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Sibirische Katze

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Die Sibirische Katze, auch Sibirische Waldkatze genannt, ist eine imposante, halblanghaarige Naturrasse aus Russland, die mit ihrem dichten, dreifachen Fell perfekt an eisige Winter angepasst ist. Sie gilt als Nationalkatze Russlands und begeistert mit einer seltenen Mischung aus kraftvollem, wildem Aussehen und einem verschmusten, verspielten und hundeähnlich anhänglichen Wesen. Besonders bekannt ist die Rasse für einen hartnäckigen Mythos: Sie wird oft als hypoallergene oder allergikerfreundliche Katze angepriesen. An dieser Behauptung ist etwas Wahres dran, sie wird aber viel zu absolut dargestellt, weshalb dieser Ratgeber das Thema ehrlich und differenziert einordnet. In diesem Porträt erfährst du alles Wichtige über die Sibirische Katze: von ihrer Herkunft und dem typischen Aussehen über den Charakter und die richtige Haltung bis hin zu der ehrlichen Wahrheit über das Allergen Fel d 1, den rassetypischen Krankheiten, der Fellpflege, der Ernährung und den echten Kosten in Österreich und Deutschland. So kannst du realistisch einschätzen, ob diese sanfte Riesin aus dem Osten zu deinem Leben passt.

Sibirische Katze

Kräftige Naturrasse aus Russland

Die Sibirische Katze ist eine große, natürlich gewachsene Rasse mit dichtem, dreifachem Fell, das sie gegen strenge Winter schützt.

Charakter

Verschmust und verspielt

Trotz ihres wilden Aussehens ist die Sibirische Katze sanft, anhänglich und hundeähnlich zutraulich. Sie liebt Gesellschaft und Spiel.

Allergie

Kein Freifahrtschein für Allergiker

Manche Sibirer bilden weniger vom Allergen Fel d 1, doch keine Katze ist wirklich allergenfrei. Ein ehrlicher Blick lohnt sich.

Gesundheit

Robust mit wenigen Erbleiden

Als Naturrasse ist die Sibirische Katze recht gesund. Auf HCM und den Pyruvatkinasemangel sollte trotzdem getestet werden.

Steckbrief Sibirische Katze

Merkmal Sibirische Katze im Überblick
Herkunft Russland (Sibirien), natürliche Rasse
Größe groß, kräftig und muskulös
Gewicht Kater 5 bis 9 kg
Gewicht Katze 3,5 bis 6 kg
Lebenserwartung zwölf bis 18 Jahre
Felltyp und Farben halblanges, dreifaches Fell mit dichter Unterwolle; fast alle Farben, auch Colourpoint (Neva Masquerade)
Charakter anhänglich, verspielt, klug, gesellig, agil
Aktivitätslevel mäßig bis hoch, kletter- und sprungfreudig
Besonderheit bildet teils weniger Fel d 1, wird erst mit fünf Jahren ausgewachsen
Preis beim Züchter 800 bis 1.300 Euro

Woher stammt die Sibirische Katze ursprünglich?

Die Sibirische Katze ist eine der ältesten Naturrassen der Welt und stammt, wie der Name sagt, aus den weiten, kalten Regionen Russlands und Sibiriens. Dort lebte sie über viele Jahrhunderte als Hof- und Waldkatze und musste sich an ein extrem raues Klima anpassen. Das Ergebnis dieser natürlichen Auslese ist ihr dichtes, dreifaches Fell mit einer wasserabweisenden Deckschicht und einer üppigen, wärmenden Unterwolle. In der russischen Kultur ist die Sibirische Katze fest verankert, sie taucht in Volksmärchen auf und gilt als Nationalkatze des Landes.

In den Westen gelangte die Rasse erst spät. Nach dem Ende des Kalten Krieges kamen Ende der 1980er Jahre die ersten Sibirischen Katzen nach Mitteleuropa und in die Vereinigten Staaten, wo mit der gezielten Zucht begonnen wurde. Eine besondere Variante ist die Neva Masquerade, eine Sibirische Katze mit Colourpoint-Zeichnung und blauen Augen, benannt nach dem Fluss Newa bei Sankt Petersburg. Sie ist keine eigene Rasse, sondern ein Farbschlag der Sibirischen Katze. Alle in Österreich und Deutschland gehaltenen Tiere stammen heute aus Nachzuchten seriöser Züchterinnen und Züchter.

