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Saisonales Zusatzfutter: Frühling, Sommer, Herbst und Winter beim Pferd richtig planen

Saisonales Zusatzfutter: Frühling, Sommer, Herbst und Winter beim Pferd richtig planen

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Der Stoffwechsel deines Pferdes folgt einem klaren Jahresrhythmus. Im Frühling steht die Anweidung im Vordergrund, im Sommer Hitze, Schweißverlust und Insektendruck, im Herbst der Fellwechsel und im Winter Raufutter, Atemwege und Gelenke. Zusatzfutter sollte deshalb nicht wahllos gefüttert werden, sondern zur jeweiligen Saison, zur Haltung und zum Gesundheitszustand deines Pferdes passen.

Wie unterstütze ich mein Pferd im Frühling?

Im Frühling beginnt mit dem ersten Gras der intensivste Futterwechsel des Jahres. Junges Gras enthält viel Wasser, oft viel Eiweiß und je nach Wetterlage auch hohe Mengen an Zucker und Fruktan. Wenn dein Pferd zu schnell und zu lange auf die Weide kommt, steigt das Risiko für Kotwasser, Koliken, Stoffwechselprobleme und bei empfindlichen Pferden auch für Hufrehe.

Die Anweidung sollte deshalb strukturiert erfolgen. Starte mit kurzen Einheiten von etwa zehn bis 15 Minuten pro Tag und steigere langsam über mindestens 14 Tage. Pferde mit EMS, PPID, Übergewicht oder früherer Hufrehe brauchen eine deutlich vorsichtigere Anweidung, oft mit Fressbremse, begrenzter Koppelzeit und tierärztlicher Begleitung.

Vor dem Start in die Weidesaison kann eine Kontrolle von Insulin und ACTH sinnvoll sein, besonders bei älteren Pferden, leichtfuttrigen Rassen oder bekannten Stoffwechselproblemen.

Mineralfutter wie Mineral Vital läuft auch im Frühling weiter. Junges Gras liefert zwar Energie und Eiweiß, aber nicht automatisch eine ausgewogene Mineralstoffversorgung. Einen umfassenden Einstieg zur grundsätzlichen Zusatzfutterstrategie findest du im Artikel Zusatzfutter beim Pferd.

Weitere Frühlingsthemen sind Leberstoffwechsel und Haut. Nach dem Winter mit viel Heu kann eine Leberkur mit Leber Vital über etwa sechs Wochen sinnvoll sein, wenn Blutwerte, Fellqualität oder Allgemeinzustand dafür sprechen. Bei Sommerekzem Pferden sollte die Haut früh vorbereitet werden, zum Beispiel mit Sano Skin Repair, bevor Mücken und Kriebelmücken stark aktiv werden.

zusatzfutter saisonal: frühling, sommer, herbst und winter b – go4vet

Wie unterstütze ich mein Pferd im Sommer?

Im Sommer stehen Hitze, Schweißverlust, Elektrolyte und Insektenschutz im Mittelpunkt. Ein Warmblut kann bei Arbeit an heißen Tagen mehrere Liter Schweiß verlieren. Damit gehen Natrium, Kalium, Chlorid, Kalzium und Magnesium verloren. Wasser allein ersetzt diese Verluste nicht vollständig.

Elektrolyte sind deshalb im Sommer eine gezielte Ergänzung, besonders bei Sportpferden, stark schwitzenden Pferden, langen Ausritten, Transporten oder Turnieren. Die genaue Menge hängt von Temperatur, Arbeitsdauer, Schweißmenge und Grundration ab. Eine ausführliche Erklärung findest du im Artikel Elektrolyte beim Pferd.

Wichtig sind außerdem Schattenplätze, sauberes Wasser, Fliegenschutz, angepasste Trainingszeiten und eine gute Beobachtung der Verdauung. Kotwasser oder Durchfall können im Sommer auch durch Hitzestress, Futterwechsel oder zu viel junges Gras begünstigt werden.

