Hunde, die viel haaren
Hol dir deinen persönlichen Bereich mit gespeicherten Beiträgen, Empfehlungen und Tierarzt-Terminen.
Mein go4vet kostenlos starten
Du findest Hundehaare auf dem Sofa, im Auto und auf jeder schwarzen Hose? Manche Rassen verlieren das ganze Jahr über deutlich mehr Fell als andere, vor allem Hunde mit dichter Unterwolle. Hier erfährst du, welche Rassen besonders viel haaren, warum das so ist und wie du die Haarflut mit der richtigen Pflege deutlich reduzierst.
Warum haaren manche Hunde so stark?
Wie viel ein Hund haart, bestimmt in erster Linie sein Fellaufbau. Rassen mit doppeltem Fell, also Deckhaar plus dichter Unterwolle, werfen beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst enorme Mengen Haare ab. Die Unterwolle wärmt im Winter und muss im Frühjahr komplett raus. Kurzhaarige Rassen ohne viel Unterwolle verlieren ihre Haare dafür oft gleichmäßig über das ganze Jahr, was auf Textilien ebenfalls auffällt, weil die kurzen, borstigen Haare sich regelrecht in Stoffe bohren.

Verliert ein Hund auffällig viel Fell außerhalb des Fellwechsels, lohnt der Blick in die Tierarztpraxis.
Diese Hunderassen haaren besonders viel
- Deutscher Schäferhund: der Klassiker unter den Haar-Schleudern, haart praktisch das ganze Jahr.
- Siberian Husky und Alaskan Malamute: beim Fellwechsel fliegen die Unterwoll-Büschel büschelweise.
- Akita und Samojede: nordische Rassen mit extrem dichter Unterwolle.
- Golden Retriever und Labrador Retriever: beliebte Familienhunde, die konstant Fell verlieren.
- Berner Sennenhund und Neufundländer: viel Hund, viel Fell, viel Arbeit.
- Welsh Corgi: klein, aber mit erstaunlich produktiver Unterwolle.
- Mops und Beagle: kurzhaarig, aber Dauerhaarer, deren Borsten sich hartnäckig in Stoffen festsetzen.
Mit der richtigen Pflege die Haarflut reduzieren
Ganz abstellen lässt sich das Haaren nicht, aber gutes Management macht einen großen Unterschied:
- Regelmäßig bürsten: bei doppelfelligen Rassen während des Fellwechsels am besten täglich, sonst zwei- bis dreimal pro Woche. Was du herausbürstest, landet nicht auf dem Sofa.
- Das richtige Werkzeug: Unterwollbürste oder Unterwollharke für Doppelfell, Gummistriegel für Kurzhaar.
- Baden mit Maß: ein lauwarmes Bad mit mildem Hundeshampoo löst beim Fellwechsel lose Unterwolle, zu häufiges Baden trocknet die Haut aber aus.
- Gute Ernährung: hochwertiges Futter mit ausreichend Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützt Haut und Fell.

Wann ist Haarverlust nicht mehr normal?
Fellwechsel ist gleichmäßig und juckt nicht. Aufpassen solltest du bei kahlen Stellen, stumpfem Fell, geröteter oder schuppiger Haut, starkem Juckreiz oder wenn der Haarverlust außerhalb der üblichen Fellwechselzeiten massiv zunimmt. Dahinter können Parasiten, Allergien, hormonelle Störungen oder Hauterkrankungen stecken. Einen Überblick gibt unser Ratgeber zu Fellkrankheiten beim Hund.
Lieber weniger Haare im Haus?
Wenn du Hundehaare auf ein Minimum reduzieren willst, schau dir unsere Übersicht der Hunde, die nicht haaren an. Und falls dich auch das Thema Speichel beschäftigt: Hier findest du die Hunde, die wenig sabbern.
Häufige Fragen zu Hunden, die viel haaren
Quellen
Hol dir deinen persönlichen Bereich mit gespeicherten Beiträgen, Empfehlungen und Tierarzt-Terminen.
Mein go4vet kostenlos starten