Herzerkrankungen bei Hunden
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Herzerkrankungen bei Hunden gehören zu den wichtigsten Krankheitsgruppen der modernen Kleintiermedizin und sind eine zentrale Aufgabe von Tierarztpraxen in Deutschland und Österreich (AT). Schätzungen zufolge entwickelt etwa jeder zehnte Hund im Lauf seines Lebens eine relevante Herzerkrankung, mit deutlicher Zunahme im höheren Alter. Bei Hunden über zehn Jahren liegt die Prävalenz bei einigen Studien sogar bei dreißig Prozent oder mehr. Die mit Abstand häufigste Form ist die Mitralklappenendokardiose (MMVD), eine altersbedingte degenerative Veränderung der Mitralklappe, die vor allem kleine bis mittelgroße Rassen betrifft, mit dem Cavalier King Charles Spaniel als Extremfall und einer beinahe vollständigen Lebenszeit-Inzidenz. Die zweithäufigste Form ist die dilatative Kardiomyopathie (DCM), eine Erkrankung des Herzmuskels mit Aufdehnung und Pumpschwäche, die typischerweise mittlere bis große Rassen betrifft. Daneben gibt es kongenitale Herzfehler wie die persistierende Ductus arteriosus, die Pulmonalstenose, die Aortenstenose und der Ventrikelseptumdefekt, sowie erworbene Erkrankungen wie Perikarderguss, infektiöse Endokarditis und Herzrhythmusstörungen. Dieser Pillar-Ratgeber gibt dir einen umfassenden Überblick über Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapieansätze und Lebensqualität von Herzpatienten. Der Inhalt ist tierärztlich überprüft.
Auf einen Blick
Etwa jeder zehnte Hund entwickelt im Lauf seines Lebens eine relevante Herzerkrankung. Die mit Abstand häufigste Form ist die Mitralklappenendokardiose bei kleinen bis mittelgroßen Rassen, allen voran beim Cavalier King Charles Spaniel. Bei großen Rassen dominiert die dilatative Kardiomyopathie. Die zentrale Diagnostik ist die Echokardiographie ergänzt durch Röntgen, Blutdruck, EKG und gegebenenfalls Holter und Biomarker (NT-proBNP). Pimobendan ist seit der EPIC-Studie der Eckpfeiler der modernen Therapie und kann den Beginn der Herzinsuffizienz um Monate verzögern.
Was ist die Mitralklappenendokardiose (MMVD)?
Die Mitralklappenendokardiose, in der internationalen Literatur als Myxomatous Mitral Valve Disease (MMVD) bezeichnet, ist die häufigste Herzerkrankung des Hundes überhaupt. Sie macht etwa 70 bis 75 Prozent aller erworbenen Herzerkrankungen aus. Es handelt sich um eine degenerative Veränderung der Mitralklappe, also der Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Kammer. Im Lauf der Erkrankung verdickt sich die Klappe, wird unförmig und schließt nicht mehr vollständig. Als Folge fließt mit jedem Herzschlag ein Teil des Blutes aus der linken Kammer zurück in den linken Vorhof (Mitralinsuffizienz). Über Monate und Jahre dilatiert der linke Vorhof, schließlich auch die linke Kammer, und am Ende kommt es zur Linksherzinsuffizienz mit Lungenödem.
Klassische Patienten sind kleine bis mittelgroße Rassen ab etwa fünf bis sechs Jahren. Besonders betroffen sind Cavalier King Charles Spaniel, Dackel, Pudel, Yorkshire Terrier, Malteser, Chihuahua, Shih Tzu, Kleinpudel, Schnauzer und kleine Mischlinge. Beim Cavalier King Charles Spaniel ist die Prävalenz dramatisch: bis zum Alter von zehn Jahren entwickeln nahezu alle Tiere eine MMVD, viele schon ab vier oder fünf Jahren. Diese rassetypische Häufung beruht auf einer starken genetischen Komponente, die in mehreren Studien beschrieben ist. Verantwortliche Zuchtprogramme prüfen Cavaliers vor dem Zuchteinsatz mit Echokardiographie und schließen Tiere mit frühem Auftreten von der Zucht aus.