Bei Pferden mit verminderter Schweißbildung, also Anhidrose, ist besondere Vorsicht nötig. Diese Pferde können Hitze schlechter ausgleichen und sollten tierärztlich begleitet werden.

Sportpferde können im Sommer zusätzlich von Vitamin E und Selen profitieren, wenn Belastung, Blutwerte oder Regeneration dafür sprechen. Produkte wie E 60.000 oder Extreme 100 können in solchen Fällen Teil eines abgestimmten Plans sein. Mehr dazu findest du im Artikel Vitamin E und Selen beim Pferd.

Wie unterstütze ich mein Pferd im Herbst?

Im Herbst ist der Fellwechsel das zentrale Thema. Haut, Haarbildung, Leberstoffwechsel, Immunsystem und Mineralstoffversorgung laufen in dieser Phase besonders aktiv. Der Bedarf an hochwertigen Aminosäuren, Zink, Kupfer, Biotin und B-Vitaminen kann steigen.

Sano Skin Repair kann als Kur über sechs bis acht Wochen eingesetzt werden, wenn dein Pferd im Fellwechsel Probleme zeigt. Die Richtdosis liegt bei einem Warmblut meist bei etwa 30 bis 60 Gramm pro Tag, abhängig von Gewicht, Fellqualität und Ration.

Mineral Vital bleibt die ganzjährige Basis. Leber Vital kann zusätzlich sinnvoll sein, wenn Leberwerte auffällig sind, das Fell stumpf bleibt oder dein Pferd im Fellwechsel ungewöhnlich müde wirkt. Einen vollständigen acht Wochen Fütterungsplan findest du im Artikel Fellwechsel beim Pferd.

Der Herbst ist außerdem der Übergang in die Stall und Heusaison. Die Qualität des Raufutters wird jetzt besonders wichtig. Heu sollte staubarm, hygienisch einwandfrei und möglichst gut analysiert sein. Eine Heuanalyse alle zwei bis drei Jahre hilft, Mineralstofflücken besser einzuschätzen.

Wenn dein Pferd empfindliche Atemwege hat, solltest du staubiges Heu vermeiden. Je nach Befund können Bedampfen, Anfeuchten oder geeignete Heucobs sinnvoll sein.

Wie unterstütze ich mein Pferd im Winter?

Im Winter verschieben sich die Schwerpunkte auf Raufutter, Bewegung, Atemwege und Gelenke. Kälte, harter oder vereister Boden und weniger freie Bewegung können den Bewegungsapparat stärker belasten. Gleichzeitig verbringen viele Pferde mehr Zeit im Stall, wodurch Staub und Ammoniak die Atemwege reizen können.

ArthroVit oder Arthrobol können im Winter für Pferde mit Gelenkproblemen, Arthrose oder hoher Belastung sinnvoll sein. Die Richtdosis hängt vom Produkt, Gewicht und Befund ab. Wichtig ist aber: Gelenkzusatzfutter ersetzt keine Bewegung. Ohne regelmäßiges, angepasstes Laufen bleibt der Effekt begrenzt. Einen breiteren Überblick findest du im Artikel Gelenke beim Pferd.

Auch das Raufuttermanagement wird im Winter wichtiger. Bei Kälte steigt der Energiebedarf je nach Haltung und Temperatur um etwa 10 bis 20 Prozent. Viele Pferde brauchen dann mehr Heu, nicht automatisch mehr Kraftfutter. Wasser muss jederzeit frostfrei verfügbar sein, denn auch im Winter trinken Pferde viel.

Die Deckenstrategie sollte mit Augenmaß erfolgen. Zu warme Decken können Schwitzen, Hautreizungen und Schuppen fördern. Zu wenig Schutz kann bei geschorenen, alten oder dünnen Pferden zu Energieverlust führen.

Der Winter ist außerdem die Hauptzeit für Atemwegsprobleme. Staubarmes Heu, gute Stalllüftung, saubere Einstreu und ausreichend Aufenthalt im Freien sind entscheidend. Einen tieferen Einstieg findest du im Artikel Pferd hustet.

