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Ataxie beim Pferd: Ursachen, Diagnostik, Therapie

Ataxie beim Pferd: Ursachen, Diagnostik, Therapie

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Ataxie beim Pferd ist eines der ernstesten neurologischen Krankheitsbilder, mit dem Reiter, Stallbesitzer und Tierärzte konfrontiert sein können. Wenn dein Pferd plötzlich unsicher läuft, beim Wenden stolpert, in der Hinterhand wegrutscht oder Schwierigkeiten beim Aufstehen hat, ist schnelle Abklärung gefragt. Ataxie bedeutet wörtlich „fehlende Ordnung“ und beschreibt eine Bewegungsstörung, bei der die Koordination zwischen Gehirn, Rückenmark und Muskulatur gestört ist. Die Ursachen reichen von Wirbelsäulenverletzungen über Infektionen wie Borreliose oder Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHV-1) bis zu degenerativen Erkrankungen wie zervikaler Wirbelsäulenstenose (Wobbler-Syndrom). In diesem Ratgeber bekommst du einen vollständigen Überblick über Symptome, Ursachen, Diagnostik, Therapieoptionen und Prognose. Du erfährst außerdem, welche neurologischen Tests dein Tierarzt durchführt, wann eine Klinikeinweisung sinnvoll ist und wie du dein Pferd im Alltag begleiten kannst. Die Empfehlungen orientieren sich an aktuellen Leitlinien aus Wien, Hannover und Bern. Der Inhalt ist tierärztlich überprüft.

Notfall

Notfall-Hinweis Ataxie

Wenn dein Pferd plötzlich taumelt, in der Hinterhand wegknickt, Lähmungserscheinungen zeigt oder nicht aufstehen kann, kontaktiere sofort einen Tierarzt. Akute Ataxien können auf eine Equine Herpesvirus-Infektion (EHV-1) hindeuten, die hochansteckend ist und sofortige Quarantäne erfordert. Bewege dein Pferd nicht eigenmächtig, lass es liegen oder ruhig stehen, halte Abstand zu anderen Pferden, dokumentiere den Verlauf mit Video.

Was ist Ataxie und wie unterscheidet sie sich von Lahmheit?

Ataxie beschreibt eine Bewegungsstörung, bei der dein Pferd seine Gliedmaßen nicht mehr präzise koordinieren kann. Anders als bei einer Lahmheit, bei der Schmerz die Bewegung verändert, fehlt bei der Ataxie die motorische Steuerung. Das Pferd „weiß“ nicht mehr, wo seine Beine im Raum stehen, weil die Signalleitung zwischen Gehirn, Rückenmark und Muskeln gestört ist. Typische Anzeichen sind ein wankender Gang, übermäßig weite oder eng versetzte Schritte, Wegrutschen in der Hinterhand bei engen Wendungen, Stolpern auf ebenem Boden, Probleme beim Rückwärtsgehen oder beim Überqueren von Hindernissen wie Cavalettis und Bordsteinen.

Drei Ataxie-Typen lassen sich unterscheiden. Bei der propriozeptiven Ataxie ist die Wahrnehmung der Gliedmaßen-Position gestört, das Pferd setzt die Hufe falsch oder zu weit. Bei der vestibulären Ataxie ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr betroffen, das Pferd kippt oder dreht den Kopf zur Seite. Bei der zerebellären Ataxie ist das Kleinhirn geschädigt, hier zeigen sich häufig Kopfwackeln (Intentionstremor) und übersteigerte Bewegungen. Die Differenzierung gelingt nur durch eine sorgfältige neurologische Untersuchung, weil die Therapieansätze unterschiedlich sind. Eine grobe Selbstdiagnose ist wenig zielführend.

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Welche Ursachen führen zu Ataxie beim Pferd?

Die Ursachen der Ataxie sind vielfältig und reichen von akuten Verletzungen bis zu chronischen Infektionen. Bei jungen Pferden, vor allem Warmblütern und Vollblütern unter fünf Jahren, ist die zervikale Wirbelsäulenstenose (Wobbler-Syndrom) die häufigste Diagnose. Hier sind die Halswirbelkanäle zu eng und drücken auf das Rückenmark. Bei älteren Pferden dominieren degenerative Veränderungen wie Arthrose der Halswirbelgelenke (Spondylarthrose) oder Bandscheibendegeneration. Auch Bandscheibenvorfälle und Wirbelfrakturen nach Stürzen oder Verkehrsunfällen sind klassische Trauma-Ursachen.