Die Klassifikation erfolgt nach den Leitlinien des American College of Veterinary Internal Medicine (ACVIM) in vier Stadien. Stadium A umfasst Risikorassen ohne erkennbare Erkrankung. Stadium B bezeichnet Tiere mit nachgewiesener MMVD ohne klinische Symptome, unterteilt in B1 (ohne Vorhofvergrößerung) und B2 (mit Vorhofvergrößerung). Stadium C umfasst Tiere mit aktuellen oder früheren klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz. Stadium D bezeichnet refraktäre Endstadien. Die Einteilung ist therapieleitend, weil seit der EPIC-Studie 2016 klar ist, dass Tiere im Stadium B2 von einer frühen Therapie mit Pimobendan profitieren und die Phase bis zum Auftreten der Herzinsuffizienz um Monate verzögert wird.

Was ist die dilatative Kardiomyopathie (DCM)?
Die dilatative Kardiomyopathie ist eine primäre Erkrankung des Herzmuskels, bei der der Herzmuskel ausdünnt und die Herzkammern sich aufdehnen. Im Verlauf der Erkrankung wird die Pumpkraft des Herzens (Kontraktilität) zunehmend eingeschränkt, das Herzminutenvolumen sinkt, und es kommt typischerweise zur Linksherzinsuffizienz, oft kombiniert mit schweren ventrikulären Herzrhythmusstörungen. Die DCM ist die zweithäufigste erworbene Herzerkrankung beim Hund und betrifft typischerweise mittlere bis große Rassen. Klassische Patienten sind Dobermann, Boxer, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Neufundländer, Bernhardiner, Riesenschnauzer und Cocker Spaniel als kleinere Ausnahme.
Beim Dobermann ist die Prävalenz besonders hoch. Studien zeigen, dass bis zu 60 Prozent aller Dobermänner im Alter von zehn Jahren eine DCM entwickeln, oft mit aggressiver Verlaufsform und früher Mortalität durch plötzlichen Herztod aufgrund von Kammerflimmern. Beim Boxer existiert eine spezielle Form, die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC), die häufig durch ventrikuläre Tachyarrhythmien klinisch wird, bevor eine relevante Pumpfunktionsstörung auftritt. Beim Deutschen Dogge ist die DCM oft frühzeitig (ab vier Jahren), beim Irischen Wolfshund häufig kombiniert mit Vorhofflimmern.
Eine besondere Variante ist die ernährungsbedingte DCM (nutritional DCM), die seit 2018 verstärkt diskutiert wird. Sie betrifft Hunde, die mit getreidefreien, hülsenfrüchtelastigen Diäten gefüttert werden, und ist nach einer Diätumstellung in vielen Fällen reversibel. Die FDA und die WSAVA haben dazu detaillierte Empfehlungen veröffentlicht, in der Praxis ist eine Diätanamnese bei jedem DCM-Patienten Pflicht. Eine Ernährungsumstellung auf eine ausgewogene konventionelle Diät mit getreidehaltigen Komponenten und ausreichend Taurin kann bei diesen Hunden einen großen Teil der Pumpfunktion zurückbringen. Eine Übersicht zu Hundefutter-Optionen findest du im Beitrag zu Hundefutter.
Welche Symptome zeigt ein Hund mit Herzerkrankung?
Die Symptome einer Herzerkrankung entwickeln sich oft schleichend und werden in der Frühphase leicht übersehen. Erste Anzeichen sind oft Belastungsintoleranz, also dass der Hund schneller müde wird als früher, längere Pausen beim Spaziergang braucht, weniger Lust an Spielen hat und vorzeitig zum Liegen geht. Eine erhöhte Atemfrequenz im Ruhezustand (über 30 bis 35 Atemzüge pro Minute beim schlafenden Hund) ist ein wichtiges Frühzeichen einer beginnenden Linksherzinsuffizienz und sollte jeden Halter aufhorchen lassen. Husten, der typischerweise nachts oder am frühen Morgen auftritt und beim Aufstehen oder bei Aufregung verstärkt ist, ist ein klassisches Zeichen einer fortgeschrittenen MMVD. Er entsteht durch Kompression der Atemwege durch den vergrößerten linken Vorhof und durch beginnenden Lungenstau.
