Hunde, die wenig sabbern
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Du wünschst dir einen Hund, aber Sabberfäden auf Sofa, Hose und Parkett schrecken dich ab? Die gute Nachricht: Wie viel ein Hund sabbert, hängt stark von der Rasse ab. Hunde mit straffen, eng anliegenden Lefzen verlieren kaum Speichel, während Rassen mit losen Hängelefzen fast ständig tropfen. In diesem Ratgeber findest du die Rassen, die besonders wenig sabbern, und erfährst, warum das so ist.

Rassen mit straffen Lefzen behalten ihren Speichel dort, wo er hingehört: im Maul.
Warum sabbern manche Hunde mehr als andere?
Speichel produziert jeder Hund, das ist für Verdauung und Maulgesundheit unverzichtbar. Ob der Speichel im Maul bleibt oder heraustropft, entscheidet vor allem die Anatomie der Lefzen. Bei Rassen mit kurzen, straff anliegenden Lippen schließt das Maul dicht ab. Bei Rassen mit ausgeprägten Hängelefzen, etwa Bernhardiner oder Bloodhound, sammelt sich der Speichel in den Lefzentaschen und läuft heraus, sobald der Hund den Kopf bewegt.
Dazu kommen situative Auslöser, die bei jeder Rasse wirken: Vorfreude auf Futter, Hitze, Aufregung, Stress oder Übelkeit beim Autofahren. Ein Hund, der wenig sabbert, ist also kein Hund, der nie sabbert, sondern einer, bei dem es im Alltag kaum auffällt.
Kleine Hunderassen, die wenig sabbern
- Malteser: straffe Lefzen, kaum Speichelverlust, dazu sehr anhänglich und wohnungstauglich.
- Havaneser: fröhlicher Familienhund, der praktisch nicht sabbert.
- Bichon Frisé: trockene Schnauze, freundliches Wesen, gut für Ersthalter.
- Papillon: wacher Begleithund mit eng anliegenden Lippen.
- Zwergschnauzer: robust, wachsam und im Alltag sehr „trocken“.
- West Highland White Terrier: selbstbewusster Terrier, bei dem Sabbern kaum ein Thema ist.
- Chihuahua: die kleinste Rasse der Welt verliert auch beim Speichel kaum etwas.
Mittelgroße und große Hunderassen, die wenig sabbern
- Pudel (Toy bis Königspudel): straffe Lefzen in allen Größen, dazu sehr gelehrig.
- Basenji: gilt als besonders „katzenhafter“ Hund, bellt kaum und sabbert fast nie.
- Shiba Inu: sauberer, eigenständiger Hund mit trockener Schnauze.
- Whippet und Greyhound: Windhunde haben schmale Köpfe und eng anliegende Lippen.
- Border Collie: hochintelligenter Arbeitshund, Sabbern fällt höchstens bei großer Aufregung auf.
- Australian Shepherd: aktiver Hütehund, im Alltag sehr trocken.
- Dalmatiner: sportlicher Begleiter mit straffem Fang.
- Labradoodle: erbt meist die straffen Lefzen des Pudels, mehr dazu im Labradoodle-Porträt.
Zum Vergleich: Diese Rassen sabbern besonders viel
Wenn dir wenig Sabber wichtig ist, solltest du Rassen mit ausgeprägten Hängelefzen meiden oder den Speichelfluss bewusst einplanen. Dazu zählen Bernhardiner, Neufundländer, Boxer, Englische Bulldogge, Mastiff, Deutsche Dogge und Bloodhound. Diese Hunde sind wunderbare Begleiter, aber das Sabbertuch gehört bei ihnen zur Grundausstattung.
Wann ist Sabbern ein Warnsignal?
Beginnt ein Hund, der sonst kaum sabbert, plötzlich stark zu speicheln, ist das ein ernstzunehmendes Signal. Mögliche Ursachen sind Zahnprobleme, ein Fremdkörper im Maul, Übelkeit oder eine Vergiftung. Was dann zu tun ist, liest du in unserem Ratgeber Hund sabbert stark. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu oft in die Tierarztpraxis als einmal zu wenig.
Worauf du bei der Rassewahl sonst achten solltest
Wenig Sabber ist ein angenehmer Nebeneffekt, sollte aber nie das Hauptkriterium sein. Bewegungsbedarf, Erziehbarkeit, Pflegeaufwand und die Frage, ob die Rasse zu deinem Alltag passt, wiegen schwerer. Viele der trockenen Rassen wie Pudel oder Bichon Frisé haaren übrigens auch kaum, eine Übersicht findest du im Ratgeber Hunde, die nicht haaren. Und falls dich das Gegenteil interessiert: Hier geht es zu den Hunden, die viel haaren.
Häufige Fragen zu Hunden, die wenig sabbern
Quellen
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