Wie sieht eine Sibirische Katze aus?

Die Sibirische Katze ist eine große, kräftig gebaute und muskulöse Katze mit einem kompakten, runden Körper und starken Beinen. Wie viele Naturrassen wächst sie langsam und ist erst mit etwa fünf Jahren vollständig ausgereift. Der Kopf ist leicht keilförmig mit sanft gerundeten Konturen, die Ohren sind mittelgroß und häufig mit Haarbüscheln versehen, die großen, leicht ovalen Augen verleihen ihr einen freundlichen Ausdruck. Besonders auffällig sind der buschige Schwanz und die ausgeprägte Halskrause, die der Katze im Winterfell ein besonders imposantes Aussehen verleihen.

Das Markenzeichen ist das dreifache Fell. Es besteht aus einem festen Deckhaar, einer mittleren Schicht aus sogenannten Grannenhaaren und einer sehr dichten, weichen Unterwolle. Dieses Fell ist wasserabweisend und schützt die Katze zuverlässig vor Kälte und Nässe. Im Sommer verliert die Sibirische Katze einen großen Teil der Unterwolle und wirkt dann deutlich schlanker. Die Rasse gibt es in nahezu allen Farben und Mustern, von getigert über einfarbig bis zur bereits erwähnten Colourpoint-Variante Neva Masquerade. Wegen ihrer Größe und ihres Naturfells wird die Sibirische Katze gelegentlich mit der Norwegischen Waldkatze oder der Maine Coon verwechselt, ist aber eine eigenständige Rasse.

Sibirische Katze mit dichtem wetterfestem Winterfell im Schnee

Ist die Sibirische Katze wirklich für Allergiker geeignet?

Kaum ein Thema wird bei dieser Rasse so oft und so verkürzt dargestellt wie die angebliche Allergikerfreundlichkeit. Deshalb hier die ehrliche Einordnung. Der wichtigste Auslöser einer Katzenallergie beim Menschen ist ein Eiweiß namens Fel d 1, das vor allem im Speichel und in den Talgdrüsen der Haut gebildet wird und sich über das Putzen im Fell und in den Hautschüppchen verteilt. Es ist also nicht das Haar selbst, das die Allergie auslöst, sondern dieses Allergen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Teil der Sibirischen Katzen tatsächlich weniger Fel d 1 produziert als der Durchschnitt anderer Katzen. Das ist der wahre Kern hinter dem Ruf der Rasse.

Entscheidend ist aber, was daraus nicht folgt. Erstens gibt es keine wirklich hypoallergene oder allergenfreie Katze, auch die Sibirische Katze nicht. Zweitens schwankt die Menge des gebildeten Fel d 1 von Tier zu Tier extrem stark, sogar innerhalb derselben Rasse und desselben Wurfs. Manche Sibirer produzieren wenig Allergen, andere ganz normale oder sogar hohe Mengen. Ob eine bestimmte Katze für einen bestimmten Allergiker verträglich ist, lässt sich pauschal nicht vorhersagen. Wenn du eine Katzenhaarallergie hast und dennoch über eine Sibirische Katze nachdenkst, solltest du unbedingt vor der Anschaffung mehrmals Kontakt zu genau dem Tier suchen, das bei dir einziehen soll, und deine Reaktion beobachten. Manche Züchter bieten sogar an, das individuelle Fel-d-1-Niveau eines Tieres bestimmen zu lassen. Sprich außerdem mit deinem Arzt oder einer Ärztin über deine Allergie. Sich allein auf das Etikett hypoallergen zu verlassen und dann ein Tier abgeben zu müssen, wäre für alle Beteiligten das schlechteste Ergebnis. Weitere seriöse Informationen zum Thema findest du bei spezialisierten Organisationen für Katzengesundheit, die in unseren Quellen verlinkt sind.

Wie ist der Charakter der Sibirischen Katze?