Weitere Symptome sind hörbares Atemgeräusch, Hecheln auch in kühler Umgebung, blau-violette Schleimhäute (Zyanose) bei akuter Verschlechterung, Bauchumfangsvermehrung durch Aszites bei Rechtsherzversagen, plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope) durch kurze Herzrhythmusstörungen oder akuten Blutdruckabfall und Gewichtsverlust trotz normaler Futteraufnahme im fortgeschrittenen Stadium. Bei DCM-Patienten kommen oft Symptome durch Herzrhythmusstörungen hinzu: episodische Schwächeanfälle, Synkopen oder im schlimmsten Fall der plötzliche Herztod ohne vorhergehende Symptome.
Eine besondere Notfallsituation ist das akute Lungenödem, das sich durch akute Atemnot, schnelle und mühsame Atmung, blau-violette Zunge, Unruhe und manchmal schaumigen blutigen Auswurf zeigt. Diese Konstellation ist lebensbedrohlich und gehört umgehend in eine Tierklinik mit Notdienst. Eine wohnortnahe Praxis findest du über unseren Tierarzt-Finder, in der Bundeshauptstadt unterstützt der Tierarzt in Wien. Halter von Risikorassen sollten die Atemfrequenz im Schlaf wöchentlich messen und dokumentieren.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnostik beginnt mit einer Vorgeschichte (Rasse, Alter, Symptomverlauf, Diätanamnese, Medikamente) und einer gründlichen klinischen Untersuchung mit besonderer Aufmerksamkeit auf Herzauskultation, Pulsqualität, Schleimhautfarbe und kapilläre Rückfüllzeit, Atemfrequenz und -muster. Ein systolisches Herzgeräusch über der Mitralis (links apikal) ist das Leitsymptom der MMVD, ein Galopp-Rhythmus oder Arrhythmien sind oft Hinweise auf eine DCM oder fortgeschrittene Erkrankung. Die Lautheit des Geräusches korreliert grob mit der Schwere, ist aber kein zuverlässiger Maßstab und kann irreführen.
Die zentrale weiterführende Diagnostik ist die Echokardiographie, die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Sie zeigt direkt die Klappenstruktur, die Klappenbewegung, die Größe und Funktion der Vorhöfe und Kammern, die Pumpkraft (Fractional Shortening, Ejektionsfraktion) und über Doppleruntersuchung den Blutfluss und die Klappeninsuffizienz. Sie ist die einzige Methode, die zwischen MMVD und DCM zuverlässig unterscheidet und die ACVIM-Klassifikation in B1, B2, C und D ermöglicht. Eine Echokardiographie wird in spezialisierten Praxen und Kliniken angeboten und kostet in Österreich je nach Klinik etwa zweihundert bis vierhundertfünfzig Euro. Bei der Erstuntersuchung in fortgeschrittenen Stadien ist eine Kombination aus Echokardiographie, Röntgen, Blutdruck, Blutbild, Biochemie inklusive Elektrolyte und Niere und gegebenenfalls NT-proBNP-Bestimmung Standard.
Bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen ergänzt das Elektrokardiogramm (EKG) und für längere Beobachtungen das Holter-EKG (ein 24-Stunden-EKG) die Diagnostik. Beim Dobermann und Boxer ist ein jährliches Holter-EKG ab dem dritten oder vierten Lebensjahr Standard, weil ventrikuläre Tachyarrhythmien oft lange vor klinischen Symptomen auftreten und durch frühe Therapie der plötzliche Herztod reduziert werden kann. NT-proBNP ist ein Biomarker, der bei Belastung des Herzens ansteigt und bei der Differenzierung zwischen kardialem und respiratorischem Husten, vor allem in der Notfallsituation, sehr nützlich sein kann.