Infektiöse Ursachen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Equines Herpesvirus 1 (EHV-1) löst die gefürchtete Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) aus, bei der das Rückenmark akut entzündet ist und Pferde innerhalb weniger Tage hochgradig ataktisch werden. Auch Borreliose nach Zeckenstichen kann neurologische Symptome auslösen, ebenso West-Nil-Virus-Infektionen, die in Österreich seit 2008 vermehrt auftreten. Vergiftungen durch Pflanzen wie Schierling, Goldregen oder Eibe sowie Schimmelpilztoxine in verdorbenem Heu können ebenfalls Ataxien auslösen. Selten, aber möglich, sind Tumore im Gehirn oder Rückenmark sowie Stoffwechselerkrankungen wie schwere Lebererkrankungen, die zu hepatischer Enzephalopathie führen.

Welche Symptome sollten dich alarmieren?

Ataxie kann schleichend oder plötzlich beginnen. Achte auf folgende Anzeichen: dein Pferd stolpert vermehrt, auch auf ebenem Boden. Es geht beim Wenden in der Hinterhand weg oder kreuzt die Beine. Im Schritt wirkt der Gang unrund, hölzern oder „wie auf Stelzen“. Im Trab und Galopp fehlt die Geschmeidigkeit, das Pferd wirkt unsicher oder ängstlich. Beim Rückwärtsrichten zögert es, hebt die Beine hoch oder bleibt stehen. Beim Wechsel zwischen weichem und hartem Boden zeigt es deutliche Unsicherheit. Manche Pferde nehmen seltsame Standhaltungen ein, etwa weit gegrätschte Hinterbeine oder einen kreuzweise versetzten Stand.

Begleitsymptome wie Fieber, Mattigkeit, reduzierte Fresslust oder Schluckbeschwerden deuten auf eine Infektion hin. Kopfschiefhaltung und Kreislaufbewegungen sprechen für einen vestibulären Befall. Plötzliche Lähmungen, Festliegen oder Krämpfe sind absolute Notfälle, die sofortige tierärztliche Hilfe erfordern. Dokumentiere alle Auffälligkeiten möglichst mit Video, idealerweise im Schritt auf hartem und weichem Boden, beim Rückwärtsrichten und beim Wenden in beide Richtungen. Diese Aufnahmen helfen deinem Tierarzt enorm bei der Erstbeurteilung. Mehr zur Vorabkommunikation findest du auf unserer Seite zum Go4Vet Tierarztverzeichnis.

Wie diagnostiziert dein Tierarzt eine Ataxie?

Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese. Der Tierarzt fragt nach Beginn, Verlauf, Impfstatus, Auslandsaufenthalten, Futterquellen und Vorerkrankungen. Dann folgt die neurologische Untersuchung. Klassisch sind der „Tail-Pull-Test“ (Schwanz seitlich ziehen, normales Pferd hält Gleichgewicht), der „Spinning-Test“ (Drehen um die eigene Achse, ataktische Pferde verkreuzen die Beine), die Beurteilung des Hindernislaufs sowie das Anheben der Hufe. Auch die Reflexe an Augen, Maul und Schwanz werden geprüft. Eine Ataxie wird in fünf Schweregrade nach Mayhew eingeteilt, wobei Grad 1 leichtes Stolpern und Grad 5 das vollständige Festliegen bedeutet.

Je nach Verdachtsdiagnose folgen weiterführende Untersuchungen: Blutbild, Borreliose-Test, EHV-1-PCR aus Nasen- oder Blutprobe, Liquorpunktion zur Untersuchung der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, Röntgen der Halswirbelsäule, in spezialisierten Kliniken auch Myelographie, Computertomographie oder MRT. Diese Diagnostik ist meist nur in Universitätskliniken oder großen Pferdekliniken möglich, etwa in Wien, München, Berlin, Hannover oder Bern. Plane für eine vollständige Abklärung mehrere Tage Klinikaufenthalt ein. Die Kosten liegen je nach Untersuchungsumfang zwischen 800 und 4.000 Euro. Eine Pferdekrankenversicherung kann hier eine wichtige Stütze sein, mehr Hintergrund liefert dir der Beitrag zur Stallhygiene und Krankheitsprävention.

Welche Therapieoptionen gibt es?

Die Therapie hängt vollständig von der Ursache ab. Bei Wobbler-Syndrom kommen entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie und in schweren Fällen chirurgische Stabilisierung der Halswirbel zum Einsatz. Die Operation, eine sogenannte Wirbelfusion, wird in Spezialkliniken durchgeführt und hat eine Erfolgsquote von rund 60 bis 75 Prozent bei sorgfältig ausgewählten Patienten. Bei Borreliose helfen über vier bis sechs Wochen Antibiotika wie Doxycyclin oder Oxytetracyclin. EHV-1-Infektionen werden symptomatisch mit Entzündungshemmern, Infusionen und intensiver Pflege behandelt, ein spezifisches antivirales Medikament gibt es derzeit nicht.

