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Gelenke beim Pferd unterstützen: Was wirklich hilft

Gelenke beim Pferd unterstützen: Was wirklich hilft

Wenn dein Pferd beim Herauskommen aus der Box auf den ersten Metern steif wirkt, nach einer Pause länger braucht, um „in Gang zu kommen“, oder der Trab plötzlich kürzer und klammer wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Gelenke. Gerade bei Pferden ab etwa 18 Jahren, aber auch bei Sportpferden mit hoher Belastung, ist der Bewegungsapparat ein Thema, das sich nicht von selbst verbessert. In diesem Artikel erfährst du, woran du erste Anzeichen erkennst, welche Nährstoffe sinnvoll unterstützen können, wann der Tierarzt gefragt ist und wie du mit SanoVet-Produkten wie Arthrovit und Arthrobol gezielt arbeiten kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Arthrose zeigt sich oft zuerst durch Anlaufschwierigkeiten, Schonhaltung und nachlassende Leistung
  • Glucosamin, MSM, Kollagenhydrolysat und Hyaluronsäure sind die zentralen Bausteine für den Gelenkstoffwechsel
  • Eine Fütterung über mindestens drei Monate ist notwendig, damit Knorpel und Gelenkflüssigkeit reagieren können
  • Teufelskralle ist im FN-Reglement dopingrelevant, Arthrovit und Arthrobol sind nicht betroffen
  • Bei akuter Lahmheit gehört dein Pferd immer zuerst in tierärztliche Behandlung

Frühe Anzeichen einer Gelenkproblematik erkennen

Gelenkverschleiß entwickelt sich langsam. Knorpel und Bindegewebe verändern sich über einen langen Zeitraum, oft unbemerkt, bevor eine klare Lahmheit sichtbar wird. Ein typisches Frühzeichen sind Anlaufschwierigkeiten. dein Pferd kommt aus der Box und wirkt auf den ersten Metern steif. Nach fünf bis zehn Schritten wird es besser, nach zehn bis fünfzehn Minuten wirkt das Gangbild oft wieder unauffällig. Viele ordnen das als „normales Altersverhalten“ ein, tatsächlich ist es häufig eines der ersten Warnsignale für beginnende Arthrose.

Weitere Hinweise sind kleine, aber relevante Veränderungen im Bewegungsablauf. Dazu gehören eine Schonhaltung im Stand, ein verkürzter Raumgriff im Trab, ein zögerlicher Übergang in den Galopp oder generell weniger Motivation unter dem Sattel. Bei älteren Pferden fällt oft auch auf, dass das Hufegeben schwerer wird, weil das jeweils belastete Bein nicht mehr vollständig schmerzfrei trägt. Unter dem Reiter zeigen sich zusätzlich Taktunreinheiten, die sich auch durch längeres Aufwärmen nicht komplett auflösen.

Wichtig ist die klare Abgrenzung. Sobald eine deutliche Lahmheit auftritt, ein Gelenk warm oder geschwollen ist oder dein Pferd sichtbar Schmerzen zeigt, ist das kein Fall für Fütterungsmaßnahmen. In solchen Situationen braucht es eine tierärztliche Abklärung, meist inklusive Röntgen oder Ultraschall und je nach Befund auch gezielte Behandlung am Gelenk. Zusatzfutter kann den Stoffwechsel im Gelenk unterstützen, wirkt aber nur langfristig und ersetzt keine Diagnose oder Akuttherapie.

Wie ein Pferdegelenk aufgebaut ist

Ein Pferdegelenk besteht aus zwei Knochenenden, die jeweils von einer glatten Knorpelschicht überzogen sind. Dieser Knorpel ist nicht durchblutet und wird ausschließlich über die Gelenkflüssigkeit, die sogenannte Synovia, versorgt. Umgeben ist das Ganze von einer stabilen Gelenkkapsel aus Bindegewebe, zusätzlich sorgen Bänder und Sehnen für Stabilität.

Die Synovia übernimmt zwei zentrale Aufgaben. Sie wirkt als Schmiermittel, damit die Knorpelflächen reibungslos aufeinander gleiten, und sie versorgt den Knorpel mit Nährstoffen wie Glukose, Aminosäuren und Spurenelementen. Verändert sich die Zusammensetzung der Synovia, etwa durch Entzündungen oder lange Standzeiten, leidet auch der Knorpel. Er wird rau, dünner und anfälliger für Risse. In der Folge bildet der Körper sogenannte Osteophyten, also knöcherne Zubildungen am Gelenkrand, die im Röntgenbild als typische Arthrosezeichen sichtbar sind.

