Ist der Stummelschwanz der Pixiebob wie beim Manx?

Nein, und dieser Unterschied ist gesundheitlich sehr wichtig. Auch wenn mehrere Rassen einen verkürzten Schwanz tragen, steckt dahinter jeweils eine andere Genetik mit ganz unterschiedlichen Folgen. Der Stummelschwanz der Pixiebob ist ein Bobtail, also ein zwar verkürzter, aber vorhandener Schwanz. Er beruht auf einer eigenen genetischen Grundlage und ist nach heutigem Kenntnisstand nicht mit den schweren Wirbelsäulen- und Nervenschäden verbunden, die man von anderen schwanzlosen Rassen kennt.

Ganz anders ist das bei der Manx-Katze. Deren vollständige oder fast vollständige Schwanzlosigkeit beruht auf einem Gen, das mit dem sogenannten Manx-Syndrom einhergehen kann, bei dem es zu schweren Fehlbildungen der Wirbelsäule, des Rückenmarks und der inneren Organe kommt. Die Pixiebob und die Manx dürfen deshalb nicht in einen Topf geworfen werden, auch wenn beide einen kurzen Schwanz haben. Ebenso wenig ist der Bobtail der Pixiebob identisch mit dem der Japanese Bobtail, die wiederum ein eigenes Schwanzgen besitzt. Für dich als künftigen Halter ist die Botschaft klar: Der kurze Schwanz der Pixiebob gilt als unproblematisch, während die Schwanzlosigkeit der Manx aus Tierschutzsicht kritisch zu sehen ist.

Wie ist der Charakter der Pixiebob?

So wild die Pixiebob aussieht, so sanft und anhänglich ist ihr Wesen. Sie gilt als eine der hundeähnlichsten Katzenrassen überhaupt. Sie bindet sich eng an ihre Familie, folgt ihren Menschen durch die Wohnung, lernt gern Tricks, apportiert und lässt sich sogar an ein Geschirr gewöhnen, um an der Leine spazieren zu gehen. Dabei ist sie ruhig und ausgeglichen, kein hektischer Wirbelwind, sondern ein aufmerksamer, gelassener Begleiter. Viele Pixiebob miauen kaum, sondern verständigen sich über leises Zwitschern und Gurren.

Trotz ihrer Gelassenheit ist die Pixiebob intelligent und braucht Beschäftigung, damit sie ausgeglichen bleibt. Sie liebt es, gefordert zu werden, sei es durch Spiele, Intelligenzspielzeug oder gemeinsames Training. Anregungen dafür bietet dir unser Ratgeber, wie du eine Wohnungskatze artgerecht beschäftigst. Weil die Pixiebob so sozial und menschenbezogen ist, fühlt sie sich in Gesellschaft am wohlsten und sollte nicht dauerhaft allein bleiben. Ein zweites, verträgliches Tier oder viel Zuwendung durch dich sind wichtig.

Passt eine Pixiebob zu dir?

Die Pixiebob passt zu dir, wenn du eine anhängliche, intelligente Katze mit wildem Aussehen, aber sanftem, hundeähnlichem Wesen suchst. Sie eignet sich gut für Familien, für aktive Menschen, die gern mit ihrer Katze trainieren, und für alle, die einen ruhigen, loyalen Begleiter möchten. Weil sie so gesellig ist, solltest du ihr viel Zeit und am besten einen Artgenossen bieten. Bedenke außerdem, dass die Rasse selten ist und ein seriöser Züchter Geduld erfordert. Weniger passt sie, wenn du eine unabhängige Katze suchst oder viel und lange abwesend bist. Wer ihr Nähe und Beschäftigung gibt, bekommt einen außergewöhnlichen und treuen Gefährten.

Ist die Pixiebob eine gute Familienkatze?

Ja, die Pixiebob ist eine ausgezeichnete Familienkatze. Ihr ruhiges, geduldiges und anhängliches Wesen macht sie zu einer angenehmen Begleiterin, die gern am Familienleben teilnimmt. Mit Kindern, die gelernt haben, rücksichtsvoll mit einer Katze umzugehen, versteht sie sich in der Regel bestens und lässt sich geduldig auf Spiele ein. Ihre hundeähnliche Loyalität sorgt dafür, dass sie enge Bindungen zu allen Familienmitgliedern aufbaut.

Mit anderen Katzen und mit katzenfreundlichen Hunden kommt die Pixiebob meist gut zurecht, da sie sozial veranlagt und wenig aggressiv ist. Gerade weil sie so gesellig ist, tut ihr ein tierischer Gefährte gut, wenn du tagsüber nicht durchgehend zu Hause bist. Eine gute Sozialisierung von klein auf legt den Grundstein für ein harmonisches Miteinander, wie unser Ratgeber zum Sozialisieren von Kitten zeigt. Wer den wilden Look mit gutmütigem Wesen sucht, findet in der getupften Bengalkatze eine ebenfalls beeindruckende, allerdings deutlich aktivere Alternative.