Bei traumatischen Ursachen (Halswirbelfraktur, Bandscheibenvorfall) sind oft Steroide, strikte Boxenruhe und in seltenen Fällen Operationen nötig. Vergiftungen werden mit Aktivkohle, Infusionen und je nach Toxin spezifischen Antidoten behandelt. Bei degenerativen Erkrankungen älterer Pferde steht die Schmerzlinderung im Vordergrund, ergänzt durch Akupunktur, Osteopathie und sanftes Bewegungstraining. Wichtig ist immer eine kontinuierliche neurologische Verlaufskontrolle, um Erfolg oder Verschlechterung der Therapie zu beurteilen. Bei nicht beherrschbaren Verläufen mit dauerhaft hochgradiger Ataxie und schlechter Lebensqualität ist die Euthanasie aus tierschutzrechtlichen Gründen die richtige Entscheidung. Mehr Informationen zur Begleitung in dieser Phase findest du im Beitrag zum Einäschern von Großtieren.

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Wie sieht der Alltag mit einem ataktischen Pferd aus?

Wenn die Diagnose feststeht und eine konservative Therapie geplant ist, brauchst du einen klaren Stallplan. Sicherheit hat Priorität. Die Box sollte ausreichend groß, mit weichem Untergrund (gepolsterter Späne- oder Strohbett mit mindestens 20 Zentimeter Höhe) ausgestattet und ohne hohe Schwellen oder Stolperfallen sein. Vermeide steile Rampen, glatte Stallgassen und enge Wendungen. Auf der Weide sind ebene Flächen ohne Löcher und Senken Pflicht, optimal eine separate kleine Koppel mit ruhigen Begleitpferden, die das ataktische Pferd nicht jagen.

Reiten ist bei mittel- bis hochgradiger Ataxie nicht mehr verantwortbar, weil sowohl Reiter als auch Pferd verletzt werden können. Bei leichter Ataxie kann nach tierärztlicher Freigabe vorsichtige Bodenarbeit oder geführte Spaziergänge die Muskulatur stärken. Physiotherapie mit gezielten Cavaletti-Übungen, Wassertraining und passiven Mobilisationen unterstützt den Wiederaufbau der Koordination. Plane regelmäßige tierärztliche Kontrollen alle vier bis sechs Wochen ein, um den Verlauf zu dokumentieren. Auch eine angepasste Fütterung ist wichtig: Vermeide energiereiche Konzentratrationen, die Übermut auslösen, und setze auf strukturreiches Heu, mehr dazu im Ratgeber zu Heu für Pferde. Eine ausgewogene Mineralisierung erklärt der Beitrag zu Vitaminen für Pferde.

Wie sieht die Prognose aus und wie kannst du vorbeugen?

Die Prognose hängt stark von Ursache, Schweregrad und Therapieverlauf ab. Bei rechtzeitig behandelter Borreliose oder leichter EHV-1-Infektion stehen die Chancen auf vollständige Genesung gut. Wobbler-Syndrom mit chirurgischer Behandlung erreicht in 60 bis 75 Prozent der Fälle eine deutliche Verbesserung. Schwere traumatische Verletzungen der Halswirbelsäule mit Rückenmarksbeteiligung sind oft prognostisch ungünstig, ebenso fortgeschrittene degenerative Erkrankungen oder ausgedehnte Tumore. Eine ehrliche Einschätzung deines Tierarztes ist wichtig, um realistische Erwartungen zu haben.

Auch nach erfolgreicher Akuttherapie ist eine Rehaphase von mehreren Monaten üblich. Dein Pferd braucht Geduld, vorsichtig dosiertes Training und engmaschige tierärztliche Begleitung. Erwarte keine linearen Fortschritte, weil das Nervensystem in Schüben heilt. Eine sinnvolle Reha umfasst tägliches Führen auf gleichmäßigem Boden, später Cavalettiarbeit mit niedrigen Stangen, Schwimmtraining im Aquatrainer (in spezialisierten Rehazentren in Wien, München oder Bern), passive Mobilisationen sowie regelmäßige Massagen. Achte auf eine ruhige, stressarme Stallsituation, weil Stress neurologische Symptome verstärken kann. Eine zweite tierärztliche Meinung kann hilfreich sein, falls die ursprüngliche Diagnose unklar bleibt oder die Therapie nicht anschlägt.