Daraus ergeben sich zwei wichtige Punkte:

  • Bewegung ist für Gelenke unverzichtbar, weil nur sie die Synovia in Bewegung hält und den Knorpel versorgt. Längere Boxenruhe ohne kontrollierte Bewegung verschlechtert die Situation meist.
  • Fütterung wirkt langsam. Drei Monate sind das absolute Minimum, realistisch sind eher sechs bis neun Monate, bis sich Effekte zeigen.

Welche Nährstoffe belastbar wirken

In der Praxis haben sich vier zentrale Bausteine etabliert, die den Gelenkstoffwechsel sinnvoll unterstützen können: Glucosamin, MSM, Kollagenhydrolysat und Hyaluronsäure. Chondroitinsulfat fehlt in pflanzlichen Produkten meist, da es tierischen Ursprungs ist.

Glucosamin ist ein Aminozucker und ein direkter Bestandteil des Knorpelgrundgerüsts. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger davon. Arthrovit liefert Glucosamin in veganer Form aus fermentiertem Mais statt aus Krustentieren, was für empfindliche Pferde besser verträglich sein kann.

MSM, also Methylsulfonylmethan, ist eine organische Schwefelverbindung. Schwefel wird für den Aufbau von Knorpel, Sehnen und Bändern benötigt, ist aber in klassischen Rationen nicht immer ausreichend enthalten. Zusätzlich zeigen Studien, dass MSM entzündungsmodulierend wirken kann.

Kollagenhydrolysat liefert die Aminosäuren, die der Körper für die Bildung von Kollagen braucht. Kollagen ist ein zentraler Bestandteil von Knorpel, Sehnen und Bändern. Bei längerer Fütterung über mehrere Monate lassen sich in Studien Effekte auf die Struktur des Knorpels beobachten.

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und sorgt für deren zähflüssige, schmierende Konsistenz. Über die Fütterung kann sie den Stoffwechsel der Synovia unterstützen.

Ein wichtiger Hinweis zur Teufelskralle: Sie wird oft als natürliches Mittel bei Gelenkproblemen eingesetzt und hat auch eine entzündungsmodulierende Wirkung. Allerdings ist sie im FN-Reglement dopingrelevant und unterliegt einer Absetzfrist. Für Turnierpferde ist das ein klarer Nachteil.

SanoVet verzichtet bei Arthrovit und Arthrobol bewusst auf Teufelskralle. Beide Produkte sind nicht dopingrelevant und können im Turniersport ohne Einschränkung eingesetzt werden.

Welches Produkt passt zu deinem Pferd?

Der Pferdefutter-Berater führt dich in wenigen Schritten durch die wichtigsten Punkte wie Alter, Belastung, Turniereinsatz und Fütterungsanforderungen. Auf dieser Basis bekommst du eine gezielte Empfehlung, zum Beispiel zwischen Arthrovit, Arthrobol und weiteren passenden SanoVet-Produkten.

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Arthrovit und Arthrobol im direkten Vergleich

Beide Produkte von SanoVet zielen auf den Gelenkstoffwechsel ab, unterscheiden sich aber in ihrem Einsatzbereich.

Arthrovit ist das klassische Gelenkfutter für ältere Pferde, für diagnostizierte Arthrose und für alle Situationen, in denen eine langfristige Unterstützung im Vordergrund steht. Die Rezeptur ist vegan sowie getreide- und zuckerfrei, sodass sie auch für Pferde mit EMS, Cushing oder Insulinresistenz geeignet ist. Enthalten sind die bewährten Bausteine Glucosamin, MSM, Kollagenhydrolysat und Hyaluronsäure. Die Tagesdosis liegt bei etwa 40 Gramm für ein Pferd mit rund 600 Kilogramm Körpergewicht. Da das Produkt nicht dopingrelevant ist, kann es auch im Turniersport ohne Absetzfrist gefüttert werden.

Arthrobol geht einen Schritt weiter und richtet sich vor allem an Sportpferde oder Pferde im Aufbautraining nach einer Pause. Neben den gleichen Gelenkbausteinen enthält es zusätzlich eine Aminosäurekombination, die den Muskelaufbau unterstützt. Gerade bei Pferden, die gleichzeitig ihre Muskulatur erhalten oder wieder aufbauen müssen, ist das ein sinnvoller Ansatz. Auch hier liegt die empfohlene Tagesmenge bei etwa 40 Gramm. Die Rezeptur ist ebenfalls getreide- und zuckerfrei und nicht dopingrelevant.