So wild die Sibirische Katze aussieht, so sanft und liebenswert ist ihr Wesen. Sie gilt als ausgesprochen anhänglich und menschenbezogen und wird oft mit einem Hund verglichen, weil sie ihren Menschen durch die Wohnung folgt, sie an der Tür begrüßt und eng am Familienleben teilnimmt. Dabei ist sie nicht aufdringlich, sondern ausgeglichen und gutmütig. Ihre Stimme setzt sie eher sparsam ein, viele Sibirer geben leise Zwitscher- und Trilllaute von sich, mit denen sie kommunizieren.

Gleichzeitig ist die Sibirische Katze verspielt, klug und ausgesprochen agil. Sie klettert und springt gern und behält ihre Verspieltheit oft bis ins hohe Alter. Viele Tiere haben eine Vorliebe für Wasser und spielen fasziniert mit dem Wasserhahn oder dem Trinknapf. Diese Kombination aus Sanftheit, Anhänglichkeit und Bewegungsfreude macht die Rasse zu einem wunderbaren Familienmitglied, das gut mit Kindern, anderen Katzen und sogar mit hundefreundlichen Hunden zurechtkommt. Damit ein junges Kätzchen von Anfang an souverän und sozial aufwächst, ist eine gute Prägung wichtig, wie unser Ratgeber zeigt, wie du ein Kitten richtig sozialisierst.

Sibirische Katze erkundet die Natur im Herbst

Wie hältst du eine Sibirische Katze artgerecht?

Die Sibirische Katze ist anpassungsfähig und kann sowohl als Wohnungskatze als auch mit gesichertem Freigang gehalten werden. Weil sie aktiv, kletterfreudig und sprungstark ist, braucht sie in jedem Fall ausreichend Platz und Beschäftigung. Hohe, stabile Kratzbäume, Kletterelemente und erhöhte Aussichtsplätze kommen ihrem Bewegungsdrang entgegen. Ein gesicherter Garten oder Balkon ist ideal, damit sie ihre Umgebung erkunden kann. Viele Ideen, wie du eine reine Wohnungskatze sinnvoll auslastest, findest du in unserem Beitrag darüber, wie du eine Wohnungskatze beschäftigst.

Weil die Sibirische Katze so gesellig und menschenbezogen ist, sollte sie nicht dauerhaft allein bleiben. Wenn du berufstätig bist und viele Stunden außer Haus, ist eine zweite Katze als Gesellschaft die bessere Lösung. Ihr geselliges Wesen macht die Haltung im Paar oder in der kleinen Gruppe meist unkompliziert. Weitere große, halblanghaarige Rassen mit ähnlichen Ansprüchen stellen wir in unserer Übersicht der Halblanghaarkatzen vor. Wichtig ist bei dieser klugen Katze, dass ihr nicht langweilig wird, denn Unterforderung kann auch bei einem so ausgeglichenen Tier zu Unzufriedenheit führen.

Passt die Sibirische Katze zu dir?

Die Sibirische Katze passt zu dir, wenn du eine große, anhängliche und verspielte Katze suchst, die eng am Familienleben teilnimmt und dabei sanft und ausgeglichen bleibt. Du solltest genug Platz und Klettermöglichkeiten bieten und bereit sein, das dichte Fell besonders im Fellwechsel regelmäßig zu pflegen. Wenn du an einer Katzenallergie leidest, prüfe deine Verträglichkeit vor der Anschaffung unbedingt am konkreten Tier und verlasse dich nicht blind auf den Ruf als hypoallergene Rasse. Weniger geeignet ist sie für Menschen, die eine sehr distanzierte, unabhängige Katze möchten.

Welche rassetypischen Krankheiten hat die Sibirische Katze?

Als natürlich gewachsene Rasse ist die Sibirische Katze insgesamt robust und gesund, dennoch gibt es einige erblich bedingte Erkrankungen, die du kennen solltest. Ein seriöser Züchter lässt seine Elterntiere auf die relevanten Erbkrankheiten testen und legt dir die Ergebnisse offen vor. Solltest du bei deiner Katze Auffälligkeiten bemerken, warte nicht ab. Über unsere Plattform kannst du unkompliziert eine Tierärztin oder einen Tierarzt in deiner Nähe finden. Zur ersten Orientierung bei unklaren Beschwerden hilft dir außerdem unser Symptom-Checker, der die tierärztliche Untersuchung aber niemals ersetzt.