Wie sieht der saisonale Jahresplan auf einen Blick aus?

Ein saisonaler Zusatzfutterplan kann so aussehen:

  • Ganzjährig reicht Mineral Vital als Basis, ausreichend Raufutter, sauberes Wasser, Bewegung und jährliche tierärztliche Kontrolle.
  • Frühling von März bis Mai: Vorsichtige Anweidung, bei Bedarf Leber Vital als Kur, Hautcheck bei Sommerekzem Pferden, bei Risikopferden ACTH und Insulin prüfen.
  • Sommer von Juni bis August können Elektrolyte nach Belastung, Fliegenschutz, Hitzemanagement und bei Sportpferden gegebenenfalls Vitamin E und Selen Strategie eingesetzt werden.
  • Herbst von September bis November kannst du Sano Skin Repair als Fellwechselkur und Mineral Vital weiterverwenden, bei Bedarf kannst du auch Leber Vital und Raufutterqualität prüfen.
  • Winter von Dezember bis Februar solltest du die Raufuttermenge anpassen, Atemwegsmanagement, Mineral Vital weiter, bei Bedarf ArthroVit oder Arthrobol für Gelenke.

Die monatlichen Kosten schwanken je nach Saison. In ruhigen Phasen reicht bei vielen Pferden die Mineralbasis. In Belastungsphasen wie Fellwechsel, Anweidung, Turniersaison oder Winter mit Gelenkproblemen können kurweise Ergänzungen sinnvoll sein.

Welche regionalen Unterschiede sollte ich beachten?

In Deutschland und Österreich unterscheiden sich Böden, Klima und Grundfutterqualität deutlich. Das betrifft besonders Selen, Kupfer, Zink und teilweise Jod. Einige Regionen im Alpenraum, in Süddeutschland und in Teilen Ostdeutschlands gelten eher als selenarm. Trotzdem kann der tatsächliche Gehalt von Hof zu Hof stark schwanken.

Eine Heuanalyse oder ein Mineralstoffcheck des Grundfutters ist deshalb verlässlicher als eine pauschale Einschätzung nach Bundesland. Einen umfassenden Überblick findest du im Artikel Mineralfutter Pferd.

Auch die Jahreszeiten verschieben sich regional. In höheren Lagen startet die Weidesaison später. In wärmeren Regionen Österreichs oder Süddeutschlands beginnt die Hitzephase früher, sodass Elektrolyte und Hitzemanagement bereits ab Mai relevant werden können.

Wie weide ich mein Pferd über 14 Tage an?

Ein vorsichtiger 14 Tage Plan kann so aussehen:

  • Tag 1 bis 3: zehn bis 15 Minuten Weidegang pro Tag.
  • Tag 4 bis 6: Etwa 30 Minuten Weidegang pro Tag.
  • Tag 7 bis 9: Etwa 60 Minuten Weidegang pro Tag, Kot, Bauchumfang und Allgemeinverhalten beobachten.
  • Tag 10 bis 12: Etwa zwei Stunden Weidegang pro Tag.
  • Tag 13 bis 14: Etwa drei bis vier Stunden Weidegang pro Tag, wenn dein Pferd alles gut verträgt.
  • Ab Tag 14: Weidegang nach individuellem Plan, abhängig von Gewicht, Stoffwechsel, Grasqualität und Haltung.

Bei rehegefährdeten Pferden, EMS Pferden und PPID Pferden reicht dieser Standardplan oft nicht aus. Hier kann eine Anweidung über drei bis vier Wochen nötig sein, mit begrenzter Weidezeit, Fressbremse oder alternativen Ausläufen.

Hinweis

Wichtig: Der Zuckergehalt im Gras hängt stark von Wetter, Tageszeit, Temperatur und Sonneneinstrahlung ab. Besonders nach kalten Nächten mit sonnigen Tagen kann das Risiko erhöht sein. Bei gefährdeten Pferden sollte die Weidezeit deshalb mit dem Tierarzt oder Fütterungsberater abgestimmt werden.