In der Praxis lässt sich die Entscheidung gut eingrenzen. Für ein älteres Freizeitpferd mit typischen Anlaufschwierigkeiten ist Arthrovit meist die passende Wahl. Wenn ein Pferd im Training steht und neben den Gelenken auch die Muskulatur unterstützt werden soll, passt Arthrobol besser. Beide Produkte werden einfach unter das Kraftfutter gemischt, eine kurze Angewöhnung über drei bis fünf Tage mit reduzierter Menge ist sinnvoll. Parallel solltest du sie nicht füttern, da sich die Wirkstoffe überschneiden.

Dosierung, Anwendungsdauer und realistische Erwartungen

Zwei Punkte werden bei Gelenkfutter besonders häufig unterschätzt: die Dauer der Anwendung und die richtige Dosierung.

Knorpel reagiert langsam, weil er nicht durchblutet ist. Wer ein Produkt nach wenigen Wochen wieder absetzt, sieht in der Regel keinen Effekt, weil der Stoffwechsel im Gelenk schlicht mehr Zeit braucht. Erste Veränderungen im Bewegungsablauf zeigen sich meist nach acht bis zwölf Wochen. Drei Monate sind das Minimum, sechs bis neun Monate sind ein realistischer Zeitraum.

Auch die Dosierung sollte zum Pferd passen. Die angegebenen 40 Gramm pro Tag beziehen sich auf ein Pferd mit etwa 600 Kilogramm Körpergewicht. Bei deutlich leichteren oder schwereren Pferden lohnt sich eine Anpassung in Rücksprache mit dem Tierarzt.

Wichtig ist auch die Erwartungshaltung. Gelenkfutter kann den Verschleiß nicht rückgängig machen und ersetzt kein Training oder Management. Was es leisten kann, ist eine Unterstützung des Knorpelstoffwechsels, eine Verbesserung der Gelenkflüssigkeit und oft ein geschmeidigeres Gangbild. In Kombination mit regelmäßiger, angepasster Bewegung kann das die Lebensqualität deutlich verbessern, besonders bei älteren Pferden.

Wann der Tierarzt zuerst gefragt ist

Zusatzfutter ist immer nur ein Teil der Gesamtstrategie. Sobald eine akute Lahmheit auftritt oder sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtert, gehört dein Pferd in tierärztliche Behandlung. Das gilt auch bei Schwellungen, Überwärmung eines Gelenks, tastbaren Verdickungen oder auffälligen Geräuschen bei der Bewegung.

Hinter solchen Symptomen können Entzündungen, Sehnen- oder Bänderverletzungen oder sogar infektiöse Prozesse stecken. Diese Ursachen lassen sich nicht über Fütterung lösen.

Die tierärztliche Diagnostik umfasst in der Regel eine gründliche Untersuchung mit Beurteilung im Stand und in der Bewegung, Beugeproben sowie bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall. Bei komplexeren Fällen kommen auch weiterführende Methoden wie MRT oder Szintigrafie zum Einsatz, meist in spezialisierten Kliniken.

Erst auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob eine medikamentöse Behandlung, eine Injektion ins Gelenk, eine Trainingsanpassung oder eine Kombination daraus sinnvoll ist. Arthrovit oder Arthrobol können dann gezielt als langfristige Unterstützung eingesetzt werden.

Gerade bei älteren Pferden lohnt sich zudem ein regelmäßiger Check der Gelenke. Viele Tierarztpraxen bieten dafür Vorsorgeuntersuchungen an, bei denen frühzeitig Veränderungen erkannt werden können.

Vorbeugen: Was du zusätzlich tun kannst

Ergänzungsfutter ist nur ein Teil der Lösung. Haltung und tägliches Management machen oft den größeren Unterschied für gesunde Gelenke.

In der Praxis haben sich fünf Faktoren bewährt. Viel Bewegung im Schritt steht an erster Stelle. Langes Stehen in der Box belastet die Gelenke, regelmäßige Bewegung im Offenstall oder auf der Weide hält den Knorpel aktiv. Genauso wichtig ist sauberes Aufwärmen und Abreiten. Zehn bis fünfzehn Minuten Schritt vor und nach jeder Einheit sind Standard, besonders bei älteren Pferden.

Auch das Körpergewicht spielt eine große Rolle. Ein Body-Condition-Score von etwa fünf auf der neunstufigen Henneke-Skala gilt als Zielwert. Zu viel Gewicht belastet die Gelenke dauerhaft.