Die wichtigste rassetypische Erkrankung ist die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, die häufigste Herzerkrankung der Katze. Dabei verdickt sich die Muskelwand des Herzens krankhaft, was zu Herzversagen, Blutgerinnseln und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Tod führen kann. HCM kommt auch bei der Sibirischen Katze vor und wird über regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen beim Fachtierarzt überwacht. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere entsprechend kontrollieren. Ein weiteres Thema ist der Pyruvatkinasemangel, eine erbliche Blutarmut, die durch das Fehlen eines Enzyms in den roten Blutkörperchen entsteht. Für diese Erkrankung gibt es einen zuverlässigen Gentest, sodass sie durch die richtige Auswahl der Elterntiere vermeidbar ist.

Seltener werden bei der Rasse auch Nierenerkrankungen und, wie bei allen Katzen, Zahnprobleme im Alter beobachtet. Insgesamt gehört die Sibirische Katze aber zu den weniger krankheitsanfälligen Rassen, was ihrer natürlichen Herkunft ohne extreme Zuchtmerkmale zu verdanken ist. Die beste Vorsorge bleibt der Kauf bei einem seriösen Züchter mit lückenloser Gesundheitsdokumentation, kombiniert mit der jährlichen tierärztlichen Vorsorgeuntersuchung, bei der auch das Herz abgehört wird.

Wie pflegst du das Fell einer Sibirischen Katze?

Trotz des üppigen, dreifachen Fells ist die Pflege der Sibirischen Katze überschaubar. In der normalen Zeit reicht es, die Katze ein bis zwei Mal pro Woche zu bürsten, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen. Das Fell neigt weniger zum Verfilzen als das der Perserkatze, weil die Struktur anders ist. Deutlich intensiver wird die Pflege während des Fellwechsels, vor allem im Frühjahr, wenn die Katze große Mengen ihrer dichten Unterwolle verliert. In dieser Zeit solltest du täglich bürsten, damit die losen Haare nicht verkletten und die Katze beim Putzen nicht zu viele Haare verschluckt.

Achte besonders auf die typischen Problemzonen wie die Halskrause, die Achseln und die Region an den Hinterbeinen. Kontrolliere daneben regelmäßig Ohren, Krallen und Zähne und gewöhne deine Katze früh an die Pflege, damit sie diese als angenehmes Ritual erlebt. Für Allergiker ist übrigens wichtig zu wissen, dass häufiges Bürsten und gelegentliches Abwischen des Fells die Allergenmenge in der Umgebung etwas verringern kann, das Grundproblem der Allergie aber nicht löst.

Sibirische Katze liegt entspannt in der Wohnung

Was solltest du bei der Ernährung beachten?

Die Sibirische Katze ist eine große, aktive Katze mit einem entsprechend soliden Nährstoffbedarf. Sie braucht eine hochwertige, fleischbasierte Ernährung mit hohem Proteinanteil, die ihren muskulösen Körperbau und das langsame Wachstum über mehrere Jahre unterstützt. Gerade in der langen Wachstumsphase bis zum Alter von etwa fünf Jahren ist eine ausgewogene Versorgung wichtig. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen, was dieser oft wasserbegeisterten Rasse ohnehin leichtfällt.

Weil die Sibirische Katze groß und schwer ist, fällt Übergewicht nicht immer sofort auf. Taste regelmäßig die Rippen ab und achte auf die Figur deiner Katze, besonders bei reiner Wohnungshaltung und nach der Kastration. Sollte deine Katze zu viel wiegen, findest du Unterstützung in unserem Ratgeber, wie du eine übergewichtige Katze gesund abnehmen lässt. Bei einer so aktiven und bewegungsfreudigen Rasse ist ausreichend Bewegung durch Klettern und Spielen der beste Schutz vor überflüssigen Pfunden.

💰 Was kostet eine Sibirische Katze in Österreich und Deutschland?