Welche rassetypischen Krankheiten hat die Pixiebob?

Die Pixiebob gilt insgesamt als vergleichsweise robuste und gesunde Rasse, gerade weil sie eine breite genetische Grundlage aus Hauskatzen hat und nicht auf ein einzelnes extremes Merkmal überzüchtet wurde. Ihr Stummelschwanz und ihre häufige Polydaktylie sind nach heutigem Wissen keine krankmachenden Merkmale, sofern es sich um die gutartigen Formen handelt. Dennoch bedeutet das nicht, dass sie gar keine gesundheitlichen Themen hätte, denn wie jede Rasse kann auch die Pixiebob bestimmte Probleme entwickeln.

Zu den Punkten, auf die verantwortungsvolle Züchter achten, gehören seltene schwerere Fehlbildungen an den Pfoten bei ungünstigen Verpaarungen sowie bei Katern gelegentlich ein Kryptorchismus, bei dem ein Hoden nicht in den Hodensack wandert. Wie viele Rassen kann die Pixiebob außerdem im Alter die üblichen Katzenkrankheiten entwickeln, etwa die Herzerkrankung hypertrophe Kardiomyopathie, Nierenprobleme, Zahnstein oder Übergewicht. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die Wahl eines seriösen Züchters, der seine Tiere gesundheitlich kontrolliert, sind deshalb wichtig. Achte außerdem stets auf ein gesundes Gewicht, denn Übergewicht ist bei jeder Katze ein vermeidbarer Risikofaktor.

Weil Katzen Krankheit und Schmerzen instinktiv verbergen, erkennst du Probleme oft erst spät. Achte auf Warnzeichen wie Fressunlust, vermehrten Durst, Gewichtsveränderungen, Atemnot, Lahmheit, Veränderungen an den Pfoten oder verändertes Verhalten. Eine erste Orientierung liefert dir der Symptom-Checker von go4vet, er ersetzt aber keine Untersuchung. Sobald dir etwas auffällt, solltest du eine Tierärztin oder einen Tierarzt in deiner Nähe finden und das Tier vorstellen, denn früh erkannt sind die meisten Erkrankungen gut behandelbar.

Getigerte Katze mit dichtem Fell und wachem Blick

Wie pflege ich eine Pixiebob?

Die Pflege der Pixiebob ist unkompliziert und hängt vor allem von der Felllänge ab. Die kurzhaarige Variante braucht nur gelegentliches Bürsten, etwa einmal pro Woche, um lose Haare zu entfernen. Die halblanghaarige Variante solltest du etwas häufiger bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen, besonders in den Fellwechselzeiten im Frühjahr und Herbst. Das wollige Fell ist robust und pflegeleicht, ein Baden ist nicht nötig. Die regelmäßige Fellpflege ist zugleich eine gute Gelegenheit, das Tier auf Auffälligkeiten zu kontrollieren.

Ein Punkt verdient bei der Pixiebob besondere Aufmerksamkeit: die Krallen. Weil viele Tiere zusätzliche Zehen und damit zusätzliche Krallen haben, solltest du alle Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf pflegen, damit keine davon einwächst oder Probleme bereitet. Ansonsten gehören wie bei jeder Katze regelmäßige Kontrollen von Augen, Ohren und Zähnen dazu. Sorge außerdem für Kletter-, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten. Soll die Pixiebob Zugang zu einem Balkon bekommen, sichere diesen ab, wie unser Ratgeber zum katzensicheren Balkon zeigt.

Was frisst eine Pixiebob?

Als kräftige, muskulöse Rasse hat die Pixiebob einen soliden Energiebedarf und braucht ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil, das sie mit ausreichend tierischem Eiweiß versorgt. Achte auf ein Futter mit viel Fleisch, wenig Getreide und ohne unnötigen Zucker. Als reiner Fleischfresser ist die Katze auf Nährstoffe wie Taurin angewiesen, die in gutem Katzenfutter enthalten sind. Gerade weil die Pixiebob ein großer, schwerer Kater werden kann, ist eine bedarfsgerechte Fütterung wichtig, die zum Gewicht und zur Aktivität des Tieres passt.

Behalte die Futtermenge im Blick und passe sie an, denn auch die gelassene Pixiebob kann bei Überfütterung zunehmen. Verzichte darauf, den Napf dauerhaft gefüllt stehen zu lassen, und rechne Leckerlis in die Tagesration ein. Frisches Wasser muss immer bereitstehen, ein Trinkbrunnen animiert viele Katzen zum Trinken. Sollte deine Pixiebob doch einmal zu viel wiegen, hilft dir unser Ratgeber, wie eine übergewichtige Katze gesund abnimmt. Bei Fragen zur passenden Fütterung berät dich deine Tierärztin gern.

💰 Kosten: Was kostet eine Pixiebob in Österreich und Deutschland?