Wie manage ich Raufutter und Atemwege im Winter?

Im Winter steigt die Belastung der Atemwege durch Staub, Ammoniak und schlechtere Stalllüftung. Pferde mit chronischem Husten können dann deutlich mehr Symptome zeigen.

Staubarmes Heu ist die wichtigste Grundlage. Je nach Befund können Heubedampfen, Anfeuchten oder Heucobs sinnvoll sein. Außerdem braucht der Stall gute Luft, trockene Einstreu und möglichst wenig Ammoniak.

Der Raufutterbedarf steigt bei Kälte häufig um etwa zehn bis 20 Prozent. Ein Warmblut, das im Sommer acht Kilogramm Heu pro Tag bekommt, braucht im Winter unter Umständen neun bis zehn Kilogramm oder mehr. Die genaue Menge hängt von Körperzustand, Haltung, Temperatur und Arbeit ab.

Heu sollte möglichst über viele Stunden verfügbar sein. Lange Fresspausen belasten Magen und Verhalten. Wenn du Heunetze nutzt, sollte die Maschenweite zum Pferd passen, damit die Fresszeit verlängert wird, ohne Frust oder Zahnprobleme zu fördern.

Mehr dazu findest du im Artikel Pferd hustet. Eine gute Winterstrategie besteht aus staubarmem Raufutter, guter Lüftung, ausreichend Bewegung und einer stabilen Mikronährstoffversorgung, zum Beispiel über Horse Vital Plus oder Mineral Vital, wenn es zur Ration passt.

Wie kann mein Monatsplan für ein durchschnittliches Warmblut aussehen?

Ein grober Monatsplan für ein durchschnittliches Warmblut in Deutschland oder Österreich kann so aussehen:

  • Januar: Mineral Vital weiterführen, bei Bedarf ArthroVit oder Arthrobol für Gelenke, Raufutter anpassen, Atemwege im Blick behalten.
  • Februar: Winterration fortführen, bei frühem Fellwechsel Sano Skin Repair vorbereiten.
  • März: Fellwechselphase unterstützen, Sano Skin Repair fortführen, Mineral Vital weiterfüttern, Anweidung noch vorsichtig planen.
  • April: Anweidung strukturiert starten, bei Bedarf Leber Vital als Kur einleiten, Sano Skin Repair ausschleichen.
  • Mai: Weidegang stabilisieren, Mineral Vital weiterführen, Leber Vital fortführen oder beenden.
  • Juni: Hauptweidesaison, Elektrolyte nach Arbeit, bei Sportpferden Vitamin E und Selen prüfen.
  • Juli: Hitzemanagement, Fliegenschutz, Elektrolyte nach Belastung, Mineral Vital weiter.
  • August: Sommerplan fortführen, erste Anzeichen des Herbstfellwechsels beobachten.
  • September: Fellwechsel vorbereiten, Sano Skin Repair einleiten, Leber Vital bei Bedarf ergänzen.
  • Oktober: Fellwechselphase, Sano Skin Repair fortführen, Raufutterqualität prüfen.
  • November: Stallphase beginnt, Atemwegsmanagement, Mineral Vital weiter, bei Bedarf Gelenkunterstützung.
  • Dezember: Winterroutine, Raufutter, Atemwege, Gelenke und Mineralbasis stabil halten.

Dieser Plan ist ein Gerüst, kein starres Schema. Ein gesundes Freizeitpferd braucht viele Monate vielleicht nur Mineral Vital und gutes Raufutter. Ein Sportpferd, Senior oder Pferd mit Stoffwechselproblemen braucht dagegen eine individuellere Planung. Entscheidend ist die Kombination aus Jahreszeit, Pferdetyp, Haltung, Arbeit und Gesundheitszustand.

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Welche Warnsignale sollte ich je Saison erkennen?

