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Mikrochip und Kennzeichnung bei der Katze

Mikrochip und Kennzeichnung bei der Katze

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Ein reiskorngroßer Mikrochip kann entscheidend sein, wenn deine Katze entläuft, verletzt gefunden wird oder nach einem Umzug nicht mehr nach Hause kommt. Über die gespeicherte Kennzeichnungsnummer können Tierarztpraxen, Tierheime und Behörden das Tier einem registrierten Halter zuordnen. Der Chip allein genügt dafür allerdings nicht. Erst wenn seine Nummer in einer geeigneten Tierdatenbank mit aktuellen Kontaktdaten verknüpft ist, kann eine gefundene Katze rasch zurückgebracht werden. Für Reisen innerhalb der EU ist die elektronische Kennzeichnung ebenfalls eine zentrale Voraussetzung.

Wie funktioniert ein Mikrochip bei Katzen?

Der Mikrochip ist ein kleiner elektronischer Transponder, der von einem Tierarzt unter die Haut gesetzt wird. Er enthält eine eindeutige Kennzeichnungsnummer, die mit einem speziellen Lesegerät ausgelesen werden kann. Der Vorgang ist mit einer Impfung vergleichbar und dauert normalerweise nur wenige Sekunden. Auf dem Chip selbst sind weder dein Name noch deine Telefonnummer oder Adresse gespeichert. Auch medizinische Daten befinden sich dort nicht. Das Lesegerät zeigt lediglich die Kennzeichnungsnummer an. Diese wird anschließend in einer Tierregistrierungsdatenbank gesucht.

Der Mikrochip ist außerdem kein GPS-Sender. Er zeigt nicht, wo sich deine Katze gerade befindet, und ermöglicht keine Live-Ortung. Dafür wäre ein zusätzlicher GPS-Tracker notwendig, der beispielsweise an einem geeigneten Sicherheitshalsband getragen wird. Ein solcher Tracker kann den Chip ergänzen, aber nicht ersetzen.

Warum ist der Mikrochip besser als Halsband oder Tätowierung?

Ein Adressanhänger am Halsband kann hilfreich sein, weil Finder dich direkt kontaktieren können. Halsbänder können jedoch verloren gehen oder sich lösen. Bei Freigängern sollten deshalb ausschließlich katzengeeignete Sicherheitshalsbänder mit einem zuverlässigen Öffnungsmechanismus verwendet werden.

Auch Tätowierungen können mit der Zeit verblassen oder schlecht lesbar werden. Der Mikrochip bietet dagegen eine dauerhafte elektronische Kennzeichnung, die unabhängig von Fellfarbe und äußeren Merkmalen ausgelesen werden kann. Die Vetmeduni Wien bezeichnet ihn deshalb als bevorzugte Methode zur eindeutigen Tierkennzeichnung.

Trotzdem ist es sinnvoll, die Funktion und Position des Chips bei Routineuntersuchungen gelegentlich kontrollieren zu lassen. Das Auslesen dauert nur wenige Sekunden.

Warum muss eine gechippte Katze registriert werden?

Das Chippen und die Registrierung sind zwei unterschiedliche Schritte. Der Chip liefert nur eine Nummer. Erst der Datenbankeintrag stellt die Verbindung zwischen dieser Nummer, deiner Katze und deinen Kontaktdaten her.

Wird eine entlaufene Katze in einer Praxis oder einem Tierheim abgegeben, kann dort der Chip ausgelesen werden. Über die hinterlegte Registrierungsstelle lässt sich anschließend der Halter verständigen. Ohne einen auffindbaren und aktuellen Eintrag ist diese Zuordnung häufig nicht möglich.

Prüfe nach dem Chippen deshalb ausdrücklich:

  • In welcher Datenbank wurde die Katze registriert?
  • Ist die Chipnummer vollständig und korrekt eingetragen?
  • Stimmen Name, Telefonnummer und Adresse?
  • Gibt es eine zweite Kontaktperson für Notfälle?
  • Wer aktualisiert die Daten bei einem Umzug oder Halterwechsel?

Verlasse dich nicht allein auf den Eintrag im EU-Heimtierausweis oder in der Patientenkartei der Tierarztpraxis. Diese Unterlagen sind für ein Tierheim, das deine Katze an einem anderen Ort findet, nicht automatisch zugänglich.

In welcher Datenbank sollte eine Katze registriert werden?

In Österreich gibt es eine amtliche Heimtierdatenbank und mehrere private Tierregistrierungsdatenbanken. Welche Registrierung erforderlich beziehungsweise möglich ist, hängt vom rechtlichen Status der Katze ab.