Der Untergrund wird oft unterschätzt. Sehr harte Böden wie Asphalt und extrem tiefer Sand wirken unterschiedlich, aber beide können problematisch sein. Federnde, gut gepflegte Böden sind ideal. Dazu kommt die regelmäßige Hufbearbeitung. Fehlstellungen führen zu ungleichmäßiger Belastung, deshalb sind Intervalle von sechs bis acht Wochen beim Hufschmied sinnvoll.

Ein Blick auf die Gesamtfütterung lohnt sich ebenfalls. Gerade bei Sportpferden spielen Elektrolyte eine Rolle, da Dehydrierung die Qualität der Gelenkflüssigkeit beeinflussen kann. Mehr dazu findest du im Beitrag Elektrolyte für Pferde. Die Grundlagen zur Ergänzungsfütterung erklärt der Übersichtsartikel Zusatzfutter für Pferde.

Häufige Fragen zu Gelenke beim Pferd

Ab welchem Alter lohnt sich Gelenkfutter?
Als grober Richtwert gilt bei Freizeitpferden ein Alter von etwa 15 bis 18 Jahren, bei Sportpferden oft früher, vor allem nach Trainingspausen oder bei hoher Belastung. Bei großrahmigen oder genetisch vorbelasteten Pferden kann eine vorbeugende Unterstützung auch schon ab etwa zehn Jahren sinnvoll sein. Entscheidend ist weniger das Alter als das Verhalten. Anlaufschwierigkeiten, Schonhaltungen und weniger Bewegungsfreude sind die besseren Indikatoren.
Sind Arthrovit und Arthrobol dopingrelevant?
Nein. Beide Produkte sind laut FEI und FN nicht dopingrelevant und enthalten keine problematischen Pflanzenstoffe wie Teufelskralle. du kannst sie ohne Absetzfrist bis zum Turnier füttern. Wer ganz sicher gehen will, prüft vor dem Start die aktuelle FN-Liste oder die FEI Prohibited Substances.
Wie lange muss ich füttern, bis ich etwas merke?
Plane mindestens drei Monate ein, realistisch sind sechs bis neun Monate. Der Gelenkstoffwechsel reagiert langsam, da Knorpel nicht direkt durchblutet wird. Erste Veränderungen im Bewegungsgefühl zeigen sich oft nach acht bis zwölf Wochen, strukturelle Effekte brauchen länger. Wer zu früh abbricht, sieht meist keinen Nutzen.
Kann ich Arthrovit bei EMS oder Cushing füttern?
Ja. Sowohl Arthrovit als auch Arthrobol sind getreide- und zuckerfrei formuliert und damit für Pferde mit EMS, Cushing oder Insulinresistenz geeignet. Wichtig ist immer die gesamte Fütterung, nicht nur das Ergänzungsfutter.
Was ist der Unterschied zwischen Arthrovit und Arthrobol?
Arthrovit ist die klassische Wahl für ältere Pferde und Freizeitpferde mit Gelenkproblemen. Arthrobol ergänzt die gleichen Gelenkbausteine um eine Aminosäurekomponente für den Muskelaufbau und passt besser zu Sportpferden oder Pferden im Training. Beide werden mit etwa 40 Gramm täglich gefüttert und sind nicht dopingrelevant.
Hilft Teufelskralle bei Arthrose?
Teufelskralle kann entzündungsmodulierend wirken, steht aber auf der FN-Dopingliste und hat eine Absetzfrist. Für Turnierpferde ist sie daher ungeeignet. Wenn dein Pferd nicht im Sport läuft, kann sie in Absprache mit dem Tierarzt eingesetzt werden. SanoVet verzichtet bewusst darauf, damit Arthrovit und Arthrobol im Turniersport problemlos nutzbar sind.
Wann solltest du statt Zusatzfutter zum Tierarzt?
Immer dann, wenn eine Lahmheit plötzlich auftritt, stärker wird oder nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen besser wird. Auch Schwellungen, Überwärmung oder ein deutlicher Leistungsabfall ohne klare Ursache gehören abgeklärt. In solchen Fällen sind Röntgen oder Ultraschall sinnvoll. Ergänzungsfutter kann unterstützen, ersetzt aber keine Diagnose oder Behandlung. Go4Vet kooperiert mit SanoVet und erhält eine Provision, wenn du über Links auf dieser Seite ein Produkt bestellst. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Unsere redaktionellen Empfehlungen bleiben unabhängig und basieren auf fachlicher Einschätzung.
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