Jede Jahreszeit bringt eigene Risiken für dein Pferd mit. Wenn du die typischen Warnsignale früh erkennst, kannst du schneller reagieren und rechtzeitig tierärztlich abklären lassen. Zusatzfutter ist dabei immer nur die zweite Ebene. Zuerst müssen Symptome, Haltung, Ration und Gesundheitszustand sauber beurteilt werden.

Welche Warnsignale sollte ich im Frühling beachten?

Im Frühling ist Hufrehe das wichtigste Warnsignal. Achte auf warme Hufe, Pulsation an der Fesselarterie, Lahmheit, häufiges Entlasten der Vorderbeine, vermehrtes Liegen oder eine typische Schonhaltung mit nach vorne gestellten Vorderbeinen.

Bei solchen Anzeichen solltest du sofort den Tierarzt rufen. Hufrehe kann schnell chronisch werden und braucht rasche Behandlung.

Auch Kotwasser, weicher Kot oder Verdauungsprobleme nach dem Anweiden sind ernst zu nehmen. Junges Gras kann den Darm stark umstellen. In diesem Fall solltest du die Anweidung verlangsamen, mehr Raufutter anbieten und dein Pferd genau beobachten.

Welche Warnsignale sollte ich im Sommer beachten?

Im Sommer sind Hitze, Flüssigkeitsverlust und Elektrolytmangel die größten Themen. Ein Warnsignal ist verminderte Schweißbildung. Wenn dein Pferd trotz Hitze und Arbeit kaum schwitzt, kann eine Anhidrose dahinterstecken. Das ist ernst und sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Auch Austrocknung ist ein Risiko. Hinweise sind eingefallene Augen, trockene Schleimhäute, erhöhte Herzfrequenz, Mattigkeit oder eine Hautfalte, die nur langsam verstreicht. In solchen Fällen braucht dein Pferd sofort Wasser, Elektrolyte und je nach Zustand tierärztliche Hilfe.

Welche Warnsignale sollte ich im Herbst beachten?

Im Herbst fällt oft auf, wenn der Fellwechsel nicht normal verläuft. Ein verzögerter, unvollständiger oder ungewöhnlich starker Fellwechsel ab Oktober sollte nicht einfach als Alterszeichen abgetan werden. Besonders bei älteren Pferden ist eine ACTH Bestimmung sinnvoll, weil PPID, früher häufig Cushing genannt, in dieser Phase auffallen kann.

Auch Husten oder Atemprobleme mit Beginn der Stallzeit sind typische Warnsignale. Staub, Ammoniak und weniger Frischluft können die Atemwege belasten. Wenn dein Pferd wiederholt hustet, schwerer atmet oder Leistung verliert, sollte eine Atemwegsdiagnostik erfolgen.

Welche Warnsignale sollte ich im Winter beachten?

Im Winter solltest du besonders auf Gewichtsverlust achten. Wenn dein Pferd trotz unveränderter Ration abnimmt, sind Zahnprobleme, Parasiten, schlechtere Heuqualität, Stoffwechselprobleme oder chronische Erkrankungen mögliche Ursachen. Zahncheck, Parasitenkontrolle und Blutbild sind sinnvolle erste Schritte.

Auch vermehrte Steifheit oder Gelenkprobleme treten bei Kälte häufiger auf. Hier helfen angepasste Bewegung, ausreichend Schritt, gutes Aufwärmen, sicherer Boden und bei Bedarf eine abgestimmte Gelenkunterstützung wie ArthroVit oder Arthrobol. Zusatzfutter ersetzt aber keine Bewegung und keine tierärztliche Abklärung bei Lahmheit.