Katzen, die zur Zucht verwendet werden, müssen in der amtlichen Heimtierdatenbank eingetragen werden. Die Meldung kann unter anderem durch den Halter mit ID Austria, durch die zuständige Behörde, eine Tierarztpraxis oder eine anerkannte Meldestelle erfolgen.

Für Katzen ohne gesetzliche Registrierungspflicht erfolgt eine freiwillige Registrierung üblicherweise über eine private Tierdatenbank. Die Vetmeduni weist darauf hin, dass in Österreich mehrere Registrierungsstellen existieren und kein einziges einheitliches privates System verwendet wird. Deshalb ist wichtig, dass die gewählte Datenbank von Tierheimen und Tierarztpraxen gut abgefragt werden kann. Lass dir nach der Registrierung eine Bestätigung geben und bewahre die Chipnummer zusammen mit den Unterlagen deiner Katze auf.

Ist der Mikrochip bei Katzen in Österreich Pflicht?

In Österreich besteht keine allgemeine bundesweite Chip- und Registrierungspflicht für jede privat gehaltene Katze. Verpflichtend sind Kennzeichnung und Registrierung insbesondere für Katzen, die zur Zucht verwendet werden. Diese Tiere müssen mit einem elektronisch auslesbaren Mikrochip gekennzeichnet und innerhalb eines Monats nach der Kennzeichnung oder Übernahme in der amtlichen Heimtierdatenbank registriert werden.

Für gewöhnliche kastrierte Freigänger und reine Wohnungskatzen besteht nach der bundesrechtlichen Regelung keine generelle Chippflicht. Die Kennzeichnung und freiwillige Registrierung sind trotzdem dringend zu empfehlen. Gerade Freigänger haben ein erhöhtes Risiko, sich zu verirren, verletzt aufgefunden oder versehentlich für herrenlos gehalten zu werden.

Müssen Freigängerkatzen in Österreich kastriert werden?

Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie müssen in Österreich grundsätzlich tierärztlich kastriert werden. Ausgenommen sind Katzen, die rechtmäßig zur Zucht gehalten, entsprechend gemeldet sowie gekennzeichnet und registriert sind. Das gilt auch für Katzen auf Bauernhöfen.

Vereinfacht bedeutet das:

  • Ein gewöhnlicher Freigänger muss kastriert werden, aber nach Bundesrecht nicht zwingend gechippt sein
  • Eine unkastrierte Katze mit Freigang darf nur im Rahmen einer ordnungsgemäß gemeldeten Zucht gehalten werden
  • Eine solche Zuchtkatze muss gechippt und in der amtlichen Heimtierdatenbank registriert sein
  • Für Wohnungskatzen gilt die Kastrationspflicht ohne Freigang grundsätzlich nicht, sofern keine anderen zuchtrechtlichen Vorgaben greifen

Da Chip und Registrierung die Rückführung einer entlaufenen Katze erheblich erleichtern, sind sie auch für kastrierte Freigänger sinnvoll, obwohl keine allgemeine bundesrechtliche Pflicht besteht.

Braucht eine Katze für eine Auslandsreise einen Mikrochip?

Für Reisen mit Katzen innerhalb der EU beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums brauchst du grundsätzlich einen EU-Heimtierausweis, eine gültige Tollwutimpfung und eine eindeutige Kennzeichnung. Für Katzen, die seit dem 3. Juli 2011 gekennzeichnet wurden, ist dafür ein Mikrochip erforderlich. Eine deutlich lesbare Tätowierung kann nur anerkannt werden, wenn sie bereits vor diesem Datum angebracht wurde.

Bei Reisen in Nicht-EU-Länder oder bei der späteren Rückkehr in die EU können weitere Vorgaben gelten. Je nach Zielland können ein amtliches Gesundheitszeugnis, ein Tollwut-Antikörpertest oder bestimmte Einreisewege erforderlich sein. Prüfe daher nicht nur die Ausreise, sondern auch die Wiedereinreise nach Österreich.

Muss die Katze vor der Tollwutimpfung gechippt werden?