Wie sieht die moderne Therapie aus?
Die Therapie der Herzerkrankung beim Hund hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Pimobendan ist der zentrale Wirkstoff der modernen Kardiologie. Es ist ein sogenannter Inodilator, der die Pumpkraft des Herzens steigert und gleichzeitig die Gefäße erweitert. Seit der EPIC-Studie 2016 ist klar, dass Hunde mit MMVD im Stadium B2 (asymptomatisch mit Vorhofvergrößerung) von einer frühen Therapie mit Pimobendan profitieren. Die Phase bis zum Auftreten der Herzinsuffizienz wird im Median um etwa 15 Monate verzögert. Pimobendan wird zwei Mal täglich oral gegeben, ist gut verträglich und gehört in dieser Indikation zum Standard.
Bei symptomatischer Linksherzinsuffizienz (Stadium C) wird die Therapie um Furosemid (oder Torasemid als modernere Alternative), einen ACE-Hemmer wie Benazepril oder Enalapril und Spironolacton ergänzt. Diese sogenannte Vierfachtherapie aus Pimobendan, Schleifendiuretikum, ACE-Hemmer und Spironolacton ist heute Standard nach den ACVIM-Konsensus-Leitlinien. Bei DCM mit ventrikulären Tachyarrhythmien werden Antiarrhythmika wie Sotalol oder Mexiletin ergänzt, gegebenenfalls auch Beta-Blocker. Bei Vorhofflimmern, vor allem bei großen Rassen, wird Diltiazem oder Digoxin zur Frequenzkontrolle eingesetzt. Eine kalium-, magnesium- und nierenwertkontrollierte Begleitung der Therapie alle drei bis sechs Monate ist Pflicht.
Im Stadium D (refraktär) werden zusätzliche Strategien notwendig: höhere Diuretikadosen, kombinierte Diuretika, Sildenafil bei pulmonaler Hypertonie, gegebenenfalls Pimobendan dreimal täglich. In ausgewählten spezialisierten Zentren in Europa wird mittlerweile die offene Mitralklappenoperation am Hund angeboten (vor allem in Frankreich und Großbritannien, in einigen Universitätskliniken in Deutschland und der Schweiz im Aufbau). Die Kosten liegen zwischen zwanzigtausend und vierzigtausend Euro, die Erfolgsquote in spezialisierten Zentren ist hoch. Eine Hundeversicherung mit umfassendem Krankenversicherungstarif kann die jahrelangen Therapiekosten und gegebenenfalls auch chirurgische Optionen abdecken, was vor allem bei Risikorassen sinnvoll ist.
Wie sieht der Alltag mit einem Herzpatienten aus?
Mit einer modernen Therapie führen viele Herzpatienten über Jahre ein sehr gutes Leben. Wichtig sind einige Anpassungen. Die regelmäßige Medikamentengabe ist Pflicht und sollte konsequent eingehalten werden, am besten auf die Stunde genau bei zweimal täglicher Dosierung. Die Atemfrequenz im Schlaf ist der wichtigste Heimmonitor: messe sie ein bis zwei Mal pro Woche, notiere die Werte und melde Veränderungen über 30 bis 35 Atemzüge pro Minute umgehend in der Praxis. Eine Steigerung der Atemfrequenz im Schlaf um mehr als 20 Prozent ist ein verlässlicher Frühindikator einer beginnenden Dekompensation und Anlass zur Therapieanpassung.
Die körperliche Aktivität sollte angepasst werden. Moderate Bewegung in eigener Geschwindigkeit ist in den meisten Stadien wichtig und wirkt sich positiv aus, intensive Belastungen, Hitze und Aufregung sollten vermieden werden. Spaziergänge in den frühen Morgen- und späten Abendstunden im Sommer sind sinnvoll. Eine ausgewogene Ernährung mit moderatem Salzgehalt und ausreichend Taurin und L-Carnitin (vor allem bei DCM-Patienten) ist hilfreich. Eine Übersicht zu Hundefutter findest du im Beitrag zu Hundefutter, eine Anleitung zur Berechnung der Tagesration unter Futtermenge für Hund berechnen. Eine Adipositas erhöht die Belastung des Herzens deutlich und sollte konsequent vermieden werden.