Eine Sibirische Katze aus seriöser Zucht mit Stammbaum, Gentests und guter Aufzucht kostet in Österreich und Deutschland meist zwischen 800 und 1.300 Euro. Die Colourpoint-Variante Neva Masquerade liegt oft im oberen Bereich. Von auffällig günstigen Angeboten ohne Papiere und ohne Gesundheitsnachweise, gerade wenn sie mit dem Schlagwort hypoallergen werben, solltest du absehen. Wegen des Kletterdrangs ist die Erstausstattung mit einem hohen, stabilen Kratzbaum, Transportbox, Näpfen, Katzentoiletten und Spielzeug mit rund 250 bis 450 Euro zu veranschlagen. Die laufenden monatlichen Kosten für hochwertiges Futter, Katzenstreu und Kleinbedarf liegen bei etwa 45 bis 75 Euro, bei einer so großen Katze eher am oberen Rand. Dazu kommt eine Rücklage für die Tiergesundheit. Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung mit Impfung kostet in Österreich meist zwischen 60 und 100 Euro, in Deutschland zwischen 50 und 90 Euro. Für unerwartete Behandlungen, etwa am Herzen, ist eine Katzenkrankenversicherung oder eine feste monatliche Rücklage sinnvoll.

Weitere Rassen, die dich interessieren könnten, sind Ragamuffin, Balinese und Heilige Birma.

Häufige Fragen zur Sibirischen Katze

Ist die Sibirische Katze wirklich für Allergiker geeignet?
Nur bedingt. Manche Sibirische Katzen bilden weniger vom Hauptallergen Fel d 1 als der Durchschnitt, doch keine Katze ist wirklich allergenfrei oder garantiert hypoallergen. Die Menge schwankt von Tier zu Tier stark, sogar innerhalb eines Wurfs. Wenn du eine Katzenallergie hast, solltest du vor der Anschaffung mehrmals Kontakt zu genau dem Tier suchen, deine Reaktion beobachten und mit deinem Arzt sprechen. Verlasse dich niemals blind auf das Etikett hypoallergen.
Was ist der Unterschied zwischen Sibirischer Katze und Neva Masquerade?
Die Neva Masquerade ist keine eigene Rasse, sondern ein Farbschlag der Sibirischen Katze. Sie trägt eine Colourpoint-Zeichnung mit dunkleren Abzeichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz sowie blaue Augen, ähnlich wie die Siamkatze. In Körperbau, Fell und Charakter entspricht sie ansonsten der klassischen Sibirischen Katze. Der Name geht auf den Fluss Newa bei Sankt Petersburg zurück.
Wie groß wird eine Sibirische Katze?
Die Sibirische Katze gehört zu den großen Rassen. Kater erreichen ein Gewicht von fünf bis neun Kilogramm, Katzen sind mit 3,5 bis sechs Kilogramm leichter. Wie viele Naturrassen wächst sie langsam und ist erst mit etwa fünf Jahren vollständig ausgewachsen. Durch das dichte Fell und die kräftige Muskulatur wirkt sie besonders im Winter noch imposanter, als sie tatsächlich ist.
Welche Krankheiten sind bei der Sibirischen Katze typisch?
Als Naturrasse ist sie recht gesund. Am wichtigsten ist die Herzerkrankung HCM, die über Herzultraschall überwacht wird. Dazu kommt der Pyruvatkinasemangel, eine erbliche Blutarmut, für die es einen Gentest gibt. Seltener treten Nierenerkrankungen und im Alter Zahnprobleme auf. Der Kauf bei einem Züchter, der seine Tiere auf HCM und Pyruvatkinasemangel testet, ist der wichtigste Schutz vor diesen Erkrankungen.
Ist die Sibirische Katze eine gute Familienkatze?
Ja, ausgesprochen. Die Sibirische Katze ist sanft, anhänglich und verspielt und wird wegen ihrer hundeähnlichen Anhänglichkeit sehr geschätzt. Sie kommt in der Regel gut mit Kindern, anderen Katzen und hundefreundlichen Hunden zurecht und nimmt aktiv am Familienleben teil. Wichtig ist, dass sie genug Platz, Beschäftigung und Gesellschaft bekommt, denn allein sein mag diese gesellige Katze nicht.
Wie viel Fellpflege braucht die Sibirische Katze?
Weniger, als das üppige Fell vermuten lässt. Normalerweise reicht ein bis zwei Mal Bürsten pro Woche, weil das Fell weniger zum Verfilzen neigt als etwa bei der Perserkatze. Anders sieht es im Fellwechsel im Frühjahr aus, wenn die dichte Unterwolle in großen Mengen ausfällt. Dann solltest du täglich bürsten. Besonders an Halskrause, Achseln und Hinterbeinen können sich sonst Knoten bilden.
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