Für die Anerkennung der Tollwutimpfung im Reiseverkehr muss die Katze bereits eindeutig gekennzeichnet sein. Der Mikrochip muss daher vor der Impfung gesetzt beziehungsweise unmittelbar davor ausgelesen und dokumentiert werden. Chippen und Impfen können am selben Termin erfolgen, solange die Kennzeichnung zuerst durchgeführt wird. Wird eine Katze erst nach der Tollwutimpfung gechippt, kann die frühere Impfung für die Reiseformalitäten nicht eindeutig dem Tier zugeordnet werden. In diesem Fall kann eine erneute Impfung notwendig werden. Nach der ersten gültigen Tollwutimpfung gilt normalerweise eine Wartezeit von mindestens 21 Tagen, bevor die Katze reisen darf. Wird eine Auffrischungsimpfung erst nach Ablauf der vorherigen Impfung verabreicht, gilt sie reiserechtlich wieder als Erstimpfung und die Wartefrist beginnt erneut. Plane eine Auslandsreise deshalb mehrere Wochen im Voraus und lass die Einträge im Heimtierausweis von der Tierarztpraxis kontrollieren.

Mikrochip und Kennzeichnung bei der Katze – go4vet

Warum ist der Chip für Freigänger besonders wichtig?

Freigängerkatzen können in Garagen, Kellern oder Gartenhäusern eingeschlossen werden. Sie können in ein fremdes Revier geraten, nach einem Unfall weit entfernt von ihrem Zuhause aufgefunden oder von wohlmeinenden Menschen für herrenlos gehalten werden. Da der Chip nicht wie ein Halsband verloren gehen kann, bleibt die Katze auch dann identifizierbar, wenn sie ohne äußere Kennzeichnung gefunden wird. Voraussetzung ist allerdings, dass sie in einer abfragbaren Datenbank registriert ist und deine Kontaktdaten stimmen. Nach einem Umzug solltest du die Adresse unverzüglich aktualisieren und deinen Freigänger zunächst mehrere Wochen im neuen Zuhause lassen. Entwischt er trotzdem, erhöhen ein funktionierender Chip und aktuelle Daten die Chance, dass du verständigt wirst.

Kann ein GPS-Tracker den Mikrochip ersetzen?

Nein, Mikrochip und GPS-Tracker erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Mikrochip dient der dauerhaften Identifikation, nachdem eine Katze gefunden und mit einem Lesegerät untersucht wurde. Ein GPS-Tracker kann dagegen den aktuellen oder zuletzt übermittelten Standort anzeigen, benötigt aber eine Stromversorgung und häufig eine Mobilfunkverbindung. Ein Tracker kann verloren gehen, der Akku kann leer werden und das Halsband kann sich aus Sicherheitsgründen öffnen. Deshalb eignet er sich nur als zusätzliche Hilfe. Der Mikrochip bleibt die grundlegende Kennzeichnung. Achte bei einem Tracker auf ein möglichst leichtes Gerät und ein katzensicheres Halsband mit Öffnungsmechanismus. Zu schwere oder schlecht sitzende Geräte können die Katze beim Klettern und Jagen behindern.

Wie läuft das Chippen bei der Tierarztpraxis ab?

Das Chippen ist ein kurzer Eingriff und erfordert bei den meisten Katzen keine Narkose. Vor dem Einsetzen kontrolliert die Tierarztpraxis zunächst, ob sich der Mikrochip mit einem Lesegerät auslesen lässt und ob die angezeigte Nummer mit den Unterlagen übereinstimmt. Anschließend wird der Transponder mit einer Kanüle unter die Haut im Hals- beziehungsweise Schulterbereich eingesetzt.

Direkt danach liest der Tierarzt den Chip erneut aus. So wird überprüft, ob er funktioniert und die Nummer korrekt erfasst wurde. Anschließend wird die Kennzeichnungsnummer in der Patientenakte und bei Bedarf im EU-Heimtierausweis dokumentiert. Danach folgt die Registrierung in der zuständigen Heimtierdatenbank oder in einer freiwillig gewählten Registrierungsstelle. Kläre am besten direkt in der Praxis, ob sie diesen Schritt übernimmt oder ob du die Anmeldung selbst durchführen musst.

Der Mikrochip ist ungefähr so groß wie ein Reiskorn, und das Einsetzen ist in der Regel mit einer Impfung vergleichbar. Bei Katzen, die stark auf Praxisbesuche reagieren, kann das Chippen mit einer ohnehin geplanten Untersuchung oder Kastration verbunden werden. Eine Narkose nur für das Setzen des Mikrochips ist normalerweise nicht notwendig.

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Wer übernimmt die Registrierung nach dem Chippen?

Bei der erstmaligen Kennzeichnung von Hunden und gesetzlich registrierungspflichtigen Zuchtkatzen sind Tierärzte verpflichtet, die Registrierung in der amtlichen Heimtierdatenbank vorzunehmen. Trotzdem solltest du dir den Eintrag bestätigen lassen und die gespeicherten Daten kontrollieren.