Die regelmäßige Verlaufskontrolle ist ein Eckpfeiler der Betreuung. Im Stadium B2 wird in der Regel alle sechs bis zwölf Monate eine Echokardiographie und ein Röntgen des Brustkorbs empfohlen, im Stadium C alle drei bis sechs Monate. Bei Therapieumstellungen oder Verschlechterungen sind häufiger Kontrollen nötig. Das Ziel ist nicht nur die Lebensverlängerung, sondern vor allem die Erhaltung einer guten Lebensqualität. Bei sorgfältiger Therapie und konsequenter Begleitung erreichen viele Patienten mit MMVD im Stadium C noch eine durchschnittliche Überlebenszeit von ein bis zwei Jahren nach Beginn der Herzinsuffizienz, viele auch deutlich länger.
Tierärztlicher Blick: Wie unterstützt du deinen Hund langfristig?
Der wichtigste Beitrag jedes Halters ist die Aufmerksamkeit für Frühzeichen. Bei Risikorassen wie Cavalier King Charles Spaniel, Dackel, Yorkshire Terrier, Malteser, Pudel, Dobermann, Boxer, Irischer Wolfshund und Deutsche Dogge ist eine jährliche Herzauskultation ab fünf Jahren Standard, bei Cavaliers und Dobermännern schon ab drei Jahren. Eine prophylaktische Echokardiographie alle zwei Jahre bei Cavaliers, alle zwölf Monate bei Dobermännern ab dem dritten Lebensjahr, ergänzt durch ein jährliches Holter-EKG, ist sinnvoll, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die EPIC-Therapie rechtzeitig zu beginnen.
Die wöchentliche Messung der Atemfrequenz im Schlaf ist eines der wichtigsten Heim-Monitoring-Instrumente. Werte über 30 bis 35 Atemzüge pro Minute oder eine Steigerung um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorwert sind Warnsignale. Eine konsequente Medikamentengabe und eine engmaschige Praxisanbindung sind die Basis für eine gute Lebensqualität. Eine wohnortnahe Praxis findest du über unseren Tierarzt-Finder, für komplexe Fälle empfiehlt sich die Anbindung an eine kardiologische Schwerpunktpraxis oder eine Universitätsklinik.
Begleiterkrankungen sollten konsequent mitbehandelt werden. Eine bestehende Arthrose kann die Bewegungsfreude einschränken und damit indirekt den Herzpatienten belasten. Eine konsequente Zahnpflege ist wichtig, weil chronische Zahninfektionen über bakterielle Streuung das Endokarditis-Risiko erhöhen können. Bei Senioren ist die angepasste Ernährung wichtig, mehr unter Seniorenfutter für Hunde. Eine sorgfältig gewählte Hundeversicherung mit Krankenversicherungstarif ist gerade für Risikorassen sinnvoll, weil regelmäßige Echokardiographien, Holter, Blutkontrollen und langfristige Mehrfachmedikation über die Jahre erhebliche Summen ergeben. Idealerweise wird die Versicherung vor dem ersten Befund abgeschlossen, weil bestehende Erkrankungen häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Notfall: akutes Lungenödem
Akute Atemnot mit hechelnder Atmung in Ruhe, blau-violetter Zunge, Unruhe, schaumigem oder blutigem Auswurf, ein Hund, der nicht mehr liegen kann und ständig die Position wechselt, sind Anzeichen eines akuten Lungenödems. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Die nächste Tierklinik mit Notdienst sofort anfahren, telefonisch ankündigen, das Tier ruhig und kühl halten, gegebenenfalls vorhandene Notfall-Diuretikadosis nach tierärztlicher Anweisung verabreichen.
Häufige Fragen zu Herzerkrankungen bei Hunden
Quellen
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