Vorbeugen kannst du nur teilweise, weil viele Ursachen genetisch oder zufällig sind. Trotzdem helfen einige Maßnahmen. Lass dein Pferd jährlich gegen EHV-1 impfen, vor allem bei Turnierbeteiligung. Halte das Stallumfeld sauber, kontrolliere Weiden auf giftige Pflanzen und achte auf hochwertiges, schimmelfreies Heu. Suche Zeckenkontrollen besonders in Risikogebieten zwischen Mai und Oktober ab. Junge, schnell wachsende Warmblüter brauchen eine ausgewogene Fütterung mit angepasstem Mineralfutterzu hohe Energie- oder Eiweißmengen begünstigen das Wobbler-Syndrom. Eine fundierte Aufzucht legt den Grundstein, mehr dazu im Beitrag zur Fohlen-Aufzucht. Bei jeder Verschlechterung der Bewegung kontaktiere frühzeitig deinen Tierarzt, weil viele neurologische Erkrankungen umso besser zu behandeln sind, je früher sie erkannt werden.

Tierärztlicher Blick auf Ataxie beim Pferd

Aus tierärztlicher Sicht ist die Ataxie ein klassisches Beispiel für eine Erkrankung, bei der die Diagnostik oft länger dauert als die Therapie. Wir sehen in der Praxis immer wieder Pferde, deren Symptome zu lange als „Faulheit“, „Unart“ oder „Trainingsproblem“ interpretiert wurden, bis die neurologische Ursache erkannt war. Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn dein Pferd sich plötzlich anders bewegt, stolpert oder im Gelände unsicher wirkt, lass eine neurologische Untersuchung machen, auch wenn keine Lahmheit erkennbar ist. Eine Verzögerung kann besonders bei Wobbler-Syndrom oder EHV-1-Infektionen das Behandlungsfenster verkleinern.

Über das Go4Vet Tierarztverzeichnis findest du Pferdespezialisten und Pferdekliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei Verdacht auf eine ansteckende Ataxie-Form (vor allem EHV-1) gilt strikte Quarantäne, getrennte Boxen, separates Pflegepersonal und Hygieneschleuse. Informiere immer deine Stallbetreiber und benachbarte Pferdebesitzer, weil die Erkrankung sich rasch im Bestand ausbreiten kann. Eine schnelle Reaktion schützt nicht nur dein Pferd, sondern den gesamten Stall. Auch nach der Genesung können bei einigen Pferden leichte neurologische Restdefizite zurückbleiben, die regelmäßige Verlaufskontrollen rechtfertigen. Plane in diesen Fällen eine halbjährliche Untersuchung ein.

Häufige Fragen zu Ataxie beim Pferd

Was sind die ersten Anzeichen einer Ataxie beim Pferd?
Frühzeichen sind Stolpern auf ebenem Boden, Wegrutschen der Hinterhand bei engen Wendungen, Unsicherheit beim Rückwärtsrichten und ein hölzern wirkender Gang. Auch Probleme beim Überqueren von Cavalettis oder Bordsteinen können Hinweise sein. Bei Verdacht sofort den Tierarzt einbeziehen.
Wie unterscheidet sich Ataxie von einer Lahmheit?
Bei einer Lahmheit verändert Schmerz die Bewegung, das Pferd entlastet eine bestimmte Gliedmaße. Bei Ataxie fehlt die motorische Steuerung, das Pferd weiß nicht, wo seine Beine im Raum stehen, und stolpert oder verkreuzt die Beine. Die Unterscheidung ist Aufgabe des Tierarztes.
Ist Ataxie ansteckend für andere Pferde?
Ataxie selbst ist kein Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Manche Ursachen wie EHV-1 (Equines Herpesvirus) sind hochansteckend und erfordern sofortige Quarantäne. Andere Ursachen wie Wobbler-Syndrom oder Verletzungen sind nicht übertragbar. Die Differenzierung erfolgt durch Diagnostik.
Welche Untersuchungen führt der Tierarzt durch?
Standard sind eine ausführliche neurologische Untersuchung mit Tail-Pull-Test, Spinning-Test und Hindernislauf, ergänzt durch Blutbild, EHV-1-PCR, Borreliose-Test und Röntgen der Halswirbelsäule. In Spezialkliniken kommen Myelographie, CT oder MRT dazu, um Druck auf das Rückenmark sichtbar zu machen.
Kann Ataxie geheilt werden?
Eine Heilung hängt von der Ursache ab. Borreliose und leichte Wobbler-Fälle haben gute Heilungschancen. Schwere Wirbelsäulenverletzungen oder fortgeschrittene degenerative Erkrankungen sind oft prognostisch ungünstig. Bei dauerhaft hochgradiger Ataxie ist die Euthanasie aus Tierschutzgründen zu prüfen.
Darf ein ataktisches Pferd noch geritten werden?
Bei mittel- bis hochgradiger Ataxie ist Reiten nicht mehr verantwortbar, da Reiter und Pferd schwer verletzt werden können. Leichte Fälle dürfen nach tierärztlicher Freigabe vorsichtig im Schritt longiert oder bodengearbeitet werden. Eine schriftliche Tierarztempfehlung ist wichtig für Versicherungsfragen.
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