Bei freiwillig gechippten Katzen hängt der Ablauf von der Praxis und der gewählten Datenbank ab. Manche Praxen übernehmen die Anmeldung direkt, andere geben dir ein Formular oder die Chipnummer für die selbstständige Registrierung mit. Frage deshalb ausdrücklich: Ist meine Katze bereits registriert, oder muss ich die Anmeldung noch selbst durchführen? Eine Chipnummer in der Rechnung, Patientenakte oder im Heimtierausweis ist noch kein Beleg dafür, dass ein funktionierender Datenbankeintrag besteht.

Was muss man nach einem Umzug oder Halterwechsel tun?

Der Chip bleibt unverändert, aber die dazugehörigen Kontaktdaten müssen angepasst werden. Aktualisiere insbesondere:

  • deine Wohnadresse,
  • deine Telefonnummer,
  • deine E-Mail-Adresse,
  • eine alternative Kontaktperson,
  • den Namen des Halters.

Bei einer Adoption, einem Kauf oder einer privaten Übernahme ist die Katze häufig noch auf die frühere Person oder eine Tierschutzorganisation registriert. Lass dir deshalb die Chipnummer und sämtliche Registrierungsunterlagen aushändigen und veranlasse die Umschreibung. Auch der Tod einer registrierten Katze sollte der Datenbank gemeldet werden. Andernfalls bleibt ein veralteter Datensatz bestehen.

Wie kontrolliert man Chip und Registrierung?

Bitte die Tierarztpraxis bei einer Routineuntersuchung darum, den Chip kurz auszulesen. Vergleiche die angezeigte Nummer mit dem Heimtierausweis und der Registrierungsbestätigung. Die Österreichische Tierärztekammer weist ausdrücklich darauf hin, dass viele Tiere zwar gechippt sind, die gespeicherten Adressen oder Telefonnummern aber nicht mehr stimmen. Dadurch können gefundene Tiere trotz Kennzeichnung nicht rasch zurückvermittelt werden.

Eine Kontrolle ist besonders sinnvoll:

  • nach einem Umzug,
  • nach einem Halterwechsel,
  • vor einer Auslandsreise,
  • bei einer neu übernommenen Katze,
  • wenn du nicht weißt, welche Datenbank verwendet wurde,
  • wenn der Chip längere Zeit nicht ausgelesen wurde.

Häufige Fragen zum Mikrochip bei Katzen

Ist der Mikrochip für alle Katzen in Österreich Pflicht?
Nein. Eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht gilt für Katzen, die zur Zucht verwendet werden. Für kastrierte Freigänger und reine Wohnungskatzen ist der Chip grundsätzlich freiwillig, aber sehr empfehlenswert.
Müssen Freigängerkatzen kastriert werden?
Ja. Katzen mit regelmäßigem Freigang müssen grundsätzlich kastriert werden. Ausgenommen sind ordnungsgemäß gemeldete Zuchtkatzen, die gekennzeichnet und registriert sein müssen.
Reicht es aus, meine Katze chippen zu lassen?
Nein. Die Chipnummer muss in einer geeigneten Tierdatenbank mit deinen aktuellen Kontaktdaten verknüpft werden. Andernfalls kann die Fundstelle dich meist nicht ermitteln.
Tut das Chippen einer Katze weh?
Das Einsetzen erfolgt mit einer etwas größeren Kanüle und kann kurz unangenehm sein. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden und ist mit einer Impfung vergleichbar. Eine Narkose ist normalerweise nicht erforderlich.
Kann ich meine Katze über den Mikrochip orten?
Nein. Der Chip ist ein passiver Identifikationstransponder und kein GPS-Sender. Er kann nur aus kurzer Entfernung mit einem Lesegerät ausgelesen werden.
Braucht meine Katze für eine EU-Reise einen Mikrochip?
Grundsätzlich ja. Eine Ausnahme besteht nur für eine deutlich lesbare Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde. Zusätzlich braucht die Katze einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung.
Wie lange muss ich nach der ersten Tollwutimpfung warten?
Nach einer gültigen Erstimpfung gilt für Reisen normalerweise eine Wartezeit von mindestens 21 Tagen. Der Chip muss vor der Impfung gesetzt beziehungsweise ausgelesen worden sein.
Was muss ich nach einem Umzug machen?
Ändere deine Adresse und Kontaktdaten bei der Registrierungsstelle. Die Chipnummer selbst bleibt gleich. Prüfe anschließend, ob die Änderungen tatsächlich gespeichert wurden.
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