Weil die Pixiebob eine seltene Rasse ist, kann es dauern, bis du einen seriösen Züchter in Österreich oder Deutschland findest, und der Preis liegt entsprechend hoch. Ein Kätzchen kostet dort meist zwischen 800 und 1.500 Euro. In diesem Preis stecken die Gesundheitsvorsorge der Elterntiere, die Kontrolle von Pfoten und Schwanz, Impfungen, Chip, Entwurmung und eine gute Sozialisierung. Von auffällig billigen Angeboten ohne Papiere solltest du die Finger lassen. Für die Erstausstattung mit Kratzbaum, Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten, Transportbox und Näpfen rechne mit rund 250 bis 450 Euro. Die laufenden Kosten für hochwertiges Futter und Streu liegen bei etwa 40 bis 60 Euro im Monat. Dazu kommt eine Rücklage für den Tierarzt: Eine jährliche Vorsorge mit Impfung kostet in Österreich meist 50 bis 90 Euro, in Deutschland 40 bis 80 Euro, dazu unvorhergesehene Behandlungen. Weil die Pixiebob als robust gilt, aber alt wird, kann eine Katzenkrankenversicherung teure Behandlungen im Alter abfedern.

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Häufige Fragen zur Pixiebob

Stammt die Pixiebob wirklich vom Rotluchs ab?
Nein. Auch wenn die Pixiebob dem nordamerikanischen Rotluchs, dem Bobcat, stark ähnelt, ist die Abstammung von der Wildkatze nur eine Legende. Moderne Gentests haben eindeutig gezeigt, dass die Pixiebob kein Wildkatzen-Erbgut trägt, sondern genetisch eine reine Hauskatze ist. Das unterscheidet sie von echten Hybridrassen wie der Bengal oder der Savannah. Für Halter ist das ein Vorteil, denn die Pixiebob bringt den Wildlook ohne die schwierigen Anforderungen einer Hybridkatze mit.
Ist die Polydaktylie der Pixiebob ein Gesundheitsproblem?
In ihrer häufigen, einfachen Form ist die Polydaktylie eine gutartige Veränderung, die der Katze keine Beschwerden bereitet, denn die zusätzlichen Zehen sind meist voll funktionsfähig. Bei der Pixiebob ist sie als einziger Rasse im Zuchtstandard erlaubt. Es gibt allerdings seltene, schwerere Formen von Pfotenfehlbildungen, die Probleme machen können. Seriöse Züchter geben nur die gutartige Form weiter. Wichtig ist, die zusätzlichen Krallen regelmäßig zu kontrollieren, damit sie nicht einwachsen.
Hat der Stummelschwanz der Pixiebob dieselben Probleme wie bei der Manx?
Nein. Der kurze Schwanz der Pixiebob ist ein Bobtail, also verkürzt, aber vorhanden, und beruht auf einer eigenen Genetik, die nach heutigem Wissen nicht mit Wirbelsäulenschäden verbunden ist. Die Schwanzlosigkeit der Manx dagegen beruht auf einem Gen, das mit dem Manx-Syndrom einhergehen kann, bei dem schwere Fehlbildungen der Wirbelsäule und der inneren Organe auftreten. Beide Rassen dürfen trotz kurzem Schwanz nicht gleichgesetzt werden.
Ist die Pixiebob eine hundeähnliche Katze?
Ja, die Pixiebob gilt als eine der hundeähnlichsten Katzenrassen. Sie ist loyal, bindet sich eng an ihre Familie, folgt ihren Menschen durch die Wohnung und lernt gern Tricks. Viele Tiere apportieren und lassen sich an ein Geschirr gewöhnen, um an der Leine spazieren zu gehen. Dabei ist sie ruhig und ausgeglichen. Statt zu miauen, verständigt sie sich oft über leises Zwitschern und Gurren. Diese Mischung macht sie zu einem besonders anhänglichen Begleiter.
Wie groß wird eine Pixiebob?
Die Pixiebob ist eine mittelgroße bis große, kräftig gebaute Rasse. Kater erreichen ein Gewicht von etwa fünf bis acht Kilogramm, Katzen sind mit rund dreieinhalb bis fünfeinhalb Kilogramm deutlich leichter. Durch ihren schweren Knochenbau, die breite Brust und das wollige Fell wirkt die Pixiebob oft noch größer und massiver, als sie tatsächlich ist. Damit gehört sie zu den kräftigeren Katzenrassen, ohne die Ausmaße einer Maine Coon zu erreichen.
Ist die Pixiebob für Anfänger geeignet?
Ja, die Pixiebob ist grundsätzlich auch für Anfänger geeignet, sofern sie genügend Zeit und Zuwendung mitbringen. Sie ist unkompliziert im Wesen, ruhig, sozial und pflegeleicht. Wichtig ist, dass du dich um ihre Krallen kümmerst, gerade bei zusätzlichen Zehen, und ihr als geselliger Rasse genügend Gesellschaft bietest. Weil die Rasse selten ist, braucht die Suche nach einem seriösen Züchter allerdings Geduld. Wer diese aufbringt, bekommt eine dankbare und anhängliche Katze.
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