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Häufige Fragen zur saisonalen Fütterung beim Pferd

Brauche ich für jede Saison ein anderes Zusatzfutter?
Nein, nicht zwingend. Die Mineralbasis läuft bei vielen Pferden ganzjährig. Saisonale Kuren sind nur dann sinnvoll, wenn eine bestimmte Belastungsphase oder ein konkreter Bedarf vorliegt. Ein gesundes Pferd ohne besondere Probleme kommt oft mit gutem Raufutter, Mineral Vital und angepasster Haltung aus.
Wie passe ich die Fütterung bei extremem Wetter an?
Bei Hitze über 30 Grad solltest du Training reduzieren, Schatten ermöglichen, Wasser kontrollieren und bei starkem Schwitzen Elektrolyte ergänzen.
Bei starker Kälte braucht dein Pferd meist mehr Raufutter, weil die Wärmeproduktion über die Verdauung unterstützt wird. Bei dünnem Fell, alten Pferden oder geschorenen Pferden kann Eindecken sinnvoll sein. Bei extremer Nässe solltest du Haut, Fesseln und Hufe besonders kontrollieren. Mauke und Strahlfäule entstehen leichter, wenn Haut und Horn dauerhaft feucht sind.
Wann starte ich am besten mit der Anweidung?
Die Anweidung startet, wenn das Gras ausreichend gewachsen ist und kein starkes Frostrisiko mehr besteht. Häufig ist das ab April der Fall, je nach Region und Wetter auch früher oder später.
Beginne langsam mit etwa zehn bis 15 Minuten pro Tag und steigere über mindestens 14 Tage. Bei EMS, PPID, Übergewicht oder Hufrehe Vorgeschichte muss der Plan deutlich vorsichtiger ausfallen.
Ist eine ganzjährige Weide sinnvoll?
Das hängt vom Pferd, von der Region und von der Weidequalität ab. Robuste Pferde wie Isländer oder Shetlandponys können von ganzjähriger Weidehaltung profitieren, wenn Unterstand, Raufutter, trockene Liegeflächen und kontrollierte Grasaufnahme gesichert sind.
Warmblüter, Vollblüter, Senioren oder stoffwechselempfindliche Pferde brauchen oft eine angepasste Lösung mit begrenztem Weidegang, zusätzlichem Raufutter und Wetterschutz.
Welche Saison ist für die Hufe besonders kritisch?
Frühling und Winter sind besonders kritisch. Im Frühling steigt durch junges Gras und Anweidung das Hufreherisiko. Im Winter belasten harter, gefrorener oder rutschiger Boden die Hufe und Gelenke. Eine regelmäßige Hufkontrolle alle sechs bis acht Wochen bleibt das ganze Jahr wichtig. Bei Hufrehe Risiko, brüchigem Horn oder Fehlstellungen können kürzere Intervalle sinnvoll sein.
Brauche ich im Winter mehr Kraftfutter?
Nicht automatisch. Der Energiebedarf kann bei Kälte steigen, wird aber meist zuerst über mehr Raufutter gedeckt. Heu unterstützt die Wärmeproduktion über die Verdauung und ist für viele Pferde die bessere Anpassung als mehr Kraftfutter.
Mehr Kraftfutter wird erst dann relevant, wenn dein Pferd trotz ausreichendem Raufutter Gewicht verliert oder eine hohe Arbeitsbelastung hat.
Kann ich mit einem Zusatzfutter alle Jahreszeiten abdecken?
Nein, nicht vollständig. Ein gutes Mineralfutter kann die Basisversorgung über das Jahr stabilisieren. Die saisonalen Herausforderungen sind aber unterschiedlich. Fellwechsel, Anweidung, Hitze, Hustenzeit und Gelenkbelastung brauchen je nach Pferd andere Schwerpunkte. In der Praxis funktioniert meist die Kombination aus ganzjähriger Mineralbasis und gezielten Phasenkuren am besten.
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Quellen

vetmeduni wien, klinische abteilung für innere medizin pferde: saisonale fütterungsmedizin, fachinformation 2024

tiho hannover, institut für tierernährung: anweidung und fütterungsmanagement

GfE gesellschaft für ernährungsphysiologie: empfehlungen zur energie- und nährstoffversorgung von pferden, frankfurt

FN deutsche reiterliche vereinigung: leitfaden fütterung pferd, warendorf

MSD veterinary manual: seasonal nutritional considerations in horses, online